20 jähriger Sohn macht nur noch Schwierigkeiten

Hallo,
ich bin ganz neu hier und habe folgendes Problem.
Unser 20 jähriger Sohn benimmt sich unausstehlich, ein Zusammenleben ist kaum noch möglich. Streit, Beleidigungen stehen an der Tagesordnung. Er war beim Bund, ist nun arbeitslos, sitzt den ganzen Tag nur rum,bekommt Anklagen über Anklagen, zahlt seine Schulden nicht und heute kam ein Brief von einem Anwalt, weil er unbefugt ein Auto seines Freundes fuhr und damit einen Schaden in Höhe von 2000 Euro verursacht hat. Auf solche Dinge reagiert er nicht, ignoriert es einfach. Im Umgang mit uns ist er schwierig, er tut nichts im Haushalt und wenn, dann grob und oberflächlich, also nicht wirklich. Er nimmt sich ohne zu fragen unser Auto, hat uns schon bestohlen ( Geld etc.), streitet immer alles ab und täglich gibt es Streit. Ich bin am Rande meiner Kraft und wüßte gerne , wie und was wir unternehmen könnten. Natürlich haben wir schon ruhige und auch lange Gespräche mit ihm geführt, allerdings haben die nie etwas gebracht. Er ist der Meinung, da er unser Sohn ist, müssen wir es eben „ertragen“.

hi,

Er ist der Meinung, da er unser
Sohn ist, müssen wir es eben „ertragen“.

zeigt ihm, wie sehr er sich irrt, setzt ihm ein ultimatum, bis zu dem er glaubhafte anstrengungen vorweisen muss, dass er seine belange erledigt - und wenn bis dann nix kommt, schmeißt ihn aus.

keine bange, er erfriert und verhungert nicht!

schöne grüße
ann

Das sehe ich genau so. Klare Grenzen ziehen. Nicht nur was die Anstrengungen angeht, sondern auch was das Thema mein und ein angeht.

Und keine Angst wegen Amt und unter 26. Man braucht sich als Eltern nicht beklauen zu lassen.

Allerdings würde ich mich bei der Gelegenheit schon auch noch mal als Elternteil fragen, wie der junge Mann zu so einer Einstellung kommt und was der eigene Beitrag daran ist. Das hilft für die Zukunft.

LG Petra

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Er ist erwachsen, behandelt ihn auch so.
Hallo!

Euer Sohn ist erwachsen. Behandelt ihn auch so.

Für das Zusammenleben mit Euch gibt es Regeln (Benehmen, Mithilfe in Haus und Garten, intensive Arbeitssuche etc.). Er kann sich dran halten, dann darf er bleiben. Er kann es lassen, dann fliegt er raus.

Ich weiß nicht, welche Erziehung er von Euch genossen hat. Aber jetzt ist einfach mal Zeit, dass er selber Verantwortung für sein Leben übernimmt, die Konsequenzen seines Handelns selber trägt. Macht ihm unmissverständlich klar, bis wohin Eure Hilfe und Gutmütigkeit reicht und wo Schluß ist.

Wenn er Schulden nicht bezahlt, landet er u.U. schlußendlich im Gefängnis. Weiß er das?

Natürlich haben wir schon
ruhige und auch lange Gespräche mit ihm geführt, allerdings
haben die nie etwas gebracht. Er ist der Meinung, da er unser
Sohn ist, müssen wir es eben „ertragen“.

Und genau da ist er im Irrtum. Das müsst Ihr ihm aber auch glaubhaft und ernst vermitteln.

Noch was Positives: Man kann noch ruhig mit ihm sprechen. Da scheint mir noch nicht alles verloren. Wahrscheinlich müsst Ihr nur deutlicher werden.

Grüße
kernig

Hallo

dann setzt ihn vor die Tür, mit 20 haben manche schon eine eigene Familie, stehen zumindestens schon alleine auf den Beinen!!!

Hotel Mama ist da natürlich nett für den Herrn Sohnemann!

Tasche packen und Tschau Sohnemann.

Alles Gute, denkt auch an eure Nerven

Hallo Petra,

Allerdings würde ich mich bei der Gelegenheit schon auch noch
mal als Elternteil fragen, wie der junge Mann zu so einer
Einstellung kommt und was der eigene Beitrag daran ist. Das
hilft für die Zukunft.

Das soll hilfreich sein? Vielleicht für Dich selbst mit dem guten Gefühl, dass Du solche Probleme nicht hast!
Ich glaube nicht, dass die Ursprungsp. nochmal Kinder bekommt, wenn sie schon ein 20jähriges „Kind“ hat. Und Selbstvorwürfe hast sie sich wahrscheinlich auch gemacht, da braucht sie deinen Fingerzeig auf den Pranger ganz bestimmt nicht.
Mein Tipp: Super-Nanny gucken ist nicht immer hilfreich.
Viele Grüße
Kony

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Hi Kony,

deine Selbstschuldgefühle in einem Posting bei anderen Leuten rausschreien hilft dir und anderen aber auch nicht.

Eltern sind bei ihrer Erziehung der Kinder nicht an allem Schuld, aber durchaus beteiligt. Daran sollte man sie erinnern. Was das mit Pranger zu tun hat ist mir schleierhaft, denn es sollte allen Beteiligten bekannt sein und es hat niemand verlangt, dass sie hier ne Liste schreibt, das ist nur für sie selbst.

Was das mit einm Kind zu tun haben soll ist auch fragwürdig, es hat eher was damit zu tun, wie man in Zukunft mit dem verzogenen Sohn umgeht.

lg
Kate

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Natürlich macht man sich Gedanken, ob in der Erziehung alles BESTENS gelaufen ist, ganz klar ! Aber wer kennt schon die beste Erziehungsmethode ?! Meine Schwester ist auch ein anderer Mensch als ich, obwohl wir „eine“ Erziehung genossen haben.
Wir haben ihm schon Fristen gesetzt, die er dann auf den letzten Drücker erledigt hat. Aber : Es ist nicht einfach, einen Menschen vor die Tür zu setzen. Man macht sich Sorgen und man versucht ja auch „menschlich“ zu bleiben, denn er ist unser Sohn. Vielleicht ist das der falsche Weg, aber der richtige tut sich durch sein negatives Verhalten einfach nicht auf.
Gibt es eventuell beim Jugendamt irgendwelche Hilfen ? Könnten wir ihm ( oder er sich ) eine Wohnung anmieten oder muß das Jugendamt unterrichtet werden ? Und wie ist die finanzielle Lage ? Weiß jemand darüber etwas ?
Gruß Arena

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Hallo Kony,

dir geht es sonst gut?

Danke der Nachfrage, mir geht es gut. Nicht, weil ich nie Probleme habe, aber weil es mir persönlich hilft, ab und an mal selbstkritisch zu sein.

LG Petra

Hallo,

wenn ich selbstkritisch schreibe, meine ich nicht die perfekte Mutter / Eltern! Mal abgesehen davon, dass es die beste Erziehungsmethode nicht gibt.

Aber wenn ich mir deine Zeilen so durchlese, könnte das „menschlich“ genau der Grund sein.

Ich kenne dich nicht. Ich kann nur beurteilen, was mir in den letzten 20 Jahren so begegnet ist als Mutter, die auch mit anderen Müttern zu tun hat. Und ich weiß, wann es bei uns geklemmt hat. Es ist immer das Wechselspiel zwischen Liebe und Konsequenz. Du hast beides als gegenseitige Pole dargestellt. Und da könnte schon der Knackpunkt liegen!

Liebe und Konsequenz sind nicht zwei Seiten einer Medaille! Konsequenz in der Erziehung ist eine Ausdrucksform von Liebe. Vielleicht lässt du mal einige Situation Revue passieren mit dieser anderen Brille.

Du tust deinem Sohn keinen Gefallen, wenn du nicht wirklich konsequent bist. Genau das dürfte wahrscheinlich in der Vergangenheit zu oft passiert sein, dass du „menschlich“ reagiert hast und Rückzieher gemacht hast. Mit dem Ergebnis, dass er euch jetzt wenig respektiert und nicht gelernt hat, Verantwortung für sich selbst und das, was er tut zu übernehmen.

Fangt an damit. Und vor allem: Er ist kein Kind mehr! Wenn du hier nach Jugendamt fragst, dann zeigt das, auf welchem Trip du bist. Der Junge ist 20! Er ist seit 2 Jahren volljährig!

LG Petra

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Hallo,
nein, wir waren mit Sicherheit nicht immer konsequent und das es ein Fehler war, leuchtet uns auch ein.
Ich bin auf keinem Trip, ich bin in erster Linie unsicher.
Bei Gerichtsverhandlungen schaltet sich das Jugendamt auch ein, obwohl er 20 Jahre alt ist und schon seit 2 Jahren „erwachsen“.

hallo arena,
was du beschreibst habe ich durch. nach nächten mit sehr vielen tränen und selbstvorwürfen habe ich es mit hilfe meines mannes und einer guten therapeutin geschafft hier endgültig den schlußstrich zu ziehen. ich lies mir seine schlüssel geben, drückte ihm eine adresse des männerwohnheims im die hand und schmiß ihn raus. nachdem er dann hilfesuchend beim jugendamt vorstellig wurde, bekam er einen platz in einem betreuten wohnen. dort hat er sich aber auch wie die axt im walde benommen. er mußte raus. ich hab ihm ein möbliertes zimmer, bad und toillette auf dem gang, angemietet und sogar nen job besorgt. nachem er aber mehrmals verschlafen hatte, flog er auch in dem job wieder raus. bis dato zahlte ich unterhalt. er zog in eine wg und schmnorrte sich durch. über das jugendamt forderte er unterhalt ein. ein kurzer brief meines anwalts in dem er klar stellte, dass der junge seinen unterhalt verwirkt hatte wegen diverser strafbarer handlungen, befreite mich endgültig von weiteren zahlungen.
heute steht er auf eigene füßen, hat zwei gute jobs und kommt gut klar. wir reden wieder miteinander und er ist auf gutem wege ein sozialer mensch zu werden.
so arena, das war jetzt viel text. das einzige was ich dir also raten kann: schmeiß den kuckuck aus dem nest. je eher desto besser.
das tut dem mutterherz weh aber du mußt dieen terror nicht zulassen.
wenn du noch fragen haben solltest, gerne per mail
alles gute
seute

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zur info:
vor gericht gilt er als jugendlicher bis vollendung des 21sten lebensjahres und geistiger reife.

null Empathie!
Hallo Kate,

deine Selbstschuldgefühle in einem Posting bei anderen Leuten
rausschreien hilft dir und anderen aber auch nicht.

Selbstschuldgefühle hatte ich beim Postingschreiben keine, eher andere. Und unter Schreien verstehe ich DAS. Ich habe aber nicht geschrieen, lediglich meine Meinung formuliert und auf diplomatische Floskeln verzichtet.

Eltern sind bei ihrer Erziehung der Kinder nicht an allem
Schuld, aber durchaus beteiligt.

Schuldfrage? ok. Schuld hat jeder, der etwas tut, im Guten wie im Schlechten.

Daran sollte man sie erinnern.

Keinem Menschen ist man so nahe wie seinem Kind. Da braucht es niemanden, weder andere Eltern noch Kinderlose, als Erinnerungshilfe für Verfehlungen. Wenn ein Eltern-Kind-Verhältnis immer mehr Schieflage bekommt, dann hat das eine lange Vergangenheit. Glaubst Du wirklich, dass ein „kommt davon…“, „gehe in Dich…“ „mache das künftig anders…“ einem Ratlosen weiterhilft: „ahja, du hast ja so recht. Ich mache das jetzt wirklich anders.“

Was das mit Pranger zu tun hat ist mir schleierhaft,

klar, sonst hättest du so nicht geantwortet.
Ich hatte bei der Antwort den Verdacht, dass das nichts mit Empathie für die UP zu tun hatte, das war eine Demonstration von Überlegenheit, auf Kosten der Fragenden!

denn es sollte allen Beteiligten bekannt sein und es hat
niemand verlangt, dass sie hier ne Liste schreibt, das ist nur
für sie selbst.

jaja, wie gut dass es hier erfahrene und wohlmeinende User gibt…

Was das mit einm Kind zu tun haben soll ist auch fragwürdig,
es hat eher was damit zu tun, wie man in Zukunft mit dem
verzogenen Sohn umgeht.

Ich hasse Selbstgerechtigkeit. Es steht meiner Ansicht nach niemanden zu, der Situation oder Betroffenen zu betiteln und damit einen Stempel aufzudrücken.
immer noch genervt
aber mit Grüßen
Kony

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Hallo Kony,

„Schuld“, „Verfehlungen“, „(Selbst-)Vorwürfe“, „Pranger“, …

… das sind alles Begriffe, die du benutzt hast!

Ich habe sie nicht verwendet. Weil es hier nicht um Schuld, Fehler, etc. geht.

Hier geht es um eine Situation, in der sich der Fragesteller nicht wohlfühlt. Eine Situation, die sicher nicht von heut auf morgen entstanden ist. Aber auch eine Situation, an der die Fragestellerin beteiligt nicht gleich Schuld ist.

Du bist in Wahrheit die, die das Prinzip des Fingerzeigs und des Schuldigen verfolgt. Indirekt. Dein Fingerzeig liegt beim Sohn. Das hat aber keinen Wert. Es nützt nichts.

Ich kann mich selbst ändern. Wenn mir eine Situation nicht passt, dann muss ich gucken, was ich machen muss, damit es besser wird. Und ich persönlich plädiere auch für eine Bilanz und einen kurzen Blick in die Vergangenheit. Weil man sehr wohl für die eigenen Zukunft lernen kann, wenn man versteht, was nicht gut gelaufen ist. Das hat nichts mit Pranger zu tun. Auch nichts mit in Schutt und Asche laufen, sondern einfach nur, damit es künftig besser läuft. Ohne Rechtfertigung, auch nicht vor sich selbst.

LG Petra

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zur info:
vor gericht gilt er als jugendlicher bis vollendung des 21sten
lebensjahres und geistiger reife.

Falsch!
14 bis 18 Jugendlicher, 18 bis 21 Heranwachsender! Da macht das Gesetz einen Unterschied!
Renate

ot sprachliche Bilder

in Schutt und Asche laufen,

Liebe Petra,
es hat mit Deinen Ausführungen zwar nichts zu tun, ja, ich stimme ihnen sogar weitgehend zu.

Aber mich stört es sehr, wenn Metaphern durcheinander geraten.
Man kann etwas „in Schutt und Asche legen“ d.h. etwas total zerstören.
Oder man kann „in Sack und Asche laufen“, d.h. Buße tun für wirkliche oder eingebildete Verfehlungen.
Du vermischst diese beiden Redewendungen.
Gruß
Eckard

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Moin,

wie man in den Wald hineinruft…

Der Herr ist mit 20 Jahren erwachsen.
Wenn er unfähig ist, mit Euch zu leben, dann muß er es alleine tun.

Entweder er ändert sich grundlegend, oder es ändert sich grundlegend für ihn!

So ne eigene Wohnung hat schon was, auch viel Arbeit und Verantwortung.

Gandalf

Danke

in Schutt und Asche laufen,

Hallo Eckhard,

Aber mich stört es sehr, wenn Metaphern durcheinander geraten.

Da mich das auch stört und ich da offenbar gestern einen quer sitzen hatte - danke für den Sack :smile:

LG Petra

einen Vorschlag machen
hallo Petra,

„Schuld“, „Verfehlungen“, „(Selbst-)Vorwürfe“, „Pranger“, …
… das sind alles Begriffe, die du benutzt hast!
Ich habe sie nicht verwendet.

Hat es daran einen Zweifel gegeben?

Hier geht es um eine Situation, in der sich der Fragesteller
nicht wohlfühlt. Eine Situation, die sicher nicht von heut auf
morgen entstanden ist. Aber auch eine Situation, an der die
Fragestellerin beteiligt nicht gleich Schuld ist.

Für uns zur Hilfestellung zitiere ich hier:
arena: Unser 20 jähriger Sohn benimmt sich unausstehlich…Er ist der Meinung, da er unser Sohn ist, müssen wir es eben „ertragen“. = Statement und Bitte um Hilfe
Dich: Allerdings würde ich mich bei der Gelegenheit schon auch noch mal als Elternteil fragen, wie der junge Mann zu so einer Einstellung kommt und was der eigene Beitrag daran ist. Das hilft für die Zukunft.
Das empfand ich als
unnötig -> das hat arena bestimmt sich schon gefragt, zugegebenermaßen spekulativ,
und deplaziert -> ich hätte es gut gefunden, wenn du sie direkt angeschrieben hättest. Dies Ann mitgeteilt hat etwas Arrogantes an sich.

Du bist in Wahrheit die, die das Prinzip des Fingerzeigs und
des Schuldigen verfolgt. Indirekt. Dein Fingerzeig liegt beim
Sohn. Das hat aber keinen Wert.

Nun habe ich nochmal meine Texte nachgelesen: Ich bin absichtlich nicht auf die Schwierigkeiten von arena eingegangen und habe nichts Wertendes finden können, was sie oder den Sohn anbetrifft.

Und ich persönlich plädiere auch für eine
Bilanz und einen kurzen Blick in die Vergangenheit. Weil man
sehr wohl für die eigenen Zukunft lernen kann, wenn man
versteht, was nicht gut gelaufen ist.

Es ja ok, wenn Du von Deiner Strategie berichtest und einen Vorschlag machst, solange dieser Vorschlag nicht bedeutet den anderen damit klein zu machen. Darum ging es mir.

Viele Grüße
Kony

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