25% der Arbeitslosen wollen keinen Job

Hi!

Aus der Quelle N-TV Online habe ich folgendes für Euch:

„Einer Studie der Bundesanstalt für Arbeit zufolge sucht jeder vierte Arbeitslose keine Stelle. Die betroffenen Personen hätten entweder bereits neue Arbeit in Aussicht, warteten auf die Rente oder wollten aus familiären Gründen keinen Job antreten, heißt es in der Untersuchung, die Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) und der Präsident der Bundesanstalt, Bernhard Jagoda, in Mannheim vorgestellt haben. Jeder fünfte Arbeitslose suche nur mit mittelmäßigem Einsatz.“

Wir finanzieren also mindestens 20% Leute, welche man sofort auf „0“ setzen müsste.

Fortsetzung Zitat: „Allerdings betont die Studie auch, jeder zweite Arbeitslose lege auf der Suche nach einem Arbeitsplatz großes Engagement an den Tag.“

Das ist äußerst positiv denke ich, denn ich persönlich hätte mit einer deutlich niedrigeren Zahl gerechnet.

Fortsetzung Zitat: „Die Erhebung basiert auf Telefonumfragen, die das Forschungsinstitut Infas im Frühjahr 2000 durchgeführt hat. Rund 20.000 Interviewanfragen seien durchgeführt worden, wobei rund 60 Prozent der Befragten antworteten.“ (Zitat Ende).

Was soll man nun dazu sagen?
Hier ist m.E. ein knallharter Kurs gefragt, welcher die 20% Bodensatz ausfiltert und ihnen im Interesse der steuerzahlenden Bürger sofort jede weitere Zahlung verweigert.
Mit einem Teil der so eingeparten Mittel könnte man die 50%, die aktiv und engagiert versuchen wieder einen Job zu finden, gezielter unterstützen.
Außerdem wären noch drastische Einsparungen in diesem Ressort möglich.

Vielleicht bekommt ja Stoiber dieses Problem in den Griff.

Es ist in meinen Augen äußerst wichtig, wieder zu einer Leistungsorientierung in der Gesellschaft zurückzufinden.
Es muß nicht jeder ein Top-Manager werden. Aber es sollte das Ziel vorherrschen, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten und nicht nonchalant die staatliche Gemeinschaft dies für sich übernehmen zu lassen.

Grüße,

Mathias

hallo Matthias,
diese Statistik ist noch schöngefärbt.
Frage mal einen Kleinbetrieb (bei den großen wird´s ähnlich sein) nach deren Erfahrung! Da bekommt er vom Arbeitsamt Arbeitskräfte vermittelt. Doch die reißen nur ihre nötigen Tage herunter, damit sie sich dann sofort krankmelden oder treiben es so, dass sie zwangsweise wieder entlassen werden. Und schon gibts wieder Stütze. Meine Autowerkstatt suchte für ihre Tankstelle eine Hilfe, die an der Kasse sitzt. Es war eine Katastrophe. Die haben sogar dem Chef frech ins Gesicht gesagt, dass sie nur deswegen arbeiten, weil sie nun mal für einige Zeit dazu gezwungen sind.
Mehr verdient man, wenn man Geld vom Arbeitsamt erhält. Und die finger macht man sích auch nicht schmutzig. Hat freie Zeit, kann tun und lassen was man will.
Auch bei einigen Hausfrauen trifft obiges zu.
So lange es ein Geschäft ist, mehr Geld zur Verfügung zu haben, als wenn man arbeitet, wird sich nichts ändern.
Warum soll man sich denn anstrengen, wenn´s auch ohne geht?
Ich weiß, es hört sich jetzt so an, als wenn ich damit alle Arbeislosen meinen würde. Doch weit gefehlt. Es gibt genügend, die ernsthaft Arbeit suchen und nicht finden. Zum Teil deswegen, weil durch die obigen Typen der Ruf der wirklich Arbeitslosen versaut wird.
Grüße
Raimund

Ist in dieser Studie eigentlich zwischen Arbeitslosenversicherung und Arbeitslosenhilfe unterschieden worden? Ansonsten kann man die Zahlen nicht sonderlich ernst nehmen.

Und die Geschichten von den Handwerkern etc. könnte man wohl in den Bereich der modernen Stadtfabeln nehmen.

Ist in dieser Studie eigentlich zwischen
Arbeitslosenversicherung und Arbeitslosenhilfe unterschieden
worden? Ansonsten kann man die Zahlen nicht sonderlich ernst
nehmen.

Hi,

natürlich wird nicht unterschieden. Auch sind in dieser Statistik jene enthalten, die im Vorruhestand sind, weiterhin arbeitslos gemeldet sind, obwohl nicht mehr mit einer Beschäftigung zu rechnen ist. Man hat doch diesen Vorruheständlern ab 55. Lebensjahr gegen Entschädigung und Bezug des Arbeitslosengeldes den Ruhestand schmackhaft gemacht und jetzt, nachdem die Bankrotterklärung von Riester in seienr Arbeitsmarktpolitik offenbar sind, werden jene angegriffen und beschimpft, die vor Jahre aufgefordert wurden, den Arbeitsplatz aufzugeben und sich nach der Ruhestandserklärung beim Arbeitsamt statistisch erfassen zu lassen.

Wir werden in den kommenden Monaten noch viele Schuldige finden, das es Schröder nicht gelungen ist, die Arbeitslosen zu senken. Man wird - von links - Arbeitslose verstärkt als Faulenzer uns darzustellen versuchen, damit verschleiert werden kann, dass ein Gewerkschaftssekretär nicht Arbeitsmarktpolitik sondern klar und deutlich Besitzstandswahrung für die Gewerkschaftesmitglieder auf dem Rücken der Arbeitslosen betreiben kann. Riester ist ein behältnis, dass man mit Korken versehen jederzeit als …Post auf den Weg im Ozean gerne als Minister verschmerzen kann.

Und selbstverständlich werden selbsternannte Wissende ihre Ratschläge nun überall, in Leserbriefen, im Internet verbreiten und Maßnahmen fordern. Wer aber Massnahmen fordert, muss die Ursachen kennen. Riesters dummes Gewäsch nachzuplappern scheint mir unangebracht. Riester hat erst vor kurzewr Zeit eingestehen müssen, dass sein Ministerium grob fahrlässig und mutwillig Steuergelder verschwendet und anch Gutdünken und Gutherrenart handelt. Wer soviel Dreck vor der Haustüre hat, sollte zuerst bei sich kehren. HInweis: Ich arbeite, mich regt aber langsam diese Diskussion über „Faulenzer“ auf. Die einzigen Faulenzer, die ich kenne, sitze in der Regierung. Sonst , hätten sie gearbeitet, würden wir einen Erfolg erkennen.

Gruss Günter

Wir finanzieren also mindestens 20% Leute, welche man sofort

Was soll man nun dazu sagen?
Hier ist m.E. ein knallharter Kurs gefragt, welcher die 20%
Bodensatz ausfiltert und ihnen im Interesse der
steuerzahlenden Bürger sofort jede weitere Zahlung verweigert.

Hallo Malthus,

zaehle noch die mindestens 2/3 Unproduktiven der Weltbevoelkerung hinzu, von denen es ganz natuerlich ist, dass sie beim „survival of the strongest“ einfach lebensunwert sind. Die schmarotzen auch auf Kosten UNSERER Entwicklungshilfe und der Kredite UNSERER Banken.

Informiere Dich mal ueber Sozialdarwinismus, Biologismus, Eugenetik/Euthanasie und aus welcher Ecke das kommt.

Bei solchen Gutmenschen wie Dir habe ich Angst um unsere Zukunft.

Ciao Lutz

ist gewünscht, denn es lässt sich trefflich Politik damit machen. Wer sollte denn auch Interesse an Vollbeschäftigung haben? Die die Löhne zahlen müssen doch wohl nicht. Ausserdem ist damit so manches Feindbild zu pflegen, Wirtschaftflüchtlinge, Sozialschmarotzer und ähnliches. Das lenkt ab von anderen Themen und die darauf anspringen, können sich immer noch als »was Besseres« fühlen. So wird die „soziale Gemeinschaft“ auseinander dividiert. Die einen glauben was zu verlieren zu haben, was die anderen zu gewinnen hoffen.

Hi Mathias!

Was soll man nun dazu sagen?
Hier ist m.E. ein knallharter Kurs gefragt, welcher die 20%
Bodensatz ausfiltert und ihnen im Interesse der
steuerzahlenden Bürger sofort jede weitere Zahlung verweigert.
Mit einem Teil der so eingeparten Mittel könnte man die 50%,
die aktiv und engagiert versuchen wieder einen Job zu finden,
gezielter unterstützen.
Außerdem wären noch drastische Einsparungen in diesem Ressort
möglich.

Viele dieser Arbeistlosen haben in die Arbeitslosenversicherung
eingezahlt, und sich damit den Anspruch auf Unterstützung
erworben. So ist das bei einer Versicherung eben.
Was willst Du denn mit den 800.000 angeblich unwilligen
Arbeitslosen anstellen, nachdem Du ihnen die Unterstützung
gestrichen hast?
Billiger Populismus schützt vor dem konsequenten Durchdenken
eines Problems bis zum Ende, offensichtlich eine süddeutsche
Marotte.

Vielleicht bekommt ja Stoiber dieses Problem in den Griff.

Klar, genau so wie er es schafft die Arbeitslosenzahlen in
bayerischen Problemstädten wie Nürnberg oder Hof zu
redutzieren. Auch im schönen Bayern steigen die
Arbeitslosenzahlen wieder an, aber, wie man Sonntags bei Sabine
Christiansen als erstaunter Zuschauer aus Stoibers Munde
erfahren durfte, wäre das nicht zu vergleichen mit dem Rest der
Republik. Eine Erklärung dafür blieb der Bayernkini freilich
schuldig.

Gruß
Tom

Hi Tom!

Was soll man nun dazu sagen?
Hier ist m.E. ein knallharter Kurs gefragt, welcher die 20%
Bodensatz ausfiltert und ihnen im Interesse der
steuerzahlenden Bürger sofort jede weitere Zahlung verweigert.
Mit einem Teil der so eingeparten Mittel könnte man die 50%,
die aktiv und engagiert versuchen wieder einen Job zu finden,
gezielter unterstützen.
Außerdem wären noch drastische Einsparungen in diesem Ressort
möglich.

Viele dieser Arbeistlosen haben in die
Arbeitslosenversicherung
eingezahlt, und sich damit den Anspruch auf Unterstützung
erworben.

Das ist eben der große Trugschuß!
Durch Einzahlen in die AL-Versicherung erwirbt man einen Anspruch für persönliche Notzeiten. Es besteht kein ASnspruch, die Versicherungsleistung über den gesetzten Rahmen hinaus in Anspruch zu nehmen.

So ist das bei einer Versicherung eben.
Was willst Du denn mit den 800.000 angeblich unwilligen
Arbeitslosen anstellen, nachdem Du ihnen die Unterstützung
gestrichen hast?

Gar nichts.
Du würdest Dich wundern wie schnell diese Leute wieder einen Job hätten.
Es geht ja wie gesagt nur um die Unwilligen.
Die wirklich Bedürftigen Menschen, bestes Beispiel der 55-jährige Kohlekumpel mit 3-maligem Bandscheibenvorfall, haben damit nichts zu tun.

Billiger Populismus schützt vor dem konsequenten Durchdenken
eines Problems bis zum Ende, offensichtlich eine süddeutsche
Marotte.

Ich ignoriere mal diesen dummdreisten Kommentar und möchte darum bitten zu belegen, was hier Deiner Ansicht nach konkret nicht durchdacht ist.

Vielleicht bekommt ja Stoiber dieses Problem in den Griff.

Klar, genau so wie er es schafft die Arbeitslosenzahlen in
bayerischen Problemstädten wie Nürnberg oder Hof zu
redutzieren. Auch im schönen Bayern steigen die
Arbeitslosenzahlen wieder an, aber, wie man Sonntags bei
Sabine
Christiansen als erstaunter Zuschauer aus Stoibers Munde
erfahren durfte, wäre das nicht zu vergleichen mit dem Rest
der
Republik. Eine Erklärung dafür blieb der Bayernkini freilich
schuldig.

Diese Erklärung ist ganz einfach: In Deutschland insgesamt stiegen und steigen die AL-Zahlen aufgrund falscher, schädlicher Wirtschafts- und Steuerpolitik drastisch an. In Bayern, und dort selbst in Problemgebieten, schwanken sie lediglich. Schließlich ist momentan ja auch die Konjunkturlage in Deutschland ungünstig, wofür Bayern nichts kann, es sich aber auf Bayern auswirkt.
Des weiteren kann auch Bayern nichts dafür, wenn ABB aufgrund der vom Bund vorgegebenen miesen steuerlichen Rahmenbedingungen den Standort Nürnberg dicht macht.
Genausowenig ist Bayern schuld an der jahrelangen unheilvollen Ausriochtung der oberfränkischen Wirtschaftspoitik an der Textilbranche.
Der große Unterschied und somit die Leitwirkung Bayerns ist es, positive wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen bereitszustellen.
Dieses Modell ist sicherlich auch auf die Bundesebene übertragbar.
Zunächst muß aber ein Strukturwandel vollzogen werden weg vom staatlich subventionierten Großbetrieb hin zu kleinen aber feinen Unternehmen, die auch Krisen bewältigen können und nicht sofort nach Subventionen schreien oder mit Arbeitsplatzabbau drohen.

Für eine solche Politik steht Schröder als mittelstandfreundlicher Bayer viel mehr als VW-Schröder, der noch nicht einmal weiß, wie man „Mittelstand“ schreibt.
Wo finden sie denn statt, die erfolgreichen Neugründungen?
Etwa in Hannover?

Grüße,
Mathias

Klar, genau so wie er es schafft die Arbeitslosenzahlen in
bayerischen Problemstädten wie Nürnberg oder Hof zu
redutzieren. Auch im schönen Bayern steigen die
Arbeitslosenzahlen wieder an, aber, wie man Sonntags bei
Sabine
Christiansen als erstaunter Zuschauer aus Stoibers Munde
erfahren durfte, wäre das nicht zu vergleichen mit dem Rest
der
Republik. Eine Erklärung dafür blieb der Bayernkini freilich
schuldig.

Da gebe ich Stoiber aber schon recht. Erstens begreife ich nicht, wieso ausgerechnet die letzten vier Monate verglichen werden. Ist schon sehr willkürlich. Und zweitens ist das ein statistisches Problem. Angenommen Bayern und Nicht-Bayern hätten beide 100 Arbeitnehmer. Bayern 1 Arbeitslosen und Nicht-Bayern 10 Arbeitslose. Nun bekommt Bayern einen Arbeitslosen hinzu (Zunahme um 100%), Nicht Bayern 5 Arbeitslose hinzu (Zunahme um 50%). Wo ist die Arbeitslosigkeit stärker gestiegen?

Nein, was mich interessieren würde (habe schon im Internet gesucht, aber die Zahlen nicht gefunden): Arbeitslosenquote Deutschland 2001 und 1993, Arbeitslosenquote Bayern 2001 und 1993. Denn 1993 ist meines Wissens Stoiber MP von Bayern geworden.

Hat sich da der Abstand vergrößert oder verringert?

Das ist eben der große Trugschuß!
Durch Einzahlen in die AL-Versicherung erwirbt man einen
Anspruch für persönliche Notzeiten. Es besteht kein ASnspruch,
die Versicherungsleistung über den gesetzten Rahmen hinaus in
Anspruch zu nehmen.

Aha. Und was persönliche Notzeiten sind, definierst Du?

So ist das bei einer Versicherung eben.
Was willst Du denn mit den 800.000 angeblich unwilligen
Arbeitslosen anstellen, nachdem Du ihnen die Unterstützung
gestrichen hast?

Gar nichts.
Du würdest Dich wundern wie schnell diese Leute wieder einen
Job hätten.

Oder verhungern würden.

Es geht ja wie gesagt nur um die Unwilligen.
Die wirklich Bedürftigen Menschen, bestes Beispiel der
55-jährige Kohlekumpel mit 3-maligem Bandscheibenvorfall,
haben damit nichts zu tun.

Noch mal: sieh es Dir genau an. Da sind zum einen Leute drin, denen vom Staat geraten wurde, ALV bis zur Überbrückung der Rente zu beziehen. Zum anderen sind da Alleinerziehende drin, die nicht wissen, wohin mit ihrem Kind.
Was ist Dein Vorschlag: Müllschlucker?

Billiger Populismus schützt vor dem konsequenten Durchdenken
eines Problems bis zum Ende, offensichtlich eine süddeutsche
Marotte.

Ich ignoriere mal diesen dummdreisten Kommentar und möchte
darum bitten zu belegen, was hier Deiner Ansicht nach konkret
nicht durchdacht ist.

War bei Dir jemals etwas konkret durchdacht?

Diese Erklärung ist ganz einfach: In Deutschland insgesamt
stiegen und steigen die AL-Zahlen aufgrund falscher,
schädlicher Wirtschafts- und Steuerpolitik drastisch an.

Von einem drastischen Anstieg kann gar nicht die Rede sein. Sie sinken lediglich nicht.

In
Bayern, und dort selbst in Problemgebieten, schwanken sie
lediglich.

Statistisch steigen sie stärker als im Bundesdurchschnitt. Was ich von der Statistik halte, habe ich geschrieben. Aber „schwanken“ ist nun wirklich lächerlich.

Schließlich ist momentan ja auch die Konjunkturlage
in Deutschland ungünstig, wofür Bayern nichts kann, es sich
aber auf Bayern auswirkt.

Aber Deutschland kann dafür etwas?

Des weiteren kann auch Bayern nichts dafür, wenn ABB aufgrund
der vom Bund vorgegebenen miesen steuerlichen
Rahmenbedingungen den Standort Nürnberg dicht macht.

Ich denke, Schröder macht Politik für Großunternehmen. Ist ABB jetzt plötzlich Mittelstand?

Genausowenig ist Bayern schuld an der jahrelangen unheilvollen
Ausriochtung der oberfränkischen Wirtschaftspoitik an der
Textilbranche.

„jahrelangen“
War nicht vor ein paar Jahren noch ein Union-Politiker Kanzler?

Der große Unterschied und somit die Leitwirkung Bayerns ist
es, positive wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen
bereitszustellen.
Dieses Modell ist sicherlich auch auf die Bundesebene
übertragbar.

Das Modell Bayern ist zu privatisieren und mit diesen Erlösen zu investieren. Das war in Bayern jahrelang noch möglich, nur was willst Du auf Bundesebene mit Gewinn privatisieren? Es ist ja kein Zufall, dass der erste Vorschlag Stoibers eine höhere Verschuldung ist.

Zunächst muß aber ein Strukturwandel vollzogen werden weg vom
staatlich subventionierten Großbetrieb hin zu kleinen aber
feinen Unternehmen, die auch Krisen bewältigen können und
nicht sofort nach Subventionen schreien oder mit
Arbeitsplatzabbau drohen.

Deswegen hat Stoiber auch z.B. Kirch niemals finanziell unterstützt. Oder ist Kirch jetzt auch ein Mittelständler?

Hi Mathias!

Billiger Populismus schützt vor dem konsequenten Durchdenken
eines Problems bis zum Ende, offensichtlich eine süddeutsche
Marotte.

Ich ignoriere mal diesen dummdreisten Kommentar und möchte
darum bitten zu belegen, was hier Deiner Ansicht nach konkret
nicht durchdacht ist.

Wo willst Du 800.000 Arbeitsplätze herzaubern? Das ist es was
nicht richtig durchdacht ist. Wenn Du diesen Leuten die Stütze
kürzt, dann musst Du es irgendwie schaffen sie kurzfristig auf
dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Ich fürchte das ist nicht so
leicht.

Gruß
Tom

38,09% der Arbeitslosen wollen keinen Job…
Ich verweise auf folgende Zahlen / Interpretation:

http://www.wdr.de/tv/markt/20010423/b_3.phtml

Lt. dieser Studie gibt es 800.000 Arbeitslose, die keinen Job annehmen wollen. Darunter sind verschiedene Gruppen zusammengefasst. Warum aber soll man diese Leute sanktionieren? Ich persönlich habe zwar keinen Bezug zur „Arbeitslosenversicherung“ (nie gehabt, da selbstständig), aber hat nicht auch jeder, der in eine Versicherung einzahlt, auch ein Anrecht darauf, im Versicherungsfall auch seine Bezüge zu kassieren?

Wenn z.B. ein Mann durch Unterhaltspflichten oder Schuldensituation nur noch ein Existenzminimum nach erfolgter Lohnpfändung zum Leben übrig behält, wie kann man es ihm dann verdenken, daß er keine Motivation mehr zum Arbeiten verspürt? (Aus seiner Sicht herraus). Sollte hier nicht gesetzlich etwas an den Umständen geändert werden, damit die Leute wieder motiviert sind, erwerbstätig zu werden?

Persönlich finde ich, diese Studie macht eines klar: Die angenommene Arbeitslosigkeit ist viel zu hoch als die tatsächliche. Hier kann man doch nur sehen, wie solche Zahlen duzu benutzt werden, um Politik zu machen.

Differenziere also zwischen Arbeitslosen (2,1 Mio.) und Leistungsempfängern (1,9).

Dann kannst Du die Zahlen auch besser sprechen lassen: Von den 2,1 Mio. Arbeitslosen wollen 800.000 aus verschiedenen Gründen nicht arbeiten - das sind dann ganze 38,09%…

Hi!

Wo willst Du 800.000 Arbeitsplätze herzaubern? Das ist es was
nicht richtig durchdacht ist. Wenn Du diesen Leuten die Stütze
kürzt, dann musst Du es irgendwie schaffen sie kurzfristig auf
dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Ich fürchte das ist nicht so
leicht.

Nun verstehe ich, wo Dein Problem liegt.
Hierzu kann ich nur nochmals antworten, daß es sich bei meiner „Zielgruppe“ um die typischen „Unwilligen“ handelt. Das sind Leute, die, wie auch oben beschrieben, Jobs vermittelt bekommen und diese nicht antreten bzw. sich derart danebenbenehmen, daß man sie wieder feuert o.ä.
Nur um solche Leute geht es mir.

Grüße,

Mathias

Zwischenfrage

Wo willst Du 800.000 Arbeitsplätze herzaubern? Das ist es was
nicht richtig durchdacht ist. Wenn Du diesen Leuten die Stütze
kürzt, dann musst Du es irgendwie schaffen sie kurzfristig auf
dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Ich fürchte das ist nicht so
leicht.

Nun verstehe ich, wo Dein Problem liegt.
Hierzu kann ich nur nochmals antworten, daß es sich bei meiner
„Zielgruppe“ um die typischen „Unwilligen“ handelt. Das sind
Leute, die, wie auch oben beschrieben, Jobs vermittelt
bekommen und diese nicht antreten bzw. sich derart
danebenbenehmen, daß man sie wieder feuert o.ä.
Nur um solche Leute geht es mir.

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias,

laut Statistik gibt es in Deutschland ca. 400.000 offene Stellen.
Laut deiner Aussage gibt es aber ca. 800.000 unwillige Arbeitslose, die zur Arbeit „gezwungen“ werden sollen…

Wie willst du das Problem rein mathematisch lösen?
Nur so ein Gedanke…
Den Rest schicken wir dann zum Betteln auf die Straße? Oder was schlägst du vor?

Gruß
Uschi

Hallo Mathias,

gewiss gibt es unter den Arbeitslosen schwarze Schafe, die tatsächlich keine Lust zu arbeiten haben und/oder sichdaneben benehmen. Ich würde allerdings nicht alles so verallgemeinen.

Ich war selbst arbeitslos vor einigen Jahren und kann ein wenig von meiner eigenen Erfahrung berichten.

Anfänglich dachte ich, ich wäre absolut und ausnahmslos bereit, jeden Job anzunehmen. Denn ich lebte in München und dort ist es beinahe unmöglich, mit etwa DM 1000 monatlich durchzukommen. Damit kannst du knapp die Miete eines kleinen Zimmers zahlen.
Es war aber recht problematisch, etwas zu finden.
Ich war tatsächlich oft bereit, alles anzunehmen. Als Akademikerin wurde ich aber oft nicht genommen, weil überqualifiziert: die Arbeitgeber hatten einfach Angst, ich würde den Job sehr bald wieder verlassen (und hatten damit auch nicht unrecht: wer will ewig unter seinen Fähigkeiten/Qualifikationen arbeiten?).
Manchmal wäre ich unter Umständen genommen worden. Es handelte sich aber oft um Jobs, die ich eigentlich hätte annehmen müssen, da mein Arbeitsamtberater sie für „zumutbar“ hielt (und er hatte das zu entscheiden), die ich aber nicht unbedingt annehmen wollte. Es handelte sich einmal, nur um ein Beispiel zu machen, um einen Job, der ca. 50 Km von meinem Wohnort entfernt war und schwer erreichbar (1 St. Fahrt mit einem Pendelzug, dann noch weiter mit 3 verscheidenen Bussen!). Ich wäre stundenlang unterwegs gewesen und die Bezahlung wäre so miserabel gewesen, dass ich im Prinzip WENIGER bekommen hätte als ich Arbeitslosengeld bekam - da ich auch so viel für die Fahrten hätte zahlen müssen.

Arbeitslosen machen sich nicht immer „ein schönes, bequemes Leben“. Mir ging es nicht so. Ich hatte ständig Existenzängste, fühlte mich ein wenig als Asoziale - denn so wird man behandelt, auch von den netten Beamten am Arbeitsamt…

Was ich sagen will: bitte nicht gleich die Arbeitslosen als Arbeitsunwillige etikettieren…

Gruß
Camilla

und kriegen keinen!

Hallo und Grüße
Michael

Hi!

Auch wenn ich mich jetzt vielleicht tierisch in die Nesseln setze:

Warum werden Langzeit-Arbeitslose, also jene, die aus dem Versicherungsanspruch der Arbeitslosenversicherung herausgefallen sind, nicht für irgendwelche sozialen oder kommunalen Aufgaben herangezogen?

Ich weiß, daß das nach Zwangsarbeit oder „Reichsarbeitsdienst“ klingt, aber ich möchte alle ideologischen Fragen mal wirklich außen vor lassen.

Aus den USA kenne ich freiwillige Dienstleistungen in den Stadtgemeinden. Da stellen sich die Leute hinter den Tresen und helfen bei der Verköstigung Obdachloser. Andere arbeiten freiwillig bei Sozialstellen, verschönern die Gemeinde, sind auf den Schulwegen als Schullotsen anzutreffen, usw. usw.

Ähnliches wäre doch hier bei uns auch denkbar. Wenn ein Dauerarbeitsloser die Blumenrabatte auf dem Rathausplatz pflegt, oder eben als Schülerlotse tätig ist, beim örtlichen Sportverein hilft, oder dem Pfarrer der Dorfkirche beim Anpinseln der Kirchentür. Oder man hilft im Krankenhaus aus, und wenn es nur das Vorlesen von Märchen in der Kinderabteilung ist, oder man geht mit den Alten aus dem Altersheim einfach nur spazieren. Oder hilft im Tierheim beim Füttern und Gassi gehen.

Viele Dauerarbeitslose haben doch das Problem, sich ausgestoßen und minderwertig zu fühlen. Vielleicht ist das ja auch eine (Teil-)Ursache, warum 25% sich gar nicht mehr um einen Job bemühen. Es geht hier nicht um eine Beschäftigung, damit der Arbeitslose Geld bekommt, sondern nur um das Gefühl, daß er doch noch etwas zur Gesellschaft beitragen kann.

Ähnliches hat es doch auch gegeben, als die selbstgemachten Zeitungen von Obdachlosen in den Städten aufgetaucht sind. Plötzlich hatten die Leute eine Aufgabe (okay, sie haben damit auch etwas Geld verdient), aber im Ansatz ist es doch das gleiche Thema.

Soweit nur meine 2 Cents dazu

Grüße
Heinrich

Langzeit-Arbeitslose sind meistens - natürlich nicht nur, klar - relativ alte Menschen, kranke oder behinderte Menschen, Menschen, die auf kranke, behinderte, alte Menschen oder Kinder aufpassen müssen, sehr ungebildete Menschen etc. Ein großer Teil dieser Menschen (nicht alle, z.B. relativ alte Menschen) sind für viele, der von Dir angesprochenen Arbeiten nicht zu gebrauchen.

Viele dieser Arbeiten werden Berufstätigen erledigt (die natürlich sehr wenig verdienen). Es ist nicht einfach, Arbeiten für Langzeitarbeitslose zu finden, die nicht irgendwelche Geringverdienende erledigen (können).

ALQ in 1992/1993

Nein, was mich interessieren würde (habe schon im Internet
gesucht, aber die Zahlen nicht gefunden): Arbeitslosenquote
Deutschland 2001 und 1993, Arbeitslosenquote Bayern 2001 und
1993. Denn 1993 ist meines Wissens Stoiber MP von Bayern
geworden.

Alle Angaben in Tsd.
Erwerbstätige 1992
Bayern: 5.692
BRD: 35.912
D (west): 29.568
D (ost): 6.344

Arbeitslose 1993 (!)
Bayern: 322,7
BRD: 3.419,1
D (west): 2.270.3
D (ost): 1.148,8

Gruß
Christian

Alle Angaben in Tsd.
Erwerbstätige 1992
Bayern: 5.692
BRD: 35.912
D (west): 29.568
D (ost): 6.344

Arbeitslose 1993 (!)
Bayern: 322,7
BRD: 3.419,1
D (west): 2.270.3
D (ost): 1.148,8

Aber leider nützen die Zahlen für einen echten Vergleich nicht wirklich. Zum einen 1992 zu 1993. Gerade in Bayern kann eine Differenz um 100.000 an Erwerbstätigen die Quote schon merklich beeinflussen.
Auch ist mir nicht klar, sind das alle Erwerbstätigen oder nur die abhängig Erwerbstätigen? Die Arbeitslosenquote bundesweit in Dezember 2001 bezogen auf alle Erwerbstätigen war 9,6%, bezogen auf die abhängig Erwerbstätigen 10,6%.
Auch die Erfassung der Arbeitslosenzahlen kann sich von 1993 auf 2001 verändert haben.

Dennoch:
Nach Deinen Zahlen:
Bayern 1993 Arbeitslosenquote 5,7%
BRD 1993 Arbeitslosenquote 9,5%

Bayern 2001 Arbeitslosenquote 5,3%
BRD 2001 Arbeitslosenquote 9,4%

Quelle:
http://www.stmas.bayern.de/cgi-bin/pm.pl?PM=0201-007…

Fazit:
Bei aller Unsicherheit aufgrund Deiner Zahlen (keine Kritik, ich sagte ja schon, dass es sehr schwer ist, diese Zahlen im Internet zu finden. Ich habe es ja auch nicht geschafft.) spricht diese Differenz klar für Stoiber.