jetzt stehe ich mal auf dem Schlauch.
Eine etwas spezielle Bohrmaschine hat zwei Antriebsmotoren 0,55kW.
Sie soll über FU drehzahlreguliert werden.
Was würdet ihr machen:
Beide Motoren an eine FU mit entsprechender Leistung? Aber wie kann man den Motorschutz realisieren? Motorvollschutz ist in den Motoren nicht vorgesehen, also zwei Motorschutzrelais? Aber die bekommen ja bei niedrigen Drehzahlen nix von der Überwärmung mit, die dabei ja möglich ist (Drehmomentanhebung wäre nötig, ist thermisch bei eigenbelüfteten Motoren nicht unkritisch).
Oder zwei FU, das wäre ja zum Wohle der Motoren das beste, preislich auch kein Problem, die kosten ja nix mehr. Aber dann hätte ich doch gerne, dass ein Poti beide FUs synchron regelt. Nur - wie ich auch suche, ich finde kein Poti für Schaltschrank-Einbau mit zwei Schleifbahnen. Ein Stereo-Poti könnte man nehmen, aber mechanisch wäre ein industrie-bewährtes Einbau-Poti für ein M22er Standardloch (z.B. von Möller) doch deutlich besser.
Hallo xstrom
Bei ähnlicher Aufgabenstellung mit drei Stellgliedern wurde ein Drehknopf mit den Stellgliedern über Riementrib verbunden, funktioniert hervorragend.
M.W. gibt es sowas auch in einer Box mit Zahnradantrieb.
Vielleicht ist das eine Lösung.
gruß
Rochus
Was würdet ihr machen:
Beide Motoren an eine FU mit entsprechender Leistung?
wenn das zulässig ist, wäre es wohl eine bequeme Lösung.
Aber wie kann man den Motorschutz realisieren?
z.B. mit Temperaturschutzschaltern, die am Motor angebracht werden
(thermisch möglichst dicht an Wicklung gekoppelt) und bei Ansprechen
den FU abschalten (z.B. Steuerspannung unterbrechen bzw. Referenzspannung
abschalten).
Aber die bekommen ja bei niedrigen Drehzahlen nix von der
Überwärmung mit, die dabei ja möglich ist (Drehmomentanhebung
wäre nötig, ist thermisch bei eigenbelüfteten Motoren nicht
unkritisch).
Hier wären evtl. auch Zwangbelüftung mit separaten Gebläse zweckmäßig.
Oder zwei FU, das wäre ja zum Wohle der Motoren das beste,
preislich auch kein Problem, die kosten ja nix mehr. Aber dann
hätte ich doch gerne, dass ein Poti beide FUs synchron regelt.
Nur - wie ich auch suche, ich finde kein Poti für
Schaltschrank-Einbau mit zwei Schleifbahnen.
Brauchst du doch IMHO auch nicht.
Die FU haben normal einen Spannungseingang zur Steuerung.
Ein Poti sollte also auch an beide Steuereingänge der FU angeschlossen
werden können.
Die Referenzspannung darf dann natürlich nur von einer Seite her kommen.
Alternativ kann man auch gleich mit einer externen Spannung arbeiten.
Gruß Uwi
Oder zwei FU, das wäre ja zum Wohle der Motoren das beste,
preislich auch kein Problem, die kosten ja nix mehr. Aber dann
hätte ich doch gerne, dass ein Poti beide FUs synchron regelt.
Nur - wie ich auch suche, ich finde kein Poti für
Schaltschrank-Einbau mit zwei Schleifbahnen.
ich würde nicht ausschließen, dass sich die beiden Bezugspotentiale der Steuerspannungen miteinander verbinden lassen. Dann bräuchtest du nur ein Poti und könntest mit dem Mittelabgriff des Potis beide FUs versorgen. Falls die beiden Drehzahlen der Motoren nicht 100%ig gleich ansteigen könnte man die eine Steuerspannung noch mit einem Trimmer/Spannungsteiler runterteilen (Wäre dann „theoretisch“ ein „belasteter Spannungsteiler“)
Ohne Motorschutzprobleme und fragliche Koppelbarkeit der Schnittstellen geht es ganz einfach mit einem vernünftigen Stereo-Poti, welches entgegen meiner Befürchtung doch auch mit stabiler Metallachse erhältlich ist.
Die Eingänge der FUs zu koppeln wäre mir zu heikel.
Alternativ habe ich noch darüber nachgedacht, den Sollwert des ersten FU auf den analogen Ausgang zu geben (haben die ja fast alle, zudem ist konfigurierbar, was der analoge Ausgang wiedergeben soll) und damit den Sollwerteingang des zweiten FU zu speisen. Das werde ich zunächst mal testen, werde aber Siemens sicherheitshalber noch mal Fragen, ob ich die beiden Schnittstellen ohne galvanische Trennung verbinden darf. Zur Not hätte ich noch einen Trennverstärker, aber soviel Aufwand möchte ich nicht treiben.