Hi,
ich begleite Dich weiter auf Deinem Weg zum Kommunismus:wink: und drehe Dir dafuer weiterhin jedes Wort im Munde um. (ebenfalls:wink:
Sony, Time Warner, Siemens, Toshiba
sind schon voll ausgeruestet mit Kapital.
Gewinnen oberhalb 13%
Was bei kurzfristigen Investitionen mit 13% + Renditen
herauskam, ist bekannt. Ich denke langfristig und investiere
in mich selbt. Das ist immer noch die beste Methode und die
jenige welche am meisten Arbeitsplätze schafft. 100% Plus in 4
Jahren.
Die hoechste mittelfristige Rendite setzt die Norm. Auch wenn das „mittelfristig“ sich spaeter als Illusion herausstellt. (Leute mit Augen im Kopf haben die Illusion auch vorher zumindest geahnt.)
Und wenn man es schafft, kurzfristig die absolute Gier abzuschalten, dann spielt man nicht Lotto und macht nicht den jeweils gerade aktuellen Boersenhype mit, wie Du ja auch sagst. Und wenn man Deinen apokalyptischen Visionen weiter unten folgt: Den, der nuetzlich ist, laesst man vielleicht etwas laenger leben.
Von allen dreien hoere ich in letzter Zeit immer von
Problemen, Arbeitsplatzabbau…
Das ist nicht wichtig. Interessant sind die KMUs, die daran
hängen. Sie bieten über 60% der deutschen Arbeitsplätze und
schaffen weitere.
Und leiden bei den Problemen mit. Kann ja sein, dass die Medien, aus denen ich mein Weltbild diesbezueglich hauptsaechlich beziehe, die Katastrophen staerker betonen als die Erfolge. Aber die Assoziationen, die ich bei KMU’s habe, sind beschleunigtes Unternehmenssterben, Outsourcing und Scheinselbstaendigkeit, sowie schlechte Zahlungsmoral (unter der diese KMU leiden). Alles keine Gruende fuer Wirtschaftswachstum.
Wie das? Ich meinte die EU als Ganzes.
Ich nicht. Es gibt keine „EU als ganzes“.
Doch. So wie sie in Bruessel/Strassbourg verwaltet wird. Es gibt keine wirtschaftlichen Grenzen, nur „Stand|dort“-Unterschiede.
Es gibt eine Häufung von Einzelinteressen, die hier oft genug
kollidieren.
Interessenausgleich, um das Ganze zusammenzuhalten. Dazu muessen aber erstmal diese Interessen in aller Deutlichkeit formuliert und vertreten werden.
An der EU ernsthaft interessiert, d.h. mit allen Konsequenzen,
ist wohl nur Deutschland (und hier auch nur die Politik).
Und Frankreich, da sonst durch fehlende Agrarsubventionen ein Bauernaufstand droht, und… und nicht zu vergessen die Kandidaten wie die Tuerkei, die ganz scharf darauf sind, in die EU zu kommen. Und was ist die EU anderes, als Politik?
USA und Japan
Das mag fuer die Aussenpolitik und kulturelle Traditionen
gelten. Die Wirtschaften und Finanzsysteme sind inzwischen eng
verwoben.
Das gilt für die Wirtschaft auf der ganzen Welt.
Man merke sich diesen Satz.
Der große
Schritt wurde diesbtg. schon 1960 getan.
Die Steuerung durch Mikroprozessoren war nur ein kleiner
Schritt? Oder fand der Uebergang von eletromechanischer zu
mikroelektronischer Steuerung schon in den 60ern statt?
Dieser Schritt war arbeitplatztechnisch nicht mehr wichtig.
Die 80er brachten uns schon die ersten Ansätze des wirklichen
Problems: staatliche Lenkungsversuche über die Steuerpolitik.
Sagen wir so: Die Wirtschaftskrise, d.h. Stagnation in der realen, nicht der technologischen, Produktivkraftentwicklung, trat in den 80ern erstmals so massiv zu Tage, dass sich der Staat zum Eingreifen genoetigt sah. Sowohl Reagan als auch Thatcher (und wohl auch der Dicke) waren urspruenglich fuer den freien Markt, d.h. Deregulierung, Privatisierung, Buerokratieabbau. Was am Ende rauskam, die Politik der Sachzwaenge, dass die alles andere als „liberal“ ist, sehen wir ja. Nur wenn das nicht in einem abgelegenen kleinen Gebirgsstaat, sondern in den Wirtschaftszentren der Welt geschieht, dann sollte man doch etwas systematischere, systeminterne Gruende suchen, anstatt ueberall nur persoenliche Willkuer zu sehen.
Sicher. Evtl. reden wir hier aneinander vorbei. Ich meinte den
Alltag des „Durchschnitts“, d.h. die Befriedigung der
biologischen Beduerfnisse. Dieser ist IMO fast vollstaendig
durchkommerzialisiert.
Ich habe das für alltägliche Produkte widerlegt.
Rein biologische Bedürfnisse sind schon seit dem 15.
Jahrhundert „durchkommerzialisiert“. Es kamen eigentlich nur
die Tiefkühlpizza und das Wasserklosett hinzu.
Und die chipgesteuerte Waschmaschine, der Geschirrspueler, Videorekorder, Digitalradio (Information), MobilePhone(Kommunikation), Auto(Transport), Computer(Spiel und Freizeit),…
Vom Aufstehen bis zum Schlafengehen benutzt Du Produkte, die Du fertig oder fast fertig gekauft hast. Der von Mutti gestrickte Pullover, selbstgesaegte Moebel, selbstgehaekelte Deckchen/Topflappen sind nur noch seltene Ausnahmen, selbst der Bauer kauft sein Brot im Laden.
Das ist der letztendliche Markt, auf den sich alle Produktion bezieht. Jede Expansion, die nicht nur Verdraengung ist, auch in den Investitionsguetern, basiert letztlich auf einer Expansion dieses Marktes.
Ich behaupte ja nicht, dass der technologische
Fortschritt aufhoert. „Nur“, dass er mit der Zeit immer
weniger rentabel ist.
Das liegt in der Natur einer auf (technologischem) Wachstum
basierenden Welt.
Ich vermute wir sind uns hier prinzipiell einig, was die
theoretisch mögliche Sättigung betrifft. Nur streiten wir uns
noch darüber, wo auf dem Zeitstrahl sich unser System momentan
befindet.
Zustimmung.
Nach saemtlichen klassischen Nationaloekonomen, nicht nur nach Marx, ist eine Finanzblase die Folge einer Saettigungskrise. Nun gucke man nach, wann die jetzige Finanzblase begann,… Natuerlich ist es rein theoretisch noch moeglich, dass sich wider Erwarten ein absolut neuer Markt mit zugehoeriger (Kolonialisierung) bzw. gleichzeitig erzeugter (Wirtschaftswunder) Finanzkraft auftut. Zur Zeit ist dieser nicht in Sicht.
Zu pauschal.
In meinem Kollegen- und Bekanntenkreis wird viel gelesen und
auch darüber diskutiert.
Gilt das auch fuer den typischen Couch-Potato, dessen
geistiger Horizont die Bundesliga und die Lottozahlen sind?
Auch solche Leute lesen.
Und BILDen sich eine Meinung. Warum wohl wurde der H.Potter-Hype so ueber den gruenen Klee gelobt? Doch nur, weil ansonsten Literatur zum Fremdwort geworden war.
Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden.
Das gilt nur bei 100% Investition des Gehaltes.
Die Ueberschuldung der
Privathaushalte nimmt auch in D zu.
…was keinen davon abhält, wie blöd Geld auszugeben.
Aber das streckt den Kollaps nur, haelt ihn nicht auf. Dass bei 2,5 Geld Zinszahlung 6-7 Geld Neuschulden gemacht werden koennen, geht nur beim Staat, in diesem Fall dem Land Berlin. (Geld=Milliarden Euro)
Ich durfte das erst gestern wieder auf dem Heimweg vom Büro
auf der A99 beobachten…
Hier wird gerade der Innovationsgrad des österreichischen
Gesamttourismus-Konzeptes getstet. Auch hier ist
offensichtlich noch ungeahntes Wachstumspotential.
War das jetzt ironisch? Ich hab’s nicht so mit den Interna des Ski-Tourismus.
Transportkosten u.ä.
Sind aber innerhalb Europas meist
zu vernachlaessigen.
Falsch. Sie steigen massiv, auch aufgrund verfehlter
Steuerpolitik.
Aber nicht stark genug, um den Verkehr auf die Schiene zu
bringen. (Man erinnere sich an 5DM pro Liter)
Ich kann das aus persönlicher Sicht nur unterstützen, denn
dann ist endlich Ruhe auf der Autobahn und ich kann iweder
gemütlich Freitag nachmittag an den Gardasee fahren.
Sagte der Egomane.
Gesamtwirtschaftlich gesehen wäre ein solcher Alleingang
Deutschlandsa allerdings der Tod der inländischen Wirtschaft.
Das gilt in aller Wahrscheinlichkeit auch, wenn solche Massnahmen weltweit durchgesetzt wuerden. Die Profitrate sinkt nicht nur relativ unter die Rentabilitaet (die durch die Konkurrenz gegeben ist), sondern auch absolut (wo die Schranke wegen der Zinsen ueber Null liegt).
Aber zunehmend weniger. Man denke an Profit-Center, Lean
Management, gleitende Arbeitszeit, der ganze Zauber des
Controling, der jeden Einzelnen an der Verwaltung des
Arbeitsprozesses beteiligt. Das ist noch nicht die Norm, aber
die Tendenz, d.h. das was als „modern“ gilt. Auf keinen Fall
ist das klassische Industriproduktion, wo man notfalls die
gesamte Belegschaft kurzfristig austauschen konnte
(„Streikbrecher“).
Das stimmt. Allerdings sind beide zugrundegelegte Modelle
unvorteilhaft. Manchester-Kapitalismus sowie Sozialismus haben
m.E. in einer Wirklich(!) modernen Arbeitswelt nichts zu
suchen.
Beide wurden von der Realitaet „entwirklicht“. Sie sind also nicht mal mehr Denkmodelle.
Und wir arbeiten mit einem Verhältnis Akademiker - sonstige
von ca. 20 - 80.
Eben. Ein Akademiker ist kein einfacher Arbeiter, er ist nicht
einfach auf dem Arbeitsmarkt durch einen beliebigen anderen
ersetzbar.
Es sind jedoch nur 20% Akademiker, wie gesagt.
Dass Du hier „nur“ schreiben kannst, ist eine sehr moderne Entwicklung.
Und gerade die halte ich bei uns für eher ersetzbar als einen
Top-Gruppenleiter in der Produktion.
Aehm… Wieder ein Missverstaendnis. Ich meinte mit „Akademiker“ eigentlich nicht jemanden, der „nur“ an der Uni seine Berufsausbildung erlitten hat, sondern der einen Hauch kritisches Denken mitbekommen hat, was allgemein als Kreativitaet bezeichnet wird, d.h. das Hinausgehen ueber die Affirmation des Bestehenden. Ueblicherweise in der Forschung zu finden, aber zeitweise auch in einem „Top-Gruppenleiter“.
Controller arbeiten doch nach standardisierten Zahlenwerken.
Wenn sich ihre Taetigkeit darauf beschraenkt, dann fallen sie unter das Bild des klassischen Industriearbeiters mit Berufsausbildung. Ein „Akademiker“ waere einer, fuer den die Controlling-Werkzeuge wirklich nur Werkzeuge sind, mit denen er kreativ z.B. ein Gesamtmodell des Unternehmens und seiner (relativen) Stellung im Wirtschaftsgeflecht schafft, welches wirklich neue, profitwirksame Erkenntnisse liefert.
Ein neuer findet sich in den Job des alten in 4 Wochen hinein.
Der oben beschriebene „Akademiker“ mit seinem Gesamtbild des Unternehmens waere nicht so leicht zu ersetzen.
In der spezialisierten Produktion sieht das schon anders aus.
Nur die wirklichen Lenker sind schwer ersetzbar. Aber auch das
geht mit einem gewissen Vorlauf.
Meine Rede. Man findet sie eben nicht fertig auf dem Arbeitsmarkt vor, und wenn man es per Stellenanzeige versuchte, dann ist das reale „Marktangebot“ so klein (also ohne die, die sich „pro forma“ bewerben), dass es eigentlich eine Karikatur des Marktbegriffes ist.
Umgekehrt wird auch das
Unternehmen von seinen Arbeitern und Angestellten mit ihren
persoenlichen Faehigkeiten so stark abhaengig, dass es auf dem
Arbeitsmarkt immer weniger adequaten Ersatz findet, d.h. die
Beziehung beider laesst sich nur noch schwer
marktwirtschaftlich als Tausch Arbeitskraft gegen Lohn
darstellen,
==>
der Arbeitsvertrag als Ausdruck dieser
Marktbeziehung verliert an Sinn bzw. wird bis ins unleserliche
ueberfrachtet.
Der Rest ist fast normale industrielle Arbeit.
Prozess der Entwicklung, der sich von der „normalen
industriellen Arbeit“ wegbewegt.
…wie gesagt: seit Jahrzehnten bereits.
Und wie gesagt, die jetzige Krise besteht ja auch schon ein paar Jaehrchen.
In der Praxis sind kleine aber feine Firmen, die von F&E bis
zur Produktion alles leisten können die Zukunft.
F&E (nicht Design) koennen sich nicht mal die grossen mehr
leisten.
Kann ich so nur teilweise bestätigen. Ich sehe viel F&E bei
Unternehmen.
Womit man beim Henne-Ei-Problem der Abgrenzung von Forschung und Ingenieurskunst waere. Grundlagenforschung zumindest findet fast gar nicht mehr statt (kaum in der Industrie, und zunehmend weniger in der institutionellen Forschung).
Nix gegen Deine Vision (in der die „normale industrielle
Fertigung“ ja auch nur eine Nebenrolle einnnimmt), der
technologische Trend geht dahin, nur funktioniert das in einer
Marktwirtschaft, in der alles ausschliesslich am
Geld/Profit/ShareholderValue gemessen wird?
Offensichtlich ja.
Ich verweise hier mal auf die Tigerstaaten, um einen neuen
Denkanstoß zu geben.
Das ist aber traditionelle industrielle Fliessbandproduktion. Und derzeit auch in der Krise, nicht nur wegen der Spekulationswelle, sondern auch weil man jetzt massiv in die Infrastruktur investieren muesste. Und welchen Anteil haben diese Tigerstaaten an der Weltproduktion, bzw. an der Bevoelkerung Asiens?
Hier erfährt man einen unsäglichen Boom, da man sich auf KMUs
stützen muß.
Und dies mittlerweile bei akzeptablen sozialen Bedingungen.
In den Tigerstaaten, vielleicht. Aber nicht in der Masse Asiens, die ja den Markt fuer sie darstellt.
Das Bewußtsein, das beste kaufen zu wollen ist definitiv keine
15 Jahre alt.
Sag ich doch. Ist wesentlich aelter, aber damals auf weniger
Produkte, wie Kleidung, Nahrungsmittel, Wohnraum bezogen
gewesen.
Ich meinte mit „keine 15 Jahre alt“, daß die Entwicklung nicht
älter als 15 Jahr ist.
Das war mir durchaus bewusst. Nur: Wo auf dem Markt eine Auswahl herrscht, und der Markt ueber die Garantiekriterien (und sei es nur der Markenname) informiert ist, galt dies schon immer (in der Marktwirtschaft; z.B. ein Zuendnadelgewehr ist besser als ein Vorderlader).
Das ist ganz einfache Marketing-Forschung.
Sorry wenn das zu nahe geht, aber diese Art der „Forschung“
liegt bei mir dicht an der Astrologie.
Deine Meinung in allen Ehren, allerdings würde ich gerne ein
paar Belege für diese Einschätzung sehen.
Marketingforschung ist eine nüchterne, belegbare Wissenschaft.
Absolut nachvollziehbar.
Das sagen viele von der Astrologie auch. Und wo sie die Psychologie beruehrt (Leute verhalten sich nach ihrem Sternzeichen, einige Konsequenzen sind vorhersagbar, einiges ist allgemein gueltig) ist das auch nuechtern nachvollziehbar. In diesem Sinne ist der Vergleich nicht nur negativ gemeint.
Marktforschung, die sich auch mit den Grundlagen dessen, wer
oder was der Markt eigentlich ist, befasst, muesste sofort bei
den alten Nationaloekonomen (Hobbes, Smith, Ricardo)
anschliessen, und dann konsequenterweise zu den Individuen des
Marktes kommen, wie es Kant und Hegel taten, und Gott bewahre
sich auch noch mit Marx (als Hegelianer) beschaeftigen.
„Marktforschung“ und „Marketingforschung“ sind zwei
verschiedene Begriffe.
Warum? Was macht den Unterschied aus? Macht Markteingforschung auch Forschung ueber „Marketingforschung“? Warum hat sich die Philosophie so sehr aufgesplittet?
Gluecklicherweise bietet die VWL eine alltagstaugliche
religieus–dogmatische Grundlage fuer den allgemeinen Glauben
ans Geld, so dass man solche metaphysische Spekulation links
liegen lassen kann.
Gut gesagt.
Wie würdest Du das durchbrechen? Wie wäre die Versorgung
aller, auch unter Berücksichtigung des erwiesenermaßen
unzerstörbaren Drangs nach Individualität der Menschen, Deiner
Ansicht nach ohne Profitstreben möglich?
Gar nicht. Denn Individualitaet, so wie wir sie verstehen, als Entfaltung der persoenlichen Freiheit, ist direkt mit Profitstreben, dem kategorischen Imperativ des freien Willens, verbunden, fast identisch.
Und wenn man
billiger als die Konkurrenz produzieren kann, dann wird das
zum MUSS.
…und genau hier liegt die Chance. Technologischer Vorsprung
und die Konzentration auf neue Märkte,
Zum x-ten Male: Technologischer Vorsprung heisst Erhoehung der
Produktivitaet, heisst mehr Produktion mit weniger Arbeitern.
Nein.
Was ist technologische Entwicklung, technologischer Vorsprung sonst? Und wenn Material gespart wird, wenn Material billiger wird, dann hat Dein Lieferant eben fuer Deine Produktion des gleichen Produkts billiger, mit weniger Arbeitskraeften produziert. Wenn wir ueber die Krise des Gesamtsystems reden, dann muessen wir auch das Gesamtsystem betrachten.
Alles, was den Materialkosten an „Wert“ zugesetzt ist, ist im
langfristigen Mittel proportional zur menschlichen
Arbeitszeit,
Dies gilt nur für eine statische Situation bei den verfügbaren
Produkten.
Und genau das haben wir ja nicht.
An dieser einfachen Wahrheit ist die Theorie des (Klassenkampf-)Marxismus gescheitert. Es ist eine theoretische Deduktion, die sich mit Nichtmessbarem beschaeftigt und daher nicht messbar ist. Nur welches andere allgemeine Vergleichskriterium fuer die Waren verschiedenster Art als die aufgewandte menschliche Arbeitskraft gibt es sonst? Und das Wesen des Marktes, der Warenwirtschaft ist es, alle Produkte (und auch alle Menschen) gleichzumachen, vergleichbar zu machen. Daher der langfristige Trend, der sich empirisch nur sehr selten in Reinkultur feststellen laesst, weil sich die Empirie zu oft andert. Will man diese Anderungen real herauskuerzen, die Produktentwicklung ueber solche Aenderungen fortsetzen, verlassen wir die Marktwirtschaft, da wir nicht mehr blind gegen den Produktionprozess als Ganzes waeren, mithin der Markt ueberfluessig wuerde.
Wenn nicht in gleichem Umfange neue Marktsegmente hinzukommen,
die entsprechend viel Arbeitskraft „aufsaugen“, dann sinkt
auch auf dem gesamten Markt die Profitmasse, bis der gesamte
Wirtschaftsapparat (in evtl. gar nicht ferner Zukunft)
unrentabel wird.
Du setzt eine konstante Entwicklung „Limes gegen 100%“
Automatisierung voraus.
Nicht die Entwicklung, aber den Zwang in diese Richtung.
Der Automatisierungstrend ist ausgelebt, es entwickeln sich
neue Segmente und in den alten Segmenten ist noch Potential.
Nein. Die Automatisierung ist alltaeglich geworden und damit in den Hintergrund der Wahrnehmung getreten, der Trend besteht fort.
Was die Schaffung neuer Arbeitsplätze verhindert ist nur die
Investitionshemmung durch zu starke staatliche Eingriffe.
Weil die Deregulierung gescheitert ist, genauso wie die Re-Etablierung staatlicher Steuerung (Subventionen, Standortfoerderung, …) gescheitert ist.
Jegliches „Nachgeben“ fuehrt zur Gefahr des Zerreissens der Gesellschaft. Dass die Hemmung gegen den kategorischen Imperativ laeuft, erzeugt die von Dir beschriebenen Spannungen.
Wird ein Segment unrentabel, dann findet auf diesem Segment gar
keine Produktion mehr statt. ueberlebenswichtig ==>
subvention, und zwar dauerhaft. Steinkohle und Landwirtschaft
Richtig.
Das liegt an der alten soziaölistischen Traumvorstellung der
Selbstversorgung.
Diese ist nicht sozialistisch, sondern aus Kriegsnotwendigkeiten geboren. Und der Nationalstaat besteht aus der Notwendigkeit, schnell auf Kriegswirtschaft umstellen zu koennen. (Manche sagen, dass insbesondere die USA diesen Zustand seit WK II nicht mehr verlassen haben.)
Auch nur eine Art staatlicher Einfgriff, den ich ja ablehne.
Also gar keine Landwirtschaft, oder nur noch Oekologische Luxusproduktion, die sich nur wenige leisten koennen.
Nur weil gar nicht erst entwickelt worden ist. Am Anfang ist
ein Produkt immer nur eine Fiktion oder noch nicht marktreif
u.s.w. Die Arbeit daran macht es dann brauchbar oder eben auch
nicht.
Also, an Brennzellen wird nicht geforscht? Diese Technologie wird so unter Verschluss gehalten, dass man von ihr oder den moeglichen Anwendungen gar nichts weiss, ihre Brauchbarkeit gar nicht einschaetzen kann?
D.h. dass in einer Konkurrenzsituation die Produktion
unrentabel gewesen waere? In der Marktwirtschaft wird, ohne
dass da boeser Wille dahinter steckt, nur das am meisten
profitable gemacht, nicht das technologisch oder sonstwie
sinnvolle.
Das stimmt bis zu einem gewissen Punkt in der Theorie.
Also erstmal Zustimmung.
In der Praxis haben wir viel Wirtschaft auf Basis des
Allgemeinwohls wie Altenpflege, Müllbeseitigung u.s.w. die
ohne Zwang wohl unrentabel wäre.
Erstens zaehlt das Allgemeinwohl nicht zum Markt, sondern zur gesellschaftlichen Reparatur der Marktfolgen. Und auch in der Altenpflege ist der billigste am erfolgreichsten, diese Misere wird oefter mal dokumentiert. In der Muellbeseitigung sowieso, wie diverse (Sonder-)Muellskandale immer wieder verdeutlichen.
Die gesellschaftliche Notwendigkeit schafft eine Nachfrage. Kann diese rentabel erfuellt werden, dann wird sie privatwirtschaftlich befriedigt, mit allen Nachteilen des Marktes (Profit vor Qualitaet) oder sie muss durch staatliche Institutionen geleistet werden, was ihnen den Ruf eintraegt, unrentabel zu sein. Was ja auch stimmt. Sie liegen unter der Rentabilitaetschwelle, ab der der Markt erst ein Angebot (bei etwa gleicher Qualitaet) liefern kann.
Weil Marktwirtschaft einfach sein muss. Weil jeder
Marktteilnehmer, jeder Konsument, auch die, die nichtmal den
Hauptschulabschluss geschafft hat, die Marktregeln und das
Verhalten auf dem Markt verinnerlicht haben muss.
Da gehe ich mit.
Mal sehn, wie weit. Diese Prinzipien werden, mehr oder weniger gewaltsam, schon ab dem Saeuglingsalter antrainiert. Die ganzen Spielchen mit „Dein“ und „Mein“, bis zu der Schippe, mit der die eigenen Sandfoermchen verteidigt werden (dann ist dieses Prinzip des Privateigentums schon verinnerlicht) und das Theater im Supermarkt, welches so lange dauert, bis die Ware-Preis-Beziehung verinnerlicht ist (was bis ins Schulalter dauern kann, Ladendiebstahl als Mutprobe, gesellschaftliche Tabus zu verletzen).
Und das Prinzip ist einfach, dass die wichtigste Eigenschaft
einer Ware ihr Preis ist.
Gilt nur für einen bestimmten Kreis an Kunden, aber das ist
graue Theorie.
Dieser Kreis macht aber die Mehrheit (zumindest der Kaufsituationen) aus.
Nur soviel: in meinem Segmant ist der Preis natürlich wichtig,
jedoch vielleicht an 10. Stelle. Die wichtigste Eigenschaft
eines Produktes ist sein Nutzen. Und beim Produktnutzen ist
der Preis nur eine Komponente, nicht die allein bestimmende.
Es ist eine Abstraktion, die evtl. nicht bewusst ist, aber dieser Produktnutzen ist auch wieder ein Preis-Leistungsverhaeltnis, d.h. Gebrauchswert vs. Tauschwert. Und der Gebrauchswert bei Investitionsguetern ist die moegliche Mehrwertproduktion. Bei identischen Produkten, dem gleichen Nutzen, ist der Preis wieder das entscheidende, nicht die Nase oder die schoenen Augen des Anbieters. Nichtidentische Produkte muessen erst identisch gemacht werden, wozu die erwaehnten Kriterien wichtig sind, sie kommen tatsaechlich zuerst. Aber wenn die Konkurrenz zwei Maschinen anbietet, oder eine ganz andere Konfiguration, die fuer den Kunden den gleichen Gebrauchswert liefert wie eine Maschine von Dir, dann wird trotz des Unterschieds der Preis (des Gesamtpakets) entscheidend.
Nein. Bis der neue Mist mindestens genauso rentabel produziert
werden kann, wie der alte. Wobei aber auch die Produktivitaet
der alten Produktion mit dem technologischen Fortschritt
steigt.
Gerade im Automobilsektor wurden doch Arbeitsplätze
geschaffen.
Wann? D.h. in welcher Zeitperiode?
Ich schätze, das Verhältnis Angestellte - produzierte Autos
p.a. ist bei Ford in den letzten 70 Jahren deutlich
gestiegen…
Gerade das wuerde ich bezweifeln, aber dazu muesste man wohl praktisch werden und entsprechende Statistiken bemuehen. Wobei aber wieder die Gesamtheit des Produktionsprozesses zu betrachten waere, d.h. wieviele Arbeiter/Angestellte (bei 8h-Tag) pro Auto, oder pro 10.000 Autos, um nicht mit halben Menschen zu rechnen.
Produktivität bedeutet also nicht zwangsläufig auch
Arbeitsplatzabbau.
Im gesamten Prozess, von Rohstoffgewinnung bis zur Endmontage? Wie gesagt, nicht die einzelne Firma, sondern das Gesamtsystem zaehlt in dieser Diskussion.
Und wenn die Qualitaetssicherung per Computer-Vision
effektiver, d.h. rationeller gemacht werden kann, dann
verschwinden auch hier Arbeitsplaetze. Die Qualitaetssicherung
tritt ja nur deshalb so in den Vordergrund, weil der Rest der
Produktion schon fast vollautomatisch erfolgt.
Das würde ich nicht unterschreiben.
Qualitätssicherung entstand wohl eher aus der dem Menschen
innewohnenden Unzufriedenheit mit dem Vorhandenen und somit
dem Zwang zur Optimierung.
Aus dem Zwang von Massenproduktion und Massenkonsum, identische Produkte herzustellen. Dem Zwang, gebrauchsentscheidende Unterschiede aus dem einzelnen Produkt herauszudraengen, wodurch es erst zum einzelnen Produkt wird, und in die Unterschiede verschiedener Fabrikate zu verschieben. Dies aendert sich mit dem Uebergang zur massenhaften Unikatherstellung, aber diese ist nur begrenzt mit einem Markt abbildbar, mit der Marktwirtschaft kompatibel.
Und wo sind die vielen Entlassenen hin? Uebrigens gab es nach
911, genauer bei dem Boersencrash letzten Sommer, nochmal eine
groessere Entlassungswelle, Fusionen und Sanierung heisst
immer auch Entlassung mit geringerer Neueinstellung danach.
Nur dass heute meist nicht mehr rationalisiert, sondern der
Laden einfach dicht gemacht wird.
Das ist eine Phase.
Man sieht es in den USA: die Leute werden gegangen und amchen
morgen völlig leidenschaftslos eben etwas anderes.
Dieses leidenschaftslose Ausfuellen einer Funktion ist ein Hauptmerkmal der Demokratie, welches auch fuer die hoechsten Politiker (s.u.) (immer mehr) zutrifft. Und als das Fehlen grosser Visionen wahrgenommen wird.
Neu Zweige, Erweiterungen u.s.w. geben das ja her.
Das bleibt abzuwarten. Insbesondere, ob sich der Lebensstandard halten laesst.
Wieviel Prozent der Weltbevoelkerung beteiligen sich am
Tourismus, d.h. verreisen?
Das ist zu weit gefasst. Wir müssen uns schon auf die Leute
beschränke, die an dem Wirtschaftssystem, das wir hier
diskutieren, auch teilnehmen.
Oben sagtest Du, dass das Wirtschaftssystem inzwischen die gesamte Welt umfasst. Also: Wie steht es mit dem Skiurlaub in den Alpen fuer den durchschnittlichen Zentralafrikaner?
Der Umsatz steigt, der Gewinn sinkt, auch fuer die
Urlaubsgebiete. Wer es sich leisten kann, wie Mallorca, wehrt
sich.
…und würde in Armut zurückverfallen.
Darin besteht die Aufgabe der Politik (in der Demokratie): Zwischen den Extremen einen Ausgleich zu finden. Ob das geht, ist eine andere Frage.
Der Autosektor konnte sich noch ein Stueck weit nach Osten
erweitern (auch indirekt per "Schrott"export und Diebstahl),
ausserdem fanden Konzentrationen statt. Wer nicht waechst,
notfalls per Uebernahme der Konkurrenz, der verschwindet vom
Markt. Und diese ehemalige Konkurrenz ist dann eben weg, d.h.
maximal in Markennamen zu finden.
Zu einfach:
Das hast Du weiter oben in diesem Thread selbst angegeben.
der Konzentration folgt im Beispiel Autosektor oftmals eine
Kannibalisierung der hauseigenen Produkte, sh. VW und Audi,
Ford und Range Rover.
D.h. der Markt wird kleiner. Das Bild der Kannibalisierung hast Du ins Spiel gebracht, ich habe mich vor diesem Extrem gedrueckt. (Obwohl es zutreffend ist.)
Und trotzdem wächst der Sektor insgesamt noch, wenn auch nur
schwach und mit gewaltigen Kosten.
Meine Rede: Investitionen, Ausweitung und zunehmend das Halten des Marktes werden unrentabel (die alte marxistische Fabel vom Kollaps durch den Fall der Profitrate).
Vielleicht könnte man die aktuelle Situation eher als „Zwang
zur Konzentration auf die Kerneigenschaften und Werte“ des
einzelnen Produktes Auto sehen.
Man konzentriert sich auf das, was noch rentabel ist.
Der Grund ist einfach: wir befinden uns am Anfang der Periode,
in der die Generation der Erben zuschlägt. Stagnierende
Nettoeinkommen interessieren einen 30-jährigenm mit zwei
vermieteten Immobilien nicht.
Wieviele 30-Jaehrige mit 2 vermieteten Immobilien gibt es?
Sehr viele. Wie gesagt: die Generation der Erben.
Fuer einen Massenmarkt nicht genug.
Jeder Deutsche hat, so glaube ich mich an eine Statistik aus
2000 zu erinnern, 1,8 Autos. Jeder Italiener 2,9.
Da ist noch Luft drin!
Jeder Deutsche (also auch Babies) oder jeder Haushalt? Und in Italien kommt hinzu, dass die Kinder laenger als in Deutschland, teilweise bis zum 40-jaehrigen, im Haushalt der Eltern verbleiben. Insofern waere eine Statistik Autos zu Erwachsenen mit eigenem Einkommen hilfreicher.
Ich sehe momentan eher den Trend, daß neue Produktivität alter
Platz macht…
Und das meine ich ernst.
Verstehe ich nicht.
In dem Sinne, dass in Asien (insb. China) Klitschen aufgemacht werden, die zu Hungerloehnen auf dem technologischen Stand von vor 60 Jahren produzieren?
die Illusion des freien Willens
Ist ncht alles was wir glauben zu erleben eine einzige
Illusion?
Das waere sowas wie der Solipsismus, eine extreme Version wird in S. Lem: „Sterntagebuecher“ geschildert. (Simulation der Realitaet in verschiedenen vernetzten Computern, setzt die gescheiterte KI voraus)
Oder hast Du die reale Freiheit, Deinen Blutstrom anzuhalten,
den Berg zum Tal zu machen, allen Menschen dieser Welt Nahrung
zu geben?
Ich persönlich nicht, aber die Gemeinschaft, zu der ich
gehöre, ja.
Also ist der freie Wille des Einzelnen nur in der Gemeinschaft, durch die abstrakte Vernunft, den abstrakten freien Willen der Gesellschaft, moeglich. (Wobei ich ernsthaft hoffe, die Gemeinschaft beschliesst nicht gerade, Deinen Blutstrom anzuhalten.)
Eigeninitiative
Innerhalb der Grenzen des Systems.
Außerdem sind solöche Grenzen nötig. Ein grenzenloses System
muß zu Vernichtung und Chaos führen. Daher suchen wir eben die
maximale Freiheit innerhalb unserer selbst gesteckten Grenzen.
Willkommen in der Staats- und Rechtsphilosophie. Ein Herr
Hegel hat darueber ein ganzes Buch geschrieben.
Ich kenne Hegel.
Ich noch nicht, d.h. nur aus Sekundaerquellen. Steht aber ganz oben auf der Liste.
Das Setzen von Grenzen beruht auf reiner Willkuer, hat keine
irgendwie natuerlich-sittliche oder naturgesetzliche
Grundlage, so zumindest praezisierte Hegel Kant.
Ich sehe hier eher eine Konkretisierung der allgemein
gewünschten Grundwerte als Regel.
Nur woher bestimmen sich die allgemeinen Grundwerte? Welche allgemeine Eigenschaft ist nicht nur eine Spinnerei von Phantasten, sondern so zwingend, dass ihr — auch blind — gefolgt wird, sie zum kategorischen Imperativ wird? Heutzutage doch nur das „Mach’ mehr Geld!“, mit allen abstrakten Kategorien von Geld, Wert, Arbeit, Markt, Recht, Staat,… die daran haengen.
Sagen wir Notstandsverwaltung, ohne oeffentlich zuzugeben,
dass ein Notstand herrscht. Evtl. fehlt tatsaechlich das
Bewusstsein vom Ausmass der Krise.
Das fehlt sicherlich, denn man hält, wie unter Juristen (die
uns ja verwalten) leider oftmals üblich, die eigene
beschränkte Welt für das Nonplusultra.
Das muss notwendig so sein, denn aus der Erkenntnis des Ganzen erwaechst die Unmoeglichkeit bzw. Unnoetigkeit von Politik. Wuerden die Beduerfnisse der Gesellschaft in ihrer vollen Gesamtheit und in den Verknuepfungen verschiedener Beduerfnisse bewusst erkannt, waere ein blinder Interessenausgleich nicht mehr noetig, es koennte rational entschieden werden.
Das macht diese Leute so gefährlich - mangelnder Wille zur
Weitsicht…
Nein, das macht sie ungefaehrlich, denn es verhindert die Durchsetung von falschen Utopien durch totalitaer-diktatorische Massnahmen.
dass die Wirtschaft, nach ihren
eigenen Rentabilitaetskriterien, die Gesellschaft nicht mehr
„ernaehren“ kann.
Oder die Gesellschaft hat sich „unernährbar“ gemacht.
Was in etwa auf das Gleiche hinauslaeuft, da Wirtschaft, trotz der abstrakten Trennung, immer ein Teil der Gesellschaft ist.
Dann besteht aber kein persoenliches Eigentum an den
Produktionmitteln, keine persoenliche Verfuegungsgewalt.
Warum nicht?
Weil Du darueber nicht mehr frei und unabhaengig entscheiden kannst, wie es z.B. bei Deinem Wohnungsinhalt der Fall ist. Du kannst Dein gesamtes Mobiliar zu Brennholz machen, ohne dass Dir einer reinredet, Du kannst gleiches mit der Einrichtung Deiner Firma nicht tun. Die Gesellschaft schuetzt die Mittel zu ihrer Reproduktion, in einem Mittelweg zwischen Manchester-Kap. und Staatseigentum, Interessenausgleich eben.
Unternehmen sind automatisch schon
gesellschaftliche Institutionen, mithin das Firmeneigentum
gesellschaftliches Eigentum. Die Regeln der Firmenverwaltung,…
das alles ist gesellschaftlich,
d.h. staatlich geregelt. Wird der Investor in der Firma
taetig, dann erfolgt das hoechstens
in der Funktion des obersten Managers, er ist in seinem Tun
nicht nur sich selbst, sondern auch der Firma und der
Gesellschaft (mindestens in Form des Finanzamtes) Rechenschaft
pflichtig.
Korrekt. Dies wurde nötig, als zu Beginn des 20. Jhdts. das
Unternehmertum die Arbeiter ausbeutete.
Abgesehen davon, dass dies auch das ganze 19. Jh. ueber galt,… wurde es notwendig, einmal die Reproduktion der Arbeiter zu schuetzen (nach dem Ende der Landflucht) und zum anderen, dem Arbeiter zu ermoeglichen, Konsument zu sein (Ausweitung der Maerkte, Du weisst…)
Heute ist das umgekehrt und es funktioniert auch nicht…
Nein, es ist nicht umgekehrt. Es wird immer noch Mehrwert, Profit produziert, der Gebrauchswert der Ware Arbeitskraft, neuen Wert zu schaffen, ist immer noch hoeher als ihr Tauschwert, d.h. die zu ihrer Reproduktion notwendigen Kosten. Dass das nicht mehr so richtig funktioniert, liegt nur zu einem kleinen Teil an der „Boshaftigkeit“ der Arbeitnehmer.
[Bomben usw.]
Da unsere Regierung beispielsweise im Namen des Sozialismus
agiert, relativiert sich das wieder.
Nein. Unsere Regierung handelt im Namen des Volkes, und dieses
Volk ist in einer demokratischen Marktwirtschaft organisiert,
was das sozial schon einschliesst.
Moment: wir schließen bei der Charakterisierung unseres
marktwirtschaftlichen Systems den Begriff „sozial“ ein.
„Sozialistische“ Staatsführung hingegen ist kein Zwang aus der
Verfassung.
Sozialdemokratische Staatsfuehrung schon. Der Nationalstaat ist nur so lange eine Einheit, wie die Lebensbedingungen der Mehrheit homogen sind. So ein paar Jet-Set-Typen und die Obdachlosen fallen als extremale Minderheiten aus dieser Homogenitaetbetrachtung heraus. Eine Zwei-Drittel-Gesellschaft waere das tatsaechliche Ende des Nationalstaates. (Und eine reale Bedrohung der EU-Erweiterung.)
Sie haben nur die Funktionen, die sie innehaben, perfekt
ausgefuellt. Der Medienkanzler als oberster Repraesentant, der
ueberkanterte Schily als Fortsetzung der Stammtischstimmung,
die auch Du ausgedrueckt hast, Trittin hat Interessenausgleich
betrieben bis zur Selbstverleugnung, Scharping wurde zwischen
Erhalt der Funktionsfaehigkeit der Bundeswehr und den knappen
Staatsfinanzen fast vollstaendig aufgerieben. Mein je, die
privaten Eskapaden. Stoff fuer eine Woche BILD.
Nein, für 3 Jahre…
Auf der Titelseite? Doch nur als historischer Rueckgriff bei neuen Affaeren. Wie lange waren die Kampfhunde aktuell, die Neonazis (im Osten) danach eine Bedrohung, wie lange hat sich die Erdrutschkatastrophe in Mittelamerika gehalten, wen interessiert noch Jugoslawien…
Ich wehre mich gegen den Begriff „perfekt augefüllt“.
Das Verhalten der Protagonisten der aktuellen Regierung ist
als zutiefst stümperhaft zu bewerten, auch wenn man zu den
theoretischen Grundsätzen dieser Leute steht.
Wie gesagt, stuemperhaft ist notwendig und tritt nach dem Ende der demokratischen Visionen, nachdem Freiheit und Gleichheit fuer alle zur (bitteren) Realitaet geworden sind, verstaerkt in den Vordergrund. Waeren sie keine Stuemper, keine Klein-Klein-Politiker, dann waeren sie Diktatoren.
„Der Staat“ ist im gängigen Sprachgebrauch der Bevölkerung ein
Abstraktum,
Abstrakt ja, aber als Verkoerperung des allgemeinen Willens,
der allgemeinen Vernunft der Gesellschaft.
Reine Theorie. Die Gesellschaft im allgemeinen fühlt nicht so.
Auch das ist notwendig so, der allgemeine Wille, die allgemeine Vernunft findet im Unbewussten statt, von Freud wurde sie als „Ueber-Ich“ bezeichnet, als den Teil der Gesellschaft, den jeder unbewusst in sich traegt. In etwa so wie eine Ameise, eine Biene die abstrakten Regeln ihrer „Staaten“ instinktiv, fest verdrahtet in sich haben, was diese komplexen Gebilde erst moeglich macht. Nur eben nicht mehr auf einer instinktiven, sondern einer erlernten und ins Unbewusste verdraengten Ebene.
Auch Du koenntest Dich in der Funktionaershierarchie einer
Partei nach oben arbeiten.
Ich habe das mal versucht, leider fehlt mir die
„Kompromissfaehigkeit bis zum Rande der Korruption“.
Ferner lehne ich das System, so wie man es momentan versteht,
ab.
Dann warst Du persoenlich eben nicht geeignet, rein theoretisch waere es aber gegangen. Die ganz nach oben kommen, wurden dazu nicht geboren, sondern haben sich als die Geeignetsten fuer diese Funktion erwiesen.
Ja, denn die Politiker muessen in der sich staendig
veraendernden Gesellschaft nach immer neuem Ausgleich suchen.
Das erfolgt blind wie in einer Art
Brown’scher Bewegung. Dieses
Trial-and-Error-Verfahren muss staendig korrigiert werden,
notfalls eben auch vom BVG.
Korrekt. Nur stellst sich die Frage, ob das so sein muß, oder
ob nicht die Leitung des Systems durch den „starken Mann“
(nicht im braunen Kontext) in der aktuellen Phase der
Gesellschaft angeraten wäre.
Auch das Prinzip des „wohlwollenden Diktators“ wurde mehrfach ausprobiert, gerade in Suedamerika (oder historisch z.B. bei Peter dem Grossen). Das ging immer eine Zeitlang gut, pervertierte sich aber entweder zu Lebzeiten oder bei den Nachfolgern stets in die blutige Alternative. Und auch der „braune Kontext“, in seinen Urspruengen in Italien und Spanien, manche zaehlen auch die Napoleons dazu, entstand durch den (populistischen) Mehrheitswillen nach eben diesem „wohlwollenden Diktator“.
Ich kann nicht sagen, ich brauche dieses Jahr mein
ganzes Einkommen selbst, ich zahle erst nächstes Jahr wieder
Steuern.
Mit genug Einkommen kann ein guter Steuerberater die Zahlung
ans Finanzamt auf Null reduzieren.
Hierzu sind Investitionen nötig.
Einfach Bargeld verprassen geht nicht.
Ja und? Dein Vermoegen bleibt Dein Vermoegen, auch wenn es investiert wird. Der Rest sind marktwirtschaftlich nicht erfassbare Gemeinkosten, die den stoerungsfreien Genuss Deines Einkommens erst ermoeglichen. Ausserdem gibt es immer noch die Cayman-Inseln und die Suedsee, falls genug Geld da ist.
Korrekt. Meine Aussage war auch ironisch gemeint.
Banken sind nötig, um Konsum anzuheizen und abgehalfterte
Politiker aufzuheben.
Und ganz unironisch, womit begruenden Banken ihre Existenz? Ersteres ist nur begrenzt moeglich (bis zum privaten Bankrott), das zweite ist eher eine unerfreuliche Randerscheinung.
Meine Freiheit, einen höhren Lohn auszuhandeln ist rein
theoretisch. Praktisch sollte eher abgewogen werden, welche
Löhne bezahlbar sind und was davon dem Allgeinwohl zur
Verfügung gestellt werden kann.
Du Sozialdemokrat Du!
Und wer hat zuletzt auf’s Allgemeinwohl geachtet, als es um
SEIN Geld ging?
Sorry, aber Du hast Dir selbt geantwortet.
Du Dir auch. Das Allgemeinwohl wird ganz demokratisch ueber Steuern finanziert. Die Grenze der Lohnverhandlung ist nach oben durch die Rentabilitaet, nach unten durch das nackte Ueberleben gesetzt.
Ich meine nach wie vor, daß die Verhandlungsfreiheit besteht,
sie aber nicht genutzt wird. Denn eine wichtige Komponente bei
der Gehaltsverhandlung ist die Leistung.
Was ist Leistung?
Richtig. Das System ist wachstumsbasiert.
Was aber, wenn es kein Wachstum mehr geben kann, wenn das
System selbst mit seiner ureigenen Dynamik sich eine Barriere
aufbaut? Weil diese Welt eben ganz materielle Grenzen hat, die
sich im System widerspiegeln?
Dann kippt es. Nur werden wir das nicht mehr erleben.
Das ist nicht so sicher. In der 3. Welt erleben wir (d.h. eher die Leute dort) es bereits.
Die nächste Stufe wird erst einmal sein, sich dem Egoismus
hinzugeben und immer mehr soziale „Errungenschaften“
abzubauen. Das muß so sein, denn man hat das System bis über
die Grenze hinaus belastet, nun orientiert man sich wieder um
und orientiert sich am letzten Quäntchen noch möglichen
Wachstums.
Auch richtig. Nur bedeutet das in letzter Konsquenz den Zerfall der Gesellschaft in verschiedene Banden, in viele kleine Mobs, also den totalen Buergerkrieg, jeder Buerger gegen jeden anderen Buerger.
Irgendwann in den nächsten 50 Jahren kippt das dann, es gibt
Chaos, evtl. Krieg und schließlich eine Neuausrichtung.
Neuausrichtung worauf? (Nicht dass ich auch nur den Hauch einer Ahnung haette.) Ein Neuanfang in den bestehenden Kategorien wuerde sehr schnell zur Reproduktion der jetzigen Krise fuehren (es sei denn, der Zusammenbruch fuehrt zu einem totalen geselllschaftlichen Gedaechtnisverlust, also mindestens in die Steinzeit).
Konzentration, Wachstum auf Kosten anderer Marktteilnehmer.
Das ist an sich nicht schlimm, aber bedenklich, wenn es die
einzige Wachstumsquelle ist.
Es handelt sich hier nicht um eine reine Umverteilung. Von wo
aus wird denn auf Porsche umverteilt, wenn auch Ferrari,
Maserati und Jaguar wachsen? Von VW?
Wachsen die Stueckzahlen oder die Gewinne? Waechst der Gewinn noch proportional zur Stueckzahl? Inwiefern druecken diese Zahlen noch das Wesentliche des Produktionsprozesses aus? Und bei der heutigen Vernetzung — die man auch Vergesellschaftung nennen kann — der Produktion zaehlen auch saemtliche Zulieferer, und deren Zulieferer,… zum Produktionsprozess dazu, koennen aber nicht mehr als Teil der Produktion, der Wertbildung erfasst werden. (Das ist ja auch die letztliche Ursache der Einfuehrung des Controlling, auch wenn diese V/BWL-Abteilung das nicht in dieser Konsequenz sieht.)
So wird das bei uns auch kommen.
Zwei-Klassen-Medizin, Zwei-Klassen-Gesellschaft.
Haben wir alles schon. Nur wirkt es sich noch(!) nicht allzu
massiv aus.
Wie gesagt, kommt es soweit, zerreisst es die Gesellschaft. So wie es in der Sowjetunion „von selbst“ passierte, in Jugoslawien mit Nachhilfe von aussen; Kolumbien (Suedamerika) kennt diese (territoriale) Zersplitterung ebenfalls. Und am Ende stehen keine neuen Nationalstaaten mehr, nur Staatsruinen und Anarchie.
Da bist Du zuviel Propaganda aufgesessen. Haupttodesursache
sind immer noch die klassischen Seuchen wie Malaria, TB und
Unterernaehrung/Buergerkriege.
Weil Aids noch zu jung ist. In 20 Jahren ist Aids die Nr. 1.
Nach den Prognosen, denen bis heute nicht widersprochen wurde, muesste halb Europa ausgestorben sein. Aber das gehoert nicht hierher. Falls Dich an dem Thema trotzdem der nichtorthodoxe Standpunkt interessiert:
http://www.rethinkingaids.de/afrika/botswana.html
http://www.rethinkingaids.de/afrika/malan.htm
Klar. Das System polarisiert sich zunächt. Wie ich es oben für
Deutschland intern beschrieben habe, so gilt das natürlich
umso mehr für die Außenbeziehungen.
Warum Konkurrenz züchten?
Eben. Nur wenn man nicht am Aufbau von Konkurrenz interessiert ist, kann man nationalstaatliche Stabilitaet, gar Demokratie in Afghanistan, Russland, dem Balkan,… am besten gleich vollstaendig vergessen.
Daher muß das System, so wie wir es kennen, irgendwann kippen.
Nur freu Dich nicht auf diese Perspektive. Beim jetzigen Stand des „Bewusstseins“ wird die biblische Apokalyopse harmlos erscheinen. Stell Dir nur mal den Zerfall der Atommacht USA vor… eine Atommacht Texas, oder die marodierenden Reste von Mikrosoft im Besitz von Atomwaffen…
Der Markt explodiert quasi.
Aber nur quasi, also nicht genug.
Wann ist „genug“?
Wenn es nicht mehr „quasi“ ist?
Dann ist noch Luft drin, richtig?
Die aber eher abgelassen wird. Wenn ein Markt nicht mehr exponentiell explodiert, dann ist er gesaettigt, damit zunehmend uninteressant.
Niemand hat sich geeinigt. Es war eine blutige blinde Suche
mit Jakobinerterror,…
Es blieb einfach nichts anderes uebrig.
Also eine Art Einigung, oder nicht?
Nein, denn Einigung setzt einen bewussten Prozess voraus, eine bewusste Planung der Zukunft, nicht nur das Vermeiden der (erkannten) Fehler der Vergangenheit.
[Jugoslawien] Doch, man schützte Italien. Der Krieg war ein
Unsicherheitsfaktor. Eher natürlich bevölkerungspolitisch als
außenpolitisch, aber die Bedrohung war vorhanden.
Womit Du Dir selbst widersprichst. Es erfolgte kein Angriff
von aussen, man wollte nur die Krise draussen halten,
uebrigens nicht nur in Italien, Hauptmigrationsziel ist immer
noch D. Man hat also selbst angegriffen (wogegen sich Herr M.
uebrigens voellig zu Recht verteidigen durfte), wie immer man
das jetzt rhetorisch umbenennt.
Es muß hier diskutiert werden, was eigentlich ein „Angriff“
ist und wie weit „Verteidigung“ gehen darf.
Das steht auf einem anderen Blatt.
Wenn man, ohne auf eigenem Territorium militaerisch angegriffen worden zu sein, dies auf einem fremden Territorium tut. Eine Verteidigung fand nicht statt. Oder meinst Du die Polizeiaktionen jugoslawischer Sicherheitskraefte? Darf Jugoslawien kein Aequivalent der GSG 9 haben?
Warum diese laengere Friedensphase (zwischen den
Industrienationen, Kriege gab es genug)? Eben weil die
Polaritaet von Innen und Aussen nicht mehr stark genug ist,
kriegerische Auseinandersetzungen zu befoerdern. Und daran ist
die Vernetzung der Wirtschaften ueber nationale Grenzen hinweg
„schuld“ (ohne dass das zu einer Weltnation fuehrt).
Ich denke der Krieg wird nur auf anderer Ebene geführt.
Beispielsweise ist ein wichtiger Grund für die Mitgliedschaft
Frankreichs in der europäischen Währungsunion die Abschaffung
der D-Mark.
Und den Ossies Nostalgie vorwerfen… Auch die deutsche (wirtschaftliche:wink: Mehrheit wollte den Euro. Und wieweit sich die franzoesische Politik an den Sentimentalitaeten bzgl. der D-Mark ausrichtete… Der Euro war nur die Konsequenz, die letztendliche Materialisierung einer jahrzehntelangen Politik der Waehrungskopplung.
Eine ordentliche Auseinandersetzung und das Blatt wendet sich.
In den USA ist es bereits soweit, daß der ohnehin schon
umfangreiche Militäretat nun nicht mehr verringert bzw. eine
Ausweitung nicht mehr kritisiert werden kann, ohne als
Landesverräter dazustehen.
Oekonomisch ist das Keynes in Reinstkultur. Nur dass keine
Pyramiden auf Staatskredit gebaut werden, sondern es wird eben
modernstes Toetungswerkzeug aufgehaeuft, natuerlich auf dem
letzen Stand der Produktivitaet. Und was ist an diesem
Minimalsteinsatz (aus US-amerikanischer Sicht) „ordentlich“?
Die Unterstützung des eigenen Systems.
Auch wenn es ein zweifelhaftes System ist.
Alle Industrienationen gehoeren zu diesem System, auch wenn die „uneingeschraenkte Solidaritaet“ eine Uebertreibung war.
Nein, sie sichert sie. Vorausgesetzt ist aber ein gemeinsames
Wertesystem von Staatlicher Führung, wirtschaftlicher Führung
und Bevölkerung.
Eben. Nur dann muss man sich fragen, was dieses gemeinsame
"Werte"system jeden Tag neu erzeugt. Es ist ja nichts real
materielles, real ist es nur als eine allen gemeinsame
Fiktion, als massenhafte Wahnvorstellung. Und wenn die
Grundlagen der materiellen Reproduktion gestoert sind, dann
schlaegt es sich auch auf diese fragile ideelle Konstruktion
durch.
…wie wir es ja momentan bereits in HH betrachten dürfen.
Und in Argentinien. Und in Kolumbien, Peru,… Und in Russland. Und auf dem Balkan. Guck mal ueber den Tellerrand.
Und genau daran hängt es bei uns. Die USA sind hier m.E.
weiter, denn sie fröhnen voll und ganz dem Leistungsprinzip
als gemeinschaftlichem Wert.
Mit allen barbarischen Konsequenzen. Oder wie bezeichnest Du
einen Zustand, der ueberfuellte Gefaengnisse produziert.
Ein solches System polarisiert zwangsläufig und einige kippen
vom Rand.
Wie willst Du die Konsequenzen solcher Barbarei im Rest der Gesellschaft abfedern, verhindern, dass die Gesellschaft als Ganzes in die Barbarei absinkt?
Das ist nicht perfekt, ich persönlich jedoch bevorzuge ein
derart starkes System, denn es wird am längstean von allen
westlichen Systemen halten.
Das ist keine Staerke. Das ist ein Eingestaendnis von Schwaeche, naemlich der Schwaeche der Gesellschaft, nicht mehr alle ihrer Mitglieder materiell absichern zu koennen.
Das ist also reiner Selbstschutz.
Des Obdachlosen (als Teil der Gesellschaft) gegen sich selbst?
Natürlich ist dies auch wieder ein Schritt hin zum
Kapitalismus, aber eben auch ein Schritt hin zur Sicherung
menschenwürdiger Lebensverhältnisse für die Mehrzahl einer
wachsenden Bevölkerung.
Wenn man die Lebensbedingungen des „white trash“ als
menschenwuerdig bezeichnen will…
Das ist Definitionssache. Im Vergleich zu einer namibischen
Witwe sind sie es sicherlich.
Und im Vergleich zum eigenen Umfeld? Zu den zivilisatorischen Moeglichkeiten der eigenen Gesellschaft?
Da hier die Bevölkerungszahl sinkt, würde das wohl noch besser
funktionieren.
Im Gegenteil. Schrumpfende Maerkte sind extrem unattraktiv.
Das ist die Crux: weniger Leute mit mehr Geld führen zu
wachsenden Märkten. Wir erleben gerade den Beweis dafür.
Das setzt einen statischen Geldwert voraus. Wenn viel Geld da ist, aber wenig produziert wird, ist Inflation das wahrscheinlichere Ergebnis.
Und den Beweis moechte ich wenigstens mal angedeutet sehen.
Ciao Lutz