20.000 volt überlebbar?

Hallo Wissende,

ich habe eine Frage aus dem Bereich Elektrizität in Kombination mit Wissen über den menschlichen Körper- vielleicht kann mir da dennoch jemand was dazu sagen.

Ich wüsste gerne, ob man einen 20.000 Volt Stromschlag überlebt (die 20.000 ist mehr fiktiv, könnte auch 15.000 oder 30.000 sagen).
Ich habe mich kürzlich mit jemandem darüber unterhalten, der definitiv meinte, das könne man nicht überleben, ich hingegen führte ins Feld- erfolglos- dass man ja auch nicht unbedingt eine („nur“) 12 Volt Autobatterie mit einer StromSTÄRKE von 50 bis 60 Ampere „kosten“ sollte, meinte also, dass die entscheidende Größe hier die Stromstärke bzw. das Produkt aus Stromstärke und Spannung sei- sicher bin ich mir leider auch nicht wirklich.

Viele Grüße

Hermann

Ohne Probleme
Hallo Hermann,

das überleben wir ständig, wenn wir elektrostatische Aufladungen über unseren Körper ableiten. Nur ist eben die Stromstärke sehr gering.

entscheidende Größe hier die Stromstärke bzw. das Produkt aus

In erster Lesung ist es der Strom, der durch den Körper fliesst, der chemische Wirkung z.B. in den Nerven verursacht.

Stromstärke und Spannung sei-

Wenn es denn viel (wirklich viel) Strom ist, ist die Verlustleistung über dem Körper für die letale Wirkung verantwortlich: Elektrischer Stuhl.

Gruß

Stefan

Hallo Stefan,

danke für dein Posting.

das überleben wir ständig, wenn wir elektrostatische
Aufladungen über unseren Körper ableiten. Nur ist eben die
Stromstärke sehr gering.

Das war auch meine Überlegung.

entscheidende Größe hier die Stromstärke bzw. das Produkt aus

In erster Lesung ist es der Strom,

Also die Spannung?

der durch den Körper
fliesst, der chemische Wirkung z.B. in den Nerven verursacht.

Stromstärke und Spannung sei-

Wenn es denn viel (wirklich viel) Strom ist, ist die
Verlustleistung über dem Körper für die letale Wirkung
verantwortlich: Elektrischer Stuhl.

Also wird’s bei einer bestimmten Spannung doch „kribbelig“, gleichgültig, wie gering die Stromstärke ist? Könntest du mal grob eine Zahl nennen- vorausgesetzt, ich verstehe das jetzt auch alles richtig.

Gruß

Hermann

hallo

ich erinnere mich da an ein experiment in der schule: ein kleiner apparat erzeugte auf einer metallkugel eine hohe spannung. fuhr man mit dem finger in die nähe der kugel, sprang ein blitz über und die ladung wurde abgeleitet. gemessen wurde dabei eine spannung von mehreren tausend volt, allerdings eine stromstärke im bereich von mikroampere. ausser einem kleinen stromschlag spürte man dabei fast nichts.

es ging dabei durchaus auch darum, um zu beweisen, dass für die tödlichkeit von strom eher die ampere aussagekräftig sind und weniger die volt.

lg
erwin

Hallo Hermann

Das mit der statischen Aufladung auf 20 bis 30 kV ist wie Du schon gelesen hast absolut unspektakulär und passiert täglich wenn die Spannung höher wird, bekommst Du ein paar gewischt (Trockenes Wetter, Auto und Parkschein ziehen).
Da hierbei aber nur geringe Mengen an Ladung abfließen, sind die Ströme I (=U/R) gering. Dein Körperinnenwiderstand (mehr oder weniger konstant) bestimmt den Strom der bei einer bestimmten Spannung fließt. Je höher die Spannung, desto höher der Strom bei konstantem Widerstand deines Körpers und unbegrenztem Stromfluss, el. Stuhl hat Spannungen im kV bereich und ausreichend Kapazität, sodass auch hohe Ströme fließen können.
Bei stat. Aufladung ist die Strommenge aber auf einen kleinen Wert (Kondensator) begrenzt, den Du nur als unangenehm empfindest.
Ein weiterer Effekt sind hochfrequente Wechselspannungen: Die können nicht in Deinen Körper eindringen und bleiben auf der Hautoberfläche.
Spektakuläre Vorführungen gab es früher in Schaubuden auf dem Rummelplatz, wo man Neonröhren in die Hand nahm und zum Leuchten brachte und sogar mit Glühbirnen ging das.
Teil 3 Blitzschlag:
Millionen Volt, hohe Ströme möglich.

Wenn Du Dich breitbeinig hinstellst und ein Teil des bereits eingeschlagenen Blitzes, der auf der Suche nach dem optimalen Kurzschluss ist, durch deinen Körper wandert, weil Du niedrigohmiger bist als das Erdreich um Dich herum, dann hast Du ein Problem, das eventuell letale Folgen hat. Du hast dann kein Problen mehr, aber die Leute, die dich finden und evtl Deine Angehörigen.

Kurz nochmal:
Hohe Spannung reicht nicht, es muss auch der entsprechende Strom fließen können (Stromquelle und Spannungsquelle immmer hübsch unterscheiden) Hochfrequente Spannungen dringen nicht bis zu Deiner Pumpe vor und machen wenig Ärger. Bei Blitzen niederkauern und nicht hinlegen oder breitbeinig hinstellen besonders nicht unter Eiche und Buche. Für die Autobatterie bist Du schlicht und glücklich zu hochohmig.

Gruß vom Klugscheisser

Also wird’s bei einer bestimmten Spannung doch „kribbelig“,

Nein. Die Spannung (vgl. Druck in einer Wasserleitung) ist nur nötig, um den Strom durch den Körper zu „drücken“. Aber nur der Strom (= Anzahl an Ladungsträger) wird chemisch so aktiv, dass man es akut merkt. Kleinere Gleichströme werden nicht wahrgenommen können aber dennoch in Zellen Ionen erzeugen und mit der Zeit tödliche Gewebsschädigungen produzieren.

Da steht recht viel drin dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stromschlag

Gruß

Stefan

Hallo,

iein
kleiner apparat erzeugte auf einer metallkugel eine hohe
spannung. fuhr man mit dem finger in die nähe der kugel,
sprang ein blitz über und die ladung wurde abgeleitet.
gemessen wurde dabei eine spannung von mehreren tausend volt,
allerdings eine stromstärke im bereich von mikroampere.

War das vielleicht ein Tesla-Transformator?

Viele Grüße
Kati

Hallo,

iein
kleiner apparat erzeugte auf einer metallkugel eine hohe
spannung. fuhr man mit dem finger in die nähe der kugel,
sprang ein blitz über und die ladung wurde abgeleitet.
gemessen wurde dabei eine spannung von mehreren tausend volt,
allerdings eine stromstärke im bereich von mikroampere.

War das vielleicht ein Tesla-Transformator?

Ueblicherweise benutzt bei so etwas eher Van-De-Graff-Generatoren, die sind optisch eindrucksvoll und leichter physikalisch zu erklaeren.

(Ich war natuerlich nicht dabei :smile:

Gruesse,
Moritz

hallo,

zieh einfach mal nach einigen stunden des tragens einen synthetikpullover aus oder schlafe in microfaserbettwäsche (und ergötze dich an den nächtlichen blitzen auf der bettdecke). das können schon gut ein paar tausend volt sein.

Ich wüsste gerne, ob man einen 20.000 Volt Stromschlag
überlebt

wenn du von volt sprichst, ist es definitiv kein strom, sondern es findet eine spannungs entladung statt. strom misst man in ampere und die haben bei statischen entladungen eigentlich nix zu suchen.

schöne grüße
ann

wenn du von volt sprichst, ist es definitiv kein strom,
sondern es findet eine spannungs entladung
statt. strom misst man in ampere und die haben bei statischen
entladungen eigentlich nix zu suchen.

Hallo Ann,
mit „Definitiv“ solltest du dich zurückhalten. Bei einem elektrischen Strom gibt es immer Spannung und Stromstärke.
Grüße
Ulf

Ja klar. Meistens sogar.
Tach Hermann,

„Mann überlebt 150 PS Autounfall“

„Mann überlebt 20.000 Volt Stromschlag“

Der Unsinn des ersten Satzes ist hoffentlich klar.
Der zweite Satz ist häufig zu findender, nicht weniger unsinniger Zeitungsquatsch.

20.000 Volt an sich jucken erstmal gar nicht, genauso wie die 150 PS.
Entscheidend ist, wieviel Strom (wird in Ampere gemessen) diese 20.000 V durch einen Menschen treiben.
Das jedoch hängt von vielen Faktoren ab, die in der Summe deutlich massgebender sind als die 20.000 V.
Der oben beschriebene Mann wird mit seinem 150 PS Auto vermutlich im Schritttempo eine Mülltonne angefahren haben, und den Kontakt mit 20.000 V wird man in der Regel (mit tödlichen Ausnahmen) mit einem Schrecken überstehen.

Gruss,
TR

der UP und ich sprachen aber eben NICHT von strom, sondern von spannung.

alles klar?

gruß
ann

der UP und ich sprachen aber eben NICHT von strom, sondern von
spannung.

Hallo Ann,
der Ursprungsposter sprach von einem 20.000 Volt Stromschlag. Um den Strom beurteilen zu können, muss man neben der benannten Spannung noch die Stromstärke kennen.
Ein elektrischer Strom hat immer Spannung und Stromstärke. Du trägst zur Verwirrung bei, in dem du Stromstärke mit Strom abkürzt. Aber auch dann ist deine Aussage falsch. Eine Spannung kann sich nur entladen, wenn ein Strom mit einer Stromstärke fließt.
Grüße
Ulf

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der UP und ich sprachen aber eben NICHT von strom, sondern von
spannung.

Hallo Ann,
der Ursprungsposter sprach von einem 20.000 Volt Stromschlag.

um es nochmal deutlich für nicht-elektriker zu sagen: es gibt keinen 20.000 Volt- STROM schlag. ebensowenig, wie es stromspannung gibt oder sonstige drollige wortschöpfungen. die verwirrung entsteht wohl eher von deiner seite.

gruß
ann

ganz off topic
Hi Ulf,

(…)

Eine
Spannung kann sich nur entladen, …

… womit die Verwirrung eine neue Dimension betritt.

Tun sich Ladungen demnach entspannen?

Gruss vom Ganzjahresvogelfütterer.

Du
trägst zur Verwirrung bei, in dem du Stromstärke mit Strom
abkürzt.

So wie unser Professor sagte:
„Ich werde jetzt eine Vereinfachung einführen, statt Transformator sage ich im weiteren nur noch Trafo.“
Mann was waren wir verwirrt damals …

Aber auch dann ist deine Aussage falsch. Eine
Spannung kann sich nur entladen, wenn ein Strom mit einer
Stromstärke fließt.

Wohin entlädt sie sich denn?
Und was ist ein Strom ohne Stromstärke?

Verwirrt
Torsten

Hallo Hermann!

Es haben auch schon Leute überlebt, die vom Blitz getroffen wurden.

Grüße

Andreas

Noch mehr Verwirrung :wink:
Hallo Ulf und die Anderen,

der Ursprungsposter sprach von einem 20.000 Volt Stromschlag.
Um den Strom beurteilen zu können, muss man neben der
benannten Spannung noch die Stromstärke kennen.
Ein elektrischer Strom hat immer Spannung und Stromstärke. Du
trägst zur Verwirrung bei, in dem du Stromstärke mit Strom
abkürzt. Aber auch dann ist deine Aussage falsch. Eine
Spannung kann sich nur entladen, wenn ein Strom mit einer
Stromstärke fließt.

Um es noch komplizierter zu machen.

Neben dem Strom, welcher mit der Spannung zusammenhängt, ist auch noch dessen Dauer wichtig, wenn es um die biozide Wirkung geht.

Deshalb wird bei einem Defibrillator weder die Spannung noch der Strom eingestellt sondern die Ladung (in Joule).

MfG Peter(TOO)

Tesla is der richtige Ansatz. Bei Teslaspulen (oder ähnlichen Geräten) is es -soweit ich mich erinnern kann- so dass du sehr hohe Volt hast aber dafür extrem wenig Ampere, wodurch der Strom ÜBER deine haut läuft und dich net von innen grillt bzw dein Herz aufhört zu schlagen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Tesla is der richtige Ansatz. Bei Teslaspulen (oder ähnlichen
Geräten) is es -soweit ich mich erinnern kann- so dass du sehr
hohe Volt hast aber dafür extrem wenig Ampere, wodurch der
Strom ÜBER deine haut läuft und dich net von innen grillt bzw
dein Herz aufhört zu schlagen.

Wenn nur ganz wenig Strom fliesst, ist es egal, ob er durch den Koerper oder ueber die Haut fliesst, er stoert nicht.

Du scheinst dich gerade an den Skin-Effekt zu erinnern, aber nur so halb. Der sorgt dafuer, dass bei hohen Frequenzen der Strom vor allem an der Oberflaeche transportiert wird - mit der Hoehe der Spannung hat das erst mal nichts zu tun.

Gruesse,
Moritz