Zwei Fragen zu Investitionsrechnung

Hallo Zusammen,

kann mir jemand weiterhelfen, wie folgende zwei Fragen aus der Investitionsrechnung richtig zu beantworten sind (meine Lösungsansätze stehen jeweils unter den Fragen):

  1. Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem ökonomischen Prinzip und der Erreichung des Gewinnziels bei einer Unternehmung?

Antwort:
Das ökonomische Prinzip (Wirtschaftlichkeitsprinzip) wird durch folgende Ausprägungen beschrieben:

  • Maximalprinzip, mit einem gegebenen Input ist ein grösstmöglicher Output zu erreichen
  • Minimalprinzip, ein vorgegebener Output soll durch einen gegebenen Input erzielt werden

Als Masstab zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit kann dienen:

  • ein absoluter Wert, also Output minus Input oder Erlöse minus Kosten

Bei der Gewinnvergleichrechnung gilt folgende Entscheidungsregel:
Eine Investitionsmöglichkeit soll durchgeführt werden, falls sie einen positiven Gewinn erwirtschaftet; andernfalls wird sie nicht durchgeführt (Unterlassungsinvestition)

  1. Erläutern Sie, woran sich der für eine Investition angestrebte Zinssatz orientiert.

Antwort:
Die angestrebte Verzinsung der Kapitalgeber orientiert sich am Kapitalmarktzins als Untergrenze und einem zusätzlichen Risikoaufschlag, den der Investor für
die Überlassung seines Kapitals für einen bestimmten Zeitraum erwartet.

Der errechnete Kapitalwert kann folgende Ausprägungen haben:

  • KW > 0 Die Investition hat eine grössere als in der Rechnung geforderte Verzinsung.
  • KW = 0 Die Investition erreicht genau die in der Rechnung geforderte Verzinsung.
  • KW > 0 Die Investition hat eine geringere als in der Rechnung geforderte Verzinsung.

Sind die Antworten in Ordnung oder gibt es etwas zu verbessern? Danke vorab für Antworten.

Gruss
bluewin

Hallo Zusammen,

kann mir jemand weiterhelfen, wie folgende zwei Fragen aus der
Investitionsrechnung richtig zu beantworten sind (meine
Lösungsansätze stehen jeweils unter den Fragen):

  1. Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem ökonomischen
    Prinzip und der Erreichung des Gewinnziels bei einer
    Unternehmung?

Antwort:
Das ökonomische Prinzip (Wirtschaftlichkeitsprinzip) wird
durch folgende Ausprägungen beschrieben:

  • Maximalprinzip, mit einem gegebenen Input ist ein
    grösstmöglicher Output zu erreichen
  • Minimalprinzip, ein vorgegebener Output soll durch einen
    gegebenen Input erzielt werden

Als Masstab zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit kann dienen:

  • ein absoluter Wert, also Output minus Input oder Erlöse
    minus Kosten

Bei der Gewinnvergleichrechnung gilt folgende
Entscheidungsregel:
Eine Investitionsmöglichkeit soll durchgeführt werden, falls
sie einen positiven Gewinn erwirtschaftet; andernfalls wird
sie nicht durchgeführt (Unterlassungsinvestition)

  1. Meiner Meinung nach hast Du damit nicht den Zusammenhang erläutert.
  2. Unter dem ökonomischen Prinzip versteht man nicht nur das Maximal- und Minimalprinzip, sondern auch die Berechnung der Produktivität, der Wirtschaftlichkeit und der Rentabilität.

In Deinem Fall ist zu betrachten, wie das Gewinnziel lauten soll.
a) das Gewinnziel ist vorgegeben

  • mit einem möglichst geringen Kostenanteil und gleichbleibenden
    Preisen diesen Gewinn erzielen
  • um eine bestimmte Ausbringungsmenge zu erzielen (Output) soll
    möglichst wenig Material (Input) eingesetzt werden
  • um rentabel zu wirtschaften und das Gewinnziel zu erreichen,
    wird so wenig wie möglich Kapital eingesetzt.
    b) es soll ein möglichst hoher Gewinn erzielt werden
  • die Kosten sind vorgegeben. Hier wäre das Ziel mit einer
    Preissteigerung zu erreichen
  • die Ausbringungsmenge ist zu erhöhen; d.h. z.B. Verringerung der
    Ausschussmenge
  • das vorhandene Kapital ist besser einzusetzen (evtl. bessere
    Konditionen beim Einkauf)

Der Zusammenhang besteht also darin, die einzelnen Faktoren des ökonomischen Prinzips an dem Gewinnziel auszurichten.
Die Betrachtung sollte als Ganzes erfolgen.