Hallo
Ich war immer der Meinung, Zwetschgen und Pflaumenmbäume bräuchten nicht geschnitten zu werden. Nun habe ich gelesen, auch diese müssten geschnitten werden. Leuchte mir irgendwie ein, denn wir haben jedes Jahr eine Unmenge Früchte, alle aber nur sehr klein.
Soll ich nun einige Äste entfernen, damit mehr Licht in die Krone fällt?
Vielen Dank- Artur Weisskopf
Hallo,
ich schneide in meinen Zwetschgenbäumen normalerweise nur Äste heraus, die abgebrochen oder tot sind.
Wenn du meinst, dass dass Licht fehlt, kannst du ja ein paar Äste herausschnieden.
Vielleich hast du auch sogenannte „wilde“ Triebe. Die solltest du auch entfernen. Sie geben auch nur kleine Früchte.
Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass du eben eine Sorte Zwetschgen hast, die einfach klein sind.
Viele Grüße
Daniel
Servus Artur,
hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen.
Zuerst die, die Du finden kannst, wenn Du in diesem Brett ganz runterscrollst:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Sie kommt von Fritz a.d.Uw., dem ich ohne ihn je Schneiden gesehen zu haben in Sachen Pomologie alles glaube: Weil er schon so lange Zeit und mit der nötigen Aufmerksamkeit pomologisiert, und auch, weil er das Glück hat, Sohn eines offenbar nicht ganz dummen Vatters zu sein.
Die andere ist das, was Fritz in dem zitierten Artikel als Lehrbuchmeinung nennt: Man kann auch bei Zwetschgen während Aufbau, Erziehung und in Reife und (vermutlich der von Dir beschriebene Zustand) Vergreisung schneiden. Eher spät, damit die Kerle nicht verwachsen. Wenn sie arg dicht sind, lieber in mehreren Etappen über Jahre. Etwa im ersten Jahr alles, was senkrecht nach oben wächst weg. Im zweiten Jahr alles was parallel als Zwilling wächst weg. Im dritten Jahr einkürzen, was in der Zwischenzeit nachgetrieben hat, um die ganze Sache wieder in Richtung Waagerechte zu bringen - wirklich nur in Richtung, weil man echte Waagerechte bei Steinobst nicht findet. Das sieht bei Süßkirschen und Zwetschgen ein bissel seltsam aus, weil die „Richtung Waagerechte“ in gebrochenen Bögen schräg nach unten führt. Aber gehen tut es, so meine Ansicht, schon.
Die Regel kurzes Fruchtholz - größere Früchte gilt bei Steinobst auch. Es ist bloß fummeliger, kurzes Fruchtholz zu erreichen. Und, weil ich Fritz a.d.Uw. (s.o.) glaube, auch eine Sache, die im Zweifelsfall zu kürzerer Lebensdauer des Ganzen führt.
Schöne Grüße
MM
der dem Fritz ganz uneigennützig wünscht, daß er wenigstens 102 Jahre alt wird, damit er mit ihm seine im Aufbau befindliche Bühlerzwetschge betrachten und diskutieren kann, wenn die paar Jährlein älter ist
auch Dank für Deine Vertretung nächste Woche… bin in einer Stunde mit den Brettern eine Woche unterwegs.
Die Zwetschgen einer Sorte sind immer gleich gross…da kann man nix ändern.
Bei mir kann man jederzeit Pfropfschosse „gelbe“ und „grün-rote“ (Zufallssämlinge Eigenbau)gegen ein „Vergelds Gott“ erhalten.
Gruss
Fritz
a.d.Uw.