179 Mio für frauenkirche

Hallo, Gernot

Es ist doch bezeichnend, daß die Dresdner das Fehlen dieses
Bauwerkes so sehr als gravierend empfunden haben, daß sie
eunen neuaufbau nicht nur angeregt sondern auch mit reichlich
Spenden unterstützt haben.

warum wurde der Aufbau dann nicht vollständig durch Spenden finanziert?

Gruß
karin

Hallo Karin,

na ich denke doch, weil knapp 170 Millionen für ne Spendensumme dann doch etwas reichlich viel wäre. Den Rest von 67 Millionen da auch noch durch Spenden aufzubringen, hätte noch kange gedauert - dann wäre der Bau einfach nicht fertig geworden. Man kann ja aus technologischen Gründen da nicht einfach mittendrin mal aufhören für ein paar Jahre. Erstens, weil eine halbfertige Kuppel zum Beispiel einfach wieder einfällt dann (da stimmt die ganze Baustatik ja nicht mehr) und zweitens, weil man für so einen Bau ja Spezialhandwerker aus gewerken braucht, die es fast nicht mehr gibt und die nicht auf Abruf bereit stehen.

Im Obrigen finde ich das auch durchaus angemessen, daß der Staat hier einen Teil drauflegt. Denn immerhin geht es hier um einen BAu, der wirklich von sehr vielen Menschen gewollt wird - das zeigt ja auch der immense Besucheransturm.
Immerhin standen allein über 60.000 bei der Weihe der Kirche auf dem Platz und in den umliegenden Straßen, und daß bei etw 200.000 Einwohnern, die dresden hat. Bring mal in Berlin 1 Million auf die Beine - das wäre dann die gleiche Größenordnung! An dem Tag, an dem nämlich wirklich 1.000.000 Nerliner auf den Straßen stehen und den Wiederaufbau des Stadtschlosses fordern, bin ich dafür, auch dafür Staatsgelder auszugeben…
Aber im Ernst. Vater Staat gibt Unsummen aus, ohne sein Volk zu fragen. Dann kann er auch mal was rausrücken, wenn das Volk mal seine Meinung sagt und einen bestimmten Bau wirklich will. (Als Unsummen für das Kanzlkeramt und andere Regierungsbauten in Berlin ausgegeben wurden, hat jedenfalls keiner das Volk gefragt.)

Gernot Geyer

Hallo Harald,

streng genommen gehört es schonn hierher.
Denn wenn die Frage, mit welchem vearantwortungsbewußtsein die Politiker fremde Gelder ausgeben, nichts mit Ethik zu tun hat - womot dann? Es geht ja hier immer auch um eine moralische Verantwortung vor Gott und den Menschen. Sollte es wenigstebns gehen - denn manchmal kommen da schon Zweifel… na ja.

Gernot Geyer

jawoll. zwischendurch ist auch rein garnichts passiert.
die „moderne“ ging ins exil und „bauhaus“ ist nun ein
supermarkt für
idyllenschrauber.

Doch, doch. Hertie und der Kauhof haben Meilensteine in der Architektur gesetzt. Klare Linien, nicht etwa mit Einfallslosigkeit gleichzusetzen. und mit ihr ein Heer von geschmackslosen Banausen, die an maßgebenden Stellen saßen und ihre Dümmlichkeiten an Kunstverständnis so richtig austoben konnten.

…ich hoffe Du gehörst nicht dazu :wink:

gruß

achso LOL. alles klar (owt)

.

no was zu den Spendern
Hallo,

ich hab die Infos erst heute gefunden:

  • Der Verein zum Aufbau der Frauenkirche hat schlappe 13.000 Mitglieder.
  • Es haben mehr als 600.000 Menschen aus alller Welt (namentlich) gespendet.

Ciao maxet.

Bund, Länder und Gemeinden geben jedes Jahr dreistellige Milliardenbeträge für Soziales aus. Aber egal wie hoch der Betrag ist, ob er nun steigt oder sinkt, Moralapostel werden sich immer empören - ist ja ihr Lebensinhalt.
Wie viele „arme Menschen“ gibt es bei uns? 5 Millionen? 10 Millionen? Dann wäre der staatliche Anteil beim Frauenkirchen-Projekt irgend was zwischen 7 und 14 Euro pro Bedürftigen. Und diesen Betrag muss man dann noch über den Zeitraum des Bauvorhabens verteilen, also irgendwas zwischen 0,30 bis 2 Euro pro Jahr und Kopf.

Ich bin kein Christ und was ich so von diesem Gebäude in den Medien gesehen habe, finde ich auch nicht so außergewöhnlich schön - aber es ist etwas, woran offenbar sehr vielen Menschen sehr viel liegt, woran Menschen mit viel Energie, Sorgfalt und Liebe gearbeitet haben. Wenn da jemand mit dem üblichen „in-Afrika-verhungern-die-Kinder“ ankommt, finde ich das, höflich gesagt, sehr unpassend.

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