Zwetsch(g)enkuchen mit Hefeteig

Hallo zusammen!

Vorgestern habe ich einen schönen Zwetsch(g)enkuchen gebacken, der Hefeteig war wunderbar…jedenfalls fast, mir war er nur ein bisschen zu saftig.
(500 g Mehl, 1 Würfel Hefe, 50 g Zucker, 50 g Fett, 100 ml Milch, Prise Salz)

Wie machen das die Backprofis, dass ihr Hefeteig unter so saftigem Obst nicht durchsuppt?

Danke,
Angelika

Hallo Angelika!

Wie machen das die Backprofis, dass ihr Hefeteig unter so
saftigem Obst nicht durchsuppt?

  1. die richtigen Zwetschgen nehmen (keine Pflaumen oder sowas). Die sind relativ klein und Du erhältst sie bevorzugt auf Wochenmärkten oder direkt beim Bauern (ich weiß allerdings nicht, was bei Euch in der Gegend so angeboten wird - im süddt. Raum erhhältst Du das wohl noch). Das was in den Supermärkten angeboten wird taugt meist nix, weil es nicht weich wird…
  2. etwas „Diadik“ darunter geben (habe es gerade gesucht; das gibt es anscheinend nimmer. Es war wohl sowas wie Stärkepulver.
    Ersatzweise ein paar Semmelbrösel oder Brösel aus süßem Gebäck.
    Wenn die Zwetschgen jedoch zu sehr suppen, dann ist es dafür auch zu viel. Dann muscht halt Quetschemus aus de Quetsche mache (übersetzt: dann mußt Du eben Zwetschgenmarmelade aus den Zwetschgen kochen)

Viele Grüße
und gut back’
HylTox

Hallo Angelika,

neben der Auswahl der richtigen Früchte achte ich darauf, daß ich die Zimt-Zucker-Mischung nach gut der Hälte der Backzeit auf den Kuchen gebe.

Viele Grüße

Iris

Hallo Angelika!

Um Obstkuchen tobt ein „Religionskrieg“:

Die einen sagen:
Früchte mit der offenen Seite unbedingt nach oben legen, die schrumplige Haut oben sieht doch nicht schön aus!

Die anderen sagen:
Früchte mit der offenen Seite unbedingt nach unten auf den Teig legen, sonst trocknet das Obst beim Backen aus!

Das Problem mit dem Austrocknen scheinst Du nicht zu haben *g* - also leg die Zwetschken mit der Schnittfläche nach oben, dann dürfte es kein Problem mehr geben!

Ich persönlich lege das Obst immer mit der Schnittfläche nach oben; weder trocknen die Früchte aus, noch „ersäuft“ der Teig im Saft.

Hanna

Hallo,

neben der Variante Semmelbrösel/Keksbrösel kann man auch in den Hefeteig gleich etwas Gries mit einbauen (1:4-1:5 Gries zu Mehl). Damit wird der Teig auch etwas stabiler und knuspriger trotz saftigem Belag. Diese Variante wird in meinem Elternhaus z.B. auch für Pizza verwendet. Die mag dicke Böden mit unglaublichen Belagmengen und viel Sugo (während meine Frau und ich eher auf klassisch dünne Böden mit wenig Belag stehen).

Gruß vom Wiz

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