Zwei Zugänge in ein Netz kombinieren?

Hallo,

ist es möglich, auf ein Netzwerk über zwei Zugänge parallel zuzugreifen?

Z.B.:

Ich habe zwei Internet-Zugänge mit jeweils einem MBit/s.
Nun möchte ich gern, dass das Netzwerk dahinter per NAT auf beide Internetzugänge zugreifen kann, also praktisch die Datenpakete je nach Last über Zugang eins oder zwei gesendet werden, für das Netz dahinter jedoch Transparent.

In Konsequenz soll die effektiv erreichbare Geschwindigkeit damit auch gleich 2 MBit/s betragen können.

So ungefähr stell ich mir das vor:

Netzbereich 0.0.0.0 Zugang eins (z.B. 217.85.14.1) / Lastverteiler NAT Zugang zwei (z.B. 217.85.14.2) /

Gibts dafür ne Software oder Hardware, die sowas kann? Falls ja, wie ist das Funktionsprinzip?

Vielen Dank und viele Grüße

Jenson

Gibt diverse Router mit 2 und mehr WAN-Ports (z.B. Linksys RV082) die haben Load Balancing, etc.

Gibt diverse Router mit 2 und mehr WAN-Ports (z.B. Linksys
RV082) die haben Load Balancing, etc.

Danke für die schnelle Antwort.

Nach welchem Prinzip funktioniert dieses Load Balancing?

Auf dem Router müsste es ja eigentlich zwei Einträge geben in der Routing Tabelle,

also sinngemäß:
0.0.0.0 MASK 0.0.0.0 GATE 217.235.0.1 (Internetzugang 1)
0.0.0.0 MASK 0.0.0.0 GATE 217.235.0.2 (Internetzugang 2)

was ja eigentlich keinen Sinn macht, da er dann eh nur einen nehmen würde. Wie managed der das?

Gibt es eine Software für Windows/Linux die das ebenfalls kann?

Viele Grüße

Jens

Hallo Jens,

Nach welchem Prinzip funktioniert dieses Load Balancing?

In deinem LAN gibt es ein Gateway, den entsprechenden Router.
Da an dieser Stelle alles durch muss, hat er die Übersicht und kann es auf die beiden Leitungen Verteilen.

Grundsätzlich ist das schon eine zusätzliche Software, welche in diesem Router integriert ist.

Anstelle eines fixfertigen Routers kann man das natürlich auch mit einem PC mit drei Netzwerkkarten und der passenden Software zusammenstellen. Am günstigsten dürfte eine Lösung auf Linux-Basis sein.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

danke für die Antwort :smile:

im Netz hinter dem Router ist klar, dass es da nur ein Gateway geben darf. Aber wie schaut die Routingtabelle auf dem Router selbst aus, frage ich mich.

Da der Router zwei Zugänge hat, sollte die normalerweise ja so aussehen:

0.0.0.0 MASK 0.0.0.0 GATE 217.235.0.1 (Internetzugang 1)
0.0.0.0 MASK 0.0.0.0 GATE 217.235.0.2 (Internetzugang 2)

was ja wie gesagt unsinnig wäre.
Ich kann mir also nicht vorstellen wie das auf dem Router gemanaged wird.

Aber nach bissel Überlegung hab ich mir überlegt (…) dass der Router möglicherweiße seine interne Routingtabelle ständig ändert (so schnell dass man das garnicht sehen kann), je nach Last.

Wie heißt denn ne Software die das kann? Vorzugsweise Windows, aber geht auch Linux…

Viele Grüße

Jens

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Ich kann mir also nicht vorstellen wie das auf dem Router
gemanaged wird.

Aber nach bissel Überlegung hab ich mir überlegt (…) dass
der Router möglicherweiße seine interne Routingtabelle ständig
ändert (so schnell dass man das garnicht sehen kann), je nach
Last.

Jein, dafür gibt es extra „Module“, die sich darum kümmern, sowas kann bspw. über virtuelle IPs laufen und damit dann transparent sein.

Wie heißt denn ne Software die das kann? Vorzugsweise Windows,
aber geht auch Linux…

Windows und Netzwerkfunktionalität? Nein, das will man nicht…
Unter FreeBSD ist einfach Load Balancing Basisfunktionalität, und kann bspw. vom natd übernommen werden.

.m

Das mit der Linux-Kiste macht aber nur Sinn, wenn Du noch irgendwo einen alten Rechner rumstehen hast, den man dafür hernehmen kann, ansonsten dürfte z.B. der „NETGEAR ProSafe VPN Firewall 25 mit 4 Gigabit LAN und Dual WAN Ports“ für 140 Euronen die günstigere Wahl sein.

Zumal das hier so aussieht, als hätte der Kollege nur beiläufig mit Linux was am Hut, wenn er das schon lieber über Windows realisieren würde. Außerdem würde ich solch einen Router unter sicherheitstechnischen Aspekten den Vorzug gegenüber einer Linux-Kiste geben, eben wenn man nicht gerade ein Linux-Guru ist.

Christian

Das mit der Linux-Kiste macht aber nur Sinn, wenn Du noch
irgendwo einen alten Rechner rumstehen hast, den man dafür
hernehmen kann,

Wer hat das heute nicht?

Zumal das hier so aussieht, als hätte der Kollege nur
beiläufig mit Linux was am Hut, wenn er das schon lieber über
Windows realisieren würde.

Stimmt. Ein (ungetestet)

 # ip route add default scope global nexthop via 1.2.3.4 dev eth0 weight 1 nexthop via 5.6.7.8 dev eth1 weight 1

ist schon eine erhebliche Herausforderung. Ich lass mir das auch immer mit 140EUR bezahlen. Ansonsten: http://www.lartc.org/howto/lartc.rpdb.multiple-links…

HTH,
Gruss vom Frank.