Zweisprachig - Weitere Tipps gesucht

Hallo Gemeinde!!!

Ich erziehe mein Sohn zweisprachig und bin sehr glücklich mit dieser Entscheidung.

Wie ich das mache? Also:

* Ich rede mit ihm ausschließlich Spanisch und erwarte das auch von ihm (was er jetzt schon von sich aus macht) Damit fing ich schon während der letzten Monaten der Schwangerschaft an und hat sich daran nichts geändert.
* Wenn er DVD (o.Ä.) schaut, dann überwiegend auf spanisch.
* Er fährt/fliegt ca rund 2 Monate im Jahr (max aber 1 Monat am Stück)
* Vorlesegeschichten von mir gibt es nur auf Spanisch. ggbflls. werden sie „vor Ort“ übersetzt.
* Ggbflls. gehen wir zur Spielgruppen von Gleichaltrigen spanisch- oder zweisprachigen Spanisch - XX- Kinder.

Das was ich oben gesagt habe, hat sich schon so eingespielt, daß es für ihm das normalste auf die Welt erscheint und absolut kein Problem ist.

Meine Frage an Euch lautet:

Was noch kann ich machen, um ihn die Sprache und die Kultur unser beider Land näher zu bringen?

Über rege Antwort freue ich mich!

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hola.
[…]

Meine Frage an Euch lautet:

Was noch kann ich machen, um ihn die Sprache und die Kultur
unser beider Land näher zu bringen?

Über rege Antwort freue ich mich!

„Veo, veo“ :wink: ->
http://www.wissenschaft.de/sixcms/list.php?page=wiss…
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/258110.html
http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=241855
http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=150391
http://www.ecos-online.de/ (atencion: comercial)

Con saludos M.L.

Ungemein interessant!
¡Hola, Markus!

Viiiiiiiiielen herzlichen Dank für Deine hochinteressante Links!
Die alle bestätigen mir, daß es gut ist, ein Kind zweisprachig zu erziehen.

Allein die Tatsache, daß ich Deutsch nicht beherrsche und fehlerhaft rede (und schreibe), kam für mich nie in frage, mein Sohn diese Sprache beizubringen. Es versteht sich von selbst, dem eigenen Sohn die sprache beizubringen, die man beherrscht.

Jedenfalls, aus einem Link habe ich gelesen, daß die Sprachzentrum nicht immer an der gleichen Stelle gelagert ist. Und diesbezüglich habe ich mich an einen Artikel erinnert, daß ich vor etlichen Jahren las, indem es berichtet wurde, daß die „Gehirnzentren“ nicht fest verankert sind, sondern „wandern“ (Entschuldige mich bitte für die flapsige Redeart, aber ich weiß nicht sonst wie ich das sagen soll…)

D.h. Angenommen zwei Menschen werden bei einem Unfall genau die gleiche Hirnverletzungen erleiden (eigentlich unmöglich, aber es hilft für den Beispiel was ich jetzt sagen will), d.h. noch lange nicht, daß sie dieselbe Folgen zu erleiden haben. Spricht: Einer könnte zB das Lernen verlernen und der anderen das Hören. Ich denke aber, daß dies heutzutage besser nachweissbar wäre als vor rund 10 Jahre als ich das las.

Nur leider leider nennst du keine weitere Möglichkeit :o((

Trotzdem vielen herzlichen Dank und einen schönen Gruß aus Nürnberg!
Helena

Con saludos M.L.

PS. Dieser Abschied bei Briefen in Spanien (und evtl in allen sp. sprechenden Ländern?) ist fremd und weitesgehend unbekannt. ;o))

Hallo Helena,

Ich erziehe mein Sohn zweisprachig und bin sehr glücklich mit
dieser Entscheidung.

das ist sicher gut.

Meine Frage an Euch lautet:

Was noch kann ich machen, um ihn die Sprache und die Kultur
unser beider Land näher zu bringen?

Über rege Antwort freue ich mich!

Gegenfrage: Was unternimmst Du, um ihm die deutsche Kultur näher zu bringen? Kindergarten, Freunde usw.?

Ich frage nicht aus Gemeinheit, sondern ich habe Deine Liste so verstanden, dass Du ihm Spanisch nahebringst, was ja auch sinnvoll ist, lieber gutes Spanisch, als nicht so gutes Deutsch (schlecht ist nämlich Dein Deutsch nicht!).

Aber spätestens in der Schule wird er hierzulande fast ausschließlich an seinen Deutsch-Kenntnissen gemessen, auch die anderen Fächer der Grundschule werden auf Deutsch gehalten.

Gruß, Karin

Hallo Karin,

eine sehr berechtigte Frage!!!

Ich erziehe mein Sohn zweisprachig und bin sehr glücklich mit
dieser Entscheidung.

das ist sicher gut.

Danke!!!

Gegenfrage: Was unternimmst Du, um ihm die deutsche Kultur
näher zu bringen? Kindergarten, Freunde usw.?

Also mein Freund ist uuuuuuuuuuuuuuuuuurfranke und redet mit ihm nur fränk… ähmmmm Teutsch ;o))) Ansonten geht er im KiGa, wo nur Deutsch gesprochen wird; fast all seine Freunde sprechen ausschließlich Deutsch; die Knirpse unsere Freunde sind ebenfalls Deutschsprachig;…

Doch für mich ist Kultur nicht nur Sprache sondern vieles mehr auch. Und das ist übewiegend, bei David, Deutschland (zB Musik: Er mag (auch) klassische Musik und die, die er hört ist meistens von Deutschen)

Also kein Grund beängstigt zu sein, daß David nicht genug Deutsch mitbekäme!.. ;o)

Ich frage nicht aus Gemeinheit, sondern ich habe Deine Liste
so verstanden, dass Du ihm Spanisch nahebringst,

So habe ich das ganz gewiß nicht aufgefasst. Ich finde es als sehr berechtigte Frage, sehr naheliegend und wichtig. Schon richtig, daß du das fragst. Und danke!

was ja auch
sinnvoll ist, lieber gutes Spanisch, als nicht so gutes
Deutsch (schlecht ist nämlich Dein Deutsch nicht!).

Danke, danke! Mein Deutsch sollte besser werden, das ist mir klar…

Aber spätestens in der Schule wird er hierzulande fast
ausschließlich an seinen Deutsch-Kenntnissen gemessen, auch
die anderen Fächer der Grundschule werden auf Deutsch
gehalten.

Ja, klar. Aber davor habe ich eigentlich keine Angst, denn er kriegt, spürt und merkt Deutsch überall. Nur nicht von mir. Aber auch das stimmt es nur zum teil, denn erhört mich mit meinem Freund Deutsch reden und auch in den Läden, bei Freunde/Bekannte,…

Ansonsten leben wir in einem Stadtteil Nürnbergs in dem die Ausländerdichte eher niedrig ist. (Bitte dieser Satz soll weder abschätzend noch verachtend noch sonst was sein. Es ist eine von mir beobachtete Sache, von der ich vermute, das sie auch richtig ist, vorallem wenn ich das mit anderen Stadteile Nürnbergs vergleiche).

Gruß, Karin

Danke Karin, Dir auch sehr liebe Grüße aus Nürnberg aber mit der Seele und im Gedanken stets in München!
Helena

Hallo Gemeinderin!

Meines Erachtens machst Du schon mehr als genug, ERGO kannst Du Dir jetzt wieder mehr über andere Dinge den Kopf zerbrechen.

Beneidenswert ist sicherlich, dass Dein „Baby“ bis zu 2 Monate pro Jahr in Spanien verbringen kann.

Besten Gruß
Mathias

Hallo Helena!

Vielleicht findest du auch hier ein paar Tips:

Dies ist die Seite einer Mutter die ihre 2 Kinder deutsch/englisch erzieht.
http://home.arcor.de/ktdykes/zweisprachig.htm

Diese Seite beschäftigt sich mit deutsch/griechisch Zweisprachigkeit.
Aber ich denke, welche zweite Sprache dem Kind näher gebracht werden soll, spielt ja für die Technik keine Rolle.
http://www.zweisprachigkeit.net/

Ein Vortrag mit dem Titel’ Frühe Zweisprachigkeit- chancen oder Risiko?
http://www.fmks-online.de/download/Wode_Vortrag_Chan…

Und hier noch die Website der Interessengemeinschaft mehrsprachiger Familien. Die haben dort auch ein sehr interessantes Forum.
http://www.mehrsprachige-familien.de/

LG,
Manuela

Hallo Gemeinderin!

Hi Mathias, Gemeinder!! ;o)))

Meines Erachtens machst Du schon mehr als genug, ERGO kannst
Du Dir jetzt wieder mehr über andere Dinge den Kopf
zerbrechen.

Danke, danke. Aber ich denke es gäbe noch weiter was ich machen könnte, deshalb meine Frage… und mein Kopfzerbrechen!

Beneidenswert ist sicherlich, dass Dein „Baby“ bis zu 2 Monate
pro Jahr in Spanien verbringen kann.

Ja genau! Ich beneide ihn auch! Aber ob ein fast 4-Jähriges als „Baby“ bezeichnet werden kann???

Trotzdem Danke für Dein Zuspruch!
Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo Helena,
wir machen das in unserer Familie jetzt schon in der zweiten Generation und ich muss sagen es gehört sehr viel Disziplin dazu um eines Tages sagen zu können ‚mein Kind spricht beide Sprachen gleich gut‘.

Eine unserer erwachsenen Töchter, die mündlich (wie die andere auch) english und deutsch gleich gut spricht, hat hin und wieder Schwierigkeiten beim Schreiben eines deutschen Textes. Manches Hauptwort wird dann klein geschrieben.

Wir haben mal in England mal in Deutschland gelebt und haben es als Elternpaar stets so gehalten, dass wir in unserem Zuhause immer die Spache des Landes sprachen in dem wir uns eben nicht aufhielten. In der Öffentlichkeit sprechen wir, wenn wir unter uns sind, auch die eben ‚andere‘ Sprache, jedoch sobald andere Menschen beteiligt sind, wird die Sprache des Landes gesprochen.

Das (inzwischen) Großelternpaar, welches seinerseits beide Sprachen spricht
(Großmutter beides gleich gut , Großvater englisch besser) betreut umfassend einen jetzt 12jährigen Enkelsohn, der wie Dein Sohn in Deutschland aufwächst, aber von Baby an regelmäßig beide Sprachen täglich hört und spricht. Auch wir achten darauf dass der Knabe möglichst viel Ferienzeit in England verbringt und wenn es in die Sonne gehen soll, dann kommt für uns nur Malta infrage. Bei Dir ja ohnehin Spanien.
Auf einer der bereits genannten Linkseiten erwähnt die Mutter erstaunt dass die ‚hervorrangenden‘ Englischkenntnisse ihrer Tochter gar nicht gelobt werden in der Schule. Nein dies darf man nicht erwarten, finde ich auch nicht weiter erforderlich, denn im Gymnasiumsalter sollte die zweite Sprache dann ja wirklich schon zur Selbstverständlichkeit geworden sein. Bei nur einem Muttersprachler und dies der Vater, der weniger Zuhause ist (vermutlich)ist es da wohl noch nicht ganz der Fall.

Noch zu Deiner Frage was doch noch tun könntest. Wir haben es auch für ganz wichtig gehalten dass viel kulturelles aus dem jeweils anderen Land rübergebracht wurde. In England z.B. ein deutscher Heiligabend, Ostereiersuchen,
Sauerkrautessen solche Dinge eben - in Deutschland dann erzählen von Guy Fawkes und Robin Hood, Nelson (as we are a seafaring family), das Essen von ‚Sunday dinner‘. Sprichworte und Redensarten aus beiden Ländern in beiden Sprachen,
altersgemäß auch Historisches - lass, wenn Du ‚Zuhause‘ bist auch die Alten an ihn ran und für die, liebe Helena ist es ja auch so wichtig, dass David spansich spricht und denkt. Deshalb nie müde werden und der Bequemlichkeit wegen Zuhause auf deutsch ausweichen - siehe Anfang dieses ach so langen Beitrags, es erfordert Disziplin.
Alle guten Wünsche dazu Euch beiden
Karen

Erst 4 Jahre und Einzelkind?
Hallo Helena,

ja dann geht es ja von alleine.
Wenn er in die Schule kommt, dann braucht er ergänzenden, spanischen Schulunterricht.
Als Teenager muß er zur Überzeugung gelangen, Spanisch sei „cool“, denn oftmals lehnen bisher zweisprachig erzogene Kinder beim Beginn der Pubertät die zweite Sprache ab.

Gruß

Pavel

Hallo Helene,

also, ich wurde auch zweisprachig erzogen (Englisch und Deutsch)
Mein Papa hat mit mir ausschließlich Englisch geredet. Auch die Geschichten, die er mir erzählte auf Englisch und Fernsehsendungen größtenteils auch auf Englisch. So hab ich beide Sprachen recht gut gelernt. Manchmal hab ich (laut Mama) gemischt geredet. Also zb. gesagt: „I’m hungrig“ anstatt ich bin hungrig oder I’m hungry. Mitlerweile rede ich mit meiner Mama auch ab und an Englisch. Damit die Sprache eben nicht einschläft.
Aber, als ich so 6 war und mein Papa eben noch nicht so lange tot war, da wollte ich kein Englisch mehr reden. Und jetzt in der Schule muss ich es ja sowieso und mit meiner Mama rede ich ab und an. vorallem dann, wenn die anderen nicht hören sollen, was ich genau zu ihr sag.
Mein Opa (Papa von Mama) kommt aus der Türkei und hat versucht mit mir türkisch zu reden, aber das hat gar nicht funktioniert. Da kann ich heute nur die einfachsten zusammenhänge. Wie ich heiße o.ä.
Na ja, wenn Du noch fragen hast, dann mail einfach.
Gruß nach Mittelfranken (hoffe Nürnberg ist in Mittelfranken)
Fee

Hallo Manuela!
Vorab vielen herzlichen dank für Deinen vielen Links.
Allein deshalb schon ein Sternchen von mir :o))
Ich werde sie mir in aller Ruhe anschauen und genau lesen.
Ganz liebe Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo Karen!
Vorab: Vielen herzlichen Dank für Deine sehr ausführliche und voll erfahrungserprobte Antwort! Dafür ein Sternchen von mir! :o))

wir machen das in unserer Familie jetzt schon in der zweiten
Generation und ich muss sagen es gehört sehr viel Disziplin
dazu um eines Tages sagen zu können ‚mein Kind spricht beide
Sprachen gleich gut‘.

Na ja… Ich glaube mit fast 4 ist es noch nicht so „dramatisch“. Zumindest bis jetzt empfinde ich es nicht so. Vermutlich wird es noch kommen…

Eine unserer erwachsenen Töchter, die mündlich (wie die andere
auch) english und deutsch gleich gut spricht, hat hin und
wieder Schwierigkeiten beim Schreiben eines deutschen Textes.
Manches Hauptwort wird dann klein geschrieben.

Konnte es nicht sein, daß es ein tippfehler ist? Also ich persönlich mache viele davon und da ich es selber merke, finde ich es bis jett nicht so tragisch…

Wir haben mal in England mal in Deutschland gelebt und haben
es als Elternpaar stets so gehalten, dass wir in unserem
Zuhause immer die Spache des Landes sprachen in dem wir uns
eben nicht aufhielten.

Das finde ich auch als eine tolle entscheidung. Und ein kluge dazu!

In der Öffentlichkeit sprechen wir,
wenn wir unter uns sind, auch die eben ‚andere‘ Sprache,
jedoch sobald andere Menschen beteiligt sind, wird die Sprache
des Landes gesprochen.

Ich rede nur mit David Spanisch, denn mein Freund kann es (noch) nicht. Und wenn ich mich mit Sp.-sprechende Bekannte/Freunde treffe (mindestens 1x wö.). Dann versuche ich auch, daß David dabei ist, doch es geht ganz selten (wg der Uhrzeit des Treffens).
Aber wie gesagt, für David ist schon eine Selbstverständlichkeit, daß wir miteinander Spanisch reden und sonst, wenn wir hier in BRD sind, mit anderen Menschen Deutsch.

betreut umfassend einen jetzt 12jährigen Enkelsohn, der wie
Dein Sohn in Deutschland aufwächst, aber von Baby an
regelmäßig beide Sprachen täglich hört und spricht.

Ich glaube, -wissen weiß ich ganz bestimmt nicht- es kommt auf jeden fall darauf an, daß das Kind zeitgleich mit beider Sprachen konfrontiert wird. Sozusagen, daß er immer damit auseinander gesetzt wird, daß er von einer Minute auf die andere, die sprachen wechseln soll. Und das es ihm praktisch so leicht gelingt, daß er diese Tatsache nicht bewußt wahrnimmt.

Auch wir
achten darauf dass der Knabe möglichst viel Ferienzeit in
England verbringt und wenn es in die Sonne gehen soll, dann
kommt für uns nur Malta infrage. Bei Dir ja ohnehin Spanien.

Genau! ;o)))) Bei Opa, Oma, Tante, Onkel und zahlreiche gleichaltrige Freunde (meistens die Kinder meiner eigene Freunde)

Noch zu Deiner Frage was doch noch tun könntest. Wir haben es
auch für ganz wichtig gehalten dass viel kulturelles aus dem
jeweils anderen Land rübergebracht wurde. In England z.B. ein
deutscher Heiligabend, Ostereiersuchen,

Ja, das finde ich auch sehr wichtig. Nur hier in D gibt es weit mehr traditionen als bei uns (Na ja, vielleicht empfinde ich es nur so…)
Mir bleiben ja nur sp. Märchen, aber die meisten die ich als Kind gehört und dann selbst gelesen habe, waren ja von Perrault (Französe) oder die Gebrüder Grimm…

Sauerkrautessen solche Dinge eben

Na, na: So was kommt nicht in Frage!! ;o)))
Ich hasse Sauerkraut und mit dem Zeug und Paprika kannst du mich ja regelrecht jagen!!! ;o)))

Sprichworte und Redensarten aus beiden Ländern in beiden Sprachen,

Das mache ich unbedingt. Ich finde das gehört zur sprache unweigerlich dazu. Ich finde es dann sehr lustig wie er das wiederholt (oft passt im Zusammenhang nicht) oder er gibt sie falsch wieder (so wie er das gehört hat und sich dann daran erinnert) *ggg*

altersgemäß auch Historisches -

Das gehört zur Kultur: Selbstverständlich!

lass, wenn Du ‚Zuhause‘ bist
auch die Alten an ihn ran

Das brauche ich ganz bestimmt nicht tun, denn er wird mir praktisch von denen weggenommen, wenn ich in Spanien bin!!: Wie halt Omas und Opas so sind… ;o))

und für die, liebe Helena ist es ja
auch so wichtig, dass David spansich spricht und denkt.

Ja genau. Und das war mit einem der wichtigsten Gründen weshalb ich unbedingt und unweigerlich dazu entschlossen war, daß David Spanisch lernt.

Deshalb nie müde werden und der Bequemlichkeit wegen Zuhause
auf deutsch ausweichen

Na, na! Bis jetzt zumindest keine spur. Denn für mich leichter ist es ja Spanisch! (siehe meine bestimmt zahlreiche Fehler in diesem Text, zB) und gewiß nicht Deutsch ;o)))

  • siehe Anfang dieses ach so langen
    Beitrags, es erfordert Disziplin.

Wie gesagt, bis jetzt, bei uns, noch nicht…

Alle guten Wünsche dazu Euch beiden

Vielen herzlichen Dank und Euch auch alles Gute!
Ganz liebe Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo Pavel!
Vielen Dank, erstmals, für Deine Antwort! :o)))

ja dann geht es ja von alleine.

Bis jetzt, ja, stimmt. Aber ich befürchte es wird die Zeit kommen, wo Spanisch reden, für ihn nicht mehr „cool“ sein wird und uns auf irgendeine Weise auffordern wird, mit ihm Deutsch zu reden. Da muß man eben die Disziplin walten lassen, von der Karen hier schon gesprochen hat.

Wenn er in die Schule kommt, dann braucht er ergänzenden,
spanischen Schulunterricht.

Ja, stimmt.

Als Teenager muß er zur Überzeugung gelangen, Spanisch sei
„cool“, denn oftmals lehnen bisher zweisprachig erzogene
Kinder beim Beginn der Pubertät die zweite Sprache ab.

Genau diesen Fall kenne ich aus Bekanntenkreisen. Da es noch nicht so eilig ist, habe ich nur ansatzsweise angefangen mir was zu überlegen. Und ich dachte, daß er seine Ferien immer in Spanien verbringt. Wenn er dort Freunde hat (und er hat schon jetzt welche!) wird eben Deutsch „uncool“ und Spanisch wieder „in“. Und bei der Ruckkehr, wird sich das umdrehen…

Also nochmals vielen Dank für Dein Beitrag und einen schönen Gruß aus Nürnberg!
Helena

Hallo Fee,
Vielen herzlichen dank für Dein Beitrag!

also, ich wurde auch zweisprachig erzogen (Englisch und
Deutsch)

Schön!!!

Mein Papa hat mit mir ausschließlich Englisch geredet. Auch
die Geschichten, die er mir erzählte auf Englisch und
Fernsehsendungen größtenteils auch auf Englisch. So hab ich
beide Sprachen recht gut gelernt.

David schaut irrsinnig gern DVD und die sind, die allermeisten, auf Spanisch. Deshlab lassen wir ihn gewähren…

Manchmal hab ich (laut Mama)
gemischt geredet. Also zb. gesagt: „I’m hungrig“ anstatt ich
bin hungrig oder I’m hungry.

Ja, das kenne ich. Es gibt Wörter, die leichter über die Lippen auf eine Sprache kommen, als in der die wir gerade benutzen.
Man muß halt „hart“ bleiben ;o))

Mitlerweile rede ich mit meiner
Mama auch ab und an Englisch. Damit die Sprache eben nicht
einschläft.

Das ist ja eh sehr gut.

mit meiner Mama rede ich
ab und an. vorallem dann, wenn die anderen nicht hören sollen,
was ich genau zu ihr sag.

Hihihi. Das kenne ich auch! Das mache ich noch manchmal mit meiner Mutter, wenn das was ich ihr sagen möchte (und nur ihr!) leicht genug zum ausdrücken ist, daß ich es halbwegs verständlich auf Russisch sagen kann. Und wenn sie mich versteht (sie spricht/schreibt und liest Russisch als Muttersprachlerin und akzentfrei, lt. andere Russen) dann schmunzele ich… *ggg*

Mein Opa (Papa von Mama) kommt aus der Türkei und hat versucht
mit mir türkisch zu reden, aber das hat gar nicht
funktioniert. Da kann ich heute nur die einfachsten
zusammenhänge. Wie ich heiße o.ä.

Ja, Vermutlich ist es so gekommen (und bitte entschuldige mich wenn ich mich irre), weil er keine Bezugsperson für dich war/ist. D.h. er war nicht immer (oder fast) present in Deinem Leben, als du ein Kind warst.
Ähnliches übrigens geschah mit meiner Cousine: Sie wurde in der damaligen UdssR geboren und bis zum 6. Lebensjahr hatte sie nur Russisch gehört. Als ihre eltern (meine Onkel und Tanke) nach Spanien zurückkehrten, verstand sie niemanden. Und so bat sie ihre eltern mit ihr diese so komische, schwere Sprache zu reden (Spanisch). Das taten sie auch und nun, jetzt mit ende 40 kann sie gar kein Russisch mehr. Was sie übrigens sehr bedauert…

Na ja, wenn Du noch fragen hast, dann mail einfach.

Vielen dank fürs Angebot!

Gruß nach Mittelfranken (hoffe Nürnberg ist in Mittelfranken)

Jopp! Ganz genau Mittelfranken. Hauptstadt dessen allerdings it Ansbach. Hier ein ausführlichen Link dazu:

http://www.mittelfranken-online.de/mfr.htm

Schöne Grüße aus Nürnberg (immerhin Kreishauptstadt!) ;o))) und nochmals vielen dank!
Helena

Hallo Helena,

Wenn er in die Schule kommt, dann braucht er ergänzenden,
spanischen Schulunterricht.

Ja, stimmt.

was mich an dieser Stelle interessiert: Wie wollt ihr es mit der Schrift (Rechtschreibung etc.) handhaben?

Meine Nichte wird ebenfalls zweisprachig erzogen (Russisch/Deutsch) und ich sehe schon das Problem kommen, dass sie in einem Jahr in die Schule kommt und dort die deutsche Schrift erlernt, die russische aber schon wieder eine ganz andere ist. Ok, dieses Problem stellt sich bei Spanisch nicht so sehr, aber dennoch wollen Rechtschreibung und Lesen ja geübt werden und die Kids werden ja kaum freiwillig auch noch eine zweite Sprache üben wollen.

Schöne Grüße,
Anja

Hallo Helena,

die „Coolness“ der zweiten Sprache in der eigenen Familie aufzubauen ist schwer. Zeitweise Aufenthalte im Land der Zweitsprache genügen nicht, es müssen stabile Beziehungen zu Gleichaltrigen im Zielland her. In Deinem Fall ist das nicht so schwer, weil man einfach mit dem Auto hinfahren kann.

Ich bin dagegen, im jeweiligen Land jeweils in der Familie ausschließlich die andere Sprache zu sprechen, wenn beide Eltern beide Sprachen können. Das ist Lüge und bedingt emotionale Kollateralschäden.

Überhaupt ist die bloße Sprachkompetenz in Deinem Fall eigentlich ein nicht sehr hochgestecktes Zeile im Vergleich zum z.B. Chinesischen, Arabischen usw. Ein Deutscher kann auch noch nach dem Abitur mit Spanisch beginnen und „perfekt“ darin werden.

Span. Kinderlieder, Sprechspiele usw. kannst Du Deinem Buben noch leicht als unvergeßliche, völkische Rückbindung an Spanien mitgeben. Vollständige Kulturkompetenz jedoch ist auf richtigen Schulunterricht angewiesen, auf eine spanische Samstagsschule in Nürnberg! Gibt es das?

Z.b. Polen und Koreaner usw. haben in meiner Stadt so etwas organisiert. Es ist teuer, zeitraubend, und nervt. Die Kinder haben großen Gewinn davon.

Gruß

Pavel

Hallo Anja!
Vielen dank für Deine Antwort!! :o)))

was mich an dieser Stelle interessiert: Wie wollt ihr es mit
der Schrift (Rechtschreibung etc.) handhaben?

Was du ansprichst, ist mir schon mehrmals über den Kopf gegangen.

Meine Nichte wird ebenfalls zweisprachig erzogen
(Russisch/Deutsch) und ich sehe schon das Problem kommen, dass
sie in einem Jahr in die Schule kommt und dort die deutsche
Schrift erlernt, die russische aber schon wieder eine ganz
andere ist.

Ich denke, gerade diese Tatsache macht bei Euch die Sache erheblich leichter, denn schon an der kyrillischen Schrift wird sie ja erkennen um welche sprache es sich handelt.

Ok, dieses Problem stellt sich bei Spanisch nicht
so sehr, aber dennoch wollen Rechtschreibung und Lesen ja
geübt werden und die Kids werden ja kaum freiwillig auch noch
eine zweite Sprache üben wollen.

Wie du schon andeutest, es geht, finde ich, um viel, viel lesen, vorallem in der „benachteiligten“ Sprache. Denn die andere kriegt sie ja überall mit.

Darüber hat mir mein Vater etwas vorgeschlagen, nämlich: Ich soll weiterhin alles auf spanisch mit ihm unternehmen (sprachlich betrachtet). Und genauso weiter tun wie bis jetzt.

Mein größter Problem dürfte sein, die Aussprache, denn zB wir haben die gleiche Buchstaben (bis auf 2: Die deutsche „ß“ und die spanische „ñ“), die aber oft, je nach Sprache anders ausgesprochen werden. Und das macht die Sache etwas komplizierter, wie ich finde.

Aber wie gesagt, ich glaube, daß David mich mit der spanischen Sprache identifiziert. Somit alles was sprachlich von mir zu ihm kommt, Spanisch ist. Und dann wenn ich sage wie man zB „vosotros“ ausgesprochen wird, wird er evtl automatisch schon wissen, daß dies auf der Sprache Calderóns der Fall ist -und keineswegs auf Deutsch.

Ich denke es ist alles im allem nicht so einfach, daß er mit gerade 4 Jahre, das gerade versteht bzw nachvollzieht, aber dafür bin ich da, um ihn das zu erklären. Jedenfalls kein leichter Unterfangen…

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo Pavel,

Vorab vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!!! :o)))

die „Coolness“ der zweiten Sprache in der eigenen Familie
aufzubauen ist schwer.

Ich empfinde es nicht als schwer. Für mich persönlich wäre befremdlich und gewiß schwerer mit David Deutsch 8oder sonstwas ausser spanisch) zu reden.

Zeitweise Aufenthalte im Land der
Zweitsprache genügen nicht, es müssen stabile Beziehungen zu
Gleichaltrigen im Zielland her. In Deinem Fall ist das nicht
so schwer, weil man einfach mit dem Auto hinfahren kann.

Genauso sehe ich das auch. Das einzige (große) Problem ist, die Zeit, die wir eben nicht haben um so oft wie wir wollen, hinzufahren…
Über Gleichaltrigen Spaniern habe ich schon berichtet, daß dies, zumindest jetzt kein Hindernis bildet, denn meine Freundinnen dort haben Kinder in ca. Davids Alter. Darüber bin ich wirklich mehr als nur froh!!!

Ich bin dagegen, im jeweiligen Land jeweils in der Familie
ausschließlich die andere Sprache zu sprechen, wenn beide
Eltern beide Sprachen können. Das ist Lüge und bedingt
emotionale Kollateralschäden.

Hier, dagegen, sind wir uns nicht einig. Angenommen Davids Vater spricht Spanisch (was ja nicht ganz der fall ist), warum soll er in Spanien nicht Deutsch reden??? Irgendwie verstehe ich das nicht…

Aber wie gesagt bei uns ist es so, daß mein Freund mit David Deutsch spricht (hier und überall) und ich genauso mit Spanisch -ebenfalls hier und überall. Warum soll eine Lüge sein, daß er in spanien eine andere sprache reet als seine eigene? (er ist Deutscher)

Ich verstehe wirklich nicht was daran eine Lüge sein soll oder „Kolateralschäden“ hervor rufen könnte…

Überhaupt ist die bloße Sprachkompetenz in Deinem Fall
eigentlich ein nicht sehr hochgestecktes Zeile im Vergleich
zum z.B. Chinesischen, Arabischen usw.

Es mag schon sein, aber ich denke, mit Sprachkompetenz ist es lange nicht getan. Es gibt viele Sachen und Themen, die sehr schwer anzusprechen sind. Dies geht aber gerade noch in der Muttersprache, denn es gibt immer Nuancen und Zwischendeutungen, die eben nur in der ureigene Sprache nachvollziehbar sind. Warum soll ich das (in meinen Augen noch unnötig) erschweren, indem ich dazu eine mir fremde sprache benutze?

Aber darüber hinaus, angenommen ich rede jetzt (was leider NICHT der Fall ist) ein fast perfektes Deutsch. Wenn ich jetzt mit meinem sohn Deutsch reden würde, wird früher oder später der Tag kommen, indem er meine Sprachkenntnisse ein- und dann überholt. Was dann? Und was machen wir dann mit den Sprachfehlern, die sich aufgrund meine mangelnden Kenntnissen in den Jahre sich in unsere Beziehung eingeschliechen haben? Diese sind kaum wieder „auszubügeln“!

Und noch weiter: Warum soll ich mein Sohn die Kultur eines Landes (seiner und meiner Heimat), im Form die Sprachkenntnisse nicht zu vermitteln, vorenthalten???

Ein Deutscher kann auch
noch nach dem Abitur mit Spanisch beginnen und „perfekt“ darin
werden.

Für mich, in diesem Fall ist das wort „perfekt“ viel zu übertrieben bzw zu hoch gesteckt.

Ich kann mir unmöglich denken, daß es ein Mensch gelingen kann, im Erwachsenenalter eine ihm bis dato völlig fremde sprache von der Picke aus zu lernen und dies innerhalb von -sagen wir mal- 10 Jahre perfekt zu reden. Denn für mich „perfekt“ heisst völlig fehlerfrei (was ein Muttersprachler nicht unbedingt kann), selbstverständlich akzentfrei und ganz und gar völlig im klaren von den zwischendeutungen, die ALLE Wörter dieser neu erlernte Sprache haben kann.

Ich lasse mich eines Besseren belehren, aber wenn die o.g. Bedingungen erfüllt sind, kann ich das mir nicht vorstellen, daß so etwas gibt.

Span. Kinderlieder, Sprechspiele usw. kannst Du Deinem Buben
noch leicht als unvergeßliche, völkische Rückbindung an
Spanien mitgeben.

Ja, stimmt. Das mache ich auch (und ich muß mich oft die Frage selbst stellen, wer mehr Spaß daran hat, denn wir beide geniessen so etwas wirklich sehr!) :o)))

Vollständige Kulturkompetenz jedoch ist auf
richtigen Schulunterricht angewiesen,

Wenn du vollständig sagst, dann stimme ich mit Dir leider nicht überein. Ich finde „vollständige Kulturkompetenz“ kann nur im andern Land (in meinem Fall, Spanien) gegeben werden. Denn für mich, Kultur schließt das „Tagesgeschehen“ mit ein, was in einem anderen Land nicht gegeben ist. (Um nur ein Beispiel zu nennen)

auf eine spanische
Samstagsschule in Nürnberg! Gibt es das?

Ich glaube schon, daß es eine gibt aber ich bin mir (noch) nicht sicher. Tatsache ist, daß sollte eine geben, wird er sie auch besuchen. Aber bis dahin haben wir mindestens 1 ganzes Jahr…

Z.b. Polen und Koreaner usw. haben in meiner Stadt so etwas
organisiert. Es ist teuer, zeitraubend, und nervt. Die Kinder
haben großen Gewinn davon.

In München gibt es so etwas auch, ganz bestimmt. Hier in Nürnberg, muß ich mich genauer erkündigen. Aber wie sind uns einig, daß die Kinder viel davon haben, das ist, in meinen Augen, unumstritten.

Also Pavel, nochmals vielen Dank für Deine Gedanken und die ausführliche Antwort und schöne Grüße aus dem Lebkuchenstadt! ;o)))
Helena