Zwiebel-Frage

Hallo,
ich würde gerne mal wissen, wie gross Zwiebeln sein sollen. Manchmal steht ja in einem Rezept, man solle gross oder kleine nehmen. ok. - Sind dann aber mit „grossen“ Zwiebeln Gemüsezwiebeln gemeint, oder die gängigen im 1kg-Netz? Da geht’s schon los.
Wenn keine Grössenangabe da steht, dreht es sich dann um Gemüsezwiebeln?
OK, ich weiss, es ist auch eine Geschmacksfrage, denn die normalen (keine Gemüsezwiebeln, keine Scha®lotten) sollen ja eher scharf sein, Gemüsezwiebeln mild, oder irre ich mich jetzt?

Wie verhält es sich mit Rezepten, die aus anderen Ländern stammen? Wo kennt man die Zwiebel-Einteilung wie in D, z.B.?

Konkret geht es gerade um eine indische Vorspeise, in der für eine nicht genannte Anzahl Personen/Portionen 3 onions geschält und in Scheiben geschnitten werden sollen, um sie mit ind. Gewürzen u.a.m. zu „Onion bajhi“ zu verarbeiten (frittierte Zwiebelbällchen)- hallo baw!:wink:.
Also, mit 3 normalen Zwiebeln aus dem Netz käme ich glaube ich nicht so weit, aber in diesem Fall weiss ich auch, wie die Speise aussehen soll. Bei anderen Gerichten wäre vielleicht schon 1 Gemüseziwebel zuviel.
Versteht Ihr mein Problem?

Wer kann mir helfen?

Vielen Dank und Gruss,
K’K

Hallo Königin :smile:,

Hallo,
ich würde gerne mal wissen, wie gross Zwiebeln sein sollen.

Sie sollen immer so groß sein, wie Du willst :smile:

Manchmal steht ja in einem Rezept, man solle gross oder kleine
nehmen. ok. - Sind dann aber mit „grossen“ Zwiebeln
Gemüsezwiebeln gemeint, oder die gängigen im 1kg-Netz? Da
geht’s schon los.

Große oder kleine Zwiebeln meinen im Rezept nicht eine andere Sorte, sondern
größere oder kleinere Exemplare der selben Sorte Küchenzwiebeln (ist nichts
angegeben, kann man wahl- und geschmacksweise rote, weiße oder braune nehmen.

Wenn keine Grössenangabe da steht, dreht es sich dann um
Gemüsezwiebeln?

Nie. Wenn nichts da steht, sind normale Küchenzwiebeln gemeint.

OK, ich weiss, es ist auch eine Geschmacksfrage, denn die
normalen (keine Gemüsezwiebeln, keine Scha®lotten) sollen ja
eher scharf sein, Gemüsezwiebeln mild, oder irre ich mich
jetzt?

Also, zunächst mal: Schalotten, ohne r (kommt vom frz. échalotte) sind eigentlich
gar keine so richtigen Zwiebeln, sonderrn mit dem Knoblauch verwandt. Das sieht
man am Wuchs (mehrere Klauen aus einer Wurzel), man schmeckt es aber nicht.
Schalotten sind vom Geschmack her die dleren Zwiebeln (auch vom Preis :smile:).
Gemüsezwiebeln sind ausgesprochen mild, eignen sich zum Beispiel zum Füllen mit
Hack o.ä., man nimmt sie bei Gerichten, die fast nur oder aus großen Teilen
Zwiebeln bestehen. Zum Würzen eignen sie sich schlecht.
Die weißen Küchenzwiebeln sind in der regel eher milder, rote oft (aber nicht
immer) schärfer als die normalen braunen.

Wie verhält es sich mit Rezepten, die aus anderen Ländern
stammen? Wo kennt man die Zwiebel-Einteilung wie in D, z.B.?

Die Italiener nehmen relativ häufig die weißen, aber auch rote, nicht so viel
braune. Die Franzosen eher die Schalotten. In Osteuropa werden viel
Gemüsezwiebeln beutzt, auch in Spanien und Portugal.

Konkret geht es gerade um eine indische Vorspeise, in der für
eine nicht genannte Anzahl Personen/Portionen 3 onions
geschält und in Scheiben geschnitten werden sollen, um sie mit
ind. Gewürzen u.a.m. zu „Onion bajhi“ zu verarbeiten
(frittierte Zwiebelbällchen)- hallo baw!:wink:.
Also, mit 3 normalen Zwiebeln aus dem Netz käme ich glaube ich
nicht so weit, aber in diesem Fall weiss ich auch, wie die
Speise aussehen soll. Bei anderen Gerichten wäre vielleicht
schon 1 Gemüseziwebel zuviel.
Versteht Ihr mein Problem?

Gehe einfach davon aus, wie Du Dir das Endprodukt geschmacklich vorstellst und
wähle dann die Zwiebel entsprechend aus. Menegnmäßig siehst Du spätestens nach
dem Hacken, ob das eher zu wenig oder eher zu viel ist. Wenn die Art der Zwiebel
absolut unbekannt und nicht einzuordnen ist, würde ich immer zur normalen braunen
Küchenzwiebel greifen. Wenn es Dir nicht so gut schmeckt, weißt Du, ob Du das
nächste Mal nach „oben“ oder „unten“ korrigieren musst.

Zwiebelige Grüße
Bolo

Hi Bolo2L,

ich hätte da mal eine oder zwei Fragen…*verlegenguck*

Also, zunächst mal: Schalotten, ohne r (kommt vom frz.
échalotte) sind eigentlich
gar keine so richtigen Zwiebeln, sonderrn mit dem Knoblauch
verwandt. Das sieht
man am Wuchs (mehrere Klauen aus einer Wurzel), man schmeckt
es aber nicht.

Du meinst doch diese Dinger mit dem Grün dran, oder? Also bis jetzt hatte ich da immer nur eine Minibeule dran, manchmal noch nicht mal eine Beule, sondern nur ein weisses Ende mit ein paar Wurzelchen dran.

Schalotten sind vom Geschmack her die dleren Zwiebeln (auch
vom Preis :smile:).
Gemüsezwiebeln sind ausgesprochen mild, eignen sich zum
Beispiel zum Füllen mit
Hack o.ä., man nimmt sie bei Gerichten, die fast nur oder aus
großen Teilen
Zwiebeln bestehen.

Oh ja…hm lecker :smile:

Zum Würzen eignen sie sich schlecht.

Warum? Sind die zu mild?

Die weißen Küchenzwiebeln sind in der regel eher milder, rote
oft (aber nicht
immer) schärfer als die normalen braunen.

*Heul* Bei mir ists immer umgekehrt…die weißen Zwieblies sind superscharf, die Braunen meist mittel und die Roten mild, deshalb nehm ich immer die für Salate…

Aber ansonsten hast Du natürlich vollkommen recht…wenn in einem Rezept von 3 Zwiebeln die Rede ist…nehm ich meist 5 und die größten, die ich hab *mjam*

Grüße
Maja

Zwiebelige Grüße
Bolo

hoffentlich noch immer mit 2L
:wink:K’K

Hallo,

Also, zunächst mal: Schalotten, ohne r (kommt vom frz.
échalotte) sind eigentlich
gar keine so richtigen Zwiebeln, sonderrn mit dem Knoblauch
verwandt. Das sieht
man am Wuchs (mehrere Klauen aus einer Wurzel), man schmeckt
es aber nicht.

Du meinst doch diese Dinger mit dem Grün dran, oder?

Nein, das sind Frühlingszwiebeln. das sind doch Winz-Zwiebeln! :wink:

Schalotten sind Schalotten, ja wie können die denn noch heissen? Die bestehen tatsächlich aus mehreren Zwiebelteilen, unter der trockenen Hüllenschalenschicht.

jetzt hatte ich da immer nur eine Minibeule dran,
manchmal noch nicht mal eine Beule, sondern nur ein weisses
Ende mit ein paar Wurzelchen dran.

Eben, Frühlingszwiebeln. :smile:)

Zum Würzen eignen sie sich schlecht.

Warum? Sind die zu mild?

Eben, sagte Bolo doch. Aber wenn man 's nicht so zwiebelig mag, ist es doch ok.

Die weißen Küchenzwiebeln sind in der regel eher milder, rote
oft (aber nicht
immer) schärfer als die normalen braunen.

*Heul* Bei mir ists immer umgekehrt…die weißen Zwieblies
sind superscharf, die Braunen meist mittel und die Roten mild,
deshalb nehm ich immer die für Salate…

Du Arme.
Nicht umsonst heisst es: beim Zwiebelschneiden soll man sich eine (ungeschälte) Zwiebel auf den Kopf tun, damit man nicht weinen muss. Warum? Weil man dann nämlich den Kopf so (hoch) halten muss, dass man nicht krumm sitzt udn mit der Nase so dicht über den zu schälenden/hackenden Zwiebeln, die einem die Tränen in die Augen steigen lassen. Da wird man aber nicht fertig mit Hacken, ständig bückst Du Dich nach der blöden Zwiebel, die vom kopf fällt.

Ich mach zwischendurch immer das Messer nass, wenns zu arg wird.

GRuss,
K’K

Hi,

guck mal hier, so sieht die aus

http://www.obst-gemuese.at/product/pages/schalotte.htm

Gruß
Feanor

Huhu,

ok gut, habs begriffen…das mit der Zwiebel aufm Kopf mußt ich mir grad vorstellen *lach*
Ich schnauf immer durch den Mund, das hält für 3-4 Zwiebeln, bevors Geheule losgeht.

Was mich aber immer noch wundert…bei uns heißen diese Frühlingszwiebeln auch Schalotten…jedenfalls steht das immer auf den Tafeln bei den Gemüsefritzen…ja wissen die nicht, was sie verkaufen? Herrjeh da eröffnen sich ja ungeahnte Möglichkeiten!

Grüßle und Danke
Maja

Hi Maja,

Was mich aber immer noch wundert…bei uns heißen diese
Frühlingszwiebeln auch Schalotten…jedenfalls steht das immer
auf den Tafeln bei den Gemüsefritzen…ja wissen die nicht,
was sie verkaufen? Herrjeh da eröffnen sich ja ungeahnte
Möglichkeiten!

Das kommt daher, dass man in manchen Gegenden zu den Frühlingszwiebeln Schlotten
(sic!) sagt.
Gruß
Bolo2L

Bolo

hoffentlich noch immer mit 2L

Ja, selbstverständlich, die lasse ich mir so schnell nicht mehr nehmen! :smile:
Aber bei Leuten, die ich persönlich oder virtuell doch näher kenne, lasse ich den
Zusatz weg und nenne mich so wie im real life auch.
Ciao
Bolo

Ähm…

Das kommt daher, dass man in manchen Gegenden zu den
Frühlingszwiebeln Schlotten
(sic!) sagt.

Ich kenne das Zeugs auch als Schluppen. Als ich noch ein Azubi war, wollten wir mal einen leckeren Salat machen (Wetter in etwa so wie heute *schwitz*); Schwester Tessa war mit dem Einkaufen dran. Fein: eine Kollegin machte also einen Einkaufszettel fertig - auf sowas gucke ich nicht: wird sich schon alles in einem ordentlichen deutschen Supermarkt auftreiben lassen. Und da stand ich nun blöd da: Schluppen hat sie mir aufgeschrieben! Was zum Henker sind Schluppen??? Ich muß dazu sagen, daß ich damals gerade ein Jahr in Deutschland war und von Schluppen keine Peilung hatte; die Verkäuferin war ebenso ratlos…

Das Ende vom Lied: anstatt Schluppen habe ich Frühlingszwiebeln (Lauchzwiebeln) mitgebracht, was - wie ich mittlerweile weiß - Dasselbe ist. *ggg*

Amüsierte Grüße

Tessa

Hi BoLo2L,

Das kommt daher, dass man in manchen Gegenden zu den
Frühlingszwiebeln Schlotten
(sic!) sagt.

das ist wieder etwas anderes. Schlotten, Schlutten, Schloppen sind WINTERZWIEBELN. Auch nicht zu verwechseln mit Etagenzwiebel (ägyptischer Zwiebel). Die echten Schutten haben überhaupt keine wie auch immer geartete Zwiebel, die man ernten könnte, sondern nur Verdickungen an den Wurzeln. Darum bleiben Schlutten auch ein Leben lang in der Erde und es wird wie beim Schnittlauch nur das Grüne geerntet.

viele Grüße
Angelika

Hi Angelika,

Das kommt daher, dass man in manchen Gegenden zu den
Frühlingszwiebeln Schlotten
(sic!) sagt.

das ist wieder etwas anderes.

In manchen Gegenden, sagte ich (siehe auch unten Tessa!).

Schlotten, Schlutten, Schloppen
sind WINTERZWIEBELN. Auch nicht zu verwechseln mit
Etagenzwiebel (ägyptischer Zwiebel). Die echten Schutten haben
überhaupt keine wie auch immer geartete Zwiebel, die man
ernten könnte, sondern nur Verdickungen an den Wurzeln. Darum
bleiben Schlutten auch ein Leben lang in der Erde und es wird
wie beim Schnittlauch nur das Grüne geerntet.

Auch das kenne ich: Zwiebelgrün als Schlotten zu bezeichnen. Aber die chose ist
wohl so ähnlich wie mit
Brötchen, Wecken, Rundstücken, Schrippen, Semmeln …

Oder mit so Dingen wie Märzenbecher (im Schwäbischen heißt so die
Frühlingsknotenblume, auch großes Schneeglöckchen genannt – in Bayern sind
Märzbecher aber wiederum Osterglocken). Oder Schinkenwurst, die im Schwäbischen
eine eigene Spezies ist, in Bayern aber den Bierschinken bezeichnet. Oder die
bayerische Leoni bzw. Lyoner, die eigentlich eine Fleischwurst ist, während es in
Bayern eine Kalbfleischwurst gibt (meist ohne Kalbfleisch drin), die das gleiche
ist wie woanders die Lyoner …
Eher schon ein Fall fürs Dialektbrett!
Verzwiebelte Grüße
Bolo2L

Hi Tessa,

Das Ende vom Lied: anstatt Schluppen habe ich
Frühlingszwiebeln (Lauchzwiebeln) mitgebracht, was - wie ich
mittlerweile weiß - Dasselbe ist. *ggg*

*lol* Das erinnert mich an eine Geschichte (ich war damals 16 oder so), da fuhr
unsere Familie nach Frankreich. Abends beim Essengehen fragte mich mein Vater,
was ich wolle, und ich sagte ihm „escargots“. Er verstand aber „escalope“ und
bestellte dies beim Ober. Dieser hinwiederum verstand „escargots“ (weil das auch
eine Spezialität des Hauses war) und ich bekam doch, was ich wollte … *gg*
Hmmm… Schöne Schnecken wären auch mal wieder was! Etwa ein Jahrzehnt konnte ich
keine mehr sehen, weil ich mal aus einer Dose eine verdorbene erwischt hatte.
Noch nie so gek… Eine ganze Rolle Klopapier verbrauchte ich nur zum
Schweißabwischen … Stunden hockend vor der Schüssel verbracht …
Aber jetzt könnt ich schon wieder! *gg*
Wasserimmundzusammenlaufende Grüße
Bolo