Kung Fu / Taekwon Do / Aikido / Karate

Hallo!

Ich habe mich in der letzten Zeit über verschiedene Kampfsportarten versucht schlau zu machen, allerdings habe ich bis auf zu Karate kaum brauchbare Informationen kriegen können. Könnte mir vielleicht jemand die Vor-/Nachteile und Unterschiede dieser vier Kampfsportarten sagen: Kung Fu / Taekwon Do / Aikido / Karate, bzw. mitteilen wo es ganz gute Informationen dazu gibt (die kurz und knapp ausdrücken, um was es jeweils geht)?

Würde mich sehr freuen,
Gruß Julian

Hallo!

Könnte mir vielleicht jemand die Vor-/Nachteile und
Unterschiede dieser vier Kampfsportarten sagen: Kung Fu /
Taekwon Do / Aikido / Karate, bzw. mitteilen wo es ganz gute
Informationen dazu gibt

Eine kurze Übersicht mit Links zu weiteren Informationen findest Du in Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kung_Fu
http://de.wikipedia.org/wiki/Taekwon_Do
http://de.wikipedia.org/wiki/Aikido
http://de.wikipedia.org/wiki/Karate

Wenn Du eine dieser Kampfsportarten erlernen willst, mach doch einfach mal ein kostenloses Probetraining mit. Dann findest Du am schnellsten heraus, was Dir am meisten Spaß macht.

Grüße, Tanja

darf´s auch etwas anderes sein?
Hallo, Julian,
interessant, dass meistens diese Kampfsportarten im Gespräch sind.
Ein Probetraining ist sicherlich okay, vermutlich wirst Du aber jeweils einen Eindruck von der Sportschule und den Teilnehmern (Sympathie ja oder nein) bekommen, nicht unbedingt einen echten Eindruck von dem Kampfsportstil (ich denke, das braucht einfach eine gewisse Zeit).
Wenn Du Dich sowieso umschaust…hast Du mal an Taiqiquan (verschiedene Schreibweisen, Tai Chi…) und da an den Chen-Stil gedacht? Ernstzunehmende Lehrer reden in diesem Fall aber von Kampfkunst (nicht -sport). Wenn man nur die Bilder aus China im Kopf hat mit diesen langsamen Bewegungen denkt man (ich auch vorher) unweigerlich „Die können sie nicht alle der Reihe nach haben“, aber wenn man sich darauf einläßt…kaum zu glauben, aber das funktioniert tatsächlich. Und, das gefällt mir so daran, es hat auch ´ne Menge mit dem Kopf zu tun, man muß nicht nur die Formen lernen, sondern auch versuchen, das dahinter stehende Prinzip zu verstehen, sonst macht´s keinen Sinn.
Ich gebe aber zu: imponieren kann man damit nicht die breite Masse (es zuckt keine ehrfürchtig zusammen wenn Du erwähnst, dass Du TaiChi machst, weil es meist unbekannt ist) und die meisten, die mal zu 1 Probetraining gekommen sind, sieht man nicht wieder (s.o. „die haben sie nicht alle“). Wer sich aber ernsthaft darauf einläßt und auch das Drumherum (Körper und Geist) mit einbezieht, der bleibt meist dabei. Kommt eben darauf an, was Du für Dich erwartest. Übrigens: die meisten, die mit mir zum Training gehen, haben aus einer der genannten Kampfsportarten gewechselt - und finden es effektiver (aber darum geht´s nicht).

War nur mal so eine Anregung…

Gruß,
Andreas.

Und, das gefällt mir so daran, es hat auch ´ne Menge mit dem
Kopf zu tun, man muß nicht nur die Formen lernen, sondern auch
versuchen, das dahinter stehende Prinzip zu verstehen, sonst
macht´s keinen Sinn.

Wer sich aber
ernsthaft darauf einläßt und auch das Drumherum (Körper und
Geist) mit einbezieht, der bleibt meist dabei. Kommt eben
darauf an, was Du für Dich erwartest. Übrigens: die meisten,
die mit mir zum Training gehen, haben aus einer der genannten
Kampfsportarten gewechselt - und finden es effektiver (aber
darum geht´s nicht).

das konnte ich nicht so stehen lassen,
es geht in jeder der Disziplinen nicht um Rohe Gewaltanwendung, wie man es nach deinem Artikel hineininterpretieren kann,

bis auf Aikido, weil ich damit noch keinen Kontakt hatte, hat in jeder der anderen 3 Sportarten(wovon ich TKD immer noch aussübe) auch der Verstand eine wichtige Rolle, man lernt viel über die Geschichte und Philosophie des jeweiligen Herkunftslandes, macht Konzentrations- und Atemübungen, befasst sich auch mit Psychologie, zT sogar mit Recht,
(denn für Kampfsportler zählt in D der §32 StGB (Notwehrparagraph) nicht!),
auch die Bezeichnung Kampfkunst/Kampfsport ist für alle anderen nicht eindeutig,

ein Meister hat mal gesagt:

Kampfsport machst du mit dem Ziel zu gewinnen.
Kampfkunst mit dem Ziel nicht zu verlieren.

auch besteht keine Pflicht zu kämpfen, D hat sehr Erfolgreiche Formenläufer(innen),

egal für was du dich entscheidest, ich hoffe das du spass hast und vielleicht sogar ein wenig erfolg!

das konnte ich nicht so stehen lassen,
es geht in jeder der Disziplinen nicht um Rohe
Gewaltanwendung, wie man es nach deinem Artikel
hineininterpretieren kann,

bis auf Aikido, weil ich damit noch keinen Kontakt hatte, hat
in jeder der anderen 3 Sportarten(wovon ich TKD immer noch
aussübe) auch der Verstand eine wichtige Rolle, man lernt viel
über die Geschichte und Philosophie des jeweiligen
Herkunftslandes, macht Konzentrations- und Atemübungen,

Aikido ist die sanfeste dieser Kampftechniken, die Übungen
sind eher ein Miteinander (jedenfalls im Anfängertraining, habs nur
ein Jahr lang gemacht) als ein Gegeneinander.

Gruß
Gerald

nicht zwischen den Zeilen lesen wollen, bitte

das konnte ich nicht so stehen lassen,
es geht in jeder der Disziplinen nicht um Rohe
Gewaltanwendung, wie man es nach deinem Artikel
hineininterpretieren kann,

Hallo, Mathias und Gerald,
eine Aussage über positive oder negative Aspekte der 4 genannten Kampfsportarten habe ich nicht gemacht, geschweige denn dass ich sie als rohe Gewaltanwendung bezeichnet hätte - bitte schau doch nochmal in meinem Beitrag nach. Wie du selbst sagst „hineininterpretieren kann“. Eine evtl. negative Aussage stünde mir auch gar nicht zu. Im Gegenteil habe ich großen Respekt vor den Sportlern, da hinter dem Sport eine Menge Arbeit und Selbstdisziplin steckt.
Meine Absicht war, jemandem, der anscheinend auf der Suche nach einem passenden Sport für sich ist einen Hinweis zu geben auf etwas, was möglicherweise nicht so sehr im Blickfeld stehen könnte, aber durchaus interessant ist.
Alles weitere ist rein persönliche Meinung zum Taiqiquan (!), und als solche m.E. auch erkennbar. Im Text ist keine Aussage zu den anderen Kampfsportarten enthalten (außer, dass einige meiner Trainingskollegen gewechselt haben, das kann aber für sich nicht als Wertung aufgefasst werden). Wie Du leicht feststellen wirst, habe ich sogar darauf hingewiesen, dass TaiChi häufiger ein „zweifelhaftes“ Image hat - und mancher kann mit einem solchen Image nicht gut zurechtkommen, auch das gehört dazu.
Ich finde es aber in positivem Sinne bemerkenswert (tatsächlich), wie leidenschaftlich die genannten 4 Kampfsportarten verteidigt werden, auch wenn es in diesem Fall an einem entsprechenden Angriff meinerseits fehlt. Okay?
Gruß,
Andreas.

Hi,

danke für die Antworten. Ich versuche mich eben auf eine dieser vier Kampfkunst/sportarten einzulassen, da ich gar keine Möglichkeit habe, eine andere zu erlernen. Das sind die einzigen, so weit ich bisher heraus gefunden habe, für die in einem Sportzentrum in der Nähe Kurse angeboten werden. Daher kommt eine andere für mich (leider?) nicht in Frage.

Probetraining werde ich dann selbstverständlich mitmachen und wenn ich mich zwischen zweien nicht entscheiden kann, schaue ich mir beide mal an.

Ach und an Wikipedia habe ich in diesem Zusammenhang gar nicht gedacht, danke.

Gruß,
Julian

Tai Chi Chuan etc.
Hi Andreas!

Ein Probetraining ist sicherlich okay, vermutlich wirst Du
aber jeweils einen Eindruck von der Sportschule und den
Teilnehmern (Sympathie ja oder nein) bekommen, nicht unbedingt
einen echten Eindruck von dem Kampfsportstil (ich denke, das
braucht einfach eine gewisse Zeit).

Das haengt sehr stark davon ab, wie intensiv man sich im Vorfeld damit beschaeftigt. Ausserdem ist die Atmosphaere im Verein ziemlich ausschlaggebend, denn was nuetzt Dir die „beste Kampfkunst“, wenn Du keinen Bock auf die Leute hast.

einläßt…kaum zu glauben, aber das funktioniert tatsächlich.

Mag sein, aber persoenlich getroffen habe ich noch keinen, auch wenn ich nicht bezweifle, dass es diese gibt. Dennoch ist in meinen Augen Tai Chi nicht unbedingt geeignet, wenn man SV erlernen moechte, da das Uebertragen der Prinzipien und das Anwenden eine sehr hohe Meisterschaft erfordert, da das Tai Chi als sehr abstrakt zu bezeichnen ist.

darauf an, was Du für Dich erwartest. Übrigens: die meisten,
die mit mir zum Training gehen, haben aus einer der genannten
Kampfsportarten gewechselt - und finden es effektiver (aber
darum geht´s nicht).

Den Beweis mit der Effektivitaet sollten wir einfach mal aussparen, denn wieviele von den Jungs mussten sich verteidigen mit der alten und dann mit der neuen Kampfkunst? Sind die Gegebenheiten und das Trainingslevel vergleichbar? Zuviele Faktoren spielen hier eine Rolle, als das man solche Pauschalaussagen taetigen koennte. Jede Kampfkunst ist nur so gut wie derjenige, der sie ausuebt und selbst dann spielen eine Vielzahl an Faktoren eine gewisse Rolle. By the way, ich hab’ noch keinen mit Tai-Chi an irgendwelchen offenen Turnieren teilnehmen sehen. Weder in den Kaefigen als auch im K-1. Auch wenn die Jungs alle einen weg haben, aber sie wissen, was gut fuer sie ist.

TapouT

Hi!

das konnte ich nicht so stehen lassen,
es geht in jeder der Disziplinen nicht um Rohe
Gewaltanwendung, wie man es nach deinem Artikel
hineininterpretieren kann,

Man sollte nicht immer versuchen Leuten etwas in ihren Texte hineinzuinterpretieren, was da nicht steht.

bis auf Aikido, weil ich damit noch keinen Kontakt hatte, hat
in jeder der anderen 3 Sportarten(wovon ich TKD immer noch
aussübe) auch der Verstand eine wichtige Rolle, man lernt viel
über die Geschichte und Philosophie des jeweiligen
Herkunftslandes, macht Konzentrations- und Atemübungen,
befasst sich auch mit Psychologie, zT sogar mit Recht,

Ich habe in meiner Laufbahn noch nicht einen einzigen Verein und/oder Schule gesehen, der es tatsaechlich gebracht haette mal 2 Stunden lang ueber die Geschichte und den Ursprung und der Philosophie zu diskutieren, waehrend des Unterrichts. Das wird auch in Japan/Korea/China (um jetzt nur mal die fernoestlichen zu nennen) nicht so praktiziert.

(denn für Kampfsportler zählt in D der §32 StGB
(Notwehrparagraph) nicht!),
auch die Bezeichnung Kampfkunst/Kampfsport ist für alle
anderen nicht eindeutig,

Das ist so nicht richtig. Der §32 StGB gilt auch fuer Kampfkuenstler. Man gilt vor dem Gesetz allerdings in der Regel als bewaffnet, weil Staatsanwaelte in der Regel nur schlechte Karate Kid Filme kennen.

ein Meister hat mal gesagt:

Kampfsport machst du mit dem Ziel zu gewinnen.
Kampfkunst mit dem Ziel nicht zu verlieren.

My 2 cents: Kampfsport machst Du, um zu gewinnen, Kampfkunst machst Du nur fuer Dich selbst, Selbstverteidigung machst Du, um im Ernstfall Deinen Arsch zu retten. Und alle 3 sind voellig verschiedene Dinge.

auch besteht keine Pflicht zu kämpfen, D hat sehr Erfolgreiche
Formenläufer(innen),

Das ist Kampfkunst. Bringt Dir nix, mir nix, ist aber schoen.

egal für was du dich entscheidest, ich hoffe das du spass hast
und vielleicht sogar ein wenig erfolg!

ACK.

TapouT

Aiki-Do/Jitsu Stile…
Hi!

Aikido ist die sanfeste dieser Kampftechniken, die Übungen
sind eher ein Miteinander (jedenfalls im Anfängertraining,
habs nur
ein Jahr lang gemacht) als ein Gegeneinander.

Wohl noch nie was von Tenshin-Ryu Aikido z.B. gehoert, wie?
Man sollte sehr fein unterscheiden zwischen dem Aikido auf der Matte (miteinander) und dem Aikido auf der Strasse (gegeneinander). Die Technik bleibt gleich, aber die Intention und die Ausuebung sind anders.

TapouT

Hi!

können. Könnte mir vielleicht jemand die Vor-/Nachteile und
Unterschiede dieser vier Kampfsportarten sagen: Kung Fu /
Taekwon Do / Aikido / Karate, bzw. mitteilen wo es ganz gute
Informationen dazu gibt (die kurz und knapp ausdrücken, um was
es jeweils geht)?

Ganz grob lassen sich TKD, Kung-Fu (Wu-Shu) und Karate in eine Gruppe fassen, waehrend Aikido einen anderen Zugang bietet. Die ersten 3 befassen sich 100%ig mit Fuss- und Handtechniken und zwar in mehr oder minder spektakulaerer Weise. Das Karate ist vermutlich das unspektakulaerste. Sie aehneln sich zwar, aber bei genauem Hinschauen werden die unterschiedlichen Ansaetze erkennbar. Dennoch arbeiten sie alle mit dem Ziel den Gegner auszuknocken, sei’s mit der Hand/Ellbogen oder mit dem Fuss/Bein/Knie.

Das Aikido im Gegensatz bietet eigentlich keine Atemi-Techniken (Schlag-/Tritttechniken). Ausnahmen bestaetigen die Regel, aber normalerweise ist das in der Kategorie Aiki-Jitsu abzufassen.
Im Aikido werden hauptsaechlich Zentripetal- und Zentrifugalkraefte genutzt, um einen Angreifer in die gewuenschte Richtung zu katapultieren/werfen. Desweiteren werden Hebel- und Wuergetechniken genutzt, um einen Angreifer ausser Gefecht zu setzen.

Grob: TKD

  • schnelle Beinarbeit, dadurch gut um Distanz aufzubauen/erhalten
  • oftmals in Verbindung mit Sparring, schult das Auge und vermittelt ueberhaupt erstmal ein Gefuehl dafuer, was es heisst evtl. gleich einen auf die Mappe zu bekommen.
  • Handtechniken werden weitestgehend vernachlaessigt, obwohl vorhanden
  • sehr wettkampfbasiert
  • zuviel Gespringe (verbraucht Energie und ist real wenig sinnvoll)
  • kein Bodenkampf / Infight / Halbdistanz
  • nur sehr eingeschraenkte Hebel-/Wuerge- und Wurftechniken
  • nur sehr bedingt fuer die SV geeignet

Kung-Fu (wenn damit das Wu-Shu gemeint ist, was landlaeufig als Kung-Fu abgetan wird. Kung-Fu bezeichnet in der Regel alle in Frage kommenden chinesischen Kampfkuenste, somit auch Tai Chi oder Wing Tsun, deshalb sollt man hier genau trennen.)

  • sehr schoene „Katas“ in Anlehnung an Tiere, aber sinnfrei
  • sehr viel schnelle Beinarbeit
  • gute und interessante Handtechniken
  • zuviele ineffektive Techniken zugunsten einer wunderschoenen Aesthetik
  • kein Bodenkampf
  • i.d.R. kein Sparring
  • nur sehr eingeschraenkte Hebel-/Wuerge- und Wurftechniken
  • fuer die SV zu realitaetsfremd

Karate (jetzt ist die Frage welches Karate gemeint ist, denn man sollte die Stile sauber trennen. Gelaeufig sind Shotokan und Modernes Sport Karate (MSK). Erwaehnenswert waere zumindest noch Kyokushinkai. Obwohl alle auf der gleichen Ausgangskampfkunst basieren sind jedoch innerhalb der Stile erhebliche Unterschiede auszumachen und nicht zu vernachlaessigen. Der Einfachheit halber gehe ich mal vom Shotokan dem wohl haeufigsten Vertreter aus.

Shotokan Karate:

  • solide Hand- und Beintechniken
  • sehr abstrakt gehalten
  • Training ist Nullkontakt
  • Kampfkunst ist sehr abstrakt
  • kein Bodenkampf / Infight
  • nur sehr eingeschraenkte Hebel-/Wuerge- und Wurftechniken
  • z.T. in der SV verwertbar

Aikido:

  • gute effektive Hebelarbeit
  • Prinzip der Kraftumleitung
  • effektive, harte Wuerfe
  • i.d.R. zu lange Eingaenge
  • keine Atemi-Techniken
  • kein Bodenkampf / Infight
  • Kampfkunst ist sehr abstrakt
  • effektive Anwendung nur durch seeehr langes Lernen erreichbar
  • fuer SV i.d.R. zu weltfremd unterrichtet

Einige andere wichtige Dinge wie z.B. Probetraining, Atmosphaere und Spass wurden bereits angesprochen, aber die eigentliche Frage ist, was Du eigentlich WIRKLICH lernen willst? Schoene Kicks, die auch in Kata Form Eindruck auf Maedchen machen? Reine Fitness und Sportausgleich? Wettkampf? Oder Selbstverteidigung? Die genannten Dinge gehen zwar teilweise Hand in Hand, jedoch ist die Art WIE oder was trainiert werden muss bei den einzelnen Zielen sehr unterschiedlich.

TapouT

Hi Tapou,

Kung-Fu (wenn damit das Wu-Shu gemeint ist, was landlaeufig
als Kung-Fu abgetan wird. Kung-Fu bezeichnet in der Regel alle
in Frage kommenden chinesischen Kampfkuenste, somit auch Tai
Chi oder Wing Tsun, deshalb sollt man hier genau trennen.)

…um genau zu sein: im Chinesischen bezeichnet Kung-Fu (oder Gung-Fu) einfach alles, was man besonders gut macht, egal ob kämpfen oder Suppe kochen.

sehr schoene „Katas“ in Anlehnung an Tiere, aber sinnfrei

Ja und nein; ist eine ewige Diskussion, bin aber nach wie vor der Ansicht, dass einige Elemente der Formen, wenn richtig ausgeführt, extrem gutes Training für Techniken sind, die man natürlich im Sparring völlig anders ausführt.

  • i.d.R. kein Sparring

???
Wo hast Du denn trainiert? Als ich noch Choy-Lay-Fut gemacht habe (bei Ünsal Özden in Hannover, einem Schüler von Tai Lam; lang, lang ist’s her…) verging praktisch kein Training ohne Sparring.
Gruß
F.

Kung-Fu (Gung-Fu) etc.
Hi Fredun!

…um genau zu sein: im Chinesischen bezeichnet Kung-Fu (oder
Gung-Fu) einfach alles, was man besonders gut macht, egal ob
kämpfen oder Suppe kochen.

… um noch ein wenig mehr zu klugscheissen: Kung-Fu als Begriff wurde von Bruce Lee gepraegt und tauchte somit erst seinerzeit auf. Tatsaechlich bedeutet der Begriff, der sich auf vielerlei Weise ins deutsche Schriftbild setzen laesst etwas gut zu koennen. Direkt uebersetzt bedeutet der Begriff nicht mehr als „lernen“. Und das ist das was man tut in der Kampfkunst. Lernen. Mit jedem Training auf’s Neue.

sehr schoene „Katas“ in Anlehnung an Tiere, aber sinnfrei

Ja und nein; ist eine ewige Diskussion, bin aber nach wie vor
der Ansicht, dass einige Elemente der Formen, wenn richtig
ausgeführt, extrem gutes Training für Techniken sind, die man
natürlich im Sparring völlig anders ausführt.

Natuerlich sind Katas EINE Form der Uebung der bereits erlernten Techniken im Zusammenhang. Gerade auf diese spielerische Weise ist es moeglich, dass das Erlernen einzelner Techniken nicht zur oeden Tortur wird. Dennoch zweifle ich stark an, dass gerade diese Tier-Formen einen in der SV wirklich weiter bringen.

???
Wo hast Du denn trainiert? Als ich noch Choy-Lay-Fut gemacht
habe (bei Ünsal Özden in Hannover, einem Schüler von Tai Lam;
lang, lang ist’s her…) verging praktisch kein Training ohne
Sparring.

Ich habe es nicht ausgeschlossen und nie behauptet, dass es gar nicht gemacht wird. Deswegen mein Ausdruck „i.d.R.“. Desweiteren ist das Choy Lay Fut ein noch recht junger Stil, der seinen Ursprung u.a. im Shaolin Kung Fu findet. Ich sprach lediglich vom Wu-Shu. Und dort ist es eigentlich nicht ueblich zu sparren.

TapouT

Nicht ganz Ernst gemeint
Hallo Julian
Kampfsport im Vergleich
Kampfsportler ziehen oft auch im ganz normalen Alltag Nutzen aus ihrem Training. Abhängig von dem ausgeübten Kampfsport begegnen sie Problemen des täglichen Lebens mit teilweise sehr unterschiedlichen Lösungsstrategien.

Ein qualifizierter Vergleich läßt sich hier gut durchführen, wenn Kampfsportler unterschiedlichster Disziplinen vor die Aufgabe gestellt werden sich in den Fuß zu schießen:

Karate Du schießt dir in den Fuß.

Taekwondo Du schießt dir in den Fuß - der sich zu diesem Zeitpunkt in 2,5 m Höhe befindet

Judo Du schießt einen Softball auf deinen Fuß. Das macht Dir soviel Spaß, daß Du das „in den Fuß schießen“ in dein tägliches Trainingsprogramm integrierst. Nachdem ein japanischer Name für die Technik gefunden wurde, wird sie in das Prüfungsprogramm für Blaugurte integriert.

Hapkido Du versuchst dir aus einer eleganten, rotierenden Bewegung in den Fuß zu schießen. Du wirst Dich in jedem Fall verletzten. Die Wahrscheinlichkeit für eine Schußverletzung beträgt 50 % und ist damit genau so hoch wie die für das Eintreten eines Schleudertraumas.

VC (Özden) Du ruinierst dich bereits beim Kauf der Pistole finanziell so sehr, daß Du dir keine Munition mehr leisten kannst und springst aus dem Fenster.

WT (Leung Ting) Du erfährst, daß diese Technik zu einem höheren Programm gehört. Du verbringst den Rest deines Lebens mit Seminaren, die Dich auf dieses Programm vorbereiten.

Tai Chi Du übst in einer einzigen fließenden Bewegung die Waffe zu ziehen und zu schießen. Nach einigen Jahren wirst du eins mit der Waffe, hast aber dein ursprüngliches Vorhaben vergessen.

Iaido Du übst in einer einzigen fließenden Bewegung die Waffe zu ziehen und zu schießen. Den Rest deines Lebens verbringst Du damit, Dir vorzustellen, wodurch sich das Geräusch eines Schusses den keiner hört von dem eines einhändigen Klatschens (während der Pfirsichernte in Kioto) unterscheidet.

Shaolin Kung Fu Du entwickelst 108 unterschiedliche Bewegungsabläufe die Waffe zu ziehen und 108 damit harmonierende Fußstellungen. Aus religiösen Gründen lehnst Du den eigentlichen Schuß jedoch ab.

BJJ / Grappling Du baust zunächst einen 8 m durchmessenden Drahtkäfig und schießt Dir dort öffentlich und gegen Eintritt mit einer Kugel durch beide Füße. Du setzt eine Belohnung für denjenigen aus, der mit weniger Kugeln größere Löcher in mehr Füße schießt.

TWC (William Cheung) Du schießt Dir in den Fuß. Niemand hat einen Knall gehört, eine Verletzung ist nicht erkennbar. Das ist genau deine Absicht. Da es sich um eine Dim Mak Technik handelt, ist mit dem ersten Anzeichen einer Verletzung nicht vor Ablauf von 2 Wochen zu rechnen.

VT (Wong) Du schießt Dir in den Fuß. Wegen deines extrem stabilen, tiefen Standes durchdringt die Kugel dabei zuvor einen Oberschenkel, ein Kniegelenk und einen Unterschenkel. Du fällst nach vorne und schlägst Dir die oberen Schneidezähne ein. Für den Rest deines Lebens führst Du diese Verletzungen als Beweis für die Effizienz deines Stils an.

Aikido Du schießt etwa 40 cm neben deinen Fuß in den Boden. Den Rest deines Lebens verbringst Du damit, deine Handstellung während des Schusses so zu verändern, daß die Kugel einen Kreisbogen beschreibt, der sie zum Mittelpunkt deines Fußes führt.

Boxen Du hast beim Training zunächst Schwierigkeiten den Abzug mit den Handschuhen zu betätigen. Die Aktion wird daher 6 mal wegen Verletzungen verschoben und schließlich abgesagt, da die Pistole keinem bekannten Boxverband angehört.

Krav Maga Du schießt Dir mit einer Maschinenpistole jeden Zeh einzeln ab. Dann schaltest Du auf Dauerfeuer und trennst deine Füße mit kurzen, kontrollierten Salven von den Unterschenkeln ab. Zur Sicherheit springst du danach auf eine arabische Tretmine.

WenDo Du steckst auf jede Zehe deines rechten Fußes eine Fingerpuppe. Dann richtest Du die Pistole auf deinen rechten Fuß. Die Fingerpuppen verwickeln jetzt die Pistole in ein Gespräch. Dabei wenden sie geschickt psychologisch motivierte Deeskalationsstrategien an, was in raffinierten Äußerungen wie „Bitte nicht schießen“ oder einfach „NEIN!!!“ Ausdruck findet. Zum Abschluß schießt Du in deinen linken Fuß (Alternativ schließen Deine Füße mit der Pistole Freundschaft und alle sind glücklich)

Capoeira Du versuchst dir in den Fuß zu schießen, verfehlst diesen aber zunächst. Nach dem 40. Nachladen wird Dir klar, daß du überhaupt keine Kampfkunst erlernt hast und schießt Dir in den Kopf.

Mit freundlichen Grüßen Manfred Horwege

kommen ein wenig vom Thema ab, aber: ja.
Hallo, TapouT,

Das haengt sehr stark davon ab, wie intensiv man sich im
Vorfeld damit beschaeftigt. Ausserdem ist die Atmosphaere im
Verein ziemlich ausschlaggebend, denn was nuetzt Dir die
„beste Kampfkunst“, wenn Du keinen Bock auf die Leute hast.

Da gebe ich Dir absolut Recht; meine Aussage war auch, dass i.m.A. durch 1 Probetraining kein wirklicher (umfassender?) Eindruck von einer Sportart (egal welche) - und es ging in der Frage um Hintergrundinformationen - zu erreichen ist. (Ergänzung: andererseits gehört ein Probetraining absolut als Empfehlung dazu).

einläßt…kaum zu glauben, aber das funktioniert tatsächlich.

Mag sein, aber persoenlich getroffen habe ich noch keinen,
auch wenn ich nicht bezweifle, dass es diese gibt. Dennoch ist
in meinen Augen Tai Chi nicht unbedingt geeignet, wenn man SV
erlernen moechte, da das Uebertragen der Prinzipien und das
Anwenden eine sehr hohe Meisterschaft erfordert, da das Tai
Chi als sehr abstrakt zu bezeichnen ist.

Gebe ich Dir auch im Prinzip recht. Ich persönlich möchte mit meinem geringen Übungsstand auch besser nicht in einen „Ernstfall“ verwickelt werden, dafür kann ich es bei weitem nicht gut genug. Der potentielle Einsatz im SV-Ernstfall ist jedoch auch nicht meine persönliche Motivation dafür! Was ich mit meinem „kaum zu glauben…“ meinte ist, dass, wenn man sich die Bewegungsabläufe anschaut man der Meinung sein könnte, dass man damit bestenfalls eine Fliege verscheuchen könnte. Dass dem nicht so ist kann jeder Anfänger bereits in den entsprechenden Partnerübungen mitbekommen - für mich war´s jedenfalls ein Aha-Erlebnis, hätte ich´s nicht gemacht würde ich´s nicht glauben (eben: „kaum zu glauben“).

Auf den weiteren Teil Deines Beitrages möchte ich nicht (weder positiv noch negativ)eingehen. Nicht etwa, weil er es aus meiner Sicht nicht wert wäre (im Gegenteil) oder etwa falsch wäre, sondern: würde ich global widersprechen würde ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen - ich kann mir hier deshalb einfach kein eigenes Urteil erlauben (insbesondere über die anderen Sportarten) und deshalb mache ich es nicht. Würde ich (man achte auf die vorsichtige Wortwahl) jedoch im Gegenteil zustimmen und hinzufügen, dass andere Kampfsportarten für den SV-Einsatz (Ernst oder Turnier) möglicherweise besser umsetzbar sind (wie es ja ein wenig in Deinem Beitrag anklingt) oder auch schneller einzelne Techniken (nicht das jeweils gesamte Prinzip) erlernbar und umsetzbar sein könnten, käme ich schnell wieder in den Verdacht, bestimmte Kampfsportarten in die Ecke „Prügelei“ stellen zu wollen (s.o.) und auch das ist nicht die Absicht. Hier wären wir auch viel zu weit von meinem ersten Beitrag entfernt, der die ganze Diskussion ausgelöst hat.

Nochmal: es ging mir nicht um ein „was ist besser“ oder um „Beweise“ oder um ein „Urteil bzgl. Kampfsportarten“ oder um ein „Ich habe den einzig richtigen Weg gefunden und bin der Erleuchtete“. Das halte ich für völligen Quatsch und das steht auch nicht in dem Text, weder wörtlich noch sinngemäß.
Im ersten Beitrag ging es um den Hinweis, dass es außer den genannten Kampfsportarten noch etwas anderes gibt und nur dazu habe ich meine Sichtweise dargestellt, als „Anregung“ (s. wörtlich erster Beitrag).

Ich finde es sehr spannend über alle möglichen Sportarten etwas von Menschen zu hören, die sich damit bereits auseinandergesetzt haben, würde gern mehr wissen, würde auch gern Rückfragen stellen oder sogar diskutieren. Das setzt aber auch voraus, dass einfach das gelesen wird, was im Text steht und so, wie es dort steht und nicht einzelne Stichworte aus dem Zusammenhang genommen werden und mit anderem Sinn hinterlegt werden.

Ich habe den Eindruck, das es vielleicht auch am Medium liegt, dass dies bereits der zweite Antworttext ist, der sich damit beschäftigt, entweder zu sagen „Das steht nicht im Text, bitte nachlesen“ oder einer vermeintlichen „Gegenmeinung“ zuzustimmen, weil die „Gegenmeinung“ nicht dem widerspricht, was ich geschrieben habe, sondern es entweder nur anders ausdrückt oder zusätzlich ergänzt. (Oder ich war einfach zu arglos in meiner Wortwahl.) Im Gespräch wäre die Einsicht, dass wir in der Sache nicht weit voneinander entfernt sind, vermutlich einfacher.

Gruß an alle,
Andreas.

Hi Andreas!

Da gebe ich Dir absolut Recht; meine Aussage war auch, dass
i.m.A. durch 1 Probetraining kein wirklicher (umfassender?)
Eindruck von einer Sportart (egal welche) - und es ging in der
Frage um Hintergrundinformationen - zu erreichen ist.
(Ergänzung: andererseits gehört ein Probetraining absolut als
Empfehlung dazu).

Einen umfassenden Eindruck einer Kampfkunst ist nur selten zu bekommen, aber ich wage zu behaupten, dass ich nach meinem heutigen Erkenntnisstand ganz gut abschaetzen kann, was in einem Verein laeuft. Selbst nach einmaligem Probetraining. Wobei umso mehr, desto besser klar gilt.

Gebe ich Dir auch im Prinzip recht. Ich persönlich möchte mit
meinem geringen Übungsstand auch besser nicht in einen
„Ernstfall“ verwickelt werden, dafür kann ich es bei weitem
nicht gut genug.

Das ist zumindest eine realistische Selbsteinschaetzung. Das was den meisten Kampfkuenstlern leider meistens voellig abhanden gekommen ist.

Der potentielle Einsatz im SV-Ernstfall ist
jedoch auch nicht meine persönliche Motivation dafür!

Dann deckt sich Dein Erkenntnisstand sogar mit Deiner Motivation. Gratulation. Viele kriegen das auch nach Jahren nicht in den Griff.

Was ich
mit meinem „kaum zu glauben…“ meinte ist, dass, wenn man
sich die Bewegungsabläufe anschaut man der Meinung sein
könnte, dass man damit bestenfalls eine Fliege verscheuchen
könnte. Dass dem nicht so ist kann jeder Anfänger bereits in
den entsprechenden Partnerübungen mitbekommen - für mich war´s
jedenfalls ein Aha-Erlebnis, hätte ich´s nicht gemacht würde
ich´s nicht glauben (eben: „kaum zu glauben“).

Richtig, aber die langsame Ausuebung und das reine Ausueben von Formen ist nicht unbedingt hilfreich fuer eine erfolgreiche Selbstverteidigung. Es gibt mit Sicherheit einige wenige Meister, die es auch mit Tai Chi schaffen sich zu verteidigen. Generell ist der Ansatz im Tai Chi aber schon nicht in der SV begraben, deshalb sollte von dieser schoenen Kampfkunst zumindest im SV-Bereich abgeraten werden in meinen Augen.

Auf den weiteren Teil Deines Beitrages möchte ich nicht (weder
positiv noch negativ)eingehen. Nicht etwa, weil er es aus
meiner Sicht nicht wert wäre (im Gegenteil) oder etwa falsch
wäre, sondern: würde ich global widersprechen würde ich nicht
aus eigener Erfahrung sprechen - ich kann mir hier deshalb
einfach kein eigenes Urteil erlauben (insbesondere über die
anderen Sportarten) und deshalb mache ich es nicht.

Damit hast Du hier vielen anderen (wieder einmal) was voraus.

Würde ich
(man achte auf die vorsichtige Wortwahl) jedoch im Gegenteil
zustimmen und hinzufügen, dass andere Kampfsportarten für den
SV-Einsatz (Ernst oder Turnier) möglicherweise besser
umsetzbar sind (wie es ja ein wenig in Deinem Beitrag
anklingt) oder auch schneller einzelne Techniken (nicht das
jeweils gesamte Prinzip) erlernbar und umsetzbar sein könnten,
käme ich schnell wieder in den Verdacht, bestimmte
Kampfsportarten in die Ecke „Prügelei“ stellen zu wollen
(s.o.) und auch das ist nicht die Absicht. Hier wären wir auch
viel zu weit von meinem ersten Beitrag entfernt, der die ganze
Diskussion ausgelöst hat.

Dein Beitrag war nett abgefasst und nur weil einige Leute hier im Forum immer wieder das Haar in der Suppe suchen und finden wuerde ich mich in meinen Kommentaren nicht zurueckhalten. Das hat mir zwar auch schon einige Ermahnungen und viele Feinde hier verschafft, aber wenigstens rede ich Klartext. Laecherliche Unterstellungen, wie in dem aktuellen Beispiel, wuerde ich gar nicht erst zur Kenntnis nehmen. Es gibt nicht DIE Kampfkunst, aber man kann sie mehr oder minder abstufen in sinnvoller und weniger sinnvoll fuer die SV. Selbstverteidigung hat leider immer was mit „Pruegelei“ zu tun, denn die SV wie sie von Jackie Chan oder Jet Li in Filmen „propagiert“ wird gibt es i.d.R. nicht. Soooo weit sind wir von Deinem Beitrag nicht entfernt. Es hat zwar nichts direkt mit der Ursprungsfrage zu tun, aber wir sind immer noch beim Thema.

Nochmal: es ging mir nicht um ein „was ist besser“ oder um
„Beweise“ oder um ein „Urteil bzgl. Kampfsportarten“ oder um
ein „Ich habe den einzig richtigen Weg gefunden und bin der
Erleuchtete“. Das halte ich für völligen Quatsch und das steht
auch nicht in dem Text, weder wörtlich noch sinngemäß.

Habe ich auch nicht behauptet. Lies Dir mein Posting zu dem Kommentar durch, dann sollte eigentlich klar sein, dass ich das keinesfalls so aufgefasst habe und das andere Posting mehr als ueberfluessig fand. Du bist mir sogar sympathisch und das habe ich im Bezug auf Kampfkuenste hier in diesem Forum nur zu wenigen gesagt. Aber Deine Wortwahl und Deine Aussagen zeigen Menschenverstand und dass Du Dich nicht ueberschaetzt und nicht dumm daherschwaetzt, weil er sich in der Anonymitaet des Internets sicher waehnt.

Im ersten Beitrag ging es um den Hinweis, dass es außer den
genannten Kampfsportarten noch etwas anderes gibt und nur dazu
habe ich meine Sichtweise dargestellt, als „Anregung“ (s.
wörtlich erster Beitrag).

s.o.

Ich finde es sehr spannend über alle möglichen Sportarten
etwas von Menschen zu hören, die sich damit bereits
auseinandergesetzt haben, würde gern mehr wissen, würde auch
gern Rückfragen stellen oder sogar diskutieren. Das setzt aber
auch voraus, dass einfach das gelesen wird, was im Text steht
und so, wie es dort steht und nicht einzelne Stichworte aus
dem Zusammenhang genommen werden und mit anderem Sinn
hinterlegt werden.

Richtig. In dem Zusammenhang gilt einer „meiner“ Leitsaetze („frei“ nach Dieter Nuhr): Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.

Ich habe den Eindruck, das es vielleicht auch am Medium liegt,
dass dies bereits der zweite Antworttext ist, der sich damit
beschäftigt, entweder zu sagen „Das steht nicht im Text, bitte
nachlesen“ oder einer vermeintlichen „Gegenmeinung“
zuzustimmen, weil die „Gegenmeinung“ nicht dem widerspricht,
was ich geschrieben habe, sondern es entweder nur anders
ausdrückt oder zusätzlich ergänzt. (Oder ich war einfach zu
arglos in meiner Wortwahl.) Im Gespräch wäre die Einsicht,
dass wir in der Sache nicht weit voneinander entfernt sind,
vermutlich einfacher.

Deine Wortwahl war sicher nicht arglos. Zerbrich Dir darueber bitte nicht den Kopf, denn das kommt hier leider haeufiger vor.

TapouT

Hallo qall

Ausserdem ist die Atmosphaere im
Verein ziemlich ausschlaggebend, denn was nuetzt Dir die
„beste Kampfkunst“, wenn Du keinen Bock auf die Leute hast.

Das fängt zum Teil schon beim Meister an, ob der eher Kumpel oder Chef ist, (ergänzung nicht kritik!)

käme ich schnell wieder in den Verdacht, bestimmte
Kampfsportarten in die Ecke „Prügelei“ stellen zu wollen
(s.o.) und auch das ist nicht die Absicht.

stimmt, zum „Prügeln“ lohnen sich alle beschriebenen Sportarten nicht

Ich finde es sehr spannend über alle möglichen Sportarten
etwas von Menschen zu hören, die sich damit bereits
auseinandergesetzt haben, würde gern mehr wissen, würde auch
gern Rückfragen stellen oder sogar diskutieren.

gern dafür bereit,
-das typische Bild vom Terminator-Kampfsportler zu widerlegen
-§32 und warum er nicht für uns gilt
-die „Ehre“ beim Kampfsport
wären doch tolle Themen

Das setzt aber,
auch voraus, dass einfach das gelesen wird, was im Text steht
und so, wie es dort steht und nicht einzelne Stichworte aus
dem Zusammenhang genommen werden und mit anderem Sinn
hinterlegt werden.

ich hab ja damit angefangen, sorry, aber du musst zugeben dass

das gefällt mir so daran, es hat auch ´ne Menge mit dem Kopf zu tun,
und finden es effektiver

so klingt als ob es beim rest nicht so wär

(Oder ich war einfach zu arglos in meiner Wortwahl.)

oder ich war zu kritisch beim lesen :smile:

Gruß an alle,
Andreas.

Gruß zurück

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Möge die Macht mit dir sein!

Hallo!
Nein, von Tenshin-Ryu habe ich nichts gehört. Was ist das?
Allerdings habe ich auch noch nichts über Aikido auf der Straße
gehört. Bitte um Infos (hier hilft auch wikipedia nicht mehr weiter)

Gruß
Gerald

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
habe mal eine Zeit lang Taekwondo und Karate gemacht.
Beim Taekwondo werden mehr Tritte ausgeführt, beim Karate mehr Schläge. Aikido sind nur Griffe und Würfe (ähnlich wie beim Judo), glaube Stockkampf ist noch dabei. Kung Fu weiß ich nicht genau, Auf jedenfall Tritte und Schläge…
Jedenfalls ist mir beim Taekwondo und Karate aufgefallen das viele Sachen unrealistisch sind und man im Ernstfall wenig damit anfangen kann.
Beim Ju Jutzu dagegen hat man eine Art Karate, Taekwondo und Judo in einem. Damit könnte man im Ernstfall schon mehr anfangen.

Viele Grüße
Andreas

Hi Gerald!

Nein, von Tenshin-Ryu habe ich nichts gehört. Was ist das?

Tenshin-Ryu ist ein Aikido Stil, der sehr direkt ist und auf langlaeufige, fehleranfaellige und unnoetig lange Kombinationen und Eingaenge weitestgehend verzichtet. Steven Seagal ist wohl sein bekanntester Vertreter und er unterrichtete eben diesen Stil als erster Auslaender mit eigenem Dojo in Japan. Der Stil wird dort auch immer noch von seiner Ex-Frau gelehrt. Wer die Trainingsmethoden und die Umsetzung einmal gesehen hat wird bei DEM Aikido wohl nicht mehr von einem sanften Miteinander sprechen.

Allerdings habe ich auch noch nichts über Aikido auf der
Straße
gehört. Bitte um Infos (hier hilft auch wikipedia nicht mehr
weiter)

Aikido ist aufgrund seiner Lehrweise und seiner sehr abstrakten Eingaenge nur sehr schwer auf die tatsaechliche SV anzuwenden. Den meisten wird es wohl nie gelingen. Aikido KANN knallhart und effektiv sein, doch das Level auf welchem trainiert werden muss erreichen die wenigsten ueberhaupt. Die Basis fuer eine erfolgreiche SV ist im Aikido eher eine sehr wacklige Angelegenheit.

TapouT

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