18jährigen von Reise abhalten?

Ich habe einen fast 19 jährigen Sohn. Für Silverster plant er eine Reise nach Rotterdam mit drei Bekannten. Er hat auch schon Unterkünfte in einer Jugendherberge gebucht. Soweit sogut. Die Truppe will aber mit einem sehr alten, klapprigen Auto fahren. Der Fahrer - der einzige mit Führerschein - ist meinem Sohn selbst nicht geheuer. Er trinkt und kifft (der Fahrer). Nun möchte er aber unbedingt dahin fahren. Er läßt sich mit nichts überzeugen, Zugfahren sei zu teuer, außerdem wäre es auch ein megageiles Abenteuer usw und ich solle nicht laufend meckern. Aber mir geht es gar nicht gut bei dem Gedanken, werde halb verrückt, wenn etwas passiert und ich habe nicht alles versucht, um es zu verhindern. Natürlich weiss ich auch, dass junge Leute das alles nicht so verbissen sehen. Und wenn er es mir nicht erzählt häte, wüßte ich es ja auch nicht. Auch das Argument, doch hier in seiner Stadt eine schöne Feier zu besuchen, hilft nichts. Er möchte unbedingt etwas erleben.
Was kann/soll ich tun?
Toni

Hallo Toni,

wenn Deine elterliche Autorität zu gering ist, Deinem 19-jährigen sowas einfach zu verbieten, dann ist das heutzutage normal und auch nicht mehr zu ändern.
Ich sage Dir als Trost, daß für eine solche Gruppe Jugendlicher ein altes, klappriges Auto viel sicherer ist als z.B. ein starker BMW. Sag ihm, daß er sich auf Dich verlassen kann, wenn er mittendrin doch lieber aussteigt und dann irgendwo in der Pampa verlassen rumstehen sollte.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Toni,

bei der Tour reist unforgotten Jack Kerouac mit, deswegen muss es mit dem Auto sein. Wenn „Eisenbahn ist zu teuer“ wirklich ein Argument wäre, könnte es leicht entkräftet werden mit „Eisenbahn zu dritt ist viel billiger als mit dem Auto“. Man muss nämlich eine alte Schleuder nach Leistung abschreiben, das heißt den Kaufpreis einer neuen alten Schleuder auf die erwarteten Restkilometer umlegen, für den Fall, dass die Stoßdämpfer nach oben durchbröseln oder die alte Entenkrankheit Kolbenfresser doch noch mal ein neues Opfer findet.

Rauskriegen, wie billig Eisenbahn zu dritt wirklich ist, setzt aber Interesse voraus - dann kann man die Warteschlange am Schalter gut überstehen.

Wenn Du ein übriges tun willst, sorge für eine ordentliche Auslands-Krankenversicherung und aufgeladene Prepaid-Handykarten. Natürlich kann man nicht alle Risiken ausschließen, aber mit einer Schleuder, die nicht mehr so doll zieht, sind lebensgefährliche Unfälle einen Tuck weniger wahrscheinlich.

Leider nicht mehr als diesen kleinen Tuck beruhigen kann Dich

MM
der mit siebzehn Jahren Bekanntschaft mit der Frontscheibe eines VW-Käfer gemacht hat (Fahrer = Fahrerlaubnis entzogen wegen Trunkenheitsfahrt, im Zeitpunkt des Unfalles rund zwei Promille Blutalkohol). Ergebnis war eine Gehirnerschütterung, eine Platzwunde am Kinn und ein gebrochenes Handgelenk. Alles flickbare Dinge. Und eine gründliche Erfahrung mehr.

Liebe Toni,

  1. Dein Sohn ist volljährig.
    Wichtiger ist
  2. Das sind die schönsten Reisen… Ich bin als 16jährige zum Entsetzen meiner Eltern kreuz und quer durch Frankreich getrampt und diese Abenteuer will unf werde ich nie vergessen…
    Vertrau’ ihm, wünsch’ ihm viel Spaß, es wird schon ein guter Rutsch!
    LG Anja

Hi Toni! Hi WWW!

Mit 4 Leuten per Zug nach Rotterdamm ist billiger als mit dem Auto!
Und doch sind solche Reisen eben die, die man Jahr später noch seinen Kindern erzählen kann, damit sie sowas nicht machen, gell?
Ich glaube, das ist ok.

Gruß, Marcus
P.S.: Ich an Deiner Stelle würden den Fahrer einfach mal einladen um ihn zu begutachten!

Sorry, Toni,
aber ich glaub ich les nicht richtig!
Dein Sohn ist fast 19!!! und du sprichst ernsthaft davon ihm etwas verbieten zu wollen? Oder geschönt ausgedrückt: Ihn von etwas abzuhalten?
Dein Sohn ist volljährig. Er kann und darf alle Entscheidungen für sein Leben fällen, die er möchte. Dies inkludiert auch, mit „unzuverlässigen“ Freunden nach Rotterdam o. sonstwohin zu fahren. Mit allen Risiken und Konsequenzen die dann ER im Zweifelsfall zu tragen hat - nicht DU!
Er darf sein Konto überziehen, seine Lehre schmeißen, in ne Kiffer-WG ziehen, von der Brücke springen usw. - es geht dich schlichtweg NICHTS mehr an.
Diese Zeiten sind vorbei - Loslassen ist die Devise.
Wenn er dich dennoch in dein Leben einbezieht, freue dich darüber und schenke ihm Vertrauen. So wie es seinerseits ein Geschenk ist, dich noch über seine Planungen zu informieren…

Sorry, für diese etwas harten - aber dafür herzlichen - Worte
sagt

Ironlady

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… Mit allen Risiken und Konsequenzen die dann ER im
Zweifelsfall zu tragen hat - nicht DU!
Er darf sein Konto überziehen, seine Lehre schmeißen, in ne
Kiffer-WG ziehen, von der Brücke springen usw. - es geht dich
schlichtweg NICHTS mehr an.

Sorry, für diese etwas harten - aber dafür herzlichen - Worte

Na, ironlady,

du bist ja wirklich ein Herzchen !

Glaubst du allen Ernstes daran, dass dich deine Kinder mit dem 18. Geburtstag nichts mehr angehen ?

Selbst wenn du der Überzeugung bist, dass dich nur das was angeht, wozu du gesetzlich verpflichtet bist, hängst du bei deinen Kindern wenn’s blöd läuft zumindest finanziell lebenslang mit drin.

Sollte eines z.B. bis ans Ende seiner Tage dem Sozialamt zur Last fallen (weil es vielleicht durch eine Unfall zum Pflegefall wurde) zahlst du mit, ist doch logisch.

Traurig genug, dass dir deine Kinder darüber hinaus in ein paar Jahren scheinbar völlig egal sein werden.

Natürlich kann man einem 19jährigen nichts mehr verbieten (und bei so einer Reise sollte man es auch gar nicht versuchen) aber Sorgen machen und nach möglichen Alternativen suchen ist doch wohl selbstverständlich.

Diese Bereitschaft wegzusehen bei allem, wo wir nicht gesetzlich zum Hinsehen gezwungen sind, ist heutzutage sehr verbreitet.

Lebenswerter ist unsere Welt dadurch sicher nicht geworden.

findet

Heidi

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Hallo Heidi,

ich sagte nicht, dass mich meine Kinder mit Datum 18. Geburtstag nicht mehr interessieren werden - ganz im Gegenteil.

Aber bitteschön: auf freiwilliger und freundschaftlicher Basis!

Nein, ich denke, dass ich meine Kinder sehr bewusst zur Selbständigkeit und Eigenständigkeit erziehe, was nicht ausschließt, dass ich im Zweifelsfall natürlich jederzeit für sie da bin bzw. später wäre.

So, wie meine Eltern auch heute noch für mich. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich selbst seinerzeit mit 16 Jahren ausgezogen bin, weil ich schon damals der Meinung war, dass meine Eltern mir nicht zu erzählen haben, wann ich wo mit wem was unternehme. Vielleicht ist ja auch nur deshalb möglich, dass ich heute - obwohl meine Kindheit keineswegs nur einfach war - ein absolut freundschaftliches und von vielen beneidetes Verhältnis zu meinen „Alten habe“?!

Getreu dem Motto: „Wenn du etwas liebst, dann lass es los“

Was die von dir erwähnten finanziellen Dinge anbelangt (Sozi etc.) sind mir die Regelungen durchaus bekannt - but so what? Im Alter dreht sich dieses Verhältnis naturgemäß um, oder wer zahlt mir später das Pflegeheim? Dies nur mal am Rande dazu, da ich nicht der Meinung bin, dass dieses Feld zwingend zur Ausgangsfrage passt.

Nein Heidi, ich bleibe dabei:

Wer seine Kinder auf das Leben vorbereiten will, muss sie Erfahrungen machen lassen und dazu gehören leider auch schlechte. Wer seinen Kindern zu lange alle Steine aus dem Weg räumt, darf sich später nicht
wundern, wenn Lebensschwierigkeiten nicht bewältigt werden können.

Gruß, Ironlady

P.S.: Ist unsere Welt denn durch „Muttersöhnchen“ lebenswerter geworden???

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Hi Toni,

das Einzige was Du m.E. tun kannst: Gib dem Filius Dein Vertrauen und stärke dadurch sein Selbstvertrauen auch mal „nein“ zu sagen wenn der Fahrer bekifft ins Auto einsteigen will. Wenn Dein Sohn eh schon Bedenken hat dann bring ihm soviel Zivilcourage bei dass er sich getraut NEIN zu sagen wenn ihm was nicht passt.

Und geb ihm das o.k. dass Du ihm die Rückfahrkarte zahlst wenn er deswegen sitzengelassen wird.

Mit einem „nein“ zur Reise wirst Du nur Zorn ernten.

Bye
Rolf

Hallo Meggie! Hi Gemeinde!

Als erstes sagen, daß ich mit Heidi nur anschließe, zu dem was sie geschrieben hat.

Ich denke, es ist durchaus normal, daß eine Mutter, wie Tony eine ist, sich Sorgen darüber macht, wenn ihr Sohn (egal in welchen Alter!) sich in einer Rostlaube hinsetzt und mit einem mir unbekannten -vielleicht unvorsichtiger, vielleicht sogar unverantwortlicher, vielleicht aber auch nichts dergleichen- Gleichaltrigen einigen hundert Kilometern düst. Ich glaube, diese Angst, diese Bange ist (fast) aller Müttern dieser Welt angeboren, und zwar spätestens seit der Entbindung.

Natürlich darf ein Mensch mit 19 Jahren selbst entscheiden was er tut und was nicht. Und ich kenne auch den Spruch, daß wenn du jemand liebst, flügel verleihen sollst. Aber das hat mit dieser Bange als Mutter nichts zu tun. Denn im gegensatz zu den Kindern in heimischen nest, verschwindet diese „Angst“ erst mit dem eigenen Tod.

Und doch Dein Posting empfinde ich als zu hart, denn Tony möchte nur Tipps von uns haben, was sie machen kann um dieser Bange los zu werden (wobei ich denke, das wird sie erst nur wenn sie ihr Sohn wohlauf vor ihr steht und mit glänzenden Augen erzählt wie toll es in
Amsterdam doch war).

Daß du so eine tolle Beziehung zu deinen Eltern hast, freut mich sehr für dich. So eine habe ich auch. Aber in Gegensatz zu dir war ich mit 20 noch bei meinen Eltern und diese Zeit mit denen auch sehr genossen. Nur so am Rande…

Schönen Gruß
Helena *die hofft, daß Du nicht so hart mit Deinen Kindern umgehst und daß Du Dich an dieses Posting erinnerst, wenn Deinen Sprößlinge mit 18 mal Europa mit Kumpels in einer Klapperkiste unsicher machen wollen*

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Hallo Toni

also als selbst erst 23 jährige hat mich deine Frage schon leicht aufgergt, ich
übernehmen halt doch Partei für die „Kinder“.
Du kannst deinem Sohn die Fahrt nicht verbieten er ist volljährig. Er darf bei
unserer Politik entscheiden, also solltest du ihm durchaus zutrauen darüber zu
entscheiden was er über Silvester macht!!
Und wenn er mit einem alten Klapper Auto fährt, naja wie war denn das früher?
Bist du nie als Jugendlicher mit einem alten Klapperigen VW-Bus irgendwohin
gefahren?
Der Fahrer, kifft und trinkt der während der Fahrt?
das einzige was du deinem Sohn anbieten kannst, ist das du ihm den Zug zahlst,
immerhin willst DU nicht, das er mit dem Auto und dem Fahrer fährt.
Ich persönlich finde das was dein sohn vorhat überhaupt nicht weiter tragisch,
ich weiss das man als Elter da immer andere Ansicht ist, aber lass doch deinen
Sohn sein Leben leben und misch dich nicht so ein.
Das ist wichtig, auch für eine gute Basis zwischen euch.

So des wars

Grüsse

Julia

Hallo Meggie! Hi Gemeinde!

Als erstes sagen, daß ich mit Heidi nur anschließe, zu dem was
sie geschrieben hat.

Ich denke, es ist durchaus normal, daß eine Mutter, wie Tony
eine ist, sich Sorgen darüber macht, wenn ihr Sohn (egal in
welchen Alter!) sich in einer Rostlaube hinsetzt und mit einem
mir unbekannten -vielleicht unvorsichtiger, vielleicht sogar
unverantwortlicher, vielleicht aber auch nichts dergleichen-
Gleichaltrigen einigen hundert Kilometern düst. Ich glaube,
diese Angst, diese Bange ist (fast) aller Müttern dieser Welt
angeboren, und zwar spätestens seit der Entbindung.

Natürlich darf ein Mensch mit 19 Jahren selbst entscheiden was
er tut und was nicht. Und ich kenne auch den Spruch, daß wenn
du jemand liebst, flügel verleihen sollst. Aber das hat mit
dieser Bange als Mutter nichts zu tun. Denn im gegensatz zu
den Kindern in heimischen nest, verschwindet diese „Angst“
erst mit dem eigenen Tod.

Und doch Dein Posting empfinde ich als zu hart, denn Tony
möchte nur Tipps von uns haben, was sie machen kann um dieser
Bange los zu werden (wobei ich denke, das wird sie erst nur
wenn sie ihr Sohn wohlauf vor ihr steht und mit glänzenden
Augen erzählt wie toll es in
Amsterdam doch war).

Daß du so eine tolle Beziehung zu deinen Eltern hast, freut
mich sehr für dich. So eine habe ich auch. Aber in Gegensatz
zu dir war ich mit 20 noch bei meinen Eltern und diese Zeit
mit denen auch sehr genossen. Nur so am Rande…

Schönen Gruß
Helena *die hofft, daß Du nicht so hart mit Deinen Kindern
umgehst und daß Du Dich an dieses Posting erinnerst, wenn
Deinen Sprößlinge mit 18 mal Europa mit Kumpels in einer
Klapperkiste unsicher machen wollen*

Hallo Helena,

im Gegensatz zu dir habe ich Tonies Posting NICHT dahingehend verstanden, dass sie Tipps will, wie sie mit ihrer Angst/Sorge (und DIESE spreche ich ihr keineswegs ab)umgehen kann, sondern vielmehr, was sie tun kann, um ihren Sprössling von diesem Trip abzuhalten!

Anders kann ich es nicht interpretieren, wenn sie schreibt, dass er doch lieber in der heimischen Stadt feiern solle…

Und DAS! sind aus meiner Sicht 2 Paar Schuhe.

Sorge um die Kinder spreche ich keiner Mutter / Vater ab, egal wie alt das „Kind“ ist. Bin sogar sicher, dass diese nie aufhören, insofern hast du mich vielleicht etwas mißverstanden?!

Ich bin auch nicht hart zu meinen kindern, aber respekiere sie als eigenständige Persönlichkeiten. Und ich traue meiner 11-jährigen schon heute zu, „NEIN“ zu sagen, wenn ihr etwas nicht passt. Insofern gestehe ich prinzipiell diese Fähigkeit auch einem 19-jährigen zu.
Und er kann „NEIN“ sagen, FALLS der Fahrer sich in einem fahruntauglichen Zustand befindet, es sei denn, seine Eltern haben ihm dieses nicht frühzeitig beigebracht.

Warum sich hierüber eine Mutter 4!!! Wochen VOR Sylvester schon Gedanken machen muss, OBWOHL sie den Fahrer nicht kennt, nö, sorry, versteh ich nicht!

Da nehm ich mir dann einfach das recht heraus auf „Glucke“ zu tippen :wink:

Ironlady

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Hallo Toni !

Ich habe einen fast 19 jährigen Sohn. Für Silverster plant er
eine Reise nach Rotterdam mit drei Bekannten.

Soweit, sogut. Ich hab zwei Söhne, die unwesentlich jünger sind.

Er läßt sich mit nichts überzeugen, Zugfahren sei zu teuer, außerdem
wäre es auch ein megageiles Abenteuer usw und ich solle nicht
laufend meckern. Aber mir geht es gar nicht gut bei dem Gedanken,
werde halb verrückt, wenn etwas passiert und ich habe nicht alles
versucht, um es zu verhindern.

Ich mein, ich versteh ja, dass Du Dir Sorgen machst. Das wird uns Eltern wohl nie loslassen, egal wie alt die „Kinder“ sind.

Was kann/soll ich tun?

Lass ihn selber entscheiden und vor allem: Lass ihn fahren !

Die Araber erzählen folgende Geschichte:
Wenn ein Vater seinem kleinen Kind hilft, lächelt alle Welt.
Wenn er seinem erwachsenen Kind hilft, weint alle Welt.

*schmunzel* Das gilt natürlich auch für Mütter ! In dem Sinne: Lass ihn seine Erfahrungen sammeln ! Du kannst ohnehin nicht, auch wenns in Fällen wie diesen schwer fällt, wie eine Glucke sein ganzes Leben lang auf ihm draufsitzen. Soltest Du das dennoch versuchen, wird er irgendwann sagen:„Mam, mir reichts !“ Und dann wirst Du Dir den Vorwurf nicht ersparen können, ihn weggejagt zu haben. Kinder müssen sich von uns Eltern abnabeln, auch wenn uns das mitunter noch so schwer fällt. Nur so hast Du die Chance, vom eigenen Kind eines Tages als Partner gesehen zu werden. Mit Klammern erstickst Du die Kinder nur.

Toni

Liebe Grüße und mach Dir nicht zu viele Sorgen !
Wolkenstein

Hi
ich habe auch mit 18 meine Mutter in die schlimmsten Alpträume geschickt, als ich alleine für zwei Wochen nach Ägypten und Westafrika geflogen bin.
Damals sah ich nur meinen Reisewunsch und gar nicht wirklich die Angst meiner Mutter. Heute verstehe ich sie besser.

Was kann/soll ich tun?

Eigentlich nichts, er ist volljährig und kann selbst entscheiden und muss auch seine eigenen Erfahrungen machen. Hast du den Fahrer des Wagens mal kennengelernt?

vg jima

hi,
wenn er fast 19 ist, dann hat er doch sicherlich selbst einen fuehrerschein. also spring ueber deinen schatten und leih/miete ihm ein auto fuer die tour.
dann hast du die gewissheit, dass

a. das auto technisch o.k. ist
b. vernuenftig gefahren wird, denn es ist ja dein sohn…

wenn du allerdings dann immer noch bedenken hast, dann solltest du in der tat die gruende dafuer in fehlender faehigkeit, kinder ins leben zu entlassen, bei dir suchen und schnellstens diesen zustand beheben…
gruss
khs

Hi toni,

Ich habe einen fast 19 jährigen Sohn.

nun ja, damit hat sich die Frage doch eigentlich schon geklärt!
Wie die anderen schon schrieben, rein rechtlich kannst Du ihm nicht mehr verbieten, nur nochanihn appelieren. Aber ob das so gut ist?
Das Problem hast eigentlich nur Du! Du hast Angst um ihn, was ich gut nachvollziehen kann, aber erinner Dich mal an die Zeit, als Du 18 - 19 warst. Womit hast Du Deine Eltern zur Verzweiflung getrieben? Hat es Dir geschadet?
Als ich so alt war, hab ich meine Eltern mit Tramptouren in die Verzweiflung getrieben und auch wenn ich einmal fast von einem Schwulen vergewaltigt worden wäre, möchte ich die Erlebnisse nicht missen.
Ein Jahr später haben wir mit einer Schrottmühle Urlaub in Frankreich gemacht, wieder zum Entsetzen meiner Eltern. Überlebt hab ichs wieder und viele schöner Erinnerungen und Erfahrungen gesammelt.

Laß ihn fahren und biete Dich als Notstrick an, wenn es mit der Karre nicht mehr weitergeht. Gib ihm das Gefühl, daß Du ihm vertraust. Das ist jetzt sehr wichtig, damit Du weiter eine Respektperson bleibst.

Verstehen kann ich Deine Ängst auf jeden Fall, aber spring bitte über Deinen Schatten. Sonst darfst Du ihn demnächst nicht mehr in die Disco lassen, denn da gibt es auch immer mal wieder Rückfahrten, die so besser nicht passieren sollten
Gandalf

Eisenbahn billiger OT
Hallo

ich wollt nur mal fragen, weil ihr hier schreibt, das Zugfahren zu dritt oder zu
viert billiger ist als Auotfahren.
Ich glaube das stimmt so nicht, denn wenn sich 3 Leute Bezin und alles teilen ist
das sicher billiger als die Bahn.Ich fahre sehr oft Zug, also mindestens einmal
im Monat von Wien nach München.Und es ist für mich als Einzelperson billiger mir
ein Mietauto zu nehmen übers Wochenende als mit dem Zug zu fahren. Sogar um 30
Euro.
Also nur so am Rande, ich bin mir ziemlich sicher, das Zugfahren nicht billiger
ist als Auto fahren.

Julia

Hallo

glaube das es nicht möglich ist.
Bin selbst gerade mal 20 und würde mir das von meinen Eltern nicht verbieten lassen.

Jeder muß aus seinen Fehlern lernen.
In dem alter muß er wissen was gut für Ihn ist und was nicht.

Wenns schief geht wird es ihm eine Erfahrung mehr sein

Gruß

Hallo Toni.
Ich habe mit 19 eine Reise mit meiner Freundin in einem 28 Jahre alten Käfer gemacht.
Wir kamen aus einer Kleinstadt - richtige Provinzgänse - sind nach Frankfurt, Heidelberg, München, Bamberg gefahren. Meine Mutter fands gräßlich, konnte sicher drei Wochen nicht schlafen ( obwohl die Freundin sehr seriös war ), aber um nichts in der Welt hätte ich mich davon abbringen lassen.
Nimms hin, dein Sohn wird erwachsen und er wird noch viel tun, was dir nicht gefällt.

Ich habe selber einen 17-jährigen Sohn, ich weiß, dass du dich völlig furchtbar fühlst.

Sei tapfer!
Grüße
T

Hallo Toni,

auch von mir mal ein grundlegendes Verständnis für deine Sorge.

So einen Stapellauf oder Feuertaufe soll man nicht und kann man nicht verhindern, je mehr man das versucht um so sicherer wird dein Kind seine eigene Vernunft verdrängen.

Irgendwann ist der Tag da und die Youngsters werden flügge.
Dein Sohnemann ist fast 19 Jahre und jetzt hilft dir nur mehr Vertrauen in deine Erziehung und in deinen Sohn.
Es schaut ja auch nicht schlecht aus für dich, lese nochmal was du geschrieben hast.

Der Fahrer - der einzige mit Führerschein (das ist jetzt für die Antworten dein Junior soll selber fahren) - ist meinem Sohn selbst nicht geheuer. (das Fettgedruckte ist jetzt für dich) Er trinkt und kifft (der Fahrer). Nun möchte er aber unbedingt dahin fahren. Er läßt sich mit nichts überzeugen…

Du sollst ihn jetzt mit Sicherheit nicht überzeugen…dass er unbedingt fahren will ist auch mal klar.

Warum versuchst du nicht, locker zu lassen, auch wenn es schwer ist.
Die Ausgangsposition haben dir die Antworten der User schon gegeben und dein Sohn auch :wink:

und ich solle nicht
laufend meckern.

Du kannst nur die Eigenverantwortung von deinem Sohn wecken, wenn du nicht, wie die Jahre davor für ihn mitdenkst.
Du musst ihm einfach soviel Selbstbewusstein zutrauen, dass er,
wenns gefährlich wird, den Mut hat sich auch gegen sogenannte
geile Erfahrungen zu stellt, oder wenn nicht - dass er diese auch schafft.

Er ist doch ehrlich zu dir und vertraut dir auch seine Zweifel an. Was dein Sohn von dir will ist einfach, (für ihn) dass du seine Entscheidung so weit anerkennst und nicht du die Retterin spielst.
Was noch wichtig ist, wenn er Silvester dieses Abenteuer in Angriff nimmt, vermiese es ihm nicht mit deinen Sorgenfalten.

Nichts nervt mehr, als die ewigen Sorgen der Eltern :wink:
ja ich war auch mal Kind.

Mein Mädel fliegt in einer Woche mutterseelenalleine nach Berlin und ich wette mit dir, sie hat die Hosen mehr gestrichenvoll wie ich.

Ich bin so stark :wink:) nehmen wir uns einfach bei den Händen
Toni, bitte
Kerbi