Zweite Chance einer Festanstellung?

Hallo Leute!

bei mir zeichnet sich gerade folgendes Problem ab, vielleicht kann jemand seine Einschätzung dazu geben.

Seit nun etwa 9 Wochen war ich als Praktikant in einer Niederlassung bei einem großen Dienstleistungsunternehmen beschäftigt. Dabei wurde ich auf hausinternen Programmen geschult und fügte mich laut Aussagen der Geschäftsführung gut ins Team ein. Letzten Freitag legte man mir zum Ende meines Praktikums einen Arbeitsvertrag vor, den ich übers Wochenende mit nach Hause nahm.

Am Montag lehnte ich den Vertrag ab, da ich in einem ausführlichen Gespräch der Geschäftsleitung verdeutlichte dass ich andere Ziele im Leben hätte. Ich war also zur Überzeugung gekommen mein bereits angefangenes Mathe/Physik Studium abzuschließen und aus diesen Gründen nicht bei dieser Firma einzusteigen. (hier sollte ich erwähnen das ich bereits ein ingenieurwissenschaftliches Studium abgeschlossen habe)

Ich meinte, dass mir die Entscheidung nicht leicht fiel und ich mich letztlich auf mein Bauchgefühl verlassen habe.
Die Herren waren verständlicherweise sehr überrascht, unternahmen noch einige Versuche mich doch noch umzustimmen da sie mit mir noch Pläne hätten. Einer unterbreitete mir das Angebot in den Semesteferien zu jobben, und fügte hinzu das für mich die Türen hier keineswegs verschlossen seien, da ich ja schon eingearbeitet war.

Soweit so gut, aber hier kommt nun mein eigentliches Problem:

Nur kurze Zeit später war ich mit meiner Entscheidung völlig unglücklich und will sie nun wieder rückgängig machen. Ich weiss, dass klingt jetzt lächerlich aber ich spiele schon mit dem Gedanken zwei Tage später wieder anzurufen um sie zu bitten mir die Möglichkeit der Festanstellung nochmals zu unterbreiten.

Meine Frage ist nun, mache ich mich falls sie mich wieder nehmen würden entgültig zur Witzfigur und habe ich nach einer guten telefonischen Begründung doch noch die Möglichkeit einer zweiten Chance? Vielleicht fühlen sie sich jetzt auf den Schlips getreten?

Mir liegt die Sache sehr am Herzen, deshalb denke ich dass ich doch noch ein Stück authentisch wirken kann.

Danke Euch schon mal,
Viele Grüße

Marco

Hallo Marco,

das kommt auf deine Argumentation an … sowohl die im „Absage“-Gespräch als auch die, mit der du da dann doch wieder „rein“ willst. Keine Ahnung wie deutlich du denen vermittelt hast, dass du da nicht weiter arbeiten möchtest und ob du irgendwas angedeutet hast, es dir vielleicht nochmal zu überlegen.
Vielleicht hast du da jemanden, der dir besonders wohl gesonnen ist und an den würd ich mich wenden. Aber dann solltest du auch wirklich zu deiner Entscheidung stehen! „Rin in de Kartoffeln, raus ausn Kartoffeln.“ ist auf die Dauer dann wirklich nicht geeignet dir dort einen guten Stand zu verschaffen.

MfG

Hallo Marco,

hm, schwierig.

Wenn Du einen wirklich wichtigen Grund hast, Deine Entscheidung zu korrigieren, musst Du diesen vertreten können!

Es kann ja eine Absage sein, oder oder.

Nur es darf nicht eine Notlösung sein, das muss rüberkommen, Du hast gleichwertige Stellenangebote verfolgt.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Gruß Volker

Hi xolophos,
nicht so zimperlich sein.
Das ist solange keine Sache, wie nicht der Eindruck ensteht,
daß Du bei nem ‚anderen Verein doch nicht die Stelle erhalten hast‘.
Ansonsten einfach hingehen und machen.
Aber Du solltest nicht über anderes Gehalt/Urlaub/Auto verhandeln - kein Wort!
Die hätten Dir nicht angeboten, dort zu semestern.
Du hast auch kein Merkmal auf der Stirne.

Auch Paare, die sich mal trennten, haben wieder zusammengefunden.

Machs - digi (aEg)

o.t.

Hi xolophos,
nicht so zimperlich sein.
Das ist solange keine Sache, wie nicht der Eindruck ensteht,
daß Du bei nem ‚anderen Verein doch nicht die Stelle erhalten
hast‘.

Machs - digi (aEg)

Danke digi, dass du mir so Mut machst (ist wirklich nett von dir :smile:, aber ääähm *hüstel* … ich bin gar nicht der Fragesteller.

Aber Aufmunterung kann man ja immer gebrauchen.

MfG

Upps, ich denke, er wirds doch lesen _ggg_

Danke digi, dass du mir so Mut machst (ist wirklich
nett von dir :smile:, aber ääähm *hüstel* … ich bin gar nicht
der Fragesteller.
Aber Aufmunterung kann man ja immer gebrauchen.

Stört’s nicht, so schad’s auch nix. _g_

Oder frag doch einfach mal…:smile:

Stört’s nicht, so schad’s auch nix. _g_

:smile:)

Oder frag doch einfach mal…:smile:

Ist es bei euch auch so warm? *gefragthab*

MfG X. (Hier schwitzend sitzend und ab und an sich mit Wasser bespritzend)

Versuch gestartet, aber…

Vielen Dank für eure Meinungen.

Habs Gestern in einem sehr ausführlichen Gespräch nocheinmal probiert.

Die Sache blieb leider erfolglos, da die Herren meinten dass diese Sprunghaftigkeit während der Arbeit, beispielsweise bei einem wichtigen Projekt für einen Kunden immer wieder auftreten könnte. Das Risiko wäre Ihnen zu groß. Vor allem hatte ich über das gesamte Praktikum genügend Überlegzeit.
Der 1. Chef musste nach diesem Statement frühzeitig gehen und fügte hinzu dass wir beide das untereinander regeln sollten. Danach beschäftigte sich der andere noch gute 2 Stunden mit mir über Feierabend hinaus.
Dabei räumte er ein, dass ein „NEIN“ in der Geschäftswelt immer mehr bedeutet als ein „JA“ und meine Entscheidung wieder zurückkommen zu wollen deshalb nicht so einfach zu revidieren sei. Gleichzeitig hatte er bei mir den Eindruck dass ich meine Entscheidung weder „gegen“ noch „für“ richtig begründen könne und mir empfahl, das ganze über längeren Zeitraum von ca. 8 Wochen nochmals zu überdenken. Erst dann, bot er mir an, falls ich es noch wünsche ein weiteres Gespräch zu führen, um herauszufinden ob ich nun wirklich hinter meiner Entscheidung stehe. Falls ja, bestünde seinerseits für mich noch eine geringe Chance, was auch von der Auftragslage abhängt.
( „Die Verlängerung habe ich verloren, aber es gibt für sie noch eine kurze Nachspielzeit!“)

Tja, so ist dass eben. Zauderei ist leider nicht gefragt im Unternehmen, was ich auch irgendwie verstehen kann – es wird ja auch gleich alles auf den Berufsalltag ausgerichtet.

Nur eines ist mir nicht ganz klar: Wie wollen die sichergehen dass nach meiner „Selbstfindung“ nicht wieder so was auftritt oder hat er durch das wirklich sehr ausführliche! Gespräch und das Angebot mich nach einiger Zeit gegebenenfalls wieder zu melden auf sanfte Weise zu verstehen gegeben das der Zug für mich nun endgültig abgefahren ist?

Ich meine es macht ja keinen Sinn wenn mein „in sich gehen“ letztlich mit einem PRO für die Firma endet, ich mir aber so oder so keine Hoffnung zu machen brauche, weil die mir innerlich eh schon gekündigt haben?

Wie sieht ihr das ganze – die Sache endgültig abhaken um sich nicht unglücklich zu machen oder nochmal aufrappeln und zu gegebenem Zeitpunkt alle Kräfte ins Spiel bringen?

Versuch gestartet, aber…

Vielen Dank für eure Meinungen.

Habs Gestern in einem sehr ausführlichen Gespräch nocheinmal probiert.

Die Sache blieb leider erfolglos, da die Herren meinten dass diese Sprunghaftigkeit während der Arbeit, beispielsweise bei einem wichtigen Projekt für einen Kunden immer wieder auftreten könnte. Das Risiko wäre Ihnen zu groß. Vor allem hatte ich über das gesamte Praktikum genügend Überlegzeit.
Der 1. Chef musste nach diesem Statement frühzeitig gehen und fügte hinzu dass wir beide das untereinander regeln sollten. Danach beschäftigte sich der andere noch gute 2 Stunden mit mir über Feierabend hinaus.
Dabei räumte er ein, dass ein „NEIN“ in der Geschäftswelt immer mehr bedeutet als ein „JA“ und meine Entscheidung wieder zurückkommen zu wollen deshalb nicht so einfach zu revidieren sei. Gleichzeitig hatte er bei mir den Eindruck dass ich meine Entscheidung weder „gegen“ noch „für“ richtig begründen könne und mir empfahl, das ganze über längeren Zeitraum von ca. 8 Wochen nochmals zu überdenken. Erst dann, bot er mir an, falls ich es noch wünsche ein weiteres Gespräch zu führen, um herauszufinden ob ich nun wirklich hinter meiner Entscheidung stehe. Falls ja, bestünde seinerseits für mich noch eine geringe Chance, was auch von der Auftragslage abhängt.
( „Die Verlängerung habe ich verloren, aber es gibt für sie noch eine kurze Nachspielzeit!“)

Tja, so ist dass eben. Zauderei ist leider nicht gefragt im Unternehmen, was ich auch irgendwie verstehen kann – es wird ja auch gleich alles auf den Berufsalltag ausgerichtet.

Nur eines ist mir nicht ganz klar: Wie wollen die sichergehen dass nach meiner „Selbstfindung“ nicht wieder so was auftritt oder hat er durch das wirklich sehr ausführliche! Gespräch und das Angebot mich nach einiger Zeit gegebenenfalls wieder zu melden auf sanfte Weise zu verstehen gegeben das der Zug für mich nun endgültig abgefahren ist?

Ich meine es macht ja keinen Sinn wenn mein „in sich gehen“ letztlich mit einem PRO für die Firma endet, ich mir aber so oder so keine Hoffnung zu machen brauche, weil die mir innerlich eh schon gekündigt haben?

Wie sieht ihr das ganze – die Sache endgültig abhaken um sich nicht unglücklich zu machen oder nochmal aufrappeln und zu gegebenem Zeitpunkt alle Kräfte ins Spiel bringen?

Hallo Marco,

Wie sieht ihr das ganze – die Sache endgültig abhaken um sich
nicht unglücklich zu machen oder nochmal aufrappeln und zu
gegebenem Zeitpunkt alle Kräfte ins Spiel bringen?

Klingt für mich, der Beschreibung nach, eher nach „Lass es“. Schade eigentlich. Scheint keine so schlechte Firma zu sein, wenn man sich 2 h bis über den Feierabend hinaus mit dir noch beschäftigt, obwohl man auch hätte in nicht mal 5 min sagen können „Tut uns leid, aber das ist nicht unser Ding.“

Ist aber nur mein Eindruck und meine persönliche Meinung dazu. Leute, die optimistischer sind als ich, könntens ganz anders sehen.

Sorry

MfG

Die Sache blieb leider erfolglos, da die Herren meinten dass
diese Sprunghaftigkeit während der Arbeit, beispielsweise bei
einem wichtigen Projekt für einen Kunden immer wieder
auftreten könnte.

Ach - das kann es nicht auch dann sein, wenn Du sofort zugesagt hättest?
Und bei einem anderen auch nicht?
Also ist das eine Ausrede ; m.E. haben die keine Ahnung.
Sei froh, da nicht angekommen zu sein; streich das ‚leider‘.
Wahrschenlich wärest Du (nicht nur unter der Gegebenheit) gemobt worden.
Sprunghaftigkeit -wie sie es ausdrückten- kann eine sehr gute Eigenschaft sein;
nämlich dann wenn es darum geht, (unkonventionelle) Lösungen zu finden.
Das haben die Herren ‚vergessen‘, können es aber lernen.

Das Risiko wäre Ihnen zu groß.

Das ist immer deren Problem, nicht Deines.
Auch wäre es mit jemand anderem deren Problem.

Vor allem hatte ich über das gesamte Praktikum genügend Überlegzeit.

Wurdest Du da vor die Wahl gestellt?

Danach beschäftigte sich der andere noch gute 2 Stunden mit
mir über Feierabend hinaus.

Das ehrt diesen Menschen persönlich.

Dabei räumte er ein, dass ein „NEIN“ in der Geschäftswelt
immer mehr bedeutet als ein „JA“ und meine Entscheidung wieder
zurückkommen zu wollen deshalb nicht so einfach zu revidieren
sei. Gleichzeitig hatte er bei mir den Eindruck dass ich meine
Entscheidung weder „gegen“ noch „für“ richtig begründen könne
und mir empfahl, das ganze über längeren Zeitraum von ca. 8
Wochen nochmals zu überdenken. Erst dann, bot er mir an, falls
ich es noch wünsche ein weiteres Gespräch zu führen, um
herauszufinden ob ich nun wirklich hinter meiner Entscheidung
stehe.

Vergiss es, such Dir was anderes.
Bei einem ‚Nein‘ geht erst mal das Verhandeln los in der Geschäftswelt.

Falls ja, bestünde seinerseits für mich noch eine
geringe Chance, was auch von der Auftragslage abhängt.

Die wollen Dich nur ‚klein halten‘, damit sie Dir nicht so viel zahlen.

Tja, so ist dass eben. Zauderei ist leider nicht gefragt im
Unternehmen, was ich auch irgendwie verstehen kann – es wird
ja auch gleich alles auf den Berufsalltag ausgerichtet.

Für einen Praktikanten soll man aber auch die Geduld aufbringen,
damit er sich entscheiden kann; denn es geht u.U. um sein gesamtes späteres Leben.
Da gibt es nicht zu ‚drängeln‘ von einer Firma.
Mir wär der Laden mehr als suspekt.

Nur eines ist mir nicht ganz klar: Wie wollen die sichergehen
dass nach meiner „Selbstfindung“ nicht wieder so was auftritt

Da ist man bei niemandem sicher.
Nochmal: das ist deren Problem, Unternehmer-Risiko.

oder hat er durch das wirklich sehr ausführliche! Gespräch und
das Angebot, mich nach einiger Zeit gegebenenfalls wieder zu
melden, auf sanfte Weise zu verstehen gegeben das der Zug für
mich nun endgültig abgefahren ist?

Du machst Dir ne Menge Gedanken.
Bringen sie Dir aber was?
Schau voran, auf zu neuen Ufern!
Der Liebe Gott -oder wer auch immer- hat anderes Besseres mit Dir vor.

Ich meine, es macht ja keinen Sinn wenn mein „in sich gehen“
letztlich mit einem PRO für die Firma endet, ich mir aber so
oder so keine Hoffnung zu machen brauche, weil die mir
innerlich eh schon gekündigt haben?

Falsch! Du solltest denen’kündigen’.

Wie sieht ihr das ganze – die Sache endgültig abhaken um sich
nicht unglücklich zu machen

Jeapp, genau das!

oder nochmal aufrappeln und zu
gegebenem Zeitpunkt alle Kräfte ins Spiel bringen?

Nein, das kannst Du wonanders ‚ungeschädigt‘ besser anbringen.

Alhoa - digi (aEg)
(hatte auch mal ‚ein paar‘ Mitarbeiter,
eine Fachkraft würde ich jederzeit wieder einstellen,
auch nach einer Abwesenheit.)

untermauere deine 2.ernsthaftigkeit …
…doch durch ein NOCHmaliges praktikum ! von mir aus ein ganzes vierteljahr (falls das rechtlich/finanziell in ordnung geht, was ich ad hoc nicht beurteilen kann). dadurch hast du die möglichkeit der nochmaligen überprüfung deiner retour-überlegung, die firma spart ne weile noch geld und du kannst sie in der praxis davon überzeugen, dass du kein hopser bist, hm? viel reden können die meisten, im TUN und ERLEBEN liegt die würze :smile:)) gelungenes wochenende wünscht cornelia