2 Schauspieler - 1 Synchronsprecher

Hallo,

Die schlechten Übersetzungen des Synchrondeutsch kommen ja
nicht nur daher, dass die Übersetzer alle Nieten sind, sondern
auch von den Einschränkungen durch Anpassen an die
Lippenbewegungen.

es heißt ja nicht umsonst Synchronübersetzung. Noch schlimmer als schlechte / nicht ganz passende Übersetzungen finde ich es, wenn das Gesprochene überhaupt nicht zu den Lippenbewegungen passt, wenn der Schauspieler bspw schon lange aufgehört hat zu reden (Mund zu) und dann immernoch sein Text kommt. Das verleidet mir wirklich jeden Genuss.

Da wäre als Alternative die Methode, die
z.B. in Polen praktiziert wurde (wird?) evtl. besser: Über dem
Originalton läuft eine Simultanübersetzung von einem Sprecher,
ohne besondere Betonung.

Das finde ich richtig furchtbar, gerade mit dem O-Ton dazwischen. Ich kann mich dann nicht auf einen Sprecher konzentrieren, höre dann immer ein paar Brocken O-Ton und ein paar Übersetzung und krieg am Ende gar nichts mehr mit. Dann doch lieber eine nicht optimale Synchro als einen Typ, der jedes Flüstern genau wie Schreien monoton daherbrabbelt. Da bleibt nämlich von der (gesprochenen) schauspielerischen Leistung auch nichts mehr übrig.

Mein Fazit: die heutige Technik sollte es ermöglichen, alle
Filme im TV wahlweise in Originalversion auszustrahlen.

Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. Ich finde es sehr schade, dass Zweikanalton so selten - und dann nur von den ÖR - genutzt wird.

Grüße
Sue

Hallo,

Ich bin Deutscher und rede Deutsch. Ich bin der englischen
Sprachen mächtig, aber ich schau keine Filme auf Englisch,
weil halt Deutsch meine Sprache ist.

ich schaue auch gern mal Sachen in Englisch, aber eher Serien, da bekommt man mit der Zeit die Eigenheiten des Schauspielers mit, was das Verständnis mächtig erhöht.

zB Slang, Lautstärke, Aussprache spielen eine grosse Rolle.

Das lässt mich viele Filme auch eher auf deutsch gucken. Wie gesagt, bei Serien gewöhnt man sich mit der Zeit an die Aussprache der Schauspieler, bei einem Film brauche ich im schlimmsten Fall eine halbe Stunde, bis ich wirklich behaupten kann zu verstehen, worum es geht. Soll man dann nochmal von vorn anfangen oder einfach drauf verzichten zu wissen, was man vorher alles verpasst hat?

Die Lautstärke ist auch ne wichtige Sache. Englische Filme muss ich grundsätzlich wesentlich lauter drehen als die deutsche Synchro. Zum einen sind einfach wirklich Lautstärkeunterschiede da (was man bei der deutschen Spur problemlos verstehen kann ist bei der englischen nur ein leises Gemurmel), zum anderen auch um durch erhöhte Lautstärke besser verstehen zu können. Wechselt eine normal gesprochene Szene sich mit einer Actionszene ab hab ich dann jedes Mal das Gefühl, vom Sofa gefegt zu werden…

Zuletzt fehlen manchmal einfach Vokabeln. Bei irgendwelchen „Arztserien“ (Grey’s Anatomy wurde hier ja genannt) hab ich manchmal schon Probleme der deutschen Synchro zu folgen, im Englischen bekäme ich große Probleme, überhaupt zwischen normalem Dialog und Fachtermini zu unterscheiden. Vielleicht ist mein Gehirn dafür einfach zu langsam *g*

Und es geht nicht nur um englischsprachige Filme. Wenn ich
jeden Film in seinem Original sehen möchte, dann müsste ich ja
hundert Sprachen können müssen.

Eben, wenn man etwas gegen deutsche Synchro hat muss man auch konsequent sein und sich dann eben auch einen schwedischen, türkischen oder russischen Film in O-Ton ansehen. Da könnte ich persönlich den Ton gleich abschalten und versuchen, nur anhand der Bilder rauszukriegen worum es geht.

*diedeutschesynchronstimmenmanchmalbesserfindetalsdasenglischeOriginal*

Das ist bei mir abhängig davon, was ich zuerst (oder regelmäßig) sehe, an diese Stimme gewöhne ich mich und empfinde dann die andere Stimme immer etwas seltsam.

Ich hab allerdings auch einen Heidenspaß daran, Synchronstimmen Schauspielern zuzuordnen. Schon witzig, wenn man merkt, dass der Sprecher irgendeiner Doku die deutsche Stimme von Schauspieler X aus Serie Y ist.

Grüße
Sue

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Prinzipienreiterei!!!
Hi,

leider wird wieder nur auf den eigenen prinzipien (meinungen" herumgeritten…

Sobald in einem thread das wort „synchronnisation“ auftaucht, steht auch augenblicklich mindestens einer auf der matte der „NO SYNCHRO“ schreit und tausend scheinargumente bringt warum die ganze sache schlicht scheiße sei.
Er selbst möchte aber genauso betont wissen, dass er zu dem „coolen“ kreis derer gehört, die filme ja ausschließlich im original anschauen. Dass es auch noch andere sprachen außer englisch gibt, die nicht unbedingt jeder fließend beherrscht, lässt man dann gern mal unter’n tisch fallen. Gern auch mit dem argument, dass wortwitz etc. total verloren gehen und dann ja immer noch untertitel helfen.

Mal ehrlich. Wer sich bei der passion halb totlacht ob der lateinischen wortgewandeit des stadthalters, sollte vielleicht wieder in seinen strickkurs gehen.

Objektivität findet man in einer solchen diskussion jedenfalls fast nie.

Nur weil ich wegen der simpsons-synchro oder irgendeiner anderen frustriert bin, nehme ich nicht gleich den mund so voll und behaupte deutsche synchrpnisation wäre durchweg schlecht.

Beide versionen haben sicherlich ihre speziellen vorteile aber auch typische nachteile.

So liegt bei synchronisierten filmen die sprachspur über der eigentlichen tonspur. SO kann man eigentlich immer alle leute verstehen. Im original geht das eigentlich nur bei laber-filmen. Bei actionstreifen wirds schon schwieriger im dschungel-feuergefecht herauszufiltern, ob der protagonist nach munition ruft oder pinkeln muss.

Und die truppe gangster-rapper wird für den, der nicht grad’ im ghetto gewohnt hat, auch zum fröhlichen worteraten.

Sobald es um akzente geht (Ziwelicht, Forrest Gump) verliert die synchronfassung aber an boden. Natürlich nur für den, der mit den sprachlichen eigenheiten des originals auch vertraut ist. Derjenige kennt dann auch den hiesigen wortwitz. Da ist die synchro auch meist unterlegen. Wenn meine sprchkenntnisse mich aber nur soweit bringen, dass ich weiss, dass cnn nicht auch turkmenistan kommt, bringt mir das original hier aber auch wieder wenig.

Das einzige vernünftige argument, das ich hier lesen konnte, war das über die ausstrahlung in zweikanalton. Am besten über digital. Dann kann man auch deutsche untertitel zuschalten. Sendungen ganz im original zu senden, wie im ausland, wird in deutschland wohl nicht die breite masse finden…

Letztlich kann ich den frustrierten da drausse nur empfehlen in ihre videothek zu gehen. Da kann man die meisten serien auf dvd leihen. Dann muss man halt ein halbes jahr auf die aktuelle staffel warten. Aber hey! Das ist es euch doch wert:wink:

LG Alex:smile:

Hi,

Ich hab allerdings auch einen Heidenspaß daran,
Synchronstimmen Schauspielern zuzuordnen. Schon witzig, wenn
man merkt, dass der Sprecher irgendeiner Doku die deutsche
Stimme von Schauspieler X aus Serie Y ist.

Das sind aber nur drei…

LG Alex:smile:

Hallo,

Andere Frage: Deutsche Filme / Serien wirken auf die meisten
Zuschauer merkwürdig. Könnte es sein, dass wir (die
Allgemeinheit) es nicht gewohnt sind, dass der natürliche
Sound zu hören ist, sondern eben ein nachsynchronisierter Mix?

jupp, das ist einer der Gründe, warum ich deutsche Serien meide. Wenn der Satz in der Synchro 20 Mal gesprochen werden musste höre ich das ja später nicht, bei deutschen Serien hört sich das Gesprochene leider oft nach schlechtem Laientheater an.

Ganz schlimm wird es dann, wenn deutsche Serien nochmal nachsynchronisiert werden.

Stellt man bei einem Deutschen Film den Ton ab (vorausgesetzt
man kennt keinen der Schauspieler und Drehorte), so kann man
oft nicht sagen, ob dies ein deutscher Film ist oder nicht.

Das stimmt nicht. Wenn ich irgendwo reinzappe erkenne ich meistens schon vor dem ersten Wort, ob es sich um eine/n deutsche Serie / Film handelt.

Und ich möchte nochmal auf meine Ausgangsfrage aufmerksam
machen… :wink:

Bei Filmen mit Schauspielern, die normalerweise den gleichen Sprecher haben bekommt meist einer (manchmal auch beide) einen anderen Sprecher. Außerdem hat ja ohnehin nicht jeder Schauspieler immer den gleichen Sprecher.
Du kannst ja mal ein bisschen durch http://www.synchronkartei.de schauen, als ich das das erste Mal gemacht habe war ich sehr überrascht darüber, wie viele Sprecher Schauspieler teilweise schon hatten. Lustig wird es dann, wenn ein Sprecher bekannt ist aus einer miserabelen deutschen Serie (bspw K. Dieter Klebsch, gern gehört als Sprecher von Hugh Laurie, seine schauspielerische Leistung in GZSZ dagegen - entsprechend der Serie - eher unterirdisch).

Grüße
Sue

Sobald in einem thread das wort „synchronnisation“ auftaucht,
steht auch augenblicklich mindestens einer auf der matte der
„NO SYNCHRO“ schreit und tausend scheinargumente bringt warum
die ganze sache schlicht scheiße sei.

Na ja … eigentlich habe ich nur die Ursprungsfrage beantwortet und in einem PS angedeutet, dass ich nix von zwanghafter Synchronisation halte. Habe nicht geschrien und auch keine Scheinargumente gebracht. Die off-topic Diskussion wurde von den Befürwortern der Synchro angefangen.

Aber nix für ungut,

Myriam

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verstehen, schreiben

Na ja … eigentlich habe ich nur die Ursprungsfrage
beantwortet und in einem PS angedeutet, dass ich nix von
zwanghafter Synchronisation halte. Habe nicht geschrien und
auch keine Scheinargumente gebracht. Die off-topic Diskussion
wurde von den Befürwortern der Synchro angefangen.

Synchronisation gehört übrigens abgeschafft.

Deine worte; nur ein thread weiter unten…

Aber nix für ungut

Alex:smile:

Synchronisation gehört übrigens abgeschafft.

Deine worte; nur ein thread weiter unten…

Sag mal kannst Du mich nicht verstehen, oder willst Du es nicht?

Meine Worte aus dem POSTING (nicht Thread), auf das Du antwortest:

eigentlich habe ich nur die Ursprungsfrage beantwortet und in einem PS angedeutet, dass ich nix von zwanghafter Synchronisation halte. Habe nicht geschrien und auch keine Scheinargumente gebracht.

Ich kann mich recht genau daran erinnern, was ich geschrieben habe und bestätige das ja auch. Aber es ist eben nicht so wie Du beschrieben hast, dass ein Synchrogegner bei bloßer Erwähnung des Wortes kreischend 1000 Scheinargumente auspackt, sondern eben genau umgekehrt: ich habe die Frage beantwortet, meine Abneigung gegen Synchro in einem Nachsatz zum Ausdruck gebracht und dann begann die off topic Diskussion durch die Synchro-Befürworter.

Was hast Du denn zur Ursprungsfrage beigetragen?

Gruß,

Myriam

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Hi,

Synchronisation gehört übrigens abgeschafft.

Deine worte; nur ein thread weiter unten…

Sag mal kannst Du mich nicht verstehen, oder willst Du es
nicht?

ich gebe mir größte mühe.

Meine Worte aus dem POSTING (nicht Thread), auf das Du
antwortest:

Oh sorry. Fangen wir jetzt mit den argumenten an?
Vielleicht findest du ja noch ein paar rechtschreibfehler in meinen „POSTINGS“…

eigentlich habe ich nur die Ursprungsfrage beantwortet und in einem PS angedeutet, dass ich nix von zwanghafter Synchronisation halte. Habe nicht geschrien und auch keine Scheinargumente gebracht.

Ich kann mich recht genau daran erinnern, was ich geschrieben
habe und bestätige das ja auch. Aber es ist eben nicht so wie
Du beschrieben hast, dass ein Synchrogegner bei bloßer
Erwähnung des Wortes kreischend 1000 Scheinargumente auspackt,
sondern eben genau umgekehrt: ich habe die Frage beantwortet,
meine Abneigung gegen Synchro in einem Nachsatz zum Ausdruck
gebracht und dann begann die off topic Diskussion durch die
Synchro-Befürworter.

Das habe ich auch nirgendwo behauptet, dass gerade DU zu den scheinargumentierern gehörst. Ich erinnere mich nämlich auch daran, was ich so schreibe.
Interessant ist hingegen mit welcher vehemenz du dich gegen dinge verteidigst, die dir gar nicht vorgeworfen wurden:wink:

Was hast Du denn zur Ursprungsfrage beigetragen?

Nichts. Das war auch nicht mein ansinnen. Es ist nur immerwieder interessant, in welche richtung solche fragen führen. Aber das hatte ich ja bereits geschrieben…

So weit also.
Alex

Hallo!

Japanische Filme verstehe ich auch nicht. Wirklich! :wink:
Die schaue ich mir aber trotzdem lieber OmU an als
synchronisiert.

Genau.
Und einen Film in Synchronisation anzusehen, heißt einfach auf
eine wichtige Qualität verzichten.

Gruß
Elke

Kleiner Tipp, wenn du glaubst, Englisch verstehen zu können: Schau dir mal Eddie-Murphy-Filme im Original an - ohne Untertitel. Tempo, Akzent und Slang schmeißen mich jedes Mal aus der Kurve.

Ich habe mir gerade mal einen Spaß gemacht und eine klitzekleine Szene aus einem Film in den drei Versionen (original, deutsch synchronisiert, untertitelt) gegeneinander gestellt.

Film: „Blade Runner“

Erste Szene – der Replikant Leon wird einer Befragung durch den Sicherheitsbeamten Holden unterzogen. Dazu werden Fragen gestellt, auf die Leon sehr schnell antworten muss. Gleichzeitig wird seine Iris kontrolliert.

Zuerst das englischsprachige Original:

Leon:
Already had an I.Q. test this year.
But I don’t think I never had a …

Holden:
Reaction time is a factor in this, so please pay attention.
Answer as quickly as you can.

Nun die deutsche Synchronisation:

Leon:
Ich hab schon einen I.Q. Test gehabt dieses Jahr.
Ich glaube nicht, dass ich schon mal …

Holden:
Die Reaktionszeit ist ein wesentlicher Faktor, also passen Sie bitte auf.
Antworten Sie so schnell Sie können.

Nun die Untertitel:

Leon:
Ich habe dieses Jahr schon einen I.Q. Test gemacht,.
aber diesen hier noch nie.

Holden:
Die Reaktionszeit ist ein wichtiger Faktor.
Antworten Sie so schnell wie möglich.

Was auffällt: Die Untertitel verkürzen deutlich und verfälschen (aus „But I don’t think I never had a …“ wird „aber diesen hier noch nie“, während die Synchronisation inhaltlich korrekt ist mit „Ich glaube nicht, dass ich schon mal …“)

Grüße
Heinrich

Hi!

Grüssle Wölkchen
*diedeutschesynchronstimmenmanchmalbesserfindetalsdasenglischeOriginal*

:wink:

Hör dir mal Charles Bronson im Original an. Der spricht zwei Oktaven höher als seine deutsche Synchronstimme.

Grüße
Heinrich

Hey du,

in dem Film spielen Tim Robbins und Sean Penn. Und beide haben die gleiche Synchronstimme. Tim Robbins hat da den kürzeren gezogen und die „Jim-Carrey“-Stimme bekommen.
Grüßle,
Bea

OK, zwecklos, ich gebe auf :smile: owT

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Hi,

Das ist außer Übersetzungsfehlern das, was mich am meisten
stört.

Oh ja!

Wenn man sich so BBC-Literaturverfilmungen anschaut, wo
die unterschiedlichen Charaktere und ihre Schicht/Herkunft
über den Akzent dargestellt werden … und in der Synchro
sprechen dann alle Hochdeutsch … das geht einfach nicht.

Überhaupt nicht!

Und
so Krückenlösungen Marke „Et jrient so jrien wenn Spaniens
Blieten bliehn“ sind auch keine Alternative.

Pygmalion bzw. My Fair Lady ist das einzige Stück/Musical/Film, den ich kenne, wo das gerade mal so halbwegs geklappt hat, halbwegs.

Gruß
Elke

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Hallo,

Kleiner Tipp, wenn du glaubst, Englisch verstehen zu können:

Ich glaube nicht, Englisch zu können.
Ich spreche Englisch. Und verstehe Englisch.
Und verstehe sogar Eddie Murphy, sogar als Donkey. Und höre, wenn Mike Myers leicht im Schottischen daneben liegt.
Das nur vorausgesetzt.
Aber das hat überhaupt nichts mit meiner Abneigung gegen Synchronisation zu tun.

Ich habe mir gerade mal einen Spaß gemacht und eine
klitzekleine Szene aus einem Film in den drei Versionen
(original, deutsch synchronisiert, untertitelt) gegeneinander
gestellt.

Was auffällt: Die Untertitel verkürzen deutlich und
verfälschen (aus „But I don’t think I never had a …“ wird
„aber diesen hier noch nie“, während die Synchronisation
inhaltlich korrekt ist mit „Ich glaube nicht, dass ich schon
mal …“)

Es gibt auch schlechte Untertitel.
Und natürlich haben Untertitel ihre Grenzen, selbst wenn sie gut sind.
Aber: Film ist ein „Gesamtkunstwerk“ im eigentlichen Sinn. Die Sprache (also das, was du abgetippt hast) ist nur ein Teil eines großen Ganzen, der auf dich wirkt.
Wenn ich ein Buch in einer Sprache lese, die ich nicht sehr gut kann, ziehe ich es auch vor, Seiten zu lesen OHNE im Wörterbuch nachzuschlagen, solange ich den Sinn einigermaßen verstehe. Weil das Sprach-Kunstwerk als Ganzes auf mich wirkt. Natürlich hat das seine Grenzen, wenn ich nicht mehr genug verstehe, um der Geschichte folgen zu können.

Gruß
Elke

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Die Gewaltigen/The War Wagon
Hallo

So. Kennt jemand einen Film, in dem das der Fall war?
Interessiert mich mal.

In „Die Gewaltigen“ / „The War Wagon“ (Western, 1967) spielen John Wayne und Kirk Douglas, die eigentlich beide von Arnold Marquis (der auch Richard Widmark und Robert Mitchum gesprochen hat)als Feststimme gesprochen wurden. Ich kann mich aber nicht erinnern, wer den kürzeren gezogen hat…Mir ist das deshalb in Erinnerung geblieben, weil ich bei diesem Film erst gemerkt habe, dass die sonst die gleiche Stimme haben.

gruß
kate_

gesprochen hat)als Feststimme gesprochen wurden. Ich kann mich
aber nicht erinnern, wer den kürzeren gezogen hat…

dann wars John Wayne, ich kann mich an einen Film mit ihm
erinnern, den ich nicht zuende sehen konnte, weil mir die
Stimme zu fremd war

Gruss
Merit

Also ich sag mir das immerso: Wenn ich das englische Original nicht kenne, weiss ich auch nicht, ob die deutsche Synchro schlecht ist :smiley:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Elke,

das hast Du schoen gesagt, daher auch von mir ein Sternchen!

Kleiner Tipp, wenn du glaubst, Englisch verstehen zu können:

Ich glaube nicht, Englisch zu können.
Ich spreche Englisch. Und verstehe Englisch.
Und verstehe sogar Eddie Murphy, sogar als Donkey. Und höre,
wenn Mike Myers leicht im Schottischen daneben liegt.
Das nur vorausgesetzt.

Oder Richard Gere versucht sich als Nordire…*schuettel* Julia Roberts war auch nicht so erfolgreich mit ihrem irischen Akzent in „Michael Collins“ waehrend Angelica Houston als „Dub“ durchgeht - shit happens!

Und solche Dinge gehen eben bei der Synchronisation verloren! Koenntest Du Dir „Only Fools & Horses“ synchronisiert vorstellen? bejayses…

Aber: Film ist ein „Gesamtkunstwerk“ im eigentlichen Sinn.
Die Sprache (also das, was du abgetippt hast) ist nur ein Teil
eines großen Ganzen, der auf dich wirkt.
Wenn ich ein Buch in einer Sprache lese, die ich nicht sehr
gut kann, ziehe ich es auch vor, Seiten zu lesen OHNE im
Wörterbuch nachzuschlagen, solange ich den Sinn einigermaßen
verstehe. Weil das Sprach-Kunstwerk als Ganzes auf mich
wirkt. Natürlich hat das seine Grenzen, wenn ich nicht mehr
genug verstehe, um der Geschichte folgen zu können.

Besser haette ich es auch nicht sagen koennen - stimme Dir voll und ganz zu!

liebe Gruesse,
Astrid

P.S.: Als ich hierherkam (vor vielen Monden) habe ich Synchronisation auch noch schwer verteidigt - das hat sich ganz schnell gegeben! *g* Serien auf Deutsch sind grauenhaft, da muss ich umschalten wenn ich in Deutschland bin…

Hallo,

Also ich sag mir das immerso: Wenn ich das englische Original
nicht kenne, weiss ich auch nicht, ob die deutsche Synchro
schlecht ist :smiley:

Das stimmt aber auch nicht, wenn du aufmerksam bist.
Ja, wenn man generell Originale kennt und mag, wird man empfindlicher was Synchronisation betrifft.
Und wie das neulich jemand (im PB, glaube ich, ist deshalb nicht mehr zu verlinken) gesagt hat: Man kann sich einen Sport draus machen, bei grausligen Übersetzungen, das Original zu rekonstruieren (dazu muss man aber a) die O-tonsprache kennen und b) der Fehler wirklich blatant sein und c) es sich um einen Übersetzungsfehler per se handeln.

Aber selbst wenn ich einen Film in, sagen wir mal, Kishuaeli sehe - von der Sprache verstehe ich absolut nichts und ich habe auch bis dato keinen Film in Kishuali gesehen - kann ich beurteilen, ob eine Synchronisation von der Tonqualität her gut oder schlecht ist, ob die synchronisierte Stimme aufgesetzt oder natürlich wirkt, ob sie in das Tonumfeld passt usw. Nicht beurteilen kann ich, ob die Übersetzung gelungen ist, d.h. ob der richtige Sinn (nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell) übermittelt wird oder nicht.

Im Übrigen, um auf eine Bemerkung aus einem anderen Posting einzugehen, habe ich nirgends gesagt, dass deutsche Synchronisationen schlecht sind. Es gibt sehr gute Synchronisationen (und auch schaurig schlechte, klar!), aber selbst die besten Synchronisationen bedeuten einen Verlust für den Zuschauer. Natürlich muss jeder selbst beurteilen, welche Qualitätseinbuße er für sich nimmt: Synchronisation oder nicht alles verstehen können. Deshalb plädiere ich ja für eine Wahl im TV, bzw. für mehr O-Ton-Kinos.

Gruß
Elke

PS: Was Astrid unten schreibt, ist meine Erfahrung auch. Noch jeder noch so große Verfechter von Synchronisation hat nach einiger Zeit gezwungenen O-Ton-Hörenmüssens (weil im Ausland lebend) Synchronisation abgelehnt und gejammert, wenn er wieder in Deutschland synchronisierte Filme sehen und hören musste. Die Verfechter der Synchronisation urteilen meist von einigen wenigen Untertitel-Erlebnissen. Und wie auch schon jemand schrieb: es gibt durchaus einen Grund, warum die Deutschen im Vergleich zu vielen anderen Nationen so schlecht abschneiden, wenn es um Englischkenntnisse geht. Auch Sprecher mit guten Kenntnissen, was Vokabular und Grammatik betrifft, haben meist einen viel ausgeprägteren Akzent als Menschen aus anderen Ländern.