11jähriges Mädel und Pubertät

Kein Problem!
Hallo Julia,

nein nein, das sehe ich nicht als Angriff, Du hast ja vollkommen Recht! Ich kann mich dem nur anschließen.

Mücke

Hallo

Irgendwelche Chats oder
Foren? Da kann man bestimmt irgendwo auf der Welt auch Leute
in ihrem Alter und mit ihren Interessen finden.

Die Idee ist gar nicht so dumm, ich hatte heute auch schon mal
Ausschau nach geeigneten Seiten gehalten. Allerdings beschlich
mich dabei eher der Verdacht, dass dort erst Recht einer auf
„dicke Hose“ und „extracool erwachsen“ gemacht wird. Wenn Du
aber ein Positivbeispiel in der Tasche hast, ich bin ganz Ohr.

Ein Positivbeispiel habe ich eigentlich nicht, da ich selber doch nicht in Schüler-Chatrooms verkehre. Meine Kinder sind manchmal bei „Knuddels“ oder „MSN“, und da hängt es natürlich sehr davon ab, wer gerade anwesend ist. Von Knuddels habe ich aber nicht so einen besonders guten Eindruck, aber meine Tochter hat dadurch schon lustige Leute kennengelernt.

Das hier habe ich auf die Schnelle ergoogelt:
Hier gehts ums Schwimmen:
http://www.swimtalk.net/

Das sind Chats für Kinder und Jugendliche:
http://www.kidscat.ch/chatportal.htm
http://www.schuelerprofile.de/

Hier noch mal ein Verzeichnis:
http://www.chatverzeichnis.de/kinder-chats.html

Was da passend ist, das müsste sie sich natürlich schon selbst zusammensuchen. Aber ich denke, der Aufwand hält sich in Grenzen. Das findet sie schon raus, wo nur Angeber verkehren, und wo sich Leute auch mal über etwas Interessantes unterhalten.

Viele Grüße
Simsy

Hallo
es ist doch schon mal ein gutes Zeichen das sie mit dir darüber redet und alles!? erzählt.

Es gibt nicht mehr viele Kinder und auch Eltern die wircklich miteinander sprechen.

Ich habe oder tue es auch passend zur gelegenheit immer wieder zu erklären das , das was die anderen so von den Jungs von sich geben und das übermäßige schminken nicht gut ist.Ich erzähl dann auch von meiner Zeit auch von den frühreifen von damals das die von den Jungs in wircklichkeit später verachtet worden sind die Jungs dann herablassen über sie geredet haben.Daa man nicht Angst haben muß übrich zubleiben sondern das es was besonderes ist. Ich erzähl ihr das nicht trocken und stur sondern einfach wenn wir uns über solche andere unterhalten.
ich muß auch sagen das wir einige beispiele zum vorteil in der belanntschaft haben wo sie miterlebt was aus denen wird und wie sie aussehen.
Du kriegst das sicher hin denn was du schon getan hast ist doch schon ein guter weg.
MfG

Hallo Julia,

Das `lieber später Einschulen´ kann ich nicht unterstützen:
mein Sohn ist zehn und in der 5. Klasse, wird also auch mit 11 in der 6. sein - ich habe damals schon überlegt, ob er hin soll oder nicht, aber da er schon anfing sich für Buchstaben zu interessieren und im Rechnen aus eigenem Interesse schon sehr weit war, zudem der Kidnergarten sehr langweilig wurde, wäre alles andere Blödsinn gewesen.
Selbst so hat er sich in Mathe ein halbes Jahr gelangweilt.
Er wirkt aber im allgemeinen auch eher erwachsener als seine überwiegend etwas älteren Freunde (auch lt. Aussage seiner Lehrer).

Zudem zeigt er jetzt mit nur fast 11 auch die ersten Pubertätsanzeichen, leider in Form von Pickeln.

Was dann in der 6. Klasse losgeht, werden wir sehen - er ist einer von sieben Jungs in einer 30 köpfigen Klasse - da kann man eigentlich nicht viel falsch machen als Junge, oder?

Warten wirs ab, aber eine schwierige Zeit voller (überwiegend unbegründeter)Selbstzweifel ist die Pubertät wohl für alle, da muß man durch, was mit guter Hilfestellung sicher besser klappt.
Wünsche mir nur, dass meine Kinder so offen über ihre Probleme reden werden, wie hier im Hauptartikel beschrieben.

Gruß, Anne

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Hallo,

Meine Tochter ist 12 und findet Jungs zwar interessant, aber sie hat keinen Freund und findet Mädels in ihrem Alter doof,die schon auf dem Schulhof „kuscheln“.
Von Selbstbefriedigung habe ich bei ihr auch noch nichts gehört, finde ich aber auch SEHR früh!!Aber sei froh,dass deine Tochter mit dir über alles spricht,das ist doch das Wichtigste.
Oft werden Mädchen in der Schule und ich finde auch von den Medien (Bravo,Mädchen etc.) unter Druck gesetzt, so früh mit dem Geschlechtsleben zu beginnen.Da ich lange in Indien gelebt habe, habe ich gesehen, dass diese Dinge dort von Jugendlichen fern gehalten werden.Das wird alles erst viel später zu einem Thema. Eine Freundin von mir, die 2 Mädchen in Indien groß zieht hatte ihre 14jährige Tochter mal ein paar Monate in Deutschland in die Schule geschickt, sie dann aber wieder nach Indien zurückgeholt, weil sie meinte sie fände den sexuellen Druck,der hier in den Schulen herrsche besch…
Was soll das auch? Warum sollen alle so früh wie möglich Sex haben? Wozu soll das gut sein? Zu meiner Zeit ging das „Rennen“ so mit 15,16 los, jetzt bist du mit 12 schon ne alte Jungfer? Find ich ätzend!
Gruß,
Claudia

Hallo Julia

meine Antwort ist eigentlich gar nicht an dich gerichtet,
sondern eher an die anderen hier Lesenden: Schickt doch eure
Kinder nicht so früh in die Schule! Ich sage das immer wieder,
aber die meisten Eltern sehen nur auf die Leistung und
glauben, dass ihr Kind sich sonst langweilt usw., und dann
kommen diese - doch absehbaren - Probleme!

Langeweile und Unterforderung in der Schule können auch ein großes Problem sein. Für Kinder, die zu weit vom Durchschnitt abweichen, gibt es in unserem Schulsystem eben keine wirklich gute Lösung.*)

Viele Grüße
Simsy

*Meine Idee dazu wäre: Wesentlich kleinere Klassen, individuelle Förderung, entsprechende Lehrerausbildung. Anders hat es auch keinen Sinn, alle Kinder noch länger als die 4 Jahre Grundschule zusammen zu unterrichten, wie es ja jetzt von manchen Politikern gefordert wird.

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Auch hi,

das eine ist die Hormonelle Geschichte, das andere diese
Gesellschaft. Wenn ich damals mit 12 oder 13 auch nur
annäherungsweise so was wie Sex gehabt hätte, wäre ich von
meiner Mutter mit Sicherheit windelweich geprügelt worden.

Und wie war das dann, als du zum ersten mal Sex hattest? Bis du zu vorher deiner Mutter gegangen und hast gesagt: „Ich geh jetzt mal Vöglen? - im Ernst: Glaubst du wirklich, dass sich Jugendliche so verhalten? Die Sache läuft i.d.R. heimlich ab und wenn Kinder dann nicht richtig aufgeklärt sind, können eben Sachen wie Schwangerschaften oder schlimmeres (z.B. AIDS) passieren.

Auf der einen Seite packen wir hier eine bestimmte Generation in
Watte und versuchen ihnen harte Arbeit etc. zu ersparen, bei
den Dingen wie man sich als Mann/Frau richtig verhält lassen
wir alles durchgehen und fördern zum Teil Dinge, die von den
Kindern/Jugendlichen emotional gar nicht bewältigt werden
können.

kapier sich nicht

„Früher“ hat man sich in dem Alter spielerisch
geschminkt oder durfte zu Weihnachten mal das Rouge der Mama
mit benutzen. das blieb aber alles im kindlichen Rahmen. Heute
müssen die jungen Mädels sich wie reife Frauen kleiden,
schminken und verhalten weil es irgend eine Werbung schick
findet oder die Eltern eben keine Lust mehr auf Diskussionen
mit Ihren Kindern haben.

Da gebe ich dir zum Teil Recht: keine Lust auf Diskussionen ist fatal - es wird sich zum Teil zu wenig um die eignen Kinder gekümmert. Da war doch vor kurzem diese Studie in den Medien, die darlegte, dass sich die Kinder wünschen, ihre Eltern würden mehr mit ihnen reden - kein Kommentar!
Aber zum Punkt Werbung: Man muss ja nicht jeden Sch*** mitmachen, bloß weil der Dreck im Fernsehen breitgetreten wird. Auch hier gilt nach meiner Meinung: Schaut was eure Kinder schauen und redet mit ihnen darüber.

Würde mein Mädchen mit 11 mit so
Themen anrücken würde ich vermutlich Amok laufen. Es ist in
Ordnung Kinder umfangreich auch schon im frühen Alter
aufzuklären, aber es ist nicht in Ordnung wenn den Kindern
Raum gegeben wird das auch alles umzusetzen was sie wissen.

Siehe oben, Stichpunkt Heimlichkeiten

Alleine aus diesem Grunde würde ich mir, wenn ich an der
Stelle der Ursprungsposterin wäre auch Gedanken machen, ob die
Klassenkameraden der richtige Umgang für mein Kind sind, was
durch das Verhalten dieser zu Dingen genötigt wird, welche es
selbst gar nicht will und in eine für das Alter völligst
falsche und unangemessene Rolle gedrängt wird.

Die Alternative wäre dann wohl eine Klosterschule. Das Wichtigste ist doch die Kinder so zu erziehen, dass sie echte Individuen werden und lernen, sich nicht immer dem Gruppendruck zu beugen ohne dabei zu verbohrten Einzelgängern zu werden. Kompliziert? Ja, das ist es, aber wozu sind wir Eltern?

bye

Leo

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Hallo Alexandra

Wenn ich damals mit 12 oder 13 auch nur
annäherungsweise so was wie Sex gehabt hätte, wäre ich von
meiner Mutter mit Sicherheit windelweich geprügelt worden. Auf
der einen Seite packen wir hier eine bestimmte Generation in
Watte und versuchen ihnen harte Arbeit etc. zu ersparen, bei
den Dingen wie man sich als Mann/Frau richtig verhält lassen
wir alles durchgehen und fördern zum Teil Dinge, die von den
Kindern/Jugendlichen emotional gar nicht bewältigt werden
können.

Ich weiß jetzt nicht genau, welche Dinge du meinst, die von Eltern heute gefördert werden und von den Kindern nicht bewältigt werden können. Aber was auch immer, findest du wirklich, dass es für Kinder besser zu bewältigen ist, wenn sie windelweich geprügelt werden?

„Früher“ hat man sich in dem Alter spielerisch
geschminkt oder durfte zu Weihnachten mal das Rouge der Mama
mit benutzen.

Ich weiß jetzt nicht, was du mit „früher“ meinst. Bei uns jedenfalls war die Schminkerei zwar erst ab ca. 13 angesagt, aber dass da der Druck geringer war als heute, kann ich eigentlich nicht feststellen. Was ich an mir selbst allerdings beobachte ist eine Enttäuschung darüber, dass dieser Druck sich überhaupt nicht geändert hat. Ich hatte eigentlich erwartet, dass sich in den letzten 30-40 Jahren doch irgendetwas getan hätte in der Hinsicht.

Heute
müssen die jungen Mädels sich wie reife Frauen kleiden,
schminken und verhalten weil es irgend eine Werbung schick
findet oder die Eltern eben keine Lust mehr auf Diskussionen
mit Ihren Kindern haben.

Ich kann mich aber wirklich nicht daran erinnern, dass meine Eltern besondere Lust hatten, mit mir zu diskutieren.

Alleine aus diesem Grunde würde ich mir, wenn ich an der
Stelle der Ursprungsposterin wäre auch Gedanken machen, ob die
Klassenkameraden der richtige Umgang für mein Kind sind, was
durch das Verhalten dieser zu Dingen genötigt wird, welche es
selbst gar nicht will und in eine für das Alter völligst
falsche und unangemessene Rolle gedrängt wird.

Was schlägst du vor? Dem Kind den Umgang verbieten?

Viele Grüße
Simsy

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Huhu,

erstmal finde ich es toll, dass deine Tochter so offen über das alles mir dir spricht. Ich spreche mit meiner Mutter nicht mal jetzt (mit fast 20) über solche Themen.
Jedoch finde ich das Verhalten deiner Tochter nicht sehr ungewöhnlich. So ähnlich ging es mir nämlich auch. Wir sind als ich 11 war aufs Dorf gezogen. Ich musste zwar nicht die Schule wechseln und blieb in der gleichen Klasse, jedoch kannte ich hier erstmal niemanden. Darauf folgten fast zwei Jahre in denen ich hier einfach alleine vor mich hin gesauert bin. (Einzie Abwechslung war meine Pflegehündin.) Das hat meine Eltern wenig gekümmert, denn ich war grundsätzlich daran schuld, dass ich niemanden anders kennen gelernt hab.
In meiner Klasse ging das da auch schon los mit Freund haben und Händchen halten. Ich war eben auch eine der jüngsten und saß daneben und hab eigentlich noch gar nicht drüber nachgedacht. Klar die ersten Schwärmereien gab es, aber getraut irgendwas in der Richtung zu tun hätte ich mich wohl nie. Naja meinen ersten Freund hatte ich mit 13 :wink:. Und ich war auch immer gegen die typischen Mädchensachen wie Schminken (tu ich jetzt auch nicht), tolle Klamotten (die fand ich immer doof) und so weiter.

Also ich denke das ist alles ganz normal. Ich muss den anderen jedoch zustimmen, dass ein sehr großer Druck aufgebaut wird, was diese Dinge rund um Sex angeht. In manchen Cliquen/Klassen entstehen regelrechte Wettbewerbe wer wohl als erstes… Schrecklich kann ich dir sagen. Wenn deine Tochter aber soweit vernünftig ist und diesen Kram von selbst nicht so toll findet würde ich mir da keine alzu großen Sorgen machen. Ja ich weiss, das es wirklich schwer ist als ein solcher Außenseiter, ich war immer so und bin es auch immernoch. Aber du solltest sie auf jeden Fall in ihrer Einstellung unterstützen. Anders sein bzw. einfach das nicht gut heißen, was andere tun ist meiner Meinung nach etwas sehr gesundes, wenn man denn den nötigen Rückhalt hat und aufgefangen wird, wenn es mal wieder ganz schwierig ist. Und diesen Rückhalt hat sie ja, durch dich.

bye Frieda

Hi Anne,

mein Sohn ist zehn und in der 5. Klasse, wird also auch mit 11
in der 6. sein

Das haben unsere Kinder ja bekanntlich gemeinsam…

ich habe damals schon überlegt, ob er hin
soll oder nicht, aber da er schon anfing sich für Buchstaben
zu interessieren und im Rechnen aus eigenem Interesse schon
sehr weit war, zudem der Kidnergarten sehr langweilig wurde,
wäre alles andere Blödsinn gewesen.

Auch das haben unsere Kinder gemeinsam, nur dazu kam noch, dass der Kindergarten selbst eine Katastrophe war, ich als alleinerziehende arbeiten musste und, da ich ja einen Kindergartenplatz hatte, keinen anderen bekam. Auf diesen Grundlagen befürwortete auch die Schulbehörde die frühe Einschlung.

Selbst so hat er sich in Mathe ein halbes Jahr gelangweilt.

Ich weiß nicht, wo sich meine Tochter nicht gelangweilt hätte.

Er wirkt aber im allgemeinen auch eher erwachsener als seine
überwiegend etwas älteren Freunde (auch lt. Aussage seiner
Lehrer).

Und schon wieder haben wir eine Gemeinsamkeit. Und obwohl sie älter und reifer wirkt als andere, finde ich ihre momentanen Themen etwas früh.

Zudem zeigt er jetzt mit nur fast 11 auch die ersten
Pubertätsanzeichen, leider in Form von Pickeln.

Sei froh, so lange es nur Pickel sind.

Was dann in der 6. Klasse losgeht, werden wir sehen - er ist
einer von sieben Jungs in einer 30 köpfigen Klasse - da kann
man eigentlich nicht viel falsch machen als Junge, oder?

Es ist wirklich witzig, was Du schreibst. In der Klasse meiner Tochter sind 23 Jungen und 11 Mädchen. Bewahrt uns jetzt aber auch nicht vor den Problemen.

Warten wirs ab, aber eine schwierige Zeit voller (überwiegend
unbegründeter)Selbstzweifel ist die Pubertät wohl für alle, da
muß man durch, was mit guter Hilfestellung sicher besser
klappt.

Und ich dachte mir früher immer ganz naiv: „wenn ich merke, dass es ihr nicht gut bekommt unter den älteren zu sein, dann geht sie eben ein Schuljahr zurück“. *vor´n Kopp hau* Insofern war die frühe Einschlung in meinen Augen ein Null-Risiko. Dass die Kurze das heute als Strafe sehen würde, habe ich damals echt nicht bedacht und nu hab ich den Schlamassel - äh, sie.

Natürlich muss nicht jede frühe Einschulung falsch sein und auch heute im Nachhinein wüsste ich nicht, was ich denn damals mit ihr hätte machen sollen (da der Kindergarten wie gesagt in meinen Augen nicht mehr haltbar war), aber sofern man etwas mehr Entscheidungsspielraum hat oder nur weil man denkt, man tue dem Kind was Gutes, würd ich das Risiko nicht mehr eingehen.

Wünsche mir nur, dass meine Kinder so offen über ihre Probleme
reden werden, wie hier im Hauptartikel beschrieben.

Dann sorg dafür, dass sie keine „besten Freunde“ haben - meine Tochter sagt mir nämlich ganz offen, dass sie ja zu mir kommen „muss“, weil sie keinen anderen hat, mit dem sie drüber reden kann. Naja, ich will mich nicht darüber beschweren, ist mir schon ganz Recht so, wollte damit nur sagen, dass auch nicht alles Gold ist, was glänzt.

Mücke

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Hallo Julia,

Schickt doch eure Kinder nicht so früh in die Schule!

oder an die andere Fraktion: Lasst eure Kinder doch nicht so lange zuhause bzw. im Kindergarten. Dann wären die Jahrgänge auch wieder ausgeglichener.

dass ihr Kind sich sonst langweilt usw., und dann
kommen diese - doch absehbaren - Probleme!

Und Langeweile in der Schule ist kein Problem? Da kann ich Dir anderes von mir und von meiner Tochter erzählen, trotz Kannkind-Einschulung.

Aber du zeigst hier ein gutes Beispiel
dafür, wie es sich auswirkt, wenn ein Kind in der Klasse immer
zu den jüngsten gehört. Uund ich möchte die Gelegenheit nicht
verstreichen lassen, wenigstens andere Eltern, die die
Entscheidung, wann ihr Kind in die Schule kommt noch vor sich
haben, darauf aufmerksam zu machen.

Aber leider verniedlichst Du die Alternativ-Probleme. Übrigens können auch Kinder Probleme kriegen, deren Eltern finanziell manche Spinnerei mitmachen können. Müssen dann die Schulen auch nach dem Elterneinkommen sortiert werden?

Gruß, Karin

Gute Idee!.. aber da wundert mich gerade was
Danke Eckard,

auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Der Klassenlehrer ist sehr in Ordnung.

Was mich aber gerade wundert: Kurz vor den Osterferien hatten sie Sexualkunde und da berichtete mir meine Tochter noch, wie erschreckend wenig manche aus der Klasse eigentlich über Sexualität wissen. Und auch, dass es es nun einige Mädels gibt, die nicht mit ihren Eltern darüber reden können und jetzt sie als Anlaufstelle für Fragen nutzen. Klingt eigentlich nicht nach übereifrigen Kids, oder? Vielleicht gibt es aber hier einen Zusammenhang mit ihrem plötzlichen Ausbruch, den ich im Ursprungsposting beschrieb? Hm, da muss ich jetzt mal drüber nachdenken…

Mücke

Schickt doch eure
Kinder nicht so früh in die Schule! Ich sage das immer wieder,
aber die meisten Eltern sehen nur auf die Leistung und
glauben, dass ihr Kind sich sonst langweilt usw., und dann
kommen diese - doch absehbaren - Probleme!

Hallo Julia,

ich denke du kennst die Problematik mit intelligenten Kindern nicht. Wenn du sie zu lange im Kindergarten lässt sind sie maßlos unterfordert und werden verhaltensauffällig, weil sie nicht ausgelastet sind. Kommen sie dann in die Schule (den Stoff der ersten Klasse beherrschen sie teilweise dann schon) ist ihnen langweilig und die Störungen gehen weiter. Dadurch werden sie dann zu schlechten Schülern und Störern, welche den Unterricht nur weiter erschweren, da die Klassen sehr groß sind. Nicht alle Lehrer erkennen die Problematik (siehe etwas weiter oben eine Mutter mit dem Kind IQ 146) und gleichen aus mit Zusatzaufgaben und Verständnis.

Für die Kinder selbst ist es nicht leicht. Nicht selten entwickeln sie dann sog. „Ticks“. Was wirklich schwierig ist: Da diese Kinder vom Kopf her weiter sind, werden sie auch emotional so behandelt. Das ist der Fehler. Ein 6-jähriges Kind was in der 2. Klasse ist mit 7 oder 8-jährigen ist eben erst 6. Und es muss emotional auch noch so behandelt werden. Das sehen viele leider nicht. „Das Kind ist in der Zweiten Klasse also wird es auch so behandelt“.

Der Status von intelligenten Kindern ist nicht leicht. Ich habe geraden den Fall bei meinen Geschwistern (7+8 - kommen beide jetzt zur Kommunion). Meine Schwester durfte die Zweite Klasse überspringen, da sie eine Lehrerin hatte die ihre Intelligenz erkannte und ihr Zusatzaufgaben gab die den Inhaltsstoff der zweiten Klasse beinhaltete, sie ist nun in der Dritten Klasse im oberen Vietel. Mein Bruder wurde nun auch getestet mit 149. Er hat leichte Ticks (nicht sehr ausgeprägt da meine Eltern auf außerschulische anderweitige Förderungen achteten), ist der Klassenbeste und langweilt sich. Leider ist er sehr auf den Klassenzusammenhalt angewiesen - überspringen erst zum Schulwechsel möglich.

Verurteile Eltern nicht die versuchen ihren Kindern das Beste zukommen zu lassen. Eine Hochintelligenz ist für Kinder wie für Eltern nicht einfach. Klar sind die Eltern dann stolz, aber sie haben zu Hause sehr viel mehr geistige Arbeit als andere. Zudem müssen sie versuchen den Überschuss an Frust und Energie auszugleichen. Meine Mutter wird von meinem Bruder (8) diskussionsmäßig regelmäßig ausgebootet. Da MUSS man Kompromisse finden, da die Elternkeule „weil ich das so sage“ bei solchen Kinden nichts bringt und fehl am Platz ist.

Ich bewundere Eltern, die das gut ausgleichen können. Ich würde empfehlen dass es +Kurse gäbe. Kinder mit Hochbegabung zeitweise in eine Extra-Unterrichtsstunde (parallel) mit höheren Anforderungen. Dieses System gibt es inzwischen auch an einigen Gymnasien. Die haben einen Hochbegabtenzweig (Gymnasium-Plus genannt).

Voraussetzung ist natürlich dass die Hochbegabung nicht nur in den Köpfen der Eltern stattfindet.

Liebe Grüße und ich wünsche dir Zeit nochmal ein wenig über das Thema zu reflektieren,

Dany
die sich ein normales Kind wünscht ;o)

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Es ist eine Tatsache, dass Mädchen früher reif werden als Jungs. Wenn bei deiner Tochter mit 11 Jahren die Pubertät einsetzt, fällt sie genau in die Statistik. Man kann sogar sagen, auch wenn es doof klingt, typisch Mädchen. Ist ganz normal.

Meiner Meinung nach liegt es wohl daran, was in der Klassen, unter den Freundinnen erzält wird. Wieviele „Freunde“ hatte eine Kameradin schon, was haben sie gemacht und all das Zeug. Was davon wirklich stimmt und was nur Prahlerei ist kann man nur vermuten. Zu 80 Prozent wohl eher Prahlerei. Deine Tochter will da nicht außen vor sein und ist ungeduldig. Daher wohl auch die eher trotzige Annahme, dass sie wohl nie einen Jungen abkriegen würde der sie liebt. Sie will etwas haben, bekommt es aber nicht. Auch ganz normal in dem Alter.

Glaub mir, sie wird sich wieder beruhigen. In der Zwischenzeit kannst Du versuchen ihr das irgendwie behutsam verständlich zu machen, dass Du ihre Ungeduld verstehen kannst. Momentan lässt sich aber nicht wirklich was daran ändern. Das hormonelle gefühlschaos ist einfach zu groß. immerhin scheint ihr beide ein recht entspanntes Verhältnis zueinander zu haben. Weshalb würde sie sich sonst beim Thema Selbstbefriedigung so offen an dich wenden?

Wenn sie immernoch glaubt sie sei verrückt, nur weil sie ihren Körper für sich entdeckt hat, dann sag ihr, dass demnach die ganze Welt eine Irrenanstalt sein müsste wenn es danach ginge. Du würdest dir eher Sorgen machen wenn es nicht so wäre. Aber so weißt Du, dass dein Kind normal ist.

Wenn Du es dir traust, sag ihr dass Du es auch gemacht hast und sicher auch heute noch tust. Ebenso wie Papa und alle anderen. Und wer das Gegenteil von sich behauptet lügt.

Derart intime Gespräche setzen ein Höchstmaß an Vertrauen voraus. Aber da habe ich bei euch beiden keine Bedenken.

Gruß Marcus

Hallo Dany,

ich denke du kennst die Problematik mit intelligenten Kindern
nicht.

Oh doch, ich hab selber zwei.

Wenn du sie zu lange im Kindergarten lässt sind sie
maßlos unterfordert und werden verhaltensauffällig, weil sie
nicht ausgelastet sind.

Kann ich nicht bestätigen. Mein Sohn konnte ebenso wie meine Tochter mit knapp 6 (noch nicht in der Schule) fliessend lesen und schreiben sowie rechnen. Weil er seelisch sehr empfindlich war, haben wir ihn trotzdem erst mit knapp 7 in die Schule geschickt. Auf die Frage, ob er nicht lieber in die Schule gehen will als in den Kindergarten meinte er „Nö, wieso? Ich kann doch alles schon!“ *g*
Wenn man Kinder anregt, selber kreativ zu spielen (nicht immer nur auf Angebote aus dem Kiga zu warten) langweilen sie sich nicht, so lange nur eine Spielfläche und Kumpel da sind. So ist meine Erfahrung jedenfalls mit meinen beiden Kindern. Meiner Erfahrung nach werden ganz viele Kinder geradezu gedrängt, sich zu langweilen, indem man ihnen ständig einredet, dass sie doch nun alt genug für die Schule sind und dass es im Kindergarten jetzt doch wohl langweilig sein müsse.
Allerdings muss ich zugeben, dass die Tatsache, dass die Kinder vor der Schule schon lesen konnten, geholfen hat, das eine Jahr ohne Schule ganz problemlos zu überstehen. Sie haben nicht nur viel gespielt, sondern auch viel gelesen (allerdings nicht im Kiga, wobei sie dort hin und wieder was vorlesen durften).

Kommen sie dann in die Schule (den
Stoff der ersten Klasse beherrschen sie teilweise dann schon)
ist ihnen langweilig und die Störungen gehen weiter. Dadurch
werden sie dann zu schlechten Schülern und Störern, welche den
Unterricht nur weiter erschweren,

Meine Kinder sind nicht zu Störern geworden. Sie hatten/haben aber auch das Glück, dass die Lehrerinnen ihnen oft extra Aufgaben gegeben haben. Die haben übrigens auch zum Überspringen geraten. Ich bin froh, dass wir es nicht gemacht haben.

da die Klassen sehr groß
sind.

Da gebe ich dir recht, die Klassen müssten kleiner sein.

Was wirklich schwierig ist:
Da diese Kinder vom Kopf her weiter sind, werden sie auch
emotional so behandelt. Das ist der Fehler. Ein 6-jähriges
Kind was in der 2. Klasse ist mit 7 oder 8-jährigen ist eben
erst 6. Und es muss emotional auch noch so behandelt werden.
Das sehen viele leider nicht. „Das Kind ist in der Zweiten
Klasse also wird es auch so behandelt“.

Genau das meine ich doch…

Verurteile Eltern nicht

Ich verurteile niemanden, habe nur einen Appell ausgesprochen für Eltern, die das noch VOR sich haben. Komischerweise kommt es immer wieder vor, dass sich Menschen auf den Schlips getreten fühlen, wenn man Anderen etwas anderes rät als sie selbst getan haben…

die versuchen ihren Kindern das Beste
zukommen zu lassen.

Ich habe hiermit versucht, die Eltern dazu anzuregen, bei der Entscheidung nicht nur auf die Intelligenz zu achten, sondern auch auf die seelische Reife.

Liebe Grüße und ich wünsche dir Zeit nochmal ein wenig über
das Thema zu reflektieren,

Danke, das ist nicht notwendig, ich habe darüber beruflich und privat reichlich reflektiert. (Mein Mann ist übrigens (allgemein anerkannt sehr guter) Grundschullehrer und derselben Meinung).

Viele Grüße,

Julia

Hallo Julia,

Ich verurteile niemanden, habe nur einen Appell ausgesprochen
für Eltern, die das noch VOR sich haben. Komischerweise kommt
es immer wieder vor, dass sich Menschen auf den Schlips
getreten fühlen, wenn man Anderen etwas anderes rät als sie
selbst getan haben…

das ist überhaupt nicht komisch, sondern rein menschlich. „Die sagt, das soll man nicht machen, also sagt sie, ich hätte einen Fehler gemacht.“

Ich habe hiermit versucht, die Eltern dazu anzuregen, bei der
Entscheidung nicht nur auf die Intelligenz zu achten, sondern
auch auf die seelische Reife.

Die „Anregung“ kam aber dann mit „ein wenig zu viel Energie“ rüber.

Gruß, Karin

so ugefähr hab ich mir das vorgestellt.
erinnert mich an die diskusion alle haben einen eigenen fernseher, alle kriegen mindestens doppelt so viel taschengeld …
vielleicht solltest du dir mal genauer aufzählen lassen welches mädel welchen freund hat, namen fallen dann meist weniger als sie sich zuerst vormachen.
nicht das du deinem kind die sorgen nicht glauben sollst, aber sie sind meist sehr weit von der realität entfernt.
frag sie mal in wen sie verliebt ist und was ihre besten freundinnen mit ihren freunden machen, könnte alles viel leiser werden.
wenn nicht, pack dich warm ein. auch aufgeklärte kinder werden schwanger oder können aids kriegen , raucher wissen auch auf was sie sich einlassen
ich drück dir jetzt mal ganz fest die daumen das du dein töchterlein von dem trip runterbekommst das sie unbedingt sex braucht um mit den anderen mithalten zu können
Moni

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Hallo das mit dem Chat ist keine so gute idee.
Hab erst kürzlich mit einer Freundinn die Profile der Teenager angesehen mit denen ihr Sohn so chattet und was da für Foros von Mädels drin sind meist ab 13 ältesten 17 die sich wircklich selbst runtermachen und die Jungs mit Ihren Hobbys und ich habe nicht nur ein paar gesehen . Da fällt einem nichts mehr ein.
Das kleine Dorfmädel von nebenan nennt sich da als Luder und chica vom sowoieso.Mal ganz abgesehen von den anderen üblen Typen die sich da rumtreiben. Anscheinend befassen sich zu wenig Eltern echt mit diesem Medium.

MfG

Hallo

Hallo das mit dem Chat ist keine so gute idee.
Hab erst kürzlich mit einer Freundinn die Profile der Teenager
angesehen mit denen ihr Sohn so chattet …

Es gibt sehr viele Chats und Foren, und es muss natürlich ausgewählt werden. Ich bin sicher, es gibt irgendwo auch Chatrooms, in denen sich ein sportbegeistertes 11-jähriges Kind wohlfühlen kann.

Es kann aber sein, dass es nicht ganz einfach ist, die zu finden.

Viele Grüße
Simsy

Hallo Muecke,

mach dir keine allzugrossen gedanken darüber, sei vor allem sehr froh, das deine tochter mit dir über sexualität redet (verbiete ihr nichts, sie tut es dann heimlich, aber sorge dafür, das sie alles weiss, was es zu wissen gibt). i

ich erinnere mich gut an die zeit, als wir 12 oder 13 waren. einige hatten den ersten freund und andere fanden den gedanken an zungenküsse noch eklig. wenn deine tochter mit etwas älteren mädchen in der klasse ist, hat das einen ungefähren effekt, wie eine etwas ältere schwester: man wird eher mit dingen konfrontiert, die mit dem erwachsenwerden zu tun haben wie erste liebe, sexualität und die periode.

die angst keinen „abzukriegen“, setzte bei einigen meiner klassenkameradinnen schon in diesem frühen alter ein und an meinen frust, als der grosse schwarm (und glaub mir, den hat fast jedes mädchen in dem alter, oft auch schon früher) sich für eine andere interessierte, lässt einem doch sehr an sich zweifeln.

nebenbei: in den postings stand mehrfach, das das früh für selbstbefriedigung sei. das glaube ich nicht: ich habe beide bereits im kindergartenalter die stelle entdeckt, an der es so nett kitzelt…
meine cousine hat das ganze unabhängig von mir auch in dem frühen alter herausgefunden und wir haben darüber geredet. allerdings war das in der schule immer ein absolutes tabuthema oder ein thema, über das man witze machte und es hat sich nie irgend ein mädchen dazu bekannt.

viele grüsse, Sama

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