Hallo Marion,
nimm das hier mal bitte nicht so ernst!
Ich schaue nur noch sehr sporadisch in dieses Wissensforum, äußere mich noch sporadischer und führe erst recht keine Endlosdiskussionen mehr.
Trotzdem folgende Antwort an die ernsthafte Diskutantin:
Das Ausgangsposting, Frauenkirche versus Armenhilfe, ist ja
bereits von einem solchen Geist der Durchdringung von
kulturellen sowohl als auch sozialen Erfordernissen in Staat
und Gesellschaft getragen , dass ihm schwerlich etwas
entgegenzusetzen ist,
könntest du mir Hamburgerfresser bitte erklären, was dein
obiger Satz bedeuten soll ? Vielleicht eine etwas vereinfachte
Version für kulturlose Arme ?
Nein, es ist ein ironischer Hinweis darauf, dass das Ausgangsposting m.E. eine politisch naive Alternative vorstellt, aus der weder ein diskutabler Ansatz von Kulturpolitik noch von Sozialpolitik erscheint.
es sei denn, man plädiert für:
Frauenkirche statt zehn Millionen McDonald’s-Menüs für Arme,
wie ich dich jedenfalls missverstanden habe.
Mich stört bereits der Ansatz. Er klingt mir zu sehr nach
„Erst kommt das Fressen, dann die Moral (Kultur)“.
mich auch, s.o.!
Dabei wird übersehen, dass Kultur keine Frage des Geldbeutels
ist und einkommensschwachen Menschen wird mal eben durch die
Hintertür ein Mangel an Moral und Kultur reingeschoben.
So habe ich dein Posting eigentlich verstanden, kann sein missverstanden, aber was soll denn:
dann ist mir das mit Sicherheit lieber, als wenn sich ein paar :Millionen deiner „Armen“ in D für das Geld ein Menü bei MacMatsch :leisten.
anderes bedeuten, oder heißt „MacMatsch“ nicht: kulturloses Essen?
Es mag ja überraschend sein, aber meinst du nicht, auch der
ein oder andere einkommensschwache Mensch erfreut sich mehr an
der Frauenkirche, als über 15 Euro zusätzlich in seinem
Portemonnaie ? Ja das solls geben. Schau einer an.
Davon bin ich, genauso wie du, zutiefst überzeugt, aber das schreibst du nicht. Du schreibst: DIR ist es lieber, der Staat gibt das Geld für die Frauenkirche aus als für das Matschessen der „Armen“, das ist ein Unterschied, und darauf war meine Replik gemünzt.
Noch ein persönlicher Hinweis: Ich stamme aus einer armen (ohne Gänsefüßchen) kinderreichen Arbeiterfamilie und bin nun wirklich jedem sozialen Standesdünkel abhold. Im Gegenteil reagiere ich Kindheits-erfahrungsbedingt sehr empfindlich darauf, und mein Posting war selbstverständlich ironisch-sarkastisch gemeint.
Grüße
oranier