Zylinderkopfdichtung

Moin, folgendes Problem:
Woran erkenne ich das die Zylinderkopfdichtung den Geist aufgibt? Habe nämlich im Öleinfülloch so weiße schmierige ablagerungen gesehen. (BMW 318i E30 Bj90). Und an dem Zylinderkopfdeckel war auch Kondenswasser, Kühlwasser kann ich jetzt nicht sagen ob das merklich weniger geworden ist. Frage: Kann das Wasser auch durch Kurzstreckenfahrten und durchfahren von tiefen Pfützen in den Motor gelangen (wie auch immer?!). Bis jetzt kann ich keinen weißen Qualm am Auspuff feststellen.
Oder muß ich mich langsam mit einer neuen Kopfdichtung anfreunden.

Mfg
Jürgen

Moin, folgendes Problem:

etwa viel kurzstrecke`?
untertourig gefahren ?
dann helfen 200 km volle pulle auf der BAB
mit shell Vmax natürlich !
man gönnt sich ja sonst nichts.
das dütfte es dann auch gewesenb sein.
t.

Woran erkenne ich das die Zylinderkopfdichtung den Geist
aufgibt? Habe nämlich im Öleinfülloch so weiße schmierige
ablagerungen gesehen. (BMW 318i E30 Bj90). Und an dem
Zylinderkopfdeckel

aussen oder innen ?
mußte mir mal erklären …

war auch Kondenswasser, Kühlwasser kann ich
jetzt nicht sagen ob das merklich weniger geworden ist. Frage:
Kann das Wasser auch durch Kurzstreckenfahrten und durchfahren
von tiefen Pfützen in den Motor gelangen (wie auch immer?!).
Bis jetzt kann ich keinen weißen Qualm am Auspuff feststellen.
Oder muß ich mich langsam mit einer neuen Kopfdichtung
anfreunden.

Mfg
Jürgen

Hallo Jürgen,

Woran erkenne ich das die Zylinderkopfdichtung den Geist
aufgibt?

Durch eine defekte Zylinderkopfdichtung verliert der Motor (bzw. Kühlkreislauf) Wasser.
Es dampft weisser Wasserdampf aus dem Auspuff.
Die Temperatur geht hoch (Temperaturanzeige) und gleichzeitig verliert die Heizung (Innenraumheizung) dramatisch an Wirkung.
Kühlwasserverlust.

Habe nämlich im Öleinfülloch so weiße schmierige
ablagerungen gesehen. (BMW 318i E30 Bj90).

Nun, wir befinden uns in der etwas weniger warmen Jahreszeit und mineralisches Öl neigt bei niedrigen Temperaturen zum parafinieren (Parafin ist ein Bestandteil des Öl und bei Kälte wird dieses zäh und verklumpt und das sieht weiss aus). Wenn nun der Gummidichtring (vielleicht auch schon etwas älter - und auch Gummi wird bei Kälte hart und spröde) die Öleinfüllöffnung nicht mehr ganz so dicht abschliesst, kann es vorkommen, dass da ein kleiner Ölfilm auftritt. Dieser parafiniert dann bei Kälte. Wenn der Motor so richtig warm gefahren wird (dazu sollte man eine längere Strecke auf der Autobahn unterwegs sein aber nicht gleich bei Vollast) sollte sich dieser weisse Schmierfilm verlieren und sich dafür an gleicher Stelle eine Ölverschmutzung zeigen (schwarz schmierig).

Und an dem Zylinderkopfdeckel war auch Kondenswasser

Dieser Formulierung entnehme ich, dass es sich wohl nur eine sogeannte „Sichtkontrolle“ von aussen handelte - also so in etwas wie: Haube mal auf und schnell mal hinguck…

Kühlwasser kann ich jetzt nicht sagen ob das merklich weniger geworden ist.

Gedankengang ist schonmal richtig. Du musst den Kühlmittelstand wirklich beobachten und zwar immer im gleichen Zustand (also am Besten immer morgends vor dem Anlassen).

Frage: :Kann das Wasser auch durch Kurzstreckenfahrten und durchfahren von tiefen Pfützen in den Motor gelangen (wie auch immer?!).

In den Motor nicht. Aber in den Motorraum (das ist alles unter der Haube).

Bis jetzt kann ich keinen weißen Qualm am Auspuff feststellen.

Nun ja, das wäre dann Dampf.
Qualm rührt von einer unvollständigen Verbrennung her.

Oder muß ich mich langsam mit einer neuen Kopfdichtung
anfreunden.

Lässt sich so nicht sagen.
Aber aus Deiner Schilderung und meiner Antwort ergibt sich: nein

Absolute Sicherheit verschafft nur eine Demontage des Zylinderkopfes.

Freundliche Grüsse
Ray

… und warum?
Hey,

ich nutze die Frage mal um mein bescheidenes KFZ Wissen aufzubessern :smile:

Könnte man bei einem Kompressionstest net auch schon rausfinden ob die Zylinderkopfdichtungen net mehr so ganz halt, oder bringt das erst was, wenn man bereits nen Kolbenfresser hat?

Es gibt doch noch nen anderen Test, bei dem Luft mit weniger Druck durch den Motor gepresst wird und es an der „undichten“ Stelle zichen hört?! Hoffe ihr wisst was ich meine :smile: Wie heißt das Ding?

Mfg - JENS

Könnte man bei einem Kompressionstest net auch schon
rausfinden ob die Zylinderkopfdichtungen net mehr so ganz
halt,

Nein, weil damit die Durchbrüche um die Zylinder herum nicht erkannt werden.

Es gibt doch noch nen anderen Test, bei dem Luft mit weniger
Druck durch den Motor gepresst wird und es an der „undichten“
Stelle zichen hört?!

Die Undichtigkeit der Kopfdichtung ist schwächer, als normale Undichtigkeiten (z. B. Kurbelgehäuseentlüftung) und führt auch nicht immer nach draussen.

Die defekte Kopfdichtung manifestiert sich vorzugsweise im Betrieb.
Durch Kühlwasser im Öl, Öl im Kühlwasser, dichte Dampfschwaden im Abgas auch nach längerer Fahrt, Geruch von verbrannter Kühlflüssigkeit (sehr eigenartig), oder ausgewaschene Stellen aussen am Block.

Manchmal auch durch schlagartiges Überkochen im Stand (an der Ampel).

MfG

C. (der vor grauer Urzeit ein halbes Jahr lang mit massiv defekter Kopfdichtung herumgefahren ist)

Hallo!
Ich bin auch der Meinung, dass du Kondenswasser im Öl hast.
Ist nicht weiter tragisch.

Eine Fehlerdiagnose der Kopfdichtung sollte nur ein absoluter Experte machen,
am besten noch einer, der kein Geld daran verdienen will. Es gibt da übrigens auch ein chem. Verfahren, das ist relativ zuverlässig.

So aus Erfahrung sind bei deinem Motortyp die Kopfdichtung aber sehr haltbar, ich habe solch eine noch nie gewechselt.

Grüße, Steffen!

Moin, folgendes Problem:

etwa viel kurzstrecke`?
untertourig gefahren ?
dann helfen 200 km volle pulle auf der BAB
mit shell Vmax natürlich !
man gönnt sich ja sonst nichts.
das dütfte es dann auch gewesenb sein.
t.

Nur kurzstrecke, 7 km.

Woran erkenne ich das die Zylinderkopfdichtung den Geist
aufgibt? Habe nämlich im Öleinfülloch so weiße schmierige
ablagerungen gesehen. (BMW 318i E30 Bj90). Und an dem
Zylinderkopfdeckel

aussen oder innen ?
mußte mir mal erklären …

…wenn man den Öleinfülldeckel aufmacht, also von innen, sieht man da schon diese Ablagerungen und wenn man dann mit dem Finger einmal von innen längsstreift kann man da einiges an Ablagerungen fühlen und rausholen.

war auch Kondenswasser, Kühlwasser kann ich
jetzt nicht sagen ob das merklich weniger geworden ist. Frage:
Kann das Wasser auch durch Kurzstreckenfahrten und durchfahren
von tiefen Pfützen in den Motor gelangen (wie auch immer?!).
Bis jetzt kann ich keinen weißen Qualm am Auspuff feststellen.
Oder muß ich mich langsam mit einer neuen Kopfdichtung
anfreunden.

Mfg
Jürgen

Moin,
denke jetzt auch das es zu 99% nicht die Zylinderkopfdichtung ist. Besten Dank für die Hinweise!
Aber noch was anderes: Kann es sein, dass der Kühlwasserkreislauf immer auf dem großen Kreislauf ist (weil das Ventil klemmt) und der Motor so nicht richtig auf „Betriebstemperatur“ kommt und dadurch die ganze Sache mit dem Kondeswasser im Öl entsteht? Der Verdacht kommt daher weil seit 2-3 Monaten die Motortemperaturanzeige nur sehr langsam aus dem „blauen Bereich“ kommt, hatte dies eigentlich auf die kältere Jahreszeit geschoben. Die Heizung für den Innenraum wird dadurch auch nicht allzu fix warm. Normalerweise ist die Heizung ja mit in dem kleinen Kühlkreislauf, damit sie schneller heizt.

Mfg
Jürgen

Thermostat
Hi Jürgen,

check, bzw lass den Thermostat checken.

Gruss
Ray

Hallo!
Das ist nicht so.

Im Motor gibt es folgende Druckverhältnisse:
Während der Verbrennung ein extrem hoher Druck, weiss jetzt keine Zahlen, kann 30 bis 50 bar sein, vielleicht auch mehr.
Diesen Druck muss die Kopfdichtung abhalten.
In unmittelbarer Nähe davon sind die Kühlwasserkanäle, mit ganz wenig Wasserdruck.
Das übliche Problem ist, dass die Verbrennungsgase vom Motor in das Kühlsystem hineingedrückt werden.
Dazu reicht ein winziger Spalt, welcher sich meist erst bei Betriebstemperatur öffnet.
Wenn das Leck so gross ist, dass man es mit Druckluft testen kann, kann man schon lange nicht mehr mit dem Auto fahren…

Ursache ist meist chem. Korrossion des Dichtungsmaterials, lockere Zylinderkopfschrauben, verzogener Zylinderkopf, oder Erosion des Zylinderkopfes an der Dichtfläche.
Auslöser dafür ist Motorüberhitzung, minderwertige Kühlflüssigkeit, blöde Motorenkonstruktion, schlechte Materialien, schlampige Reparaturen, schwefelhaltiger Sprit, und auch der Zahn der Zeit.

Alles klar?
Grüße, Steffen!

Hallo,

etwa viel kurzstrecke`?

Nur kurzstrecke, 7 km.

Dann is alles klar: Kondenswasser durch kalten Motor, keine ZKD.

Fahre mal Autobahn am Stück.

gruß

dennis

Druckverlustprüfung
Hi Jens,
was Du meinst nennt sich Druckverlustprüfung.
Dazu wird die Kurbelwelle blockiert und über ein Adapter Pressluft in die Kerzenöffnungen geblasen. Brodelt jetzt das Wasser, ist die ZKD zum Kühlwasser hin undicht. Zischt es aus dem Auspuff oder der Gemischaufbereitung sind die Ventile oder Ventilsitze hinüber. Hört man es aus dem Öldeckel zischen, können die Kolbenringe hinüber sein.
Mir ist mal dabei der Öpeilstab um die Ohren geflogen, weil ein Loch im Kolben war :wink:
Wenn schon Wasserdampf aus dem Auspuff kommt ist die ZKD schon heftig im A…
Viele „Hobbymechaniker“ tippen allerdings auf eine defekte ZKD, nur weil nach Kurzstreckenbetrieb Kondenswasser aus dem Auspuff während der Warmlaufphase verdampft. Auch das im Ursprungspost genannte Phänomen ist nichts weiter als eine Wasser/Öl-Emulsion an den kältesten Stellen des Motors verursacht durch Kurzstreckenbetrieb, meist in Verbindung mit deutlich verzögerten Ölwechselintervallen. Erst wenn man diese Emulsion am Ölpeilstab findet ist der Bock fett. Ich habe mal einen Motor zerlegt der diese Anzeichen hatte. Nicht gerade lecker :wink:
Sieht aus, als würden Eier in Senfsosse serviert.
Gruss Sebastian

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