2 Jähriger spricht kaum

Hallo Ihr Lieben,

ich bräuchte einmal eure Hilfe um mein Gewissen zu beruhigen bzw. um wieder etwas klarer zu sehen. Unser Kleiner ist jetzt 2 Jahre und 2 Monate alt und spricht so gut wie gar nicht.

Mama, Papa, Ja, Nein, Waf (Hund), Hüa (Pferd) kamen ganz normal über seine Lippen. Opa kam dann als nächstes und auch fast von alleine aber bei Oma dauerte es sehr lange und kostete viele Mühen.

Er ist als solches sehr clever, versteht nahezu jedes Wort sowie ganze Sätze und weiss sich durch Gesten und seine fünfeinhalb Wörter super zu Verständigen. Wenn man ihn fragt ob er was trinken möchte sagt er ja oder nein. Wenn man ihn aber fragt möchtest du Milch oder Saft trinken stellt er sich so lange dumm bis man die Frage umstellt bzw. läuft zum Kühlschrank und zeigt einen was er möchte.

Meine Frau und ich haben auch schon versucht, nahezu konsequent, die Fragen so zu stellen das er mit neuen Wörtern antworten muss aber in vielen Situationen kommt dann unser Grosser (4 Jahre) an und dolmetscht für den Lütten.

Mittlerweile hat der Kleine auch den Dreh raus bzw. den längerem Atem. Er verfeinert seine Gesten mehr und mehr, lehnt es aber ab einfachste Wörter wie, haben, Ball, Auto oder so zu sagen.

Nun ist es so, ich finde, gerade weil er einen recht pfiffigen Eindruckt macht, dass es noch im „Normalen Bereich“ liegt. Der Arzt bei der letzten U –Untersuchung meinte man müsste es im Auge behalten und der Rest um uns herum meinte es wäre nicht normal.

Meine Frage daher an euch, ist es noch OK oder nicht, sollte man zum Arzt und wenn ja zu welchen bzw. ab wann würdet ihr der Sache auf den Grundgehen?

Ich habe ein bisschen Angst vielleicht zu spät zu reagieren und meine Frau lässt sich auch mehr und mehr von den Aussagen anderer verunsichern.

Vielen Dank für eure Hilfe
Und viele Grüsse aus Hamburg
Me

PS: Bevor ich es vergesse, er spricht seit jeher auch wenig in der DuDuDaDa Babysprache, fängt aber seit ein paar Wochen an vor sich hinzusingen. In den Bilderbüchern kann er nahezu alles Erkennen, nur nicht benennen (was er aber auch nicht versucht :wink:

Hallo

  1. Was sagt denn der Kinderarzt?

…bei Oma dauerte es sehr lange und
kostete viele Mühen.

Meine Frau und ich haben auch schon versucht, nahezu
konsequent, die Fragen so zu stellen das er mit neuen Wörtern
antworten muss aber in vielen Situationen kommt dann unser
Grosser (4 Jahre) an und dolmetscht für den Lütten.

Kann es sein, dass er genau deshalb nicht spricht, weil ihr euch zu viel Mühe gebt? Vielleicht ist ihm irgendwie dabei unbehaglich zumute. - Ist nur eine Idee, muss ja nicht stimmen.

Viele Grüße
Thea

Hallo,
in unserem Bekanntenkreis gab es ein ähnliches Verhalten. Sicher sind die Ursachen nie 1:1 identisch oder übertragbar, in dem Fall schien es so, dass der Junge einfach „zu faul“ war sprechen zu lernen, warum auch - man verstand ihn ja auch so (Gesten, Laute, Mimik).
War nicht weiter wild, fiel uns selbst nur auf, weil unser Jüngster nur 4 Wochen älter ist, und da vergleicht man automatisch. Heute (5)spricht der Junge, allerdings hat er teilweise eine relativ schlechte Aussprache so dass man manchmal nachfragen muß. Er geht nun seit einiger Zeit zu einem Logopäden.
Vielleicht könnte man dort (bei einem Logopäden) einfach mal nachfragen, wie die Erfahrungen mit dem Sprachverhalten von 2jährigen sind, ob man evtl. fördern könnte oder sollte? Hilft vielleicht beim eigenen „Bauchgefühl“.
Gruß,
Andreas.

Hai MeToo,

mein Sohn hat auch erst mit 2Jahren und 3 Monaten von heute auf morgen mit dem Quasseln angefangen…ohne Punkt und Komma :smile: will sagen, gleich in ganzen Sätzen.

Mein Onkel sprach erst mit 4Jahren (er meckerte wegen irgendwas)…auf die Frage warum er denn vorher nie sprach entgegnete er dann sinngemäß „vorher war ja immer alles in Ordnung“ *g

Also ich würde ihm noch etwas Zeit lassen…ohne Panik versteht sich.

LG
Maja

PS wie ist das denn wenn er etwas haben will…meinetwegen vom Tisch, fragst Du ihn dann „Möchtest Du Deinen Becher haben?“ Oder zeigt er drauf und Du gibst ihn ihm?
Was hab ich mir die Lippen fusselig gebabbelt und jeden Handgriff erklärt, beim Saugen, Wäschesortieren was weiss ich wo…
Trotz dass sein Mund heute selten still steht kommt er manchmal an und fragt Sachen wie „Kann ich Kekse?“ „Was Kekse…was willst damit tun, an die Wand kleben?“

Hallo Me ! Also ich bin in einer ähnlichen Situation
Meine Tochter ist jetzt 2 Jahre und kann zwar schon mehr Wörter sagen,als deiner aber unserer Kinderarzt hat uns bei der letzten U - Untersuchung gesagt das wir mehr mit ihr mehr sprechen sollen,über Bilderbücher Geschichten erzählen etc. Er hat uns gesagt das sie vieleicht eine sogenannte " Late Talkerin " ist ( Spät Sprecherin) und hat uns ein Termin in 3 Monaten gegeben um dann nochmal nach zu sehen wie weit sie dann ist. Wenn sich nichts weiter getan hat möchte er uns zu einem Terapeuten weiter leiten. So wie ich es verstanden hab ist der Terapeut eher was für die Eltern als für die Kinder , da wird dir als Mama Oder Papa gezeigt wie du das Sprachverhalten deines Kindes Fördern sollst.
Eins noch zu euer Gemütslage Lasst euch bloß nicht sagen das ist nicht normal mit eurem kleinen Schatz. Den jedes Kind ist anders und einzigartig. Passt auf vieleicht kommt der kleine Mann in 2 Monaten an und quasselt euch die Ohren zu.Also lasst nicht den Kopf hängen!
Viele liebe Grüße aus Berlin Christiane

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Hallo Maja

Vielen Dank für deine Antwort. Stimmt mich etwas hoffnungsvoll. Wenn er was haben möchte, zum Beispiel beim Essen, dann versucht er es sich entweder selbst zu nehmen (er schiebt sich auch eine Stuhl durch die halbe Wohnung um an etwas anzukommen oder aber er (z.B. beim Essen) steckt sich den Zeigefinger in den Mund, zieht ihn schnell raus und klopft sich auf die Brust nachdem er auf etwas gezeigt hat.

An sich wirklich süss und im Prinzip auch ein ganzer Satz, halt nur nicht gesprochen. Wenn es aber um zum Beispiel Aufschnitt geht, ist es manchmal schwierig zu erraten welche Wurst er denn jetzt meint. Da kommt dann wieder das Spielchen mit „wie stelle ich die Frage“ *fg*

Es ist übrigens nicht so das wir jetzt noch bei allem und jeden „quälen“ wir gehen auch ein Stückweit auf seine Eigenart ein nur es macht einen halt auch ein bisschen angst, dass er in seiner Entwicklung zurückbleibt bzw. sich das Problem bis in die Schulzeit zieht.

Viele Grüße
Me

Hallo Thea,

das ist eine gute Frage. Es ist ein schmaler Grad zwischen mitspielen und ihn lassen und ihn ein Stückweit auch zum sprechen animieren. Ich weiss nicht ob wir es zu lasch oder zu sehr handhaben.

lg
me

Hi,

ich würde auch noch keine Panik schieben. Vor allem würde ich ihn noch nicht deswegen zu irgendwelchen Spezialisten zerren. Der Kinderarzt scheint ja auch noch nicht beunruhigt, beobachten sollte man natürlich immer…
Noch ein Link zur Beruhigung: http://www.eltern.de/familie_erziehung/erziehung/erz…

Und laß die Laien in Deiner Umgebung doch reden. Die einzig wahren Experten für Euren Kleinen seid ihr selbst, und so wie Du ihn beschreibst, kommt er mir eher clever als zurückgeblieben vor („warum soll ich mühsam reden, wenn ich auch anders zu meinem Ziel komme?“).

Das einzige, was mir noch einfällt (und was wir auch bei unseren Kleinen - selbe Alter wie Eure - praktizieren): Sich immer wieder dumm stellen. Ihm klar machen, daß er mit Sprache seine Ziele schneller erreicht. Und dabei auch den Großen einbinden („Du mußt uns unbedingt bei der Erziehung deines Bruders helfen, wir müssen uns alle möglichst dumm anstellen, damit er schneller sprechen lernt“).
Es ist natürlich eine Gradwanderung zwischen nötigem und zuviel an Frust…

Gruß Stefan

ich bräuchte einmal eure Hilfe um mein Gewissen zu beruhigen
bzw. um wieder etwas klarer zu sehen. Unser Kleiner ist jetzt
2 Jahre und 2 Monate alt und spricht so gut wie gar nicht.

Mama, Papa, Ja, Nein, Waf (Hund), Hüa (Pferd) kamen ganz
normal über seine Lippen. Opa kam dann als nächstes und auch
fast von alleine aber bei Oma dauerte es sehr lange und
kostete viele Mühen.

Er ist als solches sehr clever, versteht nahezu jedes Wort
sowie ganze Sätze und weiss sich durch Gesten und seine
fünfeinhalb Wörter super zu Verständigen. Wenn man ihn fragt
ob er was trinken möchte sagt er ja oder nein. Wenn man ihn
aber fragt möchtest du Milch oder Saft trinken stellt er sich
so lange dumm bis man die Frage umstellt bzw. läuft zum
Kühlschrank und zeigt einen was er möchte.

Meine Frau und ich haben auch schon versucht, nahezu
konsequent, die Fragen so zu stellen das er mit neuen Wörtern
antworten muss aber in vielen Situationen kommt dann unser
Grosser (4 Jahre) an und dolmetscht für den Lütten.

Mittlerweile hat der Kleine auch den Dreh raus bzw. den
längerem Atem. Er verfeinert seine Gesten mehr und mehr, lehnt
es aber ab einfachste Wörter wie, haben, Ball, Auto oder so zu
sagen.

Nun ist es so, ich finde, gerade weil er einen recht pfiffigen
Eindruckt macht, dass es noch im „Normalen Bereich“ liegt. Der
Arzt bei der letzten U –Untersuchung meinte man müsste es im
Auge behalten und der Rest um uns herum meinte es wäre nicht
normal.

Meine Frage daher an euch, ist es noch OK oder nicht, sollte
man zum Arzt und wenn ja zu welchen bzw. ab wann würdet ihr
der Sache auf den Grundgehen?

Ich habe ein bisschen Angst vielleicht zu spät zu reagieren
und meine Frau lässt sich auch mehr und mehr von den Aussagen
anderer verunsichern.

Vielen Dank für eure Hilfe
Und viele Grüsse aus Hamburg
Me

PS: Bevor ich es vergesse, er spricht seit jeher auch wenig in
der DuDuDaDa Babysprache, fängt aber seit ein paar Wochen an
vor sich hinzusingen. In den Bilderbüchern kann er nahezu
alles Erkennen, nur nicht benennen (was er aber auch nicht
versucht :wink:

Hallo Christiane,

dank dir für deine Zeilen. Eigentlich lassen wir uns nicht wirklich beirren. Wir haben ja schon einen zum sprechen gebracht. Das ist aber wohl auch ein Punkt der etwas verunsichert. Wir haben mit beiden Kindern immer viel geredet, gesungen und Bücher angeschaut. Gerade auch bei den Büchern ist der Kleine schon sehr weit und genießt es dutzende von Büchern zu schauen und vorgelesen zubekommen.

Was die Ärztliche Hilfe angeht so hätte ich mir so einen Tipp von unserem Kinderarzt gewünscht aber nach dem Satz schauen wir mal in ein paar Monaten war bei unserem (sonst eigentlich ein Guter) schluss.

Lg
Me

Vielen Dank.

Das mit dem Grossen ist so eine Sache, der schmeißt sich manchmal schon weg wenn wir uns „dumm stellen“. Dann kommt so was wie Papa, bist du doof, er will doch ……

Es ist eh witzig zu sehen wie der Grosse die nonverbale Kommunikation deuten kann.

Viele Grüße
Me

Hallo,

macht euch mal keine Sorgen. Ich würde vielleicht einmal zum HNO Arzt gehen und die Ohren checken lassen.
Meistens sind die Kinder einfach zu „faul“, wie ihr alle seht, kann er sich ja auch so ausdrücken und bekommt alles was er möchte-wozu denn dann reden. Passt mal auf in ein paar Wochen sabbelt er euche eine Blase an den Kopf…und werdet diese Zeit vermissen:wink:

LG Manu

Hai Metoo,

Vielen Dank für deine Antwort. Stimmt mich etwas
hoffnungsvoll. Wenn er was haben möchte, zum Beispiel beim
Essen, dann versucht er es sich entweder selbst zu nehmen (er
schiebt sich auch eine Stuhl durch die halbe Wohnung um an
etwas anzukommen oder aber er (z.B. beim Essen) steckt sich
den Zeigefinger in den Mund, zieht ihn schnell raus und klopft
sich auf die Brust nachdem er auf etwas gezeigt hat.

Bitte gerngeschehen :wink:
Und dann machst Du was?
Frägst Du dann nach was er möchte, oder gibst Du es ihm dann?

An sich wirklich süss und im Prinzip auch ein ganzer Satz,
halt nur nicht gesprochen. Wenn es aber um zum Beispiel
Aufschnitt geht, ist es manchmal schwierig zu erraten welche
Wurst er denn jetzt meint. Da kommt dann wieder das Spielchen
mit „wie stelle ich die Frage“ *fg*

Das ist vielleicht auch noch ein bissl schwierig :wink:
(Wie beschreibt man genau die Brocken in der Wurst -Pilze,Paprika,Schinken-)

Es ist übrigens nicht so das wir jetzt noch bei allem und
jeden „quälen“ wir gehen auch ein Stückweit auf seine Eigenart
ein nur es macht einen halt auch ein bisschen angst, dass er
in seiner Entwicklung zurückbleibt bzw. sich das Problem bis
in die Schulzeit zieht.

Wenn er sich gerne vorlesen lässt und einem gerne zuhört…beziehe ihn doch mit ein! Veilleicht mit ganz einfachen Fingerspielen wie
Himpelchen und Pimpelchen, oder auch schon Kommando Pimperle…die haben wir in der Krabbelgruppe schon gemacht und irgendwann wollen die Kids nicht nur mitmachen sondern auch mitsprechen.
http://www.wuschelmaxi.de/kinderbereich/reime/Finger…

Ich würde mir eines davon heraussuchen und das eine ganze Weile zB Abends im Bett mit ihm machen, vielleicht erweckt das ja seine Lust und klingt nicht ganz so nach Zwang :wink:
Irgendwann kann er es auswendig und Du kannst die jeweils letzten Worte einfach weglassen und ihn ergänzen lassen…vielleicht hast Du das letzte Wort auch „vergessen“?
Oder das Lied mit der Wanze auf der Mauer…es soll ja schon Spaß machen…
Falls Euch diese Idee schon gekommen ist, dann überlies einfach was ich geschrieben hab.

LG
Maja

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Wirklich der Onkel? offtopic
Tagchen, Maja!

Mein Onkel sprach erst mit 4Jahren (er meckerte wegen
irgendwas)…auf die Frage warum er denn vorher nie sprach
entgegnete er dann sinngemäß „vorher war ja immer alles in
Ordnung“ *g

Nana, ob das Dein Onkel war? Vorige Woche habe ich genau diese Geschichte auf einer Witzeseite gelesen. Solch ein Zufall aber auch.

Nichts für ungut
Lea

Hi Lea,

das kann schon sein, was Du da gelesen hast, aber ich habe das wiedergegeben, was meine Oma mir vor Jahren schon erzählt hat, und sie hat kein Internet :smile:

Gruß
Maja *diekeingeistigeseigentumklaut*

Hallo Me,

als mein Sohn 2 Jahre alt war und fast gar nicht sprach, habe ich mir die gleichen Sorgen gemacht. Und ganz plötzlich, ein paar Monate später fing er an in ganzen Sätzen mit einem erstaunlichen Wortschatz zu reden und das ständig. Mein Sohn redet jeden unter den Tisch und kommt mit den paar Worten, die man normalerweise täglich von einem „bald“-Mann zu erwarten hat, beileibe nicht aus.
Vielleicht will dein Kleiner auch erst so perfekt wie möglich sein, bevor er sein Können präsentiert?
Gruß Susanne

keine panik
moin,

klar, da wird man ungeduldig… faustregel ist ja: laufen nach einem jahr, sprechen nach 2…

mein zweiter sohn ist ums verrecken weder gekrabbelt noch sonstwas, sondern lag wie nen moebel in der ecke…

dann - mit seinen ca 15 monaten - waren wir in urlaub: wir raeumten unsere sachen ins ferienhaus und legten den luetten ab…
schwupp, war er weg! nicht irgendwo um die ecke, sondern weit weg in den duenen und hat selig im sand gespielt…

mit dem sprechen war es genauso: sein 13 monate aelterer bruder hatte ihn andauernd vollgelabert, und er hat den ganzen tag nur gelacht… mit weit ueber 2 jahren endlich sprach er, und zwar richtig ganze saetze…

meine kleine tochter fing dann bereits erheblich frueher an, aber das mit dem vielen sprechen scheint bei frauen ja in der natur zu liegen…

gruss
kuddel

Hallo Me,
ausser, dass ich mich den anderen anschliessen möchte, um zu sagen dass keine Panik aufkommen soll, möchte ich noch eines anfügen:

Ist oder soll Euer Sohn in eine Betreuung mit anderen Kindern gehen?
Dann könnte es Schwierigkeiten geben, nämlich dann, wenn die Betreuer oder die Kinder seine Art der Kommunikation nicht verstehen.

Nur als kleines Beispiel:
Meine Tochter hatte in ihrer Kindergartengruppe einen Jungen der hat mit 2,5 Jahren noch nicht wirklich gesprochen und hat sich dann selbst eine etwas eigene Sprache angewöhnt (z.B. idda au für ich auch). Das war bis zu einem gewissen Grade recht lustig, und die Kids haben sich auch echt Mühe gegeben ihn zu verstehen, aber wenn es dann mal ums Eingemachte ging, und er etwas mitteilen wollte, dann kamen die Kinder mit ihrem Verständnis an ihre Grenzen, und das hat der Kleine natürlich auch gemerkt. Um dann vorwärts zu kommen, ist er auf die körperliche Schiene gegangen, und hat sich sein Zeug „geholt“ will heissen, er hat sich einfach genommen was er wollte, das kam dann manchmal zu regelrechten Prügeleien (meine Tochter hatte mehrfach Kratzspuren)
Bei ihm ist die Sprachentwicklung deutlich zurückgeblieben, und vielleicht hätten da die Eltern nicht so lang abwarten sollen.

Also was ich sagen will, sollte der Lütte in irgendeine Art Betreuung gehen, und es dort zu Schwierigkeiten mit der Verständigung kommen, dann würde ich mal zum Logopäden gehen, in Absprache mit dem Kinderarzt.

Also immer ruhig Blut, schönen Tag noch, wünscht
Conny

Hallo Christiane,

lass Dir bloss nicht einreden, dass Du zu wenig mit ihr sprichst! Ich war auch so ein Kind, habe nur acht Wörter beherrscht mit deutlich über zwei, dann in ganzen Sätzen gesprochen. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun (schreibe inzwischen an meiner Doktorarbeit). Meine Mutter hat bestimmt nicht zu wenig mit mir geredet, meine kleine Tochter quatscht sie zumindest gnadenlos zu und auch auf Tonbandaufnahmen aus jener Zeit quatscht sie ziemlich viel. Meine Schwester hat ganz „normal“ sprechen gelernt, Wort für Wort, meine Tochter auch (jetzt knapp 2), obwohl ich mit ihr sicher deutlich weniger gesprochen habe als meine Mutter mit mir.

Natürlich kann man sich mal anhören, was so ein Therapeut zu sagen hat, aber immer dein Gefühl nicht vernachlässigen, Du kennst Dein Kind am besten!

Viele Grüße

Bianca

Hallo Me ! Also ich bin in einer ähnlichen Situation
Meine Tochter ist jetzt 2 Jahre und kann zwar schon mehr
Wörter sagen,als deiner aber unserer Kinderarzt hat uns bei
der letzten U - Untersuchung gesagt das wir mehr mit ihr mehr
sprechen sollen,über Bilderbücher Geschichten erzählen etc. Er
hat uns gesagt das sie vieleicht eine sogenannte " Late
Talkerin " ist ( Spät Sprecherin) und hat uns ein Termin in 3
Monaten gegeben um dann nochmal nach zu sehen wie weit sie
dann ist. Wenn sich nichts weiter getan hat möchte er uns zu
einem Terapeuten weiter leiten. So wie ich es verstanden hab
ist der Terapeut eher was für die Eltern als für die Kinder ,
da wird dir als Mama Oder Papa gezeigt wie du das
Sprachverhalten deines Kindes Fördern sollst.
Eins noch zu euer Gemütslage Lasst euch bloß nicht sagen das
ist nicht normal mit eurem kleinen Schatz. Den jedes Kind ist
anders und einzigartig. Passt auf vieleicht kommt der kleine
Mann in 2 Monaten an und quasselt euch die Ohren zu.Also lasst
nicht den Kopf hängen!
Viele liebe Grüße aus Berlin Christiane

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Hallo MeToo,

du hast hier schon ein paar gute Ratschläge zu hören bekommen.

Mein Großer hat auch relativ spät angefangen zu sprechen, allerdings dies auch nur weil er ja mit seinem beschränketen Vokabular und seiner Zeichensprache gut zurecht kam.
Und ehrlich ich hatte mir auch Sorgen gemacht und sein Gehör vom Ohrenarzt (nicht Kinderarzt, es gibt Ohrenärzte die sich auf das kindliche Ohr spezialisiert haben!) überprüfen lassen. Demnach konnte er einwandfrei hören.
Als wir dann konsequent seine Zeichenspracche ignoriert haben und immer wieder gesagt haben das wir diese nicht verstehen können fing er an richtig zu sprechen.
Bei euch kommt natürlich erschwerend hinzu das euer Großer den Dolmetscher macht, da würde ich dann einfach mal abwarten. Ihr könnt versuchen dem Großen zu erklären warum ihr nicht auf die Zeichensprache seines Bruders reagiert, aber bitte nicht wenn der kleine Schelm dabei ist.
Trotzdem werdet ihr einen langen Atem brauchen, wenn sein Gehör in Ordnung ist würde ich mir aber erstmal keine Sorgen machen.

So long und viel Erfolg
Andrea

Hallo Me,

wie schon einige male gesagt, das ist schon OK, wenn er auf Eure Worte hört und reagiert.
Der kleine einer Freundin ist auch so ein Fall.
Lütter komm bitte. Er kommt.
Bringst Du bitte dieses oder jenes - macht er.
Aber reden - keine Chance.
Der große Bruder labert wie ein Wasserfall, mal sehen wann der Kleine nachlegt.

Sollte er aber auch nicht reagieren, dann sollte ein auf Kinder-HNO spezielisierter Arzt aufgesucht werden, denn es kann was oranisches dahinterstecken.

Gandalf