Zweite Katze kommt ins Haus

Hallo miteinander,

wir haben uns entschloßen zu unserer Katze Chilly (3 jahre) einen
kleinen Katerkumpanen (12 Wochen) aufzunehmen. Ich bin nun wie wild
am googeln, Freunde und Bekannte zu befragen sowie zu lesen, lesen
lesen - denn ich möchte es den beiden beim Eingewöhnen so leicht wie
möglich machen.

Mein Problem ist nur, das mir alle etwas anderes raten. Die einen
sagen, dass es besser ist, die zweite Katze erst einmal für 1-2 Tage
in einem seperatem Zimmer zu belassen, sodass sich beide langsam
aneinander gewöhnen können. Und die anderen raten, die beiden Katzen
gleich am Anfang miteinander vertraut zu machen und durch spielen
etc. den gröbsten Kampf verhindern und die Katzen alles gleich von
Anfang an alleine regeln zu lassen.

Und nun bin ich dann doch etwas verwirrt! Wer kann mir seine
Erfahrungen schildern, wie hat es bei euch geklappt? Wie lange haben
eure Stubentiger gebraucht, bis die Ragordnung geklärt war und die
Streitereien ein Ende hatten?

Bin für sämtliche Tipps und Tricks dankbar!

Lieben Dank sagt Anne:smile:

Hallo Anne, ich habe zwischenzeitlich vier Katzen/Kater, die sind nach und nach gekommen und ich hab sie ohne viel Rumgekasper „aufeinander losgelassen“. Völlig problemlos. Am Anfang gab es ein bißchen Gebrumme und Rumgebrummel, aber das war´s dann. Gruß

Hallo Anne!

Also, ich kann mich da nur Antares anschließen, zumal der Neuzugang ja erst 12 Wochen alt ist. Ich denke, das ist ein ganz wesentlicher Faktor.

Bei zwei älteren Katzen empfiehlt sich eventuell doch der kompliziertere Weg mit der Trennung und dann schrittweisen Annäherung, aber das trifft ja in Deinem Fall nicht zu.

Ich habe es bei meinen beiden Katzen folgendermaßen gemacht (ältere Katze trifft auf Neuzugang von ca. 11 Wochen):

Zunächst habe ich ein zusätzliches Katzenklo für die Anfangszeit aufgestellt, damit sich die ältere Katze nicht in ihrem „intimsten“ Bereich gestört fühlt.

Gefüttert habe ich die ersten Mahlzeiten in verschiedenen Räumen, also alte Katze wie gehabt in der Küche, Kätzchen im Wohnzimmer. Allerdings ohne deshalb eine Tür zu schließen, generell waren bei mir ständig alle Türen geöffnet, damit die alte Katze wie gewohnt alles im Blick hatte.

Ansonsten habe ich mich total auf meine alte Katze konzentriert, und den Neuzugang praktisch links liegen gelassen, um die alte nicht unnötig eifersüchtig zu machen.

Damit die Kleine sich aber trotzdem willkommen fühlt und ihre Liebes-, Spiel- und Streicheleinheiten erhält, habe ich mir eigens jemanden eingeladen, der sich in der schwierigen Anfangszeit alleine um sie kümmert. (Wenn Du nicht alleine wohnst, könnte man sich ja verabreden, wer welche Rolle übernimmt.)

Meine beiden haben 2,5 Tage gebraucht, um Freunde zu werden. Bis dahin hat meine ältere Katze das Kätzchen ständig verfolgt und auch kleine Knuffe und Hiebe auf den Kopf verteilt (selbst beim Essen und Klogang bekam die Kleine ihr Fett weg!). Ich habe natürlich immer wieder versucht, die Alteingesessene zu beruhigen, teils erfolgreich, teils eben nicht.

Die Kleine hingegen unternahm verschiedene Versuche, die ältere Katze zum Mitspielen zu bewegen, gab dann aber irgendwann auf. Erst als sie selber anfing, sich nicht mehr um die ältere zu kümmern, fing diese dann plötzlich an, Interesse am Neuzugang zu entwickeln.

Als die Kleine dann auch noch nach dem letzten Knuff einen Angriffs- oder Verteidigungssprung auf die Große wagte, war dann das Eis gebrochen. Die Kleine hatte sich Respekt verschafft und ab da wurde gemeinsam gespielt, geschmust und die Wohnung zerlegt.

Vielleicht hilft Dir ja mein „Erfahrungsbericht“!

Lieben Gruß,

Jacqueline

@ Jacqueline, mein neuester Zugang ist schon 10 Jahre, war auch ohne Probleme. Gruß

Hallo

Die einen
sagen, dass es besser ist, die zweite Katze erst einmal für
1-2 Tage
in einem seperatem Zimmer zu belassen, sodass sich beide
langsam
aneinander gewöhnen können.

Das verzögert die Sache nur. Die Gewöhnung fängt erst richtig an, wenn zum fremden Geruch die passende Katze im eigenen Terretorium auftaucht.

Und die anderen raten, die beiden
Katzen
gleich am Anfang miteinander vertraut zu machen und durch
spielen
etc. den gröbsten Kampf verhindern und die Katzen alles gleich
von
Anfang an alleine regeln zu lassen.

Letzteres solltest du tun. Zeige der neuen Katze, wo das Katzenklo ist. Zeige ihr, dass du der örtliche Mensch bist und verhindere, dass sie geschlachtet wird. Der Rest muss sich von selber regeln.
Mit spielen ist am Anfang nichts. Da ist alles tierisch ernst.

Übrigens es gibt seltene Fälle, wo sich die Tiere nie vertragen.

Gruß
Carlos

Hallo!

Laß Dich bloß nicht verrückt machen!
Es kann ganz easy laufen 2 Katzen einander zu gewöhnen. Meine Katze war ein 3/4 Jahr alt als ich einen 12 Wochen alten Kater dazu holte. Sie hat ein bißchen geknurrt und gelegentlich gefaucht und ist ihm erstmal weitestgehend aus dem Weg gegangen. Es hat ca. 2 Wochen gedauert, dann lagen sie gemeinsam schnurrend auf dem Sofa. Wichtig ist, daß die Katzen genügend Platz haben sich aus dem Weg zu gehen. Dann finden sie normalerweise im eigenen Rhytmus zueinander. Als meine dritte Katze kam, waren die beiden anderen ausgewachsen und haben wieder keinerlei Probleme gemacht. Sie haben das Baby (auch 12 Wochen) einfach akzeptiert. Es gab nicht mal richtiges Gefauche. Wie gesagt, wenn die Katzen genügend Platz haben ist es eher unwahrscheinlich, daß es richtige Kämpfe geben wird. Bei einem Baby kommt das eher nur abgeschwächt vor.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Anne,

unsere Katze war 5 oder 6 Jahre alt, als wir einen kleinen Kater dazunahmen (4 Monate). Wir haben ihn erst zwei Tage in der oberen Etage gelassen und von der Großen getrennt, damit er sich überhaupt an uns gewöhnen konnte. Er war aber so lebhaft, daß es schwierig war, innerhalb des Hauses eine Sperrzone für ihn einzurichten. Dann haben wir es gewagt, die Große hat gefaucht und geknurrt, aber nicht angegriffen. Man hatte das Gefühl, daß sie sehr verunsichert war und den Kleinen als Konkurrenz betrachtete. Ich habe die beiden über längere Zeit noch nachts getrennt; sie hatten getrennte Näpfe und Klos, benutzt wurde beides aber von Anfang an durcheinander. Schließlich fraßen sie eines Tages zusammen aus einem Napf, da war für mich vollständige Entwarnung.

Die beiden haben sich nie ernsthaft etwas getan, der Kleine hat viele Annäherungsversuche unternommen, aber wenig Gegenliebe gefunden. Heute (zwei Jahre später) ärgert er die Alte manchmal, aber nur ein bißchen und immer harmlos. Dann faucht sie und zieht sich zurück. Gewonnen hat der Kleine. Er ist Chef, und sie faucht gelegentlich. Sie gehen sich ziemlich aus dem Weg, Freunde fürs Leben sind sie nicht geworden. Aber es funktioniert hervorragend. Sie fressen heute oft gemeinsam, schlafen auf demselben Sofa, jeder an seinem Ende, und gehen dann wieder ihrer Wege. Die Große ist meist zuhause, der Kleine auf Achse.

Das wird schon klappen. Ich wünsche es Dir und den KAtzen.

Gruß
Aia