Fachleute sind rar und deshalb möchte ich in meinem Betrieb eine qualifizierte Lehre anbieten. Interesse an der Sache und einige elementare Grundfertigkeiten sind die Voraussetzungen.
Die Beherrschung des Dreisatzes wäre für einen Mittelschüler oder Abiturienten durchaus wünschenswert. Also in der Art: 200 Gramm Leberwurst kosten 3 Mark. Wie hoch ist der Preis pro Kilogramm? Antworten: Mit Leberwurst haben wir das nie gerechnet. Oder: Muß man das denn als Elektroniker wissen?
Wie es sich mit den Rechtschreibkenntnissen verhält, läßt sich auch in diesem Forum immer wieder feststellen. Kostprobe gefällig?
Ich habe einen Simens 9021 Leserdrucker mit einer Canen atrone. Wenn ich etwas Drucken will, zeigt er mir an das :seinScanner eine Funktionsstörung hat.
Was meint der, was kann ich tun ??
Biss denne
Mir ist nicht bekannt, über welchen Schulabschluß der Autor der oben zitierten Frage verfügt. Ich mußte aber zur Kenntnis nehmen, daß Schulabschlüsse einschließlich des Abiturs keinerlei Rückschlüsse auf den Kenntnisstand der deutschen Rechtschreibung oder der Grundrechenarten zulassen. Von fehlendem Allgemeinwissen, das bis an die Grenze der Lebensuntüchtigkeit reicht, ganz zu schweigen.
Prüfe ich zu scharf, bevor ich einen Auszubildenden einstelle?
Bewerte ich stets vorhandenes Detailwissen über Big Brother Kandidaten, die genaue Kenntnis sämtlicher Hitparaden sowie der Schuhgröße der Bundesligaspieler zu gering?
Soll ich versuchen, Azubis in Indien zu finden?
Reichen 10 bis 13 Jahre Schulzeit nicht für die Vermittlung der Fähigkeiten, die für eine Berufsausbildung qualifizieren?
Sehen die Schulen überhaupt ein Problem?
Falls ja, was wird dagegen unternommen?
Simens Leserdrucker mit Canen Patrone???
Hallo Wolfgang,
wie soll das denn funktionieren?!
Prüfe ich zu scharf, bevor ich einen Auszubildenden einstelle?
Reichen 10 bis 13 Jahre Schulzeit nicht für die Vermittlung
der Fähigkeiten, die für eine Berufsausbildung qualifizieren?
Nein, ich mache es genauso! Was da einem so geboten wird, ist geradezu eine Schande und ein miserables Zeugnis für unser Bildungssystem. Ich frage mich ernsthaft, wie manche Leute überhaupt einen Schulabschluß geschafft haben.
Ich verlange ja nicht, daß ein Hauptschulabsolvent, der womöglich noch ein paar Ehrenrunden gedreht hat und zum Schluß aus Altersgründen doch noch ein Abschlußzeugnis ergattern konnte, die Korrelationsrechnung oder die mehrdimensionale Häufigkeitsverteilung im Schlaf beherrscht. Allerdings denke ich noch mit Grausen daran zurück, daß die ersten beiden erste Mathe-Stunde in meiner Berufsschule mit der Wiederholung bzw. kompletter Neu-Eintrichtung der Grundrechenarten und der Prozent- und Bruchrechnung („wie in aller Welt werden Brüche multipliziert und wer braucht das überhaupt?“ oder „was zum Teufel ist ein Dreisatz?!“) vergeudet wurden. An der Uni durfte ich mich dann noch einmal langweilen. Na ja, ein Abenteuer für sich.
So viel zu Mathe, da hätten wir aber noch Deutsch & Co. Eine Glanzleistung hast Du schon präsentiert. Davon gibt es noch etliche mehr (siehe Grammatik-Koryphäe Verona Feldbusch). Ich selbst hatte schon etliche Bewerbungen auf dem Tisch, in denen sich die Damen als „langjährige Chefsekretärin mit hervorragenden (extra Betonung!) Rechtschreib-/Grammatikkenntnissen“ anpriesen. Dummerweise waren sie mit Fehlern übersät (die Bewerbungen natürlich, nicht die Damen). Der derzeitige Rekord hält bei mir eine ehemalige Vorstandssekretärin mit 46 (in Worten: sechsundvierzig) Fehlern auf zwei DIN A4-Seiten. Es trifft also nicht nur die Teenies.
Bewerte ich stets vorhandenes Detailwissen über Big Brother
Kandidaten, die genaue Kenntnis sämtlicher Hitparaden sowie
der Schuhgröße der Bundesligaspieler zu gering?
Offensichtlich. Obwohl das von Dir erwähnte Detailwissen ungeahnte Möglichkeiten bietet. Big Brother (insbesondere, was den Rausschmiß angeht) könntest Du hervorragend für einen Test „Wahrscheinlichkeitsrechnung“ nutzen; Hitparaden bieten sich für Statistik geradezu hervorragend an und die Schuhgrößen der „Flaschen leer´s“ sind ganz bestimmt auch für etwas gut.
wenn sich derartige mathematische Nieten auf einen Ausbildungsplatz in der Elektronikbranche bewerben würde ich mir an deiner Stelle an paar Gedanken über die Qualität des Ausbildungsangebots machen.
Mit anderen Worten: Woran liegts, dass sich „normal“ gebildete Realschüler oder Abiturienten, für die die Leberwurstaufgabe kein Problem sein dürfte (ausser sie sind Vegetarier), nicht bewerben?
Nö… aber Mütter…
und berufstätige Frauen, die hin und wieder jemanden einstellen.
Deshalb kann ich Dir nur im vollem Umfang zustimmen!!!
Meine Kids (10. Klasse Gymnasium) haben im mathematisch-naturwisschenschaftlichen Bereich so gut wie keinen Unterricht. Wenn die Lehrkraft nicht krank, schwanger oder auf Weiterbildung ist, dann fällt der Unterricht eben wegen Lehrerausflug oder Konferenz aus.
Die Tendenz geht eindeutig in eine fatale Richtung:
weg von den Grundlagen, hin zu Spezialisten!!!
Am liebsten schon Word und Excel in der Grundschule… die schreiben doch automatisch richtig… und rechnen kann Excel sowieso viel besser!!!
… für Physik, Chemie oder Biologie ist bestimmt jemand zu finden, wenn man da mal wirklich eine Frage hat…
Ayla, die lieber einen Schüler mit sauberer Grundlage hat, als einen Spezialisten für den Umgang mit Word-Art
Ich denke,daß das Schulsystem in Deutschland total inüberschaubar und verworren ist. Es gibt Grund-,Haupt-,Regel-,Real-,Ober-usw.usw. Schulen.In unserer Schule(bzw. meines Sohnes) wird in drei ersten Klassen 2 verschieden Methoden unterrichte. Die Kinder lernen die „vereinfachte“ Ausgangsschrift (wäre auch mal einen Artikel wert) und in der Orientierungsstufe hagelt es Fehler, weil die Lehrer mit der Schrift nicht klarkommen. Ebenso bedenklich finde ich es, dass Klassiker z. B. Goethe, Schiller, Beethoven, Mozart wenn überhaupt erst im Gymnasium behandelt werden. Ich finde, wir leben in Deutschland und dann kann den Kindern auch ein Stück deutsche Kultur nahegebracht werden.
Gerade in den jetzt so beliebten Millionenquizzen kann man sich genau ansehen, wie es um die Allgemeinbildung in Deutschland bestellt ist.
Warum darf überhaupt ein naturwissenschaftliches Hauptfach am Gymnasium abgewählt werden.
Eure Gesine
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
was in aller Welt ist „vereinfachte Ausgangsschrift“??? Wäre ich Jürgen Sprenzinger, so täte ich da gewiss eine nicht näher begründete schriftliche - ergo: „vereinfachte“ - Erklärung meiner Erziehungsberechtigten, die mir das unbeaufsichtigte Entfernen (=Ausgang) aus der elterlichen Wohnung erlaubt.
Für die Herrschaften, denen Herr Sprenzinger kein Begriff ist: das ist der Typ, der unter anderem den „sehr geehrten Herrn Maggi“ und den „ehrenwerten Nissan San“ angeschrieben hat, und sich vor einigen Jahren bei dem Vizir-Hersteller beschwerte, daß die Zauberkugel fauler Zauber ist (Monisieur schichtete die gesamte Dreckswäsche im Garten auf, hielt die „Zauberkugel“ dagegen und wunderte sich, daß der Dreck entgegen den Versprechungen in den Werbespots nicht magnetisch angezogen wurde).
OK, genug geblödelt. Ich weiß - mangels eines lebenden Beobachtungsobjekts im Alter von 7 bzw. 8 Jahren - immer noch nicht, was die „vereinfachte Ausgangsschrift“ ist.
bei den jetzt so beliebten Millionenquizzen kann man
sich genau ansehen, wie es um die Allgemeinbildung in
Deutschland bestellt ist.
Genau: Das New Yorker Opernhaus heißt neuerdings Mopera, ORF ist die neue Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes und nach Tizian wurde ein blauer Farbton benannt.
Warum darf überhaupt ein naturwissenschaftliches Hauptfach am
Gymnasium abgewählt werden.
Hallo Tessa,
was das so genau ist weiss ich auch nicht so genau und vor allem,wozu das gut sein soll. Die Schreibschrift wird fast bis zur Unkenntlichkeit " vereinfacht".Damit das auch was Neues ist werden hinter jeden Buchstaben die Verbindungsstriche (gibt`s bestimmt ein Fachausdruck für)nicht mehr zur Seite gezogen zum nächsten Buchstaben, sondern nach oben. Die Buchstaben werden also oben und nicht mehr unten verbunden. Ich habe auch schon irgendwo ein Schriftbild im Internet gefunden. Weiss nicht mehr, wo.Meine Theorie über die vereinfachte Ausgangsschrift ist die, dass irgendein Pädagoge, am besten mit irgenwelchen Kürzeln und einer Riesenportion Selbstbewußtsein und Profilierungssucht diese Schrift erfunden hat. Ich möchte jetzt keine bösen Antworten von Lehrern. Es ist auf diesen einen genialen Erfinder gemünzt.Das Problem an der Sache ist, dass wie sonst auch üblich, keine Einigkeit herrscht. Die einen lehren es und die anderen kennen es gar nicht. Verwirrung ist riesengroß.
Was sagen denn die Lehrer hier so zu dieser Erfindung?
Gruss Gesine
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ich habe eben - Deiner Anweisung folgend - versucht, die „vereinfachte Ausgangsschrift“ aufs Papier zu bringen. Es geht nicht (wie in aller Welt soll ich l, t, d, etc. „oben“ verbinden?!) bzw.: es geht schon, sieht aber recht dämlich aus. Natürlich habe ich auch keinerlei Peilung, wie das überhaupt aussehen soll.
Kannst Du mir ein Musterbeispiel per eMail oder Fax zusenden?
So long
Tessa
PS. Bin ich froh, daß ich nicht „vereinfachte Ausgangsschrift“ sondern nur Mathe und Physik als Leistungskurs hatte…
Die Schreibschrift wird fast bis
zur Unkenntlichkeit " vereinfacht".
Hallo zusammen!!
kurz beschrieben ist die „Vereinfachte“ Ausgangsschrift eine Mischung aus Schreib- und Druckschrift!
Sie lässt sich leichter lernen als die von uns gelernte, geschwungene Ausgangsschrift.
Ausserdem hat sie bei meinen Kindern sehr schnell zu einer gut lesbaren Handschrift geführt.
Ayla, die zuerst auch skeptisch war!
noch ein Hinweis: geh mal in einen Papierwarenladen… da gibt es auch Hefte zum „Üben der vereinfachten Ausgangschrift“…
kann wirklich gut aussehen… die Schlussbögen habe ich übernommen!!!
nu muss ich mich aber mal kurz einmischen. Anscheinend stehen die Hauptschüler ja außen vor bei dieser Diskussion, weil eh geistig unterbelichtet??? Oder sollte ich hier jetzt deinen Beitrag in den falschen Hals bekommen haben?
Der Fehler liegt eindeutig an unserem Schulsystem bzw. auch an den Lehrern. Wenn ich in meiner Nachbarschaft sehe, dass ein Junge in der 2. Klasse gerade anfängt zu lesen, kann ich mir nur vor die Stirn schlagen. Wo sind die Lehrer? Anders gefragt: Warum fällt das nicht in der Schule auf, sondern mir als Nachbarin? Der Junge kann es mittlerweile, aber nur, weil die Eltern und ich ziemlich hinterher waren. Ansonsten hätte der Junge gute Chancen gehabt Analphabet zu werden. Dumm ist er nicht, aber er wäre sicher ein Kandidat für die Hauptschule, wenn nicht sogar für die Sonderschule gewesen.
Ich vermisse bei Lehrern oft Engagement. Und die wenigen, die sich für ihre Schüler das Popöchen aufreißen, haben häufig auch einen schweren Stand bei Kollegen.
Ich selbst bin Hauptschülerin, habe anschließend aber meine Mittlere Reife noch machen können an einer berufsbildenden Schule. Daher weiß ich wovon ich spreche, wenn ich behaupte, dass Hauptschüler nicht alle dumm sind (übrigens auch viele der Sonderschüler nicht), sondern - wenn sie denn durch das Sieb gefallen sind - auch noch dumm gehalten werden.
Und Schiller und Goethe gehören nicht nur in den Lehrplan eines Gymnasiums, sondern auch in den der Hauptschule! Wer was lernen will, muss sich anscheinend selbst darum kümmern. So stelle ich mir Schule auch vor.
hatte nicht den Eindruck, daß bisher jemand Hauptschüler für „unterbelichtet“ hält.
Oder sollte ich hier jetzt deinen
Beitrag in den falschen Hals bekommen haben?
Ja, glaub’ ich schon.
Aber Du hast allemal Recht mit Deinem Beispiel: Gravierende Defizite fallen in der Schule offenkundig einfach nicht auf. Oder es interessiert niemenden. Es kommt tatsächlich vor, daß ein junger Mensch einen Schulabschluß hat, aber kaum lesen und schreiben kann und keineswegs dumm ist. Das kann doch wohl nur passieren, wenn Dutzenden von Lehrkräften und den Eltern 9 oder 10 Jahre lang alles am Arsch vorbei ging. Abitur und von einfacher Prozentrechnung überfordert; von simpelsten Algebra-Fertigkeiten ist nicht einmal zu träumen - Himmel, sag’ mir keiner, das gäbe es nicht! Ich habe das mehrfach erlebt!
Einmal sehr technisch-brutal ausgedrückt: Die Vermittlung von Bildung, Wissen und Fertigkeiten ist die Aufgabe (das Produkt) der Schule (und der Eltern). Am Ende der Produktionszeit erstellt der Produzent ein Zertifikat und sichert bestimmte Produkteigenschaften zu. In Fällen, in denen die Zusicherung nicht den Tatsachen entspricht, findet das Produkt keinen Käufer und landet schließlich im Abstellraum oder auf dem Müll. Mag sein, daß schon die Grundstoffe nicht einwandfrei waren, aber die Verarbeitung war auch mangelhaft. Bei irgendeiner zusammengeschraubten Sache bekommt der Produzent Ärger. Er hat gefälligst eine Null-Fehler-Produktion anzustreben.
Hier geht es um Menschen, denen eine ganz schwere Hypothek auf den Weg gegeben wird, weil eine Menge Leute ihren Job nicht ordentlich machen. Alle Lehrberufe, egal ob kaufmännisch, technisch oder handwerklich, stellen lediglich Anforderungen, für die die Lehrinhalte der Hauptschule ausreichen sollten. Die Hauptschule muß in der Lage sein, dafür restlos alle Voraussetzungen bei jedem Schulabgänger zu schaffen. Dem ist aber nicht so. Auf der anderen Seite gibt es Abiturienten, die nicht ansatzweise über die Mathematikkenntnisse eines guten Hauptschülers verfügen.
Als ich in den 70ern über den 2. Bildungsweg für meine Studienberechtigung die Schulbank drücken mußte, gab es in Hamburg jährlich „Schulstreiks“ u. a. gegen den Leistungsdruck. Sachwissen und Grundfertigkeiten waren geradezu verpönt. Die Vermittlung „gesellschaftlicher Fähigkeiten“ -was immer das ist- wurde eingefordert. Kann es sein, daß die damaligen Demonstranten (meine Generation), die heute Lehrer und Schulleiter sind, ihrer verqueren Ideologie entsprechend lieber diskutieren, als Physikunterricht zu geben?
Als ich in den 70ern über den 2. Bildungsweg für meine
Studienberechtigung die Schulbank drücken mußte, gab es in
Hamburg jährlich „Schulstreiks“ u. a. gegen den
Leistungsdruck.
Wer behauptet, an deutschen Schulen gäbe es Leistungsdruck, ist nie in eine polnische Schule gegangen. Das, was man mir im Leistungskurs Mathe in der 10. Klasse präsentierte, war ganz amüsant. Das ganze Zeug hatte ich nämlich schon mal im stinknormalen Mathe-Unterricht in der 7. bzw. 8. Klasse in Polen durchgekaut.
Abitur und von
einfacher Prozentrechnung überfordert; von simpelsten
Algebra-Fertigkeiten ist nicht einmal zu träumen - Himmel,
sag’ mir keiner, das gäbe es nicht! Ich habe das mehrfach
erlebt!
Traurig aber wahr! In Deutschland kann sich offensichtlich selbst ein Analphabet, der Algebra für eine neue coole Tanzrichtung hält, durch´s Abi mogeln.
nu muss ich mich aber mal kurz einmischen. Anscheinend stehen
die Hauptschüler ja außen vor bei dieser Diskussion, weil eh
geistig unterbelichtet??? Oder sollte ich hier jetzt deinen
Beitrag in den falschen Hals bekommen haben?
Offensichtlich schon. Es ging mir nicht um den Hauptschüler im speziellen! Es gibt genauso viele Realschüler und Gymnasiasten, die nicht kaum ihren Namen richtig schreiben und 2+2 korrekt addieren können. Ich habe auch geschrieben, daß solche Glanzleistungen ein miserables Zeugnis für unser Bildungssystem darstellen.
Abitur und Leberwurst
Hallo ihr vielen Möchtegern-Experten zum Thema Bildungswesen!
Da ihr ja anscheinend so umfassende Kenntnisse über den bedauernswerten Zustand der Schulen allgemein und die Qualität der Abschlüsse in Mathematik speziell habt, habe ich eine Bitte an euch:
Es folgt eine Teilaufgabe aus dem Abitur 2000, Mathematik, kleinstädtisches Gymnasium, Niedersachsen.
Das dürfte für euch Freaks doch kein Problem sein…?
Wo alle Schüler heutzutage so dumm sind, dass sie Algebra für einen Modetanz halten, nicht wahr Tess?
Also, viel Spass!!!
P.S.: Maximal Bearbeitungszeit für diese kleine Teilaufgabe sind zwei Stunden. Als Hilsmittel ist der TI-92 erlaubt.
>
Durch Schädlingsbefall (spruce budworm) werden in Kanada und im Osten der USA immer wieder ganze Wälder der kanadischen Balsamtanne vernichtet. Dieser Schädling ist in den Wäldern meist gegenwärtig, es existieren jedoch stabile Gleichgewichte, in denen sowohl Schädling als Wald koexistieren können. Natürlich Feinde (Räuber) dieses Schädlings sind Vögel, sie sich vom Schädling (Beute) ernähren.
1.)
Ist P die Population des Schädlings, so entwickelt sich unter der Annahme, dass zunächst keine Räuber vorhanden sind, die Population zeitlich gemäß der Differenzialgleichung
P’ (t) = r * P (t) [1 - P(t)/K],
wobei K die Sättigungsgrenze und r die Wachstumsrate
sind (P,K,r > 0).
Das Schädlingswachstum geschieht dabei sehr viel schneller als das Baumwachstum, so dass während der Schädlingswachstumsperiode K als konstant angenommen werden kann.
a) Lösen Sie die Differenzialgleichung allgemein und zeichnen Sie den Graphen der Lösungsfunktion P für r = 0,48 sowie K = 15 und der P(0) = 4.
b) Begründen Sie den S-förmigen Verlauf des Graphen von P nur anhand der Differenzialgleichung
Hallo ihr vielen Möchtegern-Experten zum Thema Bildungswesen!
Da ihr ja anscheinend so umfassende Kenntnisse über den
bedauernswerten Zustand der Schulen allgemein und die Qualität
der Abschlüsse in Mathematik speziell habt, habe ich eine
Bitte an euch:
Es folgt eine Teilaufgabe aus dem Abitur 2000, Mathematik,
kleinstädtisches Gymnasium, Niedersachsen.
Das dürfte für euch Freaks doch kein Problem sein…?
Wo alle Schüler heutzutage so dumm sind, dass sie Algebra für
einen Modetanz halten, nicht wahr Tess?
Also, viel Spass!!!
P.S.: Maximal Bearbeitungszeit für diese kleine Teilaufgabe
sind zwei Stunden. Als Hilsmittel ist der TI-92 erlaubt.
Was ist TI-92 ? Tafelwerk ?
>
Durch Schädlingsbefall (spruce budworm) werden in Kanada und
im Osten der USA immer wieder ganze Wälder der kanadischen
Balsamtanne vernichtet. Dieser Schädling ist in den Wäldern
meist gegenwärtig, es existieren jedoch stabile
Gleichgewichte, in denen sowohl Schädling als Wald
koexistieren können. Natürlich Feinde (Räuber) dieses
Schädlings sind Vögel, sie sich vom Schädling (Beute)
ernähren.
1.)
Ist P die Population des Schädlings, so entwickelt sich unter
der Annahme, dass zunächst keine Räuber vorhanden sind, die
Population zeitlich gemäß der Differenzialgleichung
P’ (t) = r * P (t) [1 - P(t)/K],
wobei K die Sättigungsgrenze und r die Wachstumsrate
sind (P,K,r > 0).
Das Schädlingswachstum geschieht dabei sehr viel schneller als
das Baumwachstum, so dass während der
Schädlingswachstumsperiode K als konstant angenommen werden
kann.
a) Lösen Sie die Differenzialgleichung allgemein und zeichnen
Sie den Graphen der Lösungsfunktion P für r = 0,48 sowie K =
15 und der P(0) = 4.
b) Begründen Sie den S-förmigen Verlauf des Graphen von P nur
anhand der Differenzialgleichung
Kalt erwischt *g*
Aber was mich schon interessieren würde, wieviel Prozent deiner Schüler oder Mitschüler haben diese Aufgabe geschafft?
CU Gesine
zuvörderst sollten wir festhalten, dass der TI-92 ein Grafikrechner ist, mit dessen Hilfe das Lösen von Funktionsgleichungen und anderen Aufgaben nicht gerade den Genius eínes Fields-Preis-Trägers bedingt.
Des weiteren darf man der Abituraufgabe kaum Grundkursniveau unterstellen. Besonders insofern als man sich auf bayerischen Kultusboden bewegt.
mfg
Andreas Friedel - art
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ich denke vieles von dem, was hier bisher gesagt wurde ist richtig. Ich möchte noch eines hinzufügen: Wenn Lehrer nicht dazu in der Lage sind, zu erkennen, dass ein Schüler nicht „mitkommt“ oder in Gefahr läuft Analphabet zu werden, dann liegt es, meiner Meinung nach, auch daran, dass in den Universitäten viel zu wenig Pädagogik und Didaktik gelehrt und gelernt wird, gerade bei Grundschullehrern.
mfg Elke
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
habe ich das richtig verstanden? der T12 ist ein halber Computer? Dann ist die Aufgabe wirklich kein Problem. Die Frage ist, ob alle Deine Schüler es in dieser Abitursklausur auch geschafft hätten einen Dreisatz zu lösen…
Allerdings will ich die Abiturienten auch in Schutz nehmen: Ich denke, dass es genügend gibt, die auch in der Lage wären einen Dreisatz zu lösen…
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]