Zwergrhododendron

Ich habe einen Zwergrhododendron im Frühling neu gepflanzt. Er hat schön geblüht, neue Triebe gebildet und einige der alten Blätter haben „Rostflecken“ und werden gelb. Was hat er? Was kann ich dagegen tun?
Vielen Dank für jede Hilfe
Sonja

Hallo Sonja!

Zwergrhodos verlieren, genau wie die großen Rhodos ihre Blätter. Bei den großen ist es normal, wenn 3 - 4 Jahrgänge der Blätter am Baum bleiben.
Zwergrhodos sind gegenüber den großen wahre Mimosen, sie verlieren, wenn sie nicht sehr gut stehen, sämtliche Blätter, bis auf den letzten Jahrgang. Deshalb sehen sie nach ein paar Jahren oft aus wie blattlose Sträucher und die einzige Rettung ist dann, schneiden, damit sie neu treiben. Das kann dann aber Jahre dauern, denn im Gegensatz zu den großen, ist die Zwergrhodo im Wachsen ein Langweiler.
Das Gelbwerden der Blätter geschieht meist in nur ein zwei Tagen und man glaubt, sie geht kaputt. Vor allem, wenn dann unter ihr die Blätter liegen, die eigentlich an ihr hängen sollten. Das könnte der normale Verlust sein.

Eine Maßnahme die oft hilft : Viel Wasser und zweimal im Jahr düngen. Sie vertragen eigentlich alles, Sonne, Schatten usw, nur Trockenheit nicht. Und, was noch sehr wichtig ist, sie vertragen keinen zu hohen ph-Wert im Boden. 5,5 ist das Maximum. Ein humusreicher und lockerer , sowie feuchter und saurer Boden ist wichtig. Lehmige und tonhaltige Böden sind ungeeignet. Niemals den Boden in der Nähe der Rhodos kalken!!

Zwergrhodos werden oft auf kleinen Erhebungungen gepflanzt. Dabei muß man bedenken, daß auch der kleinste Hügel im Garten, die Pflanze noch weiter weg vom Grundwasser hebt und sie damit trocken steht.

Gruß Werner

hallo werner,

vielen dank für die ausführliche antwort. du schreibst, lehmhaltiger boden ist nicht gut für den zwergrhodo. nun ist aber der boden lehmhaltig, kann ich ihn durch beigabe von torf oder ähnlichem für den rhodo besser machen?
gruß
sonja

Hallo Sonja!

Wenn Du sie noch mal ausgraben kannst oder auch bei Neupflanzung solltest Du ein sehr großes Pflanzloch herstellen. Dieses mit Torf und Mutterbodengemisch auffüllen und dort die Rhodo einpflanzen. So groß wie möglich.
Man darf aber nie vergessen, daß Zwergrhodos sich beim Wachsen anders verhalten, als normale Rhodos. Man muß sie von Anfang an so schneiden, daß sie nicht hochschießen und dann wie merkwürdige Sträucher aussehen. Man muß regelmäßig jedes Jahr die am längsten gewachsenen Zweige schneiden, damit er die Form eines dichten, kugelliegen Strauches behält bzw bekommt.
Also im Herbst oder auch schon jetzt die drei/vier oder auch mehr längsten Zweige zurückschneiden auf das Maß des Durchschnitts. Keine Angst, dort, wo Du schneidest, werden sie in ein/zwei Jahren umso dichter.

Eine gut wachsende Zwergrhodo erkennt man daran, daß sie die Blätter der letzten drei/vier Jahre trägt. Oft ist es nur ein Jahrgang der dran bleibt. Dann wird die Pflanze schnell zum Krüppel.

Kannst Du Deine nicht mehr umpflanzen, versuch es mit grobem Torf, den Du um die Pflanzen auf den Boden streust. Und besorg Dir spez. Dünger . Rhododünger gibt es auch in kleinen Mengen. Vielleicht findest Du sogar spez. für die Zwerge.
Dann kannst Du Deinen Boden selbst testen. Es gibt dafür Meßstreifen (Lackmus) in den grünen Kaufhäusern.

Gruß Werner