Einem Bekannten hat man im Krankenhaus einen „hühnereigroßen Zwilling“ herausoperiert! Weiß jemand von Euch, was man darunter versteht - ist das im direkten Sinn des Wortes aufzufassen oder…?
Danke für Antworten!
Annemarie
Das kann man schon direkt so verstehen.
Kommt ab und zu vor,…
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Hallo Annemarie,
das könnte ein sogenannter parasitärer Zwilling gewesen sein (klingt nicht schön). Das passiert, wenn sich Zwillinge nicht richtig trennen und die Zellen des einen die des anderen vollständig umfangen, so dass der sich nicht weiterentwickelt (laienhafte Erklärung).
Zitat:
"Auf 100.000 Geburten kommt ein siamesisches Zwillingspaar. Die Überlebenschance dieser Kinder ist sehr gering. Viele sterben noch während der Geburt oder wenige Wochen später. Unter siamesischen Zwillingen versteht man ein eineiiges Zwillingspaar, das sich nicht vollständig getrennt hat. Dazu kommt es am 13. bis 18. Tag nach der Befruchtung. Manche haben nur äußeres Gewebe gemeinsam, andere ganze Organe und Gliedmaßen. Die Zwillinge können an Kopf, Rumpf, Bauch oder Steiß aber auch am Kopf zusammengewachsen sein.
Wenn sich das Zellmaterial nicht gleichmäßig aufteilt spricht man von asymetrischen, parasitären Doppelmissbildungen. Das sich entwickelnde Kind kann einen unterentwickelten „Zellhaufen“ in sich tragen - den so genannten Parasiten (parasitärer Zwilling). Eigentlich handelt es sich hierbei um den anderen Zwilling, der aber eher mit einem Tumor vergleichbar ist."
Manchmal kommt es aber - glaube ich mich zu erinnern - auch vor, dass an unpassender Stelle die falschen Zellen gelandet sind, so dass sich z.B. im Bauch ein Tumor befindet, indem 1 Zahn sitzt.
Gruß,
Myriam
Hier ein paar links zum thema:
http://www.springerlink.com/app/home/contribution.as…
http://www.drillis.de/forum/viewtopic.php?t=5055&hig…
http://www.einsamer-schuetze.com/natur/mensch/twins/
Gruss Hope 
Vielen Dank für die Weiterbildung - Sachen gibt`s!!!
Annemarie
hallo,
ich bin laie und kann also auch völlig daneben liegen, aber bei meinen recherchen über einen bayerischen landarzt, der die stadt assisi vor der zerbombung im zweiten weltkrieg gerettet hat, kam ich darauf, dass er 1912 seine doktorarbeit über die (kindlichen) zähne einer kieferplatte in einer ovarial-dermoidzyste geschrieben hat. das dürfte also zum thema gehören. wie ich anschließend erfuhr, sind diese nicht zuende ausgebildeten „zwillinge“ gar nicht mal so selten. ich kenne inzwischen sogar einen briefträger, der mit seinem zwillig in der schulter lebt. ich selbst habe das thema vor einem halben jahr in einer kleinen kurzgeschichte mit dem titel „drachenzähne“ in der fantasy-anthologie „feueratem“ ein bisschen satirisch bearbeitet.
mfg
trpm