Zweimal kirchlich heiraten?

Hallo, liebe Wissende!

Es wäre nett, wenn ihr mir bei dieser Frage weiterhelfen könntet:

Er:
evangelisch getauft, aus der Kirche ausgetreten, ledig

Sie:
katholisch getauft, katholisch verheiratet, aus der Kirche ausgetreten, geschieden

Gibt es eine Möglichkeit (oder evtl. auch Alternativen), dass die beiden trotzdem kirchlich heiraten können?

Viele Grüße
Anna

Hallo,

Gibt es eine Möglichkeit (oder evtl. auch Alternativen), dass
die beiden trotzdem kirchlich heiraten können?

Das Thema hatten wir gerade vor ein oder zwei Wochen, soweit ich mich erinnere
war die eine Seite „wenn man den richtigen Priester findet, geht alles“ und die
andere Seite (der ich auch angehöre): „Warum tritt man aus der Kirche aus und
will dann kirchlich heiraten?“
Das größte Problem wird der bereits kirchlich verheiratete und weltlich
geschiedene Ehemann sein, der zumindest auf katholischer Seite eigentlich nicht
damit rechnen kann, dass er nochmals kirchlich heiraten kann, so lange seine
(Ex-)Frau noch lebt (nein, das war kein Tipp :smile:), weil die Ehe vor Gott als
lebenslänglich geschlossen gilt, von wenigen Annulierungsausnahmen mal
abgesehen… Aber wie gesagt, für mich steht die „Warum?“ Frage im Vordergund.

Alternative? Eine standesamtliche Hochzeit in Weiß?

Gruß
Christian

Hallo Anna,

katholisch heiraten geht gar nicht mehr. Evangelisch heiraten meines Wissens nur, wenn wenigstens einer von beiden in der evangelischen Kirche ist.

Was spricht gegen eine rein standesamtlich Trauung? Was verstehst du unter Alternativen?

Beste Grüße,

Barbara

Hallo Barbara,

Was spricht gegen eine rein standesamtlich Trauung? Was
verstehst du unter Alternativen?

gegen eine standesamtliche Trauung spricht, dass mein Freund gerne kirchlich heiraten und zu diesem Zweck wieder in die evangl. Kirche eintreten würde. Als Alternative dachten wir an eine ökomenische Trauung o.ä., z.B. eine mit einem evangelischen Priester etwas weltlicher gestaltete Zeremonie. Wäre so etwas rein theoretisch möglich?

Beste Grüße
Anna

Hallo Anna,

gegen eine standesamtliche Trauung spricht, dass mein Freund
gerne kirchlich heiraten und zu diesem Zweck wieder in die
evangl. Kirche eintreten würde.

Warum ist er eigentlich ausgetreten ? Wg. der Kirchensteuer ?

Als Alternative dachten wir an eine ökomenische Trauung o.ä.,
etwas weltlicher gestaltete Zeremonie.

Über die Ausgestaltung des Gottesdienstes redet ihr mit dem Pfarrer, das lässt sich sehr indivduell gestalten.

Ciao maxet.

Scheidung auf Katholisch - how to
Hallo Anna,

zur letzten Diskussion vor 14 Tagen:
http://religion.orf.at/projekt02/news/0401/ne040114_…

Grüße
J.

Hallo Barbara,

Was spricht gegen eine rein standesamtlich Trauung? Was
verstehst du unter Alternativen?

gegen eine standesamtliche Trauung spricht, dass mein Freund
gerne kirchlich heiraten und zu diesem Zweck wieder in die
evangl. Kirche eintreten würde.

ich denke, er war katholisch? Wenn er in die evangelische Kirche eintritt, dürfte einer evangelischen Trauung ja nichts im Wege stehen. wie gesagt: Meines Wissens muss mindestens einer der beiden in der evangelischen Kirche sein, das reicht.

Als Alternative dachten wir an

eine ökomenische Trauung o.ä., z.B. eine mit einem
evangelischen Priester etwas weltlicher gestaltete Zeremonie.
Wäre so etwas rein theoretisch möglich?

ökumenisch wäre ja katholisch-evangelisch - und das geht definitiv nicht, wenn dein Mann katholisch verheiratet und geschieden ist. Das heißt, es geht von katholischer Seite aus nicht. Vor allem, wenn dein Mann auch noch evangelisch wird, dann ist eine ökumenische Zeremonie ja eh obsolet.

Die Zeremonie besprecht ihr am besten mit dem Pfarrer eures Vertrauens.

grüße,

barara

ich denke, er war katholisch? Wenn er in die evangelische
Kirche eintritt, dürfte einer evangelischen Trauung ja nichts
im Wege stehen. wie gesagt: Meines Wissens muss mindestens
einer der beiden in der evangelischen Kirche sein, das reicht.

Nein, es ist umgekehrt. Er war evangelisch und ich war katholisch verheiratet. Aber letztlich kommt es ja aufs selbe raus. :smile: Die Dinge sind nun einmal etwas verworren.

Deinen Aussagen entnehme ich, dass einer evangelischen Trauung nichts im Weg stehen sollte, wenn er (wieder) evangelisch wird, obwohol ich katholisch verheiratet, geschieden und ausgetreten bin?

Gruß Anna

achso, dann hatte ich das irgendwie falsch gelesen *hirnentknot*:smile: - also, du bist getauft - und das ist ev. noch wichtig - und er ist dann wieder in der ev. Kirche. und genau, dann dürfte einer Trauung in der Kirche nichts im Wege stehen. :smile:#

grüßli,

barbara

http://religion.orf.at/projekt02/news/0401/ne040114_…

was passiert mit den kindern? gelten sie als „waren nie eheliche“? oder sind sie nur ab nach der annullierung unehelich? müssen die personendokumente umgeschrieben werden?

welche beziehung haben dann der mann und die frau *nach* der annullierung zueinander? immerhin hatten die beiden dann „unehelichen sex“.

juristisch ziemlich tricky.

gruß
dataf0x

Hallo Datafox,

die juristischen Details werden ja mit der gerichtlichen Scheidung
und der standesamtlichen Wiederverheiratung geklärt. Der Wunsch nach
einer zuätzlichen kirchlichen Wiedervermählung kann ja nach meiner
Auffassung nur zwei Gründe haben: Tiefste Frömmigkeit oder - wie im
Fall der Benita Ferrero-Waldner - die bodenlose Scheinheiligkeit
einer christlich-sozialen Partei, die ihren eigenen Bundespräsidenten
Klestil wegen seiner Scheidung und Wiederverheiratung gedemütigt
hatte.
Komplizierte Fragen könnte vielleicht der Österreichische
Kirchenrechtler Bruno Primetshofer klären.

Grüße
J.

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hi,

die juristischen Details werden ja mit der gerichtlichen
Scheidung
und der standesamtlichen Wiederverheiratung geklärt.

ich meinte schon die kirchenrechtlichen details :wink: das ist äußerst spannend. alles andere ist hier wohl OT.

Der
Wunsch nach
einer zuätzlichen kirchlichen Wiedervermählung kann ja nach
meiner
Auffassung nur zwei Gründe haben:

nun das privatleben anderer geht mich nichts an, noch deren motive für eventuelle heiraten und scheidungen. mich interessiert nur der formale weg und vor allem die internen begründungen - auch aus formallogischer sicht.

gruß
dataf0x

Kinder/Annullierung
Hallo,

was passiert mit den kindern? gelten sie als „waren nie
eheliche“? oder sind sie nur ab nach der annullierung
unehelich? müssen die personendokumente umgeschrieben werden?

Auch wenn ich mich da nicht auskenne, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass
die kath. Kirche eine Ehe annulliert, aus der Kinder hervorgegangen sind?!

Fragt sich
Christian