Hallo,
meine 12jährige Tochter hat letzte Woche die Schule gewechselt und ist dort supergut aufgenommen worden. Grundsätzlich freut mich das natürlich, aber nun haben wir eine 12jährige, die einen Pubertätssprung macht, den ich sooo noch nicht kenne.
Sie fängt nun an Klamotten tragen zu wollen, die echt gar nicht gehen, erst Recht nicht bei den Temperaturen. Eindeutig, um irgendwelche Jungs beeindrucken zu wollen. Ich mein, sie ist hübsch, keine Frage, sie ist sehr groß und sehr schlank mit elendslangen Beinen. Da gucken die Jungs eh gern und pfeifen, die neuen Mädels in der Klasse zollen ihr respektvollen „Neid“. Ich verstehe, dass meine Tochter das genießt und sie darf sich auch gerne hübsch machen, aber muss ich sie deshalb in Stoff-Fetzen herumlaufen lassen? Wenn ich zu streng bin, hab ich die Befürchtung, dass sie die Sachen einfach einpackt und anzieht, wenn sie aus dem Haus ist. Bisher habe ich allem Zoff zum Trotz diese „geht-gar-nicht“-Sachen verboten und mit ihr nach Alternativen Klamotten gesucht.
Dann ist da noch Chris(13). Chris ist ja sooo süß (so süß, dass man ihm nuttig hinterherrennen muss nämlich). Gestern sagte sie mir, dass er raucht und wahrscheinlich auch nicht nur Zigaretten und dass ich ihr nun bestimmt den Kontakt verbieten würde. Boing! Das saß. Schön, dass sie mir sowas noch erzählt.
Ich habe ihr gesagt, dass Chris selber wissen muss, was er tut und für mich nur SIE wichtig ist, dass ich ihr den Kontakt nicht verbieten werde (halte das ohnehin für kaum möglich) und führte dann ein Gespräch mit ihr über Drogen. Sie ist sich natürlich super super sicher, dass sie niemals Zigaretten oder andere Drogen anpacken wird. *seufz* Ich möchte ihr gerne vertrauen, gerade weil es meine Mutter bei mir nicht konnte und mich im ständigen Drogenkonsum sah, obwohl ich nie etwas probiert habe. Und dennoch suche ich natürlich nach Möglichkeiten, sie zu schützen.
Meine Tochter entdeckt mit der neuen Schule schlagartig eine neue Welt. Eine, die ihr gefällt, eine die zu ihrer Entwicklung gehört - und ich bin überfordert. Ich will doch nichts falsch machen, ich will unser gutes Vertrauensverhältnis nicht zerstören, ich will ihr nicht im Wege stehen, aber ich will sie auch nicht einfach laufen lassen.
Bin ich zu übervorsichtig? Ich meine, sie ist auch im Dezember gerade erst 12 geworden, vor einer Wochen war sie noch fast Kind. Würdet Ihr mehr einschreiten, als ich es bisher getan habe? Oder bin ich die, die lernen muss, mehr loszulassen? Aber wer weiß, wie so mancher Junge ihr „Auftreten“ interpretiert - sie ist 12 und ich bin mir sicher, dass sie noch keine Ahnung hat, was sie mit so manchen Klamotten signalisiert. Und die Drogen. Oh je 
Gibt es eigentlich keine Beratungsstellen für Mütter?
Mücke
Kaum hatte meine Tochter die Schule gewechselt, meinte sie, sie sei ja jetzt täglich in der „Stadt“ und somit erwachsen.
)))