Zwerg-Hase zugelaufen

Hallo,

nachdem ich von Haustieren überhaupt keine Ahnung habe, hoffe ich dass ihr mir weiterhelfen könnt.

Bei mir im Garten hat sich seit fast einer Woche ein Zwerg-Hase (denke ich mal) niedergelassen. Die Nachbarn vermissen keinen, also bin ich jetzt wohl Hasenbesitzer.

Scheinbar findet er im Garten genug zu fressen (vor allem Gras). Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn einfach sich selbst überlassen soll/kann.

Muss ich ihm anderes Futter bereit stellen? Braucht er etwas zu trinken?

Für Tipps wäre ich sehr dankbar!

Gruß,
Booze

Hallo,

das Kaninchen ist vermutlich von jemandem ausgesetzt worden. Es ist ja Urlaubszeit … GRRRRRRR. Da Du nicht weißt, ob es Außenhaltung gewohnt ist, würde ich versuchen es einzufangen und ins Tierheim zu bringen. Es kann schon sein, dass es überlebt, wenn das Wetter nicht zu schlecht ist, aber je nachdem findet es nicht unbedingt Anschluss zu Wildkaninchen. Kaninchen brauchen Artgenossen.

Gruß,

Myriam

Hallo!
Fundtiere muss man grundsätzlich beim Tierheim melden. Dort kannst du das Kaninchen dan auch abgeben.
Was es braucht sind Impfungen, Artgenossen, viel Heu, ein sicheres Gehege und Wasser.
Sich selbst überlassen kannst du ihn auf keinen Fall. Ich würde ihn sofort reinholen oder ins Tierheim bringen, bevor der nächste Marder kommt oder er was Giftiges frisst.
Grüsse Ali

Erst mal keine Panik :wink:
Ist es wirklich ein Hauskaninchen oder vielleicht ein Wildkaninchen?
Auch die sog. Lapins ziehen gerne in Gärten ein, vor allem falls sie einen Bau mit Nest in der Gegend haben.

Es ist natürlich besser dem Kaninchen Wasser hinzustellen und falls es kein Wildkaninchen ist,dann auch ruhig mal Pellets anbieten.
Mit dem Wetter - zumal es jetzt nicht extrem kalt ist, dass das Tier einen „von der warmen Wohnung raus in den Winter“ wechsel hinter sich hat, kann nichts passieren. Das Kaninchen sucht sich Schatten und Schutz, und das Fell sollte eigentlich wasserabweisend sein.
Ein Kaninchen was immer im Freien lebt bekommt ein Winterfell und hält gut bis Minus 20 Grad aus.

Kein Mensch „muss“ einen Fund beim Tierheim melden, wenn man bereit ist sich selbst um das Tier zu kümmern. Das ist ja kein Edel-Fifi, sondern ein Kaninchen.

Geimpft sollte es werden, gegen Myxomathose und RHD.
Beide Seuchen sind zur Zeit nicht grösser im Umlauf, darum wird das Kaninchen auch nicht betroffen sein.

Ist es wirklich ein Hauskaninchen oder vielleicht ein
Wildkaninchen?

Ich denke, das lässt sich in den meisten Fällen schon an der Farbe unterscheiden. Zur Urlaubszeit hüpfen hier in bestimmten Gegenden reichlich schwarze, schwarzweiße und sonstwie nicht-wildfarbene Kaninchen durch die Büsche, vor allem im Umkreis einschlägiger Hochhaussiedlungen. Dieses Jahr habe ich schon 3 gesehen.

Kein Mensch „muss“ einen Fund beim Tierheim melden, wenn man
bereit ist sich selbst um das Tier zu kümmern.
Geimpft sollte es werden, gegen Myxomathose und RHD.

Ich sehe beim Fragesteller keine Ansätze, sich für das Kaninchen einen Partner zu besorgen, es einzufangen, zu impfen, ein schützendes Gehege zu bauen usw. Muss ja auch nicht sein. Wenn es ein ausgesetztes Haustier ist, gehört es ins Tierheim oder man nimmt es komplett auf und hält es artgerecht.

Falls es sich um ein Wildkaninchen handeln sollte, schlage ich hiermit dem Fragesteller virtuell ganz leicht mit einem Tierbestimmungsbuch auf den Kopf.

Gruß,

Myriam

Ich sehe beim Fragesteller keine Ansätze, sich für das
Kaninchen einen Partner zu besorgen, es einzufangen, zu
impfen, ein schützendes Gehege zu bauen usw. Muss ja auch
nicht sein. Wenn es ein ausgesetztes Haustier ist, gehört es
ins Tierheim oder man nimmt es komplett auf und hält es
artgerecht.

Hallo,
ob ein Leben im Tierheim als „artgerecht“ gesehen werden kann, mag ich hier doch mal bezweifeln. Da kommt ein freies Leben im Garten der artgerechten Haltung aber doch deutlich näher.
Tierheime sind ohne Zweifel wichtig,aber nicht immer zwingend notwendig wenn es Alternativen gibt.

Partner: Man erkennt das Du noch nicht erlebt hast wie sich Kanichen auch zerbeissen können? Passiert nicht selten wenn sie hitzig sind, und bei Gruppenhaltung von Rammerln endet das oft mit dem Tod von dem Unterlegenen.
Darum wird ja oft die Haltung von einer Häsin und einem „artgerechten“ Kastraten vorgeschlagen, die aber auch nicht auf Sympathien der Tiere beruhen muss. Der Schuss kann also auch nach hinten losgehen.

Grüsse
Andrea

lesen was man lesen will

ob ein Leben im Tierheim als „artgerecht“ gesehen werden kann,
mag ich hier doch mal bezweifeln.

Es soll natürlich nicht den Rest seines Lebens dort verbringen. Vielleicht hast Du schon mal davon gehört, dass Tierheime keine Aufbewahrungsstätten für unerwünschte Tiere sind, sondern diese in neue Zuhause vermitteln.

Da kommt ein freies Leben im
Garten der artgerechten Haltung aber doch deutlich näher.

Haustiere gehören nicht in die Natur, aus vielerlei Gründen nicht. Dass das für das Tier eine Quälerei ist, ist nur einer davon. Das ist in etwa vergleichbar damit, sich draußen ein Wildkaninchen zu fangen und es dann in der Wohnung zu halten.

Partner: Man erkennt das Du noch nicht erlebt hast wie sich
Kanichen auch zerbeissen können?

Kaninchen gehören nicht in Einzelhaltung, von verhaltensgestörten Einezfällen mal abgesehen. Die Alternative ist natürlich nicht, einen unpassenden Partner zu suchen. Aber darum geht es in der Anfrage nicht. Wenn Du ernsthaft Einzelhaltung für Kaninchen als Haustiere propagieren möchtest, mach ruhig einen separaten Thread auf, die Kaninchenexperten hier im Brett (ich gehöre nicht dazu) werden Dich schon aufklären.

Gruß,

Myriam

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Huhu!

Erst mal keine Panik :wink:
Ist es wirklich ein Hauskaninchen oder vielleicht ein
Wildkaninchen?

Das würde ich auch zunächst schauen, ob es nicht ein wildes sein kann.

Auch die sog. Lapins ziehen gerne in Gärten ein, vor allem
falls sie einen Bau mit Nest in der Gegend haben.

Wenn du jetzt Feldhasen meinst…äh…nee, nix mit Bauen :wink:

Es ist natürlich besser dem Kaninchen Wasser hinzustellen und
falls es kein Wildkaninchen ist,dann auch ruhig mal Pellets
anbieten.

Pellets würd eich nicht anbieten…ist keine kaninchengerecht Ernährung. Im Gegenteil kann man damit Durchfall etc provozieren. Wasser kann man natürlich zur Vorsicht hinstellen…aber ein Kaninchen draußen wird sich vor allem von Gras und Blättern etc ernähren und darüber seinen Wasserbedarf decken, also vermutlich eh nicht trinken kommen.

Mit dem Wetter - zumal es jetzt nicht extrem kalt ist, dass
das Tier einen „von der warmen Wohnung raus in den Winter“
wechsel hinter sich hat, kann nichts passieren. Das Kaninchen
sucht sich Schatten und Schutz, und das Fell sollte eigentlich
wasserabweisend sein.
Ein Kaninchen was immer im Freien lebt bekommt ein Winterfell
und hält gut bis Minus 20 Grad aus.

Richtig, Knainchen können mit Kälte zB besser umgehen als mit Hitze… das wäre jetzt nicht das akuteste Problem. Schlimmer wären Fuchs und Co.

Kein Mensch „muss“ einen Fund beim Tierheim melden, wenn man
bereit ist sich selbst um das Tier zu kümmern. Das ist ja kein
Edel-Fifi, sondern ein Kaninchen.

Ich glaube du hast Recht, in Deutschland ist man dazu nicht verpflichtet rechtlich gesehen, im gegensatz zu deutschsprachigen Nachbarländern. Aber schwerer als das Recht laut Gesetzbuch würde für mich eh die moralische Seite wiegen. Was wenn das Tier nicht ausgesetzt wurde sondern entlaufen ist, und vermisst wird?
Hier einen generellen Unterschied zwischen Hund oder Kaninchen zu machen finde ich geschmacklos. Für den besitzer ist das Kaninchen vielleicht nicht „nur ein Kaninchen“ sondern ein geliebtes Haustier…
In der Regel tut man nicht schlecht das Tier beim Tierschutz zu melden, auch wenn man es behalten will. Meist wird sich wohl leider eh kein Halter melden, aber man ist wenigsten den moralisch vertretbaren Weg gegangen.

Geimpft sollte es werden, gegen Myxomathose und RHD.
Beide Seuchen sind zur Zeit nicht grösser im Umlauf, darum
wird das Kaninchen auch nicht betroffen sein.

Das ist regional sehr verschieden. Ich habe in jüngster Vergangenheit schon einige Kaninchen an RHD draufgehen sehen… bzw davon gehört.

Zum Post weiter unten wolle ich noch was sagen:
Tierheim sind auch nicht dafür gedacht die Kaninchen auf dauer artgerecht zu halten (obwohl es doch mittlerweile auch schon einige Beispiele zeigen, dass man zumindest eine Kaninchenwürdige Haltung auch im Heim hinbekommen kann). Das ist eine Vermittlungsstation, und idealer Weise sollten die Tiere dort nicht den rest ihres Lebens verbringen. Je nach region stehen die Chancen auch hier nicht schlecht, wieder unter die Leute zu kommen.
Zweifellos ist es für ein Kaninchen am schönste irgendwo in einem Außengehege zu leben, das ist sicherlich noch vor einer Innenhaltung zu bevorzugen.
Aber eine komplett freie „Haltung“ im Garten hat nichts mehr mit artgerechter Heimtierhaltung zu tun, sondern nur mit einem Ausliefern eines Tieres an eine Umwelt, für die es lange nicht mehr gemacht ist…und andersrum! Haustiere haben in der freien Wildbahn nichts verloren!

Und ich hoffe sehr, dass du nicht wirklich gerade pro EInzelhaltung argumentierst. Nein, in der Tat habe ich noch nicht viele Zerfleischungen zwischen zwei Kaninchen mitbekommen, obwohl ich schon dutzende, mittlerweile wohl an die hundert Vergesellschaftungen verfolgt habe. Auch persönlich und mit eigenen Augen. Natürlich sollte den Tieren auch entsprechend Platz gegönnt werden, um sich artgerecht verhalten zu können. In einem handelsüblichen Käfig funktioniert das natürlich nicht…auch nicht, wenn man einfach irgendein kaninchen in das Revier das alteingesessenen wirft und sie mal machen lässte…
Wenn ich lese was du schreibst könnte ich viel mehr vermuten, du hast noch nie beobachtet wie ein jahrelang allein gehaltenes Kaninchen nach einer vernünftigen Vergesellschaftung mit einem Partner an seiner Seite aufblüht obwohl es immer als „unverträglich“ eingestuft wurde? Ich habe das schon öfter, und für mich käme EInzelhaltung nur im schwerwiegenden krankheitsfall vielleicht in Frage… ich habe noch kein nicht zu vergesellschaftendes Kaninchen gesehen, und wenn es als noch so blutrünstig und aggressiv vom Vorbesitzer dargestellt wurde…

Gruß
Aj

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Auch Huhu,

Wenn du jetzt Feldhasen meinst…äh…nee, nix mit Bauen :wink:

nein, ich meinte tatsächlich Wildkaninchen, die in einigen Gegenden hier auch als Lapin (sprich bei uns Labbing) bekannt sind.

Pellets würd eich nicht anbieten…ist keine kaninchengerecht
Ernährung. Im Gegenteil kann man damit Durchfall etc
provozieren.

Eigentlich nicht, zumindest nicht mit pro biotischen oder Kräuter-Pellets. Von den speziellen Mischungen einer speziellen, bekanntne Marke sollte man absehen. Pellets sollten aber kein Alleinfutter sein.
Das eigentliche Problem ist doch das, wir wissen nicht ob es wirklich ein Hauskaninchen oder ein Wildkanichen ist. Ein Wildkaninchen benötigt sicher keine Pellets, aber ein Hauskaninchen ist daran gewöhnt, und wird sich bei nassem Gras oder ähnlichen wahrscheinlich Trommelsucht holen.

Wasser kann man natürlich zur Vorsicht
hinstellen…aber ein Kaninchen draußen wird sich vor allem
von Gras und Blättern etc ernähren und darüber seinen
Wasserbedarf decken, also vermutlich eh nicht trinken kommen.

Kaninchen triken auch in der freien Wildbahn, an Bächen oder Pfützen. Gerade bei langen Hitzeperioden bieten die Blätter auch nicht genug Flüssigkeit.

Ich glaube du hast Recht, in Deutschland ist man dazu nicht
verpflichtet rechtlich gesehen, im gegensatz zu
deutschsprachigen Nachbarländern. Aber schwerer als das Recht
laut Gesetzbuch würde für mich eh die moralische Seite wiegen.
Was wenn das Tier nicht ausgesetzt wurde sondern entlaufen
ist, und vermisst wird?

Das man noch nach einem Halter schaut, hielt ich mal für selbstverständlich. Es ging bei meiner Antwort ehr um die Frage „was mache ich nun erst mal damit.“

Und ich hoffe sehr, dass du nicht wirklich gerade pro
EInzelhaltung argumentierst.

Nein! Ich wollte aber mal darauf hinweisen, dass es oft zu extremen Rangkämpfen kommen kann. Viele Tierschützer argumentieren mit dem Rudeltier und denke das sich jedes Kanichen automatisch über ein anders Kaninchen freut. Das viele aber ihr Revier verteidigen, wird dabei oft vergessen. Nicht ohne Grund überlebt bei Gruppenhaltung nur das Nest vom Alpha-Tier.
Sicher, bei meiner Antwort ging ich mal nicht von vernachlässigten Tieren aus.
Als ich 20 war, bekam ich mal ein Kaninchen von Bekannten.Ein Rammler, Farbenzwerg. Er lebte tatsächlich satt und zufrieden alleine in seinem geräumigen Stall in meiner damaligen Wohnung und wurde 10 Jahre alt. Sassy wurde nie geimpft und war eigentlich auch nie krank. Es geht also auch ohne Kumpel, wenn das Tier Beschäftigung hat.

Jetzt bin ich fast 53 und habe zur Zeit rund 60 Kaninchen, die allerdings nun nicht mehr bei mir in der Wohnung sind.
Zwei Rassen davon habe ich in Erhaltungszucht, da sie schon auf der Roten Liste der aussterbenden Tiere sind.Ich denke, das ich mich so schon ein bissle mit Kaninchen auskenne :wink:

nein, ich meinte tatsächlich Wildkaninchen, die in einigen
Gegenden hier auch als Lapin (sprich bei uns Labbing) bekannt
sind.

Ok, kennen nur „lapin“ als französischen Ausdruck für Hase… mir ist die Bezeichnung im Deutschen nicht geläufig, wieder was gelernt.

Eigentlich nicht, zumindest nicht mit pro biotischen oder
Kräuter-Pellets.

Pellets in dem Getreide enthalten ist (in dem allermeisten wohlgemerkt, nicht nur bei dieser einen Marke) führt bei gleichzeitiger Gabe von Frischfutter oft zu Darmproblemen…da das Kaninchen draußen sitzt wäre dieser Umstand ja wohl gegeben.
Reine Kräuterpellets sollte man auch nicht als tägliche Mahlzeit geben wegen dem recht hohen Kalziumgehalt…und eine paar Pellets als Leckerlie hilft dem Tier im Garten sicher in keiner Weise weiter, daher würde ich sie lieber gar nicht empfehlen.

Hauskaninchen ist daran gewöhnt, und wird sich bei nassem Gras
oder ähnlichen wahrscheinlich Trommelsucht holen.

Pauschalaussage…meine kennen das nicht, ebenso wie viel andere. Sei es nun aus einer aufgeklärten Haltung heraus oder aus Geiz. …
Und wenn es bisher nicht auf das Gras reagiert hat, wird s das sicher auch nicht mehr. Übrigens verfüttere ich ohne Probleme nasses Gras… das führt eben oft nur in Kombination mit getreidehaltiger Fütterung zu argen Problemen…

Kaninchen trinken auch in der freien Wildbahn, an Bächen oder
Pfützen. Gerade bei langen Hitzeperioden bieten die Blätter
auch nicht genug Flüssigkeit.

Nicht generell! In extremen Trockenzeiten trinken sie auch, sonst decken sie ihren bedarf über die Nahrung. Ich kenne auch Populationen, die definitiv nicht an Wasser kommen (In Münster lebt zB eine Kaninchenpopulation auf der Grüninsel in der Mitte eines 3-spurigen Kreisverkehrs in der Innenstadt… wohlgemerkt viele Kaninchen die sich noch nicht zerfleischt haben)

Das Thema Einzelhaltung sollten wir hier besser nicht diskutieren, denn es zeichnet sich eh schon ab, das wir beide da nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden.
Ich kenne wie gesagt kein Tier, dass nicht vergesellschaftbar war… ich habe wohl auch ein paar kompliziertere VGs erlebt, bei Tieren die entweder besonders dominant oder besonders ängstlich waren…die sind dann sicher eher für Paarhaltung als die Gruppe geeignet, und man sollte schauen, dass der Charakter des Partner passt…und auch diese Tiere sind dann merklich aufgeblüht.
EIn Kaninchen in EInzelhaltung.,…sorry, geht für mich gar nicht. Ich weiß auch wovon ich rede, ich hatte als Kind selber so ein armes Tier. Das ist einfach kein vergleich wenn ich mir meine eigenen jetzt anschaue.
Selbst wenn man sich wirklich viel mit dem Tier beschäftigt, es integirert, so ist es doch den größten Teil des Tages allein (einfache Rechnung…ich habe 8 Stunden am Tag komplett Zeit mich mit dem tier zu beschäftigen (schon oft unrealistisch so viel Zeit), dann sitzt es 18 Stunden trotzdem allein! …und das bei einem sozialen Tier. Mal ganz abgesehen davon, dass man als Mensch den tierischen Partner einfach gar nicht ersetzen kann.
Ich verstehe auch nicht, wie man das gutheißen kann, wenn man die Haltung von zwei und mehr Tieren kennt und wie diese miteinander umgehen.
Wenn die wenigstens Mindestmaß an Platz haben, können übrigens auch zwei Häsinnen problemlos ihre Würfe nebeneinander aufziehen. Und dann können sie auch sozial vernünftig interagieren. In Buchtenhaltung ist das natürlich wieder was anderes (sorry wenn ich dir unrecht tue, aber mir fällt es schwer mir eine andere Haltungsform bei 60 Tieren vorzustellen als die auf definitiv zu wenig Platz), da kann man sich nicht auf natürliche Sozialkontakte verlassen…

Naja, und das Thema Zucht…ok, unterbrechen wir das lieber :wink:

gruß
aj

Naja, und das Thema Zucht…ok, unterbrechen wir das lieber

Ach das würde ich einfach mal so sehen: Du hast eine Ahnung von Kanichen und ich habe eben auch eine Ahnung von Kaninchen :wink:
Das Thema (Vereins-)Züchter und Halter ist so alt wie das Kanichen selbst. Ich denke, solange man vernünftig über ein Thema diskutieren kann, sollte es kein Problem sein.
Von Deinem Background her hätte aber eigentlich das Wort „Erhaltung“ vor „Zucht“ von Interesse sein können, oder?

Egal ob Esel, Schaf oder Kaninchen, ohne Züchter gäbe es schon einige Arten und Rassen nicht mehr.
Persönlich finde ich auch nicht alle möglichen Formen von Haltungen bei Züchtern gut (z.B. Rosthaltung), aber meinen Tieren biete ich so gut wie möglich gute, saubere Bedingungen und Pflege bei wirklich gutem Futter und so artgerecht wie möglich. Ich züchte ja keine Mastkaninchen. Ich habe Meissner Widder schwarz (Erhaltungszucht), Belgische Bartkaninchen (Erhaltungszucht, die Rasse war mal auf 4 runter!)und schlicht und einfach Deutsche Kleinwidder in wildhasen grau.

Ach das würde ich einfach mal so sehen: Du hast eine Ahnung
von Kanichen und ich habe eben auch eine Ahnung von Kaninchen
:wink:

hmm…könnte man vom Standpunkt des jeweils anderen in dem fall so sehen :wink:

Von Deinem Background her hätte aber eigentlich das Wort
„Erhaltung“ vor „Zucht“ von Interesse sein können, oder?
Egal ob Esel, Schaf oder Kaninchen, ohne Züchter gäbe es schon
einige Arten und Rassen nicht mehr.

Nein. Mein Standpunkt umfasst, das Haustierhaltung eine ziemlich egoistische Sache ist, unter der zumeist das Tier zu leiden hat, da die Halter sich nicht richtig informieren, oder eben weil artgerechte Haltung oft nicht ohne weiteres machbar ist. Ich kann meine Kaninchen beispielsweise nicht auf Naturboden halten, was ich besser fände…aber ich hab nun mal Innenhaltung.
Daher kämen für mich auch nur Sekond-hand-Tiere in Frage, für die bei mir das bessere Leben wartet als irgendwo abgeschoben im Tierheim. Sonst würde ich frisch und frei auf Tierhaltung komplett verzichten…

lieben gruß und schönen Wochenbeginn wünsche ich
Aj

Hi,

ob ein Leben im Tierheim als „artgerecht“ gesehen werden kann,
mag ich hier doch mal bezweifeln.

Och, es gibt solche und solche Tierheime,die einen haben enge Zwinger,die andern Riesige mit Auslauf und Spielwiesen z.B. für Hunde,ich denke da gibt es auch für Kaninchen unterschiede.;o)

Es soll natürlich nicht den Rest seines Lebens dort
verbringen. Vielleicht hast Du schon mal davon gehört, dass
Tierheime keine Aufbewahrungsstätten für unerwünschte Tiere
sind, sondern diese in neue Zuhause vermitteln.

Eben.

Da kommt ein freies Leben im
Garten der artgerechten Haltung aber doch deutlich näher.

Nöö,nur wenn dieses Freileben gewisse Voraussetzungen hat,ich denke da an ein riesiges Gehege mit Schutz vor Feinden,auch von Oben…und einen Unterstand mit Heu,Schutz vor Regen und Sonne…

Ein Hauskaninchen ist so ganz anders als ein Wildes,ein wildes Kaninchen drückt sich bei Gefahr unsichtbar auf die Erde,ein Hauskaninchen flüchtet panisch.

Haustiere gehören nicht in die Natur, aus vielerlei Gründen
nicht. Dass das für das Tier eine Quälerei ist, ist nur einer
davon. Das ist in etwa vergleichbar damit, sich draußen ein
Wildkaninchen zu fangen und es dann in der Wohnung zu halten.

Zustimm.;o)

Partner: Man erkennt das Du noch nicht erlebt hast wie sich
Kanichen auch zerbeissen können?

Klar können sie das,aber nur wenn das angegriffene Tier keine Ausweichmöglichkeit hat,sprich der Käfig/Gehege zu klein sind.

Kaninchen gehören nicht in Einzelhaltung, von
verhaltensgestörten Einezfällen mal abgesehen.

Es gibt keine verhaltensgestörten Karnickel,nur Menschen die ein Tier falsch einschätzen…

Ein dominantes Karnickel iss dominant und nicht Verhaltensgestört,und man muß das als Mensch richtig einschätzen können.Klar habe ich da nee dominante kratzbürstige Karnickelin auf ca. 1 qm sitzen ,kann ich ihr nicht einfach ein anderes Karnickel in ihr Revier setzen,sieht für den Neuen ganz schlecht aus.

Anders siehts aus,wenn ich einen riesigen Karnickel-Stall baue und die beiden gleichzeitig da rein setze.

Wenns dann immer noch nicht klappt baue ich einen noch größeren Stall und setze noch 10 Karnickel dazu.;o)

Die Alternative
ist natürlich nicht, einen unpassenden Partner zu suchen. Aber
darum geht es in der Anfrage nicht. Wenn Du ernsthaft
Einzelhaltung für Kaninchen als Haustiere propagieren
möchtest, mach ruhig einen separaten Thread auf, die
Kaninchenexperten hier im Brett (ich gehöre nicht dazu) werden
Dich schon aufklären.

Also Karnickel/Meerschweinchen sind nun mal Gesellschafts/Rudel/ach was weiss ich Tiere…Einzelhaltung ist nicht Artgerecht und in meinen Augen Tierquälerei.

Wir hatten früher Schlachtkarnickel zu ca. 20 unkastierten Böcken auf ca. 20 qm in einen Stall,da hat sich niemand todgebissen.
Nebenan die Weibchen,die ihre Jungen nebeneinander aufzogen…

Ja,auch dominante Tiere dazwischen.

LG Biene

Gruß,

Myriam