Ich kenne ein paar Personen, die es irgendwie nicht schaffen, im Gespräch den Gesprächspartner anzusehen. Erst neulich fiel mir das wieder bei einer Kollegin auf. Sie zwinkert und schließt die Augen und es macht den Eindruck, dass sie sich bemüht, die Augen offen zu halten, jedoch spielt ihr ihr Wesen (oder vielleicht ein neurologische Störung?) anscheinend einen Streich.
Wofür ist das ein Zeichen? Der erste Gedanke wäre Unsicherheit, aber das spielt bei obig genannter Kollegin sicher keine Rolle, da sie überdurchschnittlich resolut ist.
Mir fällt auf jeden Fall auf, dass sie das nur im direkten Gespräch tut, was IMHO gegen eine neurologische Störung spricht.
Wofür ist das ein Zeichen? Der erste Gedanke wäre Unsicherheit , aber das spielt bei obig genannter Kollegin
sicher keine Rolle, da sie überdurchschnittlich resolut ist.
Schon mal von „Überkompensation“ gehört?
Das eine schließt das andere also nicht zwingend aus, sondern kann sich gegenseitig bedingen.
Mir fällt auf jeden Fall auf, dass sie das nur im direkten
Gespräch tut, was IMHO gegen eine neurologische Störung
spricht.
Darf ich fragen, was in deinen Augen ein indirektes Gespräch wäre?
eine ganz leichte Form von Tourette käme, soweit ich weiß, auch als Ursache für Blinzeln in Frage, wobei man dann halt von einem Tic spricht (nicht der Umgangssprachliche Tick, vulgo Vogel)
An einen Tic habe ich auch schon gedacht, allerdings fällt hier auf, dass dies wirklich nur im Gespräch auftaucht, bzw. auffällt. Für eine schwache Ausprägung eines Tourette-Syndroms spricht, dass diese Tics in Streßsituationen vermehrt auftreten.
Möglicherweise ist die Konzentration schon der Auslöser.
Augenkontakt- so normal er erscheint- ist durchaus ein intensiver Kontakt zu der Außenwelt und es gibt genug Menschen, die das kaum aushalten können.
Man wird gesehen- man sieht…nicht umsonst gibt es auch diesen berühmten Blick, der direkt ins Herz geht. Und natürlich maskieren sich genug Menschen und spielen eine Rolle, aber genug Menschen können das nicht und man findet wesentlich mehr Ausdruck darin als in ihren Worten und das kann auch mal genau das Gegenteil sein
Die Angst zu sehen -wie gesehen zu werden…man kann es durchaus als Unsicherheit überschreiben.Aber darin liegt sehr viel.
Ein von Dir beschriebenes rigoroses Verhalten spricht da auch gar nicht dagegen.
Rigoroses Verhalten scheint dieser Person vonnöten um ihren Standpunkt zu vertreten…und schau das Wort auch an- rigoros von rigere = starr, steif sein- wirkt doch schon im Wort wenig beweglich und damit lebendig…emotions-verhalten
Solche Menschen können ganz gut den Augenkontakt halten, wenn es dann zum „Kampf“ kommt…aber sobald Gefühl ins Spiel kommen könnte, wird es vermieden.