Die sache mit den Strömlingen
Was soll ich zu dieser hilfreichen Antwort nur sagen? Tauch
den ertrinkenden noch unter…
Siehe auch meine Antwort auf den ersten „Antworter“ auf meine
Frage.
Hallo,
Na nu weine mal nicht gleich, hier werden Sie ja geholfen.
Allerdings wirst Du auch Dauer durch Stellen von Trivialfragen
nicht weit kommen (das betrifft die 2 Frage).
ich komm noch nicht ganz klar:
- Ein Trafo dient ja dazu, Spannungen/Ströme zu transformieren
- alles klar.
Aber was ist jetzt, wenn ein Gerät im Stand-By-Modus
ist oder wie bei meiner Elektrozahnbürste, wenn die Bürste
nicht in der Ladestation steckt (Geladen wird das Teil ja über
Induktion). Verbrauchen diese Spulen dann immer noch genauso
viel Strom, oder weniger bis nahezu nichts, weil sie quasi ohne
Last sind???
Wenn der Trafo ein idealer Trafo wäre, dann stimmt das mit der
Annahme, daß bei Leerlauf keine Energie verbraucht würde.
Das magnetische Feld, das in der Primärspule erzeugt wird,
erzeugt in diesem Fall eine Gegeninduktion, die quasi 100%-ig
wäre. Jede eingespeiste elektrische Energie würde
phasenverschoben wieder in Netz zurückgegeben werden.
Der Innenwiderstand des Trafos wäre unendlich.
Nun ist es aber so, daß der Eisenkern bei jeder Halbwelle
ummagnetitiert wird und eine Teil der magnetische Energie
weiter in Wärme umwandelt wird
(das nennt man beim Trafo: Ummagnetisierungsverluste oder
auch Kernverluste). Kernverluste sind immer da, auch bei
Leerlauf.
Außerdem haben die Wicklungen einen ohmschen elektrischen
Widerstand, der ebenfalls zur Wärmeentwicklung beiträgt.
(Das nennt man beim Trafo: Wicklungsverluste). Diese
Verluste sind von der Belastung (vom Stromfluß) abhängig.
Nun ist es in Realität so, daß der Wirkungsgrad von Trafos bei
Nennbelastung zwischen ca. 95% für sehr große Trafos bis
ca. 60…70% bei kleinen Trafos ist. Wird der Trafo allerdings
nicht bei Nennlast betrieben, sondern eher mit geringer Last,
dann wird der Anteil der Kernverluste umso größer.
Da kann der Wirkungsgrad sogar weit unter 50% liegen.
Für Deine elektrische Zahlbürste wird das wahrscheinlich so
sein, daß die viel mehr elektr. Energie in Wärme umwamdelt
als in chem. Ernergie des Akkus.
Das ist auch bei den meisten Standbygeräten so (Radio, Fernseher,
HIFI-Anlagen … brauchen pro Jahr Strom für ca. 3…10€ pro
Gerät. Das können pro Haushalt locker mal 50…100€/Jahr
weg sein. Es gibt da allerdings auch schon Technik, die echt
Strom spart.
- Eine Batterie hat oben ja ein positives Potential
(Elektronenmangel) und unten ein negatives (Überschuss). Daher
fliest ja Strom, wenn ich beide Potentiale verbinde. Warum
fließt aber kein Strom, wenn ich 2 gleich starke Batterien
zusammenhalte (also Plus an Minus -|===|+ -|===+)?
Mein Sohn hat in der 7. Klasse gelernt, was Strom ist.
-> Strom ist gerichtete Bewegung von Teilchen!
Was ist dann elektrischer Strom?
-> Richtig: gerichtete Beqegung von elektr. Ladungsträgern.
Nun die nächste Frage aus dem Physikunterricht der 7. Klasse:
In welchen Medien bewegen sich die elektrisch geladenen Teilchen?
-> In elektrischen Leitern.
Nächste Frage: Nenne einige eltrische Leiter?
-> Metalle, leitende Flüssigkeiten, Kohlenstoff.
Nächste Frage: Nenne das Gegenteil von elektr. Leitern.
-> z.B.trockenes Holz, Luft (zumindest im normalen Zustand),
Gummi, die meisten Kunststoffe usw.
Merke, Luft ist kein Leiter, aber Metall.
Warum fliest nun keine Strom vom Minuspol der einen Batt.
in den Pluspol der anderen Batterie?
Dazu noch eine andere Frage vorab: Wann strömt etwas?
-> Wenn eine Potentialdifferenz existiert, und wenn ein Medium
da ist, welche den Ausgleich der Potentialdifferenz gestattet.
Beispiel:
Einem Fluß strömt,wenn es eine Höhendifferenz gibt (pot. Energie)
und wenn ein Flußbett in Richtung niedrigerem Ernergiepotial
existiert. Wenn zwischen dem hohen und dem niedrigeren Potential
eine Staumauer steht, dann fließt nichts.
Nun zurück zur Batterie: Da ist zunächst eine Potentialdifferenz
(elektrisches Potentiel=Spannungsdifferenz) zwischen den
Polen. Innerhalb der Batterei kann der Strom zufließen,
weil da eine Potentialbarriere ist (Staudamm) zwischen
innerer pos. und neg. Elektrode. Es ginge aber außen herum, wenn
da ein elektrischer Leiter wäre (z.B. Draht), dann fließen
Elektronen vom Minuspol durch den Draht zurück zum Pluspol,
solange bis die Potentieldifferenz Null ist.
Beachte aber, die innere Pot-Barriere wirkt nur entgegen der
vorhandenen Potentialdiff. Entgegengesetzt könnte schon
ein Strom fließen, wenn der von außen aufgeprägt wird.
Warum fließt nun aber kein Strom von der einen Batt. in die
andere, wenn man nur mal zwei Pole zusammenhält.
Schwierig das???
-> Ganz einfach. Es gibt zwischen den beiden verschiedenen
Battereien keine Potentialdifferenz. Die Potentialdifferen
existieren nur jeweils innerhalb der Batterien.
Wenn Du also nur 2 Pole verbindest(+ an -), dann hast Du zwar
zwei Spannungquellen in Reihe geschaltet (denke dran,
innerhalb jeder Batt. ist ja eine Potentialbarriere) aber
ein Stromkreis zum Ausgleich der jetzt doppelten
Potentialdifferenz außen herum existiert noch nicht.
Also strömt es auch noch nicht.
Soweit die Sache mit den Strömlingen und der Physik 7.Klasse.
Gruß Uwi