Ganz genau!
hallo Datafox!
was für einen sinn soll dieses - pardon - theater haben?
Eben! In meinen Augen, ebenfalls keinem… Es gibt aber Menschen, die das tun. Und ich kenne persönlcih welche.
sprachen sind in ihrer natürlichen form immer an personen,
biografien, mentalitäten, gesten, mimik und umgangssprachliche
ausdrücke geknüpft.
Eben! Und eine gelernte wird schon allein deshalb der Muttersprache nie das Wasser reichen, wenn ich mich so ausdrücken darf.
die eigene muttersprache ist teil der
persönlichkeit.
Das habe ich vor einiger Zeit hier in WWW auch geäussert. Wir sind uns einig.
nur die muttersprache kann man lebendig an ein
kind weitergeben - alles andere ist unnatürlich! im besten
fall lernt das kind dann kauderwelsch mit einem üblen akzent
und falscher intonation und verdrehter grammatik.
Hihihihi! also, sooooooooo schlimm muß auch nicht zwangsläufig kommen. Aber die Gefahr besteht auf jeden Fall, daß es so wird wie du es beschreibst.
andere möglichkeiten:
- einige zeit in diesem land leben. kinder saugen sprachen auf
wie ein schwamm. wenn sie als kleines kind nur kurze zeit in
einem land waren, lernen sie diese sprache später oft
akzentfrei. kenne solche fälle!
Ich kenne auch Fälle, wo diese zwischen vergessenen Sprache nie wieder gelernt wird, obwohl sie, bekanntermassen, im Unterbewußtsein schlummert. Aber ob sie dann, nachdem sie zum zweiten mal gelernt wird, akzentfrei gesprochen wird, das vermag ich sehr zu zweifeln.
- die kinder einfach fernsehen lassen - nur bitte nicht
synchronisiert. ich kenne kinder, die sprechen fließend
spanisch, nur weil sie täglich eine spanische seifenoper
gucken. und englisch sowieso. das lernen sie ab dem
kindergarten, weil schon die cartoons und disneyfilme auf
englisch sind!
Hihihihi! Du beschreibst ziemlich genau der Fall Davids. Er darf TV-schauen, wenn aber dafür eine der -mittlerweile unzähligen- ist, die er auf spanisch hat. Es klappt nämlich wunderbar!!! :o))
alles andere halte ich für blanken unsinn.
s.o.
ps. es gibt in israel eine berühmte geschichte von eliezer ben
jehuda. dieser mensch hat das moderne hebräisch quasi
erfunden. sein sohn ist ausschließlich auf hebräisch erzogen
worden, als erstes kind mit hebräischer muttersprache. obwohl
seine beiden eltern eine ganz andere sprache sprachen, haben
sie sich geweigert, mit dem kind irgendetwas anderes als
hebräisch zu sprechen. damals sprach niemand diese sprache.
nun gut - das experiment hat funktioniert, aber das kind war
sein leben lang psychisch gestört!!!
Wie gesagt: Ich glaube nicht, daß diese Störung unbedingt immer auftreten muß, wenn das Kind auf eine von den Eltern gelernte Sprache erzogen wird. Es ist künstlich: Ja. Gar nicht strebenswert: Ja. Bringt „Distanz“ (im Gegensatz zu Nähe) in die Beziehung: Ja. Ob es nutzlich ist oder nicht, sei dahin gestellt (ich glaube nicht) Und vorallem verstehe ich absolut nicht, weshalb das Kind entwürzelt werden soll.
Also für mich käme so was absolut nicht in Frage (Auch wenn ich schon ein paar mal eher böse angeschnauzt worden bin, weil „Obwohl du spanierin bist, bist du in Deutschland und deshalb solltest du gefälligst Dein Kind die Landessprache beibringen“. Der Mann der mir immer als erstes im Gedächtnis kommt, wenn ich daran denke, gehört nicht der Repuiblikaner oder gar der rechten Szene, aber frage mich bitte nicht welches Wort ich auf die Zunge hatte, als er fertig war mit seinen Parolen!! Zum Glück habe ich es schlucken können ;o)))
Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena