Zwerchfelldurchbruch

Hallo,
ich habe schon einige Jahre mit starkem Sodbrennen zu tun und nehme
2 mal täglich Pantozol ein.
Ich habe einen Zwerchfelldurchbruch eine so genannte axialen Gleithernie.
Nachdem ich im letzten Monat eine Magenspiegelung bekommen habe
wurde mir wegen der schon veränderten Zellen in der Speiseröhre geraten
dieses Problem durch eine Operation zu beheben.
Kann mir jemand sagen welche Risiken bei dieser Operation bestehen.
Der Arzt im Krankenhaus hat mir gesagt das ich nach der OP vielleicht nicht mehr aufstoßen kann, ist das so???
Wer hat Erfahrungen mit dieser Op.
Über Tipps und Anregungen würde ich mich sehr freuen.
Viele Grüße Gustav-Adolf Daub

Hallo Herr Daub,

Ich persönlich würde ihnen auch zu der Operation raten. Risiken birgt jede Operation, jedoch sollte man abschätzen, welchen nutzen und Vorteil sie in diesem Fall mit sich bringen kann.
Blutungen, Infektionen mit anschließenden Wundheilungsstörungen und Nervenverletzungen können immer passieren. Darüber wird man vor einer OP auch aufgeklärt, jedoch erlebt habe ich sowas im Klinikalltag eher sehr selten. Im übrigen ist es wohl so, dass es unter Umständen Probleme beim Aufstoßen nach der OP geben könnte.

Ich würde ihnen aber empfehlen die Nachteile zu betrachten und dann abzuwiegen was sie tun wollen. Nachteile sind:
Die Folge der Refluxkrankheit könnte einen bösartigen Speiseröhrenkrebs auslösen (der dann mit Chemo und Operation) wahrscheinlich behandelt werden müsste. In so einem Fall würde ihnen auch ein künstlicher Magenzugang durch die Bauchdecke in den Magen gelegt werden müssen.
Eine weitere Komplikation ist auch, dass sich im Momentanen Zustand der Magen und die Speiseröhre ineinander wölben könnten (als würden sie mit ihrer Faust in einen aufgeblasenen Luftballon drücken). Dabei werden die versorgenden Blutgefäße abgedrückt und es können Nekrosen entstehen (= Gewebe stirbt ab - was eine Notfall OP mit sich ziehen würde). Das ist aber eine sehr seltene Komplikation - aber eben auch zu bedenken.

Ich denke wenn man Vor und Nachteile abwiegt, sollte man sic für eine OP entscheiden, da die Folgeschäden weitaus schlimmer wären, als die OP selbst.
Ich möchte sie jedoch nicht beunruhigen. Wenn dass schon seit einigen Jahren bei ihnen so geht, dann müssen sie jetzt nicht gleich morgen unter das Messer, aber ich denke sie sollten sich (ihrer Gesundheit zu Liebe) bis Anfang Mai entschieden haben - dann müssen sie eh sehen, wann der nächste OP Termin frei ist (was ihnen ihr behandelnder Arzt dann wohl mitteilen wird.
Liebe Grüße und gute Besserung

Hallo,
Danke für die hilfreichen Worte und Anregungen.
Ich werde am Montag zu einer Voruntersuchung in das Krankenhaus gehen
und mir dann einen OP Termin geben lassen weil es sicher besser ist
als sich dem Risiko auszusetzten eine Krebserkrankung zu bekommen.
Vielen Dank nochmals für ihre Antwort
und viele Grüße
Gustav-Adolf Daub