Hallo Alle,
in mir taucht mal wieder diese grundsätzliche Frage auf.
Also nichts Aktuelles.
Wäre es nicht besser, ein ganz junges Kätzchen oder Käterle
als ‚Zweitkatze‘ ins Haus zu holen, anstatt einer schon
geprägten, älteren Katze? (Abkürzung: letzter Absatz)
Ich stand vor Jahren mal vor dieser Frage. Eine sehr alte
Katze war gestorben und die andere, auch immerhin schon
zehn Jahre alte, kam überhaupt nicht klar damit. Sie war
auch ihr Leben lang nie ohne andere Katzen gewesen. Nun
plötzlich war sie allein; auch wenn immer Menschen im
Haus waren. (unsere Katzen haben Wald- u. Wiesen-Auslauf)
Daraufhin holten wir eine Katze von einem Bauernhof; da es
dort nur so wimmelte von schlecht gehaltenen Katzen. Beim
ersten Mal Hofbesuch war unser neues Kätzchen 4 Wochen alt.
Ich besuchte sie ganz oft auf dem Hof, bis sie 14 Wochen
alt war und ihre Mutter sie allein ließ. Dann habe ich sie
mitgenommen.
Unsere alte Katze war natürlich stinksauer! Gefauche, Rückzug,
das Übliche. Aber wir haben ihr größte Aufmerksamkeit geschenkt
und es der Kleinen auch an nichts fehlen lassen. Ich glaube,
wichtig war der ständige Wechsel und das Durchhaltevermögen.
Und trotz Gefauche der Alten, hat die der Kleinen plötzlich
nach ein paar Tagen jeden Abend eine getötete Maus von ihrem
Tagesausflug mitgebracht. So mit der Geste: hier has’de. Sie
würdigte die Kleine mit keinem Blick. Schleuderte ihr nur die
Maus vor die Füße und ging ins Haus. (worauf wir natürlich in
hellste Entzückensrufe ausbrachen und unsere alte Katze in
sämtliche Himmel lobten.) Die einseitige Mißbilligung hielt
immerhin fast zwei Jahre an. Inzwischen sind sieben Jahre
vergangen und im Vordergrund herrscht ein freundliches, aber
distanziertes Miteinander. Hin und wieder sogar ein Nase an Nase.
In einer Wohnung wäre es wohl zu ständigen Raufereien
gekommen? Ich würde wirklich gern wissen, ob es da eine
‚optimale‘ Rangehensweise gibt. Vor allem was Nicht-Freiläufer
betrifft. Oder ist es hauptsächlich individuell gelagert, so
daß es keine Richtwerte gibt?
Würde gern Eure Erfahrungen ‚hören‘. Grüße, Yndigo
