Huhu!
Erst mal keine Panik 
Ist es wirklich ein Hauskaninchen oder vielleicht ein
Wildkaninchen?
Das würde ich auch zunächst schauen, ob es nicht ein wildes sein kann.
Auch die sog. Lapins ziehen gerne in Gärten ein, vor allem
falls sie einen Bau mit Nest in der Gegend haben.
Wenn du jetzt Feldhasen meinst…äh…nee, nix mit Bauen 
Es ist natürlich besser dem Kaninchen Wasser hinzustellen und
falls es kein Wildkaninchen ist,dann auch ruhig mal Pellets
anbieten.
Pellets würd eich nicht anbieten…ist keine kaninchengerecht Ernährung. Im Gegenteil kann man damit Durchfall etc provozieren. Wasser kann man natürlich zur Vorsicht hinstellen…aber ein Kaninchen draußen wird sich vor allem von Gras und Blättern etc ernähren und darüber seinen Wasserbedarf decken, also vermutlich eh nicht trinken kommen.
Mit dem Wetter - zumal es jetzt nicht extrem kalt ist, dass
das Tier einen „von der warmen Wohnung raus in den Winter“
wechsel hinter sich hat, kann nichts passieren. Das Kaninchen
sucht sich Schatten und Schutz, und das Fell sollte eigentlich
wasserabweisend sein.
Ein Kaninchen was immer im Freien lebt bekommt ein Winterfell
und hält gut bis Minus 20 Grad aus.
Richtig, Knainchen können mit Kälte zB besser umgehen als mit Hitze… das wäre jetzt nicht das akuteste Problem. Schlimmer wären Fuchs und Co.
Kein Mensch „muss“ einen Fund beim Tierheim melden, wenn man
bereit ist sich selbst um das Tier zu kümmern. Das ist ja kein
Edel-Fifi, sondern ein Kaninchen.
Ich glaube du hast Recht, in Deutschland ist man dazu nicht verpflichtet rechtlich gesehen, im gegensatz zu deutschsprachigen Nachbarländern. Aber schwerer als das Recht laut Gesetzbuch würde für mich eh die moralische Seite wiegen. Was wenn das Tier nicht ausgesetzt wurde sondern entlaufen ist, und vermisst wird?
Hier einen generellen Unterschied zwischen Hund oder Kaninchen zu machen finde ich geschmacklos. Für den besitzer ist das Kaninchen vielleicht nicht „nur ein Kaninchen“ sondern ein geliebtes Haustier…
In der Regel tut man nicht schlecht das Tier beim Tierschutz zu melden, auch wenn man es behalten will. Meist wird sich wohl leider eh kein Halter melden, aber man ist wenigsten den moralisch vertretbaren Weg gegangen.
Geimpft sollte es werden, gegen Myxomathose und RHD.
Beide Seuchen sind zur Zeit nicht grösser im Umlauf, darum
wird das Kaninchen auch nicht betroffen sein.
Das ist regional sehr verschieden. Ich habe in jüngster Vergangenheit schon einige Kaninchen an RHD draufgehen sehen… bzw davon gehört.
Zum Post weiter unten wolle ich noch was sagen:
Tierheim sind auch nicht dafür gedacht die Kaninchen auf dauer artgerecht zu halten (obwohl es doch mittlerweile auch schon einige Beispiele zeigen, dass man zumindest eine Kaninchenwürdige Haltung auch im Heim hinbekommen kann). Das ist eine Vermittlungsstation, und idealer Weise sollten die Tiere dort nicht den rest ihres Lebens verbringen. Je nach region stehen die Chancen auch hier nicht schlecht, wieder unter die Leute zu kommen.
Zweifellos ist es für ein Kaninchen am schönste irgendwo in einem Außengehege zu leben, das ist sicherlich noch vor einer Innenhaltung zu bevorzugen.
Aber eine komplett freie „Haltung“ im Garten hat nichts mehr mit artgerechter Heimtierhaltung zu tun, sondern nur mit einem Ausliefern eines Tieres an eine Umwelt, für die es lange nicht mehr gemacht ist…und andersrum! Haustiere haben in der freien Wildbahn nichts verloren!
Und ich hoffe sehr, dass du nicht wirklich gerade pro EInzelhaltung argumentierst. Nein, in der Tat habe ich noch nicht viele Zerfleischungen zwischen zwei Kaninchen mitbekommen, obwohl ich schon dutzende, mittlerweile wohl an die hundert Vergesellschaftungen verfolgt habe. Auch persönlich und mit eigenen Augen. Natürlich sollte den Tieren auch entsprechend Platz gegönnt werden, um sich artgerecht verhalten zu können. In einem handelsüblichen Käfig funktioniert das natürlich nicht…auch nicht, wenn man einfach irgendein kaninchen in das Revier das alteingesessenen wirft und sie mal machen lässte…
Wenn ich lese was du schreibst könnte ich viel mehr vermuten, du hast noch nie beobachtet wie ein jahrelang allein gehaltenes Kaninchen nach einer vernünftigen Vergesellschaftung mit einem Partner an seiner Seite aufblüht obwohl es immer als „unverträglich“ eingestuft wurde? Ich habe das schon öfter, und für mich käme EInzelhaltung nur im schwerwiegenden krankheitsfall vielleicht in Frage… ich habe noch kein nicht zu vergesellschaftendes Kaninchen gesehen, und wenn es als noch so blutrünstig und aggressiv vom Vorbesitzer dargestellt wurde…
Gruß
Aj