insider/outsider-Problematik
Hallo Jörg,
Um so mehr verwundert bin ich, dass die EINSEITIGEN Maßnahmen
dieser Regierung so einfach hingenommen werden.
wie, Mathias ist in der Regierung? 
Schönes, durch die Gewerkschaft freies Wochenende, wünscht
Ich habe ja mit den Gewerkschaften kein grundsätzliches Problem. Ich sehe aber, daß die Gewerkschaften derzeit vornehmlich die Interessen ihrer beitragszahlenden Mitglieder wahrnehmen und nicht die der Arbeitlosen und das halte ich für falsch.
Ich habe heute wieder mal den Geschäftsbericht von einem potentiellen Kunden erhalten. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation Deutschlands und des Unternehmens sah man sich gezwungen, knapp 10% des Personals zu entlassen und beschäftigt dieses nun nach Bedarf über Zeitarbeitsfirmen. DAS kann ja nun wahrlich nicht das Ziel der Gewerkschaften sein.
Diese (in Form des Betriebsratvorsitzenden) jedoch beschränkten - wie mir vom Geschäftsführer berichtet wurde - die Kritik an der Geschäftsleitung darauf, auf zu kleine Sozialräume hinzuweisen, was letztlich wieder zu Kosten im zweistelligen Euro-Bereich verursacht. Der Gewinn des Unternehmens belief sich in 2002 auf 120.000 Euro, was nicht einmal reichte, um die Steuerlast der Inhaber zu begleichen.
Einer Konstruktion mit Arbeitszeitkonten bei niedrigerem Gehalt hatte man sich - entgegen dem Willen der Belegschaft - verweigert. Besonders schön war die Begründung: Da eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens und damit der Abbau der Unterstunden für eine absehbare Zeit nicht zu erwarten sei, würden die Arbeitnehmer quasi einen Vorschuß leisten, dessen Rückzahlung ungewiß sei.
Der Arbeitgeber war also bereit, das Personal auf niedrigerem Niveau weiterzubeschäftigen, das Personal war damit einverstanden und das ganze wurde von den Leuten verhindert, die eigentlich die Interessen der Arbeitnehmer vertreten sollte.
Daran, daß das ein Einzelfall sein soll, mag ich nicht glauben, allein schon, weil man ähnliches leider viel zu oft hört.
Gruß
Christian