Zylinderkopfdichtung vor Motorschaden

Hallo ihrs!

kurz zu den fakten:

ich habe vor 2 wochen meinen audi a4 1,8T bj 96 in die Werkstatt gebracht, weil er heiß lief und das kühlwasser immer hochkochte und schon die gummidichtungen am deckel des kühlwasserbehälters zerschossen hatte.

daraufhin sagte man mir in der werkstatt es handele sich vermudlich um ein zylinderkopfdichtungs-schaden.
man wollte die zylinder ausbauen und bei audi nachschleifen lassen.

es stellte sich nun angeblich heraus dass ein kopf oder zylinder krum wie eine banane wäre und komplett neu geschliffen werde müsste.

nachdem dies alles wieder verbaute wurde… bestand das problem weiterhin…

die werkstatt suchte nach der ursache, die folgen hatte man behoben.

ursache soll eine defekte kühlwasserpumpe gewesen sein. die wurde ausgetauscht und kühlwasserkreislauf nachgespühlt und neue kühlflüssigkeit sowie oil nachgegossen.

500 km später war ich nochmal da um noch ein mal durchspühlen zu lassen. weitere 500 km später leuchtete meine warnlampe wegen dem kühlwasser schon wieder… ich goss nochmal wasser nach und das leuchten war weg.

die temperatur war auch auf der autobahn immer bei 90°.

heute ist mir dann auf der autobahn bei 180km/h der motor geplatzt. keine warnleuchten, keine überhöhte temperatur nichts, einfach buff…

jetzt stellte ich fest das im motor kein schluck öl mehr war…

könnte die reperatur in der werkstatt und der motorschaden zusammenhängen?

ich will jetzt ein gutachter einsetzen und in dessen beiseien den motor auseinander nehmen lassen um die ursache zu finden.

lohnt sich das noch?

Hallo,

was bedeutet „Motor geplatzt“? Ist ein Loch im Motorblock? Wenn ja: Ist da Öl ausgetreten?

Denn irgendwo muss das Öl ja sein. Wenn es nicht am Motor austritt muss es verbrannt worden sein. Und das bedeutet meist eine ziemlich starke, blaue Rauchentwicklung aus dem Auspuff, und zwar nicht nur die letzten paar KM. Außer vielleicht, wenn ein Kolben schlagartig „bricht“. Dann könnte das Öl verbrannt worden sein, während das Auto ausrollt. Dann muss aber schon vorher in dem Bereich was gewesen sein.

Ein Gutachter kann sicherlich die Schadenursache heraus finden, kostet aber auch gutes Geld. Und wenn dann z.B. dabei heraus kommt, dass man selber rechtzeitig hätte Öl auffüllen können, dann kann man die Werkstatt evtl. nicht einmal haftbar machen.

Ob sich also ein Gutachter lohnt oder ob man z.B. vom Autoverwerter einen gebrauchten Motor einbaut, muss man selber wissen.

Beste Grüße
Guido

ich will jetzt ein gutachter einsetzen und in dessen beiseien
den motor auseinander nehmen lassen um die ursache zu finden.

lohnt sich das noch?

Da der Wert deines Autos, selbst mit noch intaktem Motor, nahe der Nulllinie pendelt:
Nein.

Eben so wenig wird sch der Einbau eines gebrauchten Motors lohnen.
Mach hier einen Schnitt und kauf dir ein neues/anderes Auto.

Gruß TL

Hi

wer Öl im Wasser hat , und es dann spülen lässt , Wasser nachfüllt aber nicht nach dem Öl schaut ist in einer gewissen weise dusselig , denn das Öl muss ja irgendwo fehlen , wenn es jetzt im Wasser ist.

Der erste Fehler der gemacht worden ist , ist das nach der Reparatur nicht verstärkt nach dem Öl geschaut wurde !

der zweite Fehler , bzw eigentlich der erste Fehler der gemacht worden ist , den klumpen kaputten Motor auseinander zu bauen , schleifen , reparieren.
leider hat man die Erfahrung gemacht , das VAG Motoren , die ein gewisse Laufleistung runter haben , dann mit einem Kopfdichtungsschaden daher kommen , geschliffen und geplant werden müssen , wenige hundert Kilometer später einen kapitalen Motorschaden haben ( Blockplatzer )

eine gute Werkstatt hätte sie auf diese Vorkommnisse aufmerksam machen müssen und Sie von dem Aufwendigen Unsinn abbringen müssen.

entweder Auto verkaufen , oder gebrauchten Motor vom Schrotty einbauen , aber diese Reparatur war von vorne herein Unsinn .

Ein Gutachter wird Sie fragen ob Sie das angeordnet haben den Motor zu reparieren und sich dann seinen Teil denken , wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten

Toni

Hallo,

Ich weiß nicht, wie viel Öl der Motor insgesamt hat, aber bis das alles im Kühlsystem ist…

Dass in so einem Fall ein Motorschaden fast vorprogrammiert ist, war mir nicht bekannt. Und der reparierenden Werkstatt scheinbar auch nicht. Wobei ich hier durchaus eine gute Chance sehe, die in Regress zu nehmen.

Ein Gutachter wird Sie fragen ob Sie das angeordnet haben den
Motor zu reparieren und sich dann seinen Teil denken , wenn
Sie diese Frage mit Ja beantworten

Naja, ob man hier einem technisch unkundigen Kunden einen Vorwurf machen kann, wage ich mal zu bezweifeln. Zumal die hier angewandte Vorgehensweise generell nicht ganz unüblich ist.

Beste Grüße
Guido

Hallo,

Ich weiß nicht, wie viel Öl der Motor insgesamt hat, aber bis
das alles im Kühlsystem ist…

Ähhhm , ja , gut , aber wenn ich merke das der Motor jetzt bei 1000 km rund 1 Liter Öl wegfrist , dann sollte man da doch etwas stutzig werden , oder sehe ich das falsch ?

Dass in so einem Fall ein Motorschaden fast vorprogrammiert
ist, war mir nicht bekannt. Und der reparierenden Werkstatt
scheinbar auch nicht. Wobei ich hier durchaus eine gute Chance
sehe, die in Regress zu nehmen.

Ich bin kein Kfz-Meister , sondern nur ehemaliger Fuhrparkleiter und bin Hobby Reparateur eines Calibra Club’s , aber trotztdem kenne ich selbst aus dem Kunden und Bekanntenkreis etwa 30 !!! VAG - Fahrzeuge , vom Golf 1 über VW T3 , Audi RS 6 bis zum Audi TT wo genau das passiert ist.
wenn ich kleines Licht , schon 30 Auto’s kenne , wo das passiert ist und dann beiläufig von der freien Meisterwerkstatt bemerkt wird , als ich das erwähnte , als ich den TT ( km Stand 220.000 ) mit kaputter Kopfdichtung in die Werkstatt schleppte , das er aus besagten Grund von der Reparatur auch abrät , sind wir schon 2 , die den Effekt kennen.

Ein Gutachter wird Sie fragen ob Sie das angeordnet haben den
Motor zu reparieren und sich dann seinen Teil denken , wenn
Sie diese Frage mit Ja beantworten

Naja, ob man hier einem technisch unkundigen Kunden einen
Vorwurf machen kann, wage ich mal zu bezweifeln. Zumal die
hier angewandte Vorgehensweise generell nicht ganz unüblich
ist.

Streite ich erst einmal nicht ab , aber ich denke der A4 Baujahr 1996 hat die 200.000 km Schallmauer auch schon geknackt gehabt und somit kommen wir dann doch in den bereich wo man es eher lassen sollte

Beste Grüße

Toni

Hallo noch mal,

Ähhhm , ja , gut , aber wenn ich merke das der Motor jetzt bei
1000 km rund 1 Liter Öl wegfrist , dann sollte man da doch
etwas stutzig werden

Ja natürlich. Aber wie sieht der Ausgleichbehälter aus, wenn da 1l Öl drin ist? Alleine von der Menge, falls nicht doch was verbrannt wird.
Und hier geht es nicht um 1L, sondern um - ich schätze mal - mindestens 4L.

Wobei hier immer noch die Frage ist: War zur Zeit des Motorplatzers noch Öl drin oder nicht.

Streite ich erst einmal nicht ab , aber ich denke der A4
Baujahr 1996 hat die 200.000 km Schallmauer auch schon
geknackt gehabt und somit kommen wir dann doch in den bereich
wo man es eher lassen sollte

Ein Bekannter fährt genau so ein Auto und ist noch deutlich unter 100.000km. Wobei ich zugebe, dass der Durchschnitt eines solchen Autos sicher deutlich mehr gelaufen hat.

Beste Grüße
Guido

Hallo TL,

Da der Wert deines Autos, selbst mit noch intaktem Motor, nahe
der Nulllinie pendelt:
Nein.

Ohne den Pflegezustand und vor allem die Laufleistung zu kennen wäre ich vorsichtig mit solchen Äußerungen.
Denn: Was kostet der Einbau eines Motors vom Autoverwerter und was bekommt man im Gegenzug für - sagen wir mal - 3000 Euro? Wenn man nicht gerade deutlich was drauf legt kommt man vom Regen in die Traufe.

Beste Grüße
Guido

Zum Gruße,

Da der Wert deines Autos, selbst mit noch intaktem Motor, nahe
der Nulllinie pendelt:
Nein.

Ohne den Pflegezustand und vor allem die Laufleistung zu
kennen wäre ich vorsichtig mit solchen Äußerungen.

Ok. Aber das Auto ist immerhin 14 Jahre alt.

Denn: Was kostet der Einbau eines Motors vom Autoverwerter und
was bekommt man im Gegenzug für - sagen wir mal - 3000 Euro?

Das Problem ist aber, dass der Verwerter i.d.R. zwar eine Garantie auf den Motor gibt, aber nicht aufs Aus- und Einbauen. Verreckt der „neue“ Motor innerhalb dieser Garantiefrist, bekommt man einen neuen oder das Geld zurück, bleibt aber auf der Reparaturrechnung sitzen und die dürfte nicht allzu klein sein bzw. verdoppelt sich, wenn das Ganze nochmal gemacht werden muss.

Wenn man nicht gerade deutlich was drauf legt kommt man vom
Regen in die Traufe.

Na ja, für, sagen wir, 4000 bis 5000 Euro bekommt man schon einen akzeptablen Golf IV.

Also ich würde das mit dem Motor nicht machen, auch angesichts der Tatsache, dass es sich um einen Turbomotor handelt. Wenn man tatsächlich einen vom Verwerter bekommen sollte, weiß man nicht, wie damit umgegangen wurde.

Daher bleibe ich bei meiner Aussage: Nicht machen.

Gruß TL