30.000 EUR anlegen ... und kaum Ahnung!

Hallo!

Ich bin unverhofft zu diesem für mich großen Geldbetrag gekommen. Nun suche ich eine Möglichkeit, diesen Betrag mit einem geringen Risiko anzulegen. Leider bin ich durch Bank-Berater (die schon am Tage des Geld-Einganges an meiner Tür kratzten) vorgeschädigt, habe aber auch nicht die Zeit, mich ständig darum zu kümmern. Ich dachte mir, 25.000 zunächst hier zu parken:
http://www.d-b.de/DB_DE/zinsplus.php
und mir dann in Ruhe eine bessere Anlagemöglichkeit zu suchen. Lohnt sich vielleicht eine Beratung bei der Verbraucherzentrale?

Danke für ein paar Tipps,

D.

Hi D.,

http://www.d-b.de/DB_DE/zinsplus.php

Zitat: Nach Ablauf der drei Monate behalten wir uns eine
Zinsanpassung vor.

Wenn alle anderen Banken für Tagesgeld 2,5 % geben, 2,75 %
sogar nur in Verbindung mit einem Sparkonto oder bei
mangelnder Absicherung
(http://www.termingeld-vergleich.de/Tagesgeld/Tagesge…),
dann verwundert dieses Angebot doch ein wenig. Haben die eine
Gelddruckmaschine im Keller stehen?

Irgendwo weiter unten wurde angemerkt, man wäre dort auf „Kundenfang“. Es sollte ja auch nur eine vorübergehende Möglichkeit für ein paar Wochen sein - bis eine bessere/endgültige Möglichkeit gefunden ist.

Lohnt sich vielleicht eine Beratung bei der Verbraucherzentrale?

Fragen kostet nichts, obwohl ich vermute, dass
Verbraucherzentralen andere Sorgen haben.

Ich frage mich, ob es überhaupt eine seriöse Stelle gibt, die einen in solchen Sachen zuverlässig berät.

Was könnte ich also tun?

Gruß,

D.

hallo daisy,

bei der verbraucherzentrale bist du richtig.
es kostet eine kleinigkeit, ist aber unabhängig.

strubbel
V:open_mouth:)

Naja so ein riesen Patzen ist das auch nicht, so dass man viel falsch machen kann. Zumal es fast nirgens momentan viele Zinsen gibt.
Aber merke eins:
Geld verschenkt niemand.
Hohe Zinsen bedeuten hohes Risiko egal was erzählt wird.
Wenn die Bank keine Bearbeitungsgebühren verlangt, sind 4% p.a. für die 3 Monate OK.
Was hältst du denn von Fonds? Gibt ja auch hier Testzeitschriften.
Ich würde hier auch bei den großen Anbietern bleiben. Deutsche, Bank, Sparkasse …

Hallo,

Was hältst du denn von Fonds? Gibt ja auch hier
Testzeitschriften.

bei Fonds steigt aber das Risiko gleich erheblich an gegenüber einer klassischen Sparvariante oder einem Festgeldkonto.

Dafür wird durch ein Festgeldkonto das Geld real weiniger Wert => Inflation.
Dann lieber Investieren.
Und gibt auch relativ sichere Fonds, wenn nicht gerade die Wirtschaft zusammenbricht. Aber dann hilft nur noch Gold.

Dafür wird durch ein Festgeldkonto das Geld real weiniger Wert
=> Inflation.
Dann lieber Investieren.
Und gibt auch relativ sichere Fonds, wenn nicht gerade die
Wirtschaft zusammenbricht. Aber dann hilft nur noch Gold.

Wer sollte in einer Wirtschaftskrise Geld für Gold ausgeben? Merke: Ohne Nachfrage kein Wert.

Gruß,
Christian

Wer sollte in einer Wirtschaftskrise Geld für Gold ausgeben?
Merke: Ohne Nachfrage kein Wert.

Gruß,
Christian

Und wer verkauft dir was, ohne von dir was mit etwas wert zu bekommen?

Und wer verkauft dir was, ohne von dir was mit etwas wert zu
bekommen?

Und deswegen wird in Krisenzeiten nicht mit Gold, sondern mit Zigaretten, Schinken oder Brennholz gehandelt.

Gruß,
Christian

Wie kommst du zu dieser Aussage?
Mit Gold kommt man immer zu was…
Aber ist ja auch egal geht ja nicht darum.

Wie kommst du zu dieser Aussage?
Mit Gold kommt man immer zu was…

Stimmt, es ist ja bekannt, daß die Menschen nach dem zweiten Weltkrieg zum Hamstern immer ein paar Klumpen Gold dabei hatten.

Im Ernst: Gold ist in Notlagen zu nichts nutze. Als Werk-/Baumaterial ist es zu weich, als Bettdecke zu hart und zum Essen zu ungesund.

Gruß,
Christian

Na dann lass dir mal den Tabak schmecken.
Naja Gold verleitete schon immer Menschen und hatte einen bestimmten Wert.
Nicht umsonst wurden die Reperationen in Goldmark bemessen.
Nur hat der kleine Mann nach dem Krieg kein Gold gehabt.
Der große Mann dagegen hat dies sehr wohl als Währung benutzt.
Wobei das schon zu Zeiten der Römer und noch früher als Währung fungieren konnte.

Na dann lass dir mal den Tabak schmecken.

Ich habe unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg nicht gelebt. Wohl aber einige andere und die berichten in dem Sinne, wie ich es tat.

Nicht umsonst wurden die Reperationen in Goldmark bemessen.

Das hat damit nichts zu tun. Die Reperationen gingen an Länder, die mit der „normalen“ Reichsmark nichts zu tun haben wollten.

Nur hat der kleine Mann nach dem Krieg kein Gold gehabt.
Der große Mann dagegen hat dies sehr wohl als Währung benutzt.

Ah, der große Mann. Und mit 30.000 Euro gehört man dann zu den großen Männern? Und was machen eigentlich die großen Männer mit dem Gold? Bezahlen die damit die Bauern, die die Nahrung produzieren? Ich könnte mir vorstellen, daß die als Entlohnung andere Dinge haben wollen. Warte mal, was war noch gleich die Währung nach dem zweiten Weltkrieg auf den Schwarzmärkten…? Ach ja: Zigaretten.

Wobei das schon zu Zeiten der Römer und noch früher als
Währung fungieren konnte.

Ich dachte, wir sprachen von Krisenzeiten? Im übrigen nahm man damals Gold als Münzmaterial, weil es selten war. Man hätte genauso Kryptonit nehmen können, was allerdings noch seltener war. Daß die Münzen aus Gold waren, verhinderte keine Inflation. Davon, daß Gold also einen konstanten Wert hat, kann nicht die Rede sein. Übrigens auch heute nicht.

Gruß,
Christian

Naja dann lass dir die Geschichten nocheinmal erzählen. Man darf ja nicht nur eine Seite sehen.
Bauern wären sehr froh gewesen, wären sie in Gold bezahlt worden. Normalerwiese bekamen sie allerdings nur ein Teil der Ernte.
Lies mein Posting bezüglich 30000€ nochmal durch dann weißt du, dass dein Satz 30000 sind was für große Leute völlig absurd und schwachsinnig ist.
Die Reperationen wurden in Goldmark bemessen, um eine stabile Rechengröße über Jahrzehnte hinweg zu haben.
Schließlich war der einzige, der von Kriegszeiten sprach du. Ich habe, sofern du nochmal mein erstes Posting durchliest nur von Wirtschaftskrisenzeiten gesprochen.

PS: Frag mal deine GEschichtenerzähler, ob sie nach dem Krieg nicht gerne Gold gehabt hätten.

Dafür wird durch ein Festgeldkonto das Geld real weiniger Wert
=> Inflation.

Kommt auf den Zinssatz des Festgeldkontos an.

Dann lieber Investieren.
Und gibt auch relativ sichere Fonds, wenn nicht gerade die
Wirtschaft zusammenbricht. Aber dann hilft nur noch Gold.

hm, wenn ich an 2000 denke, glaube ich irgendwie nicht so richtig an sichere Fonds.

Hallo D.,

Hallo!

Ich bin unverhofft zu diesem für mich großen Geldbetrag
gekommen.

herzlichen Glückwunsch.

Nun suche ich eine Möglichkeit, diesen Betrag mit
einem geringen Risiko anzulegen.

Wie lange und zu welchem Zweck soll das Geld angelegt werden?
Eine fast hundertprozentig sichere Anlageform wäre die Anlage in einem Dachhedgefonds(Volatilität unter 4%) der in einer kostengünstigen lichtensteinischen Versicherungspolice verpackt ist und lebenslang, bzw. bis zur Kündigung laufen würde. Nach zehn Jahren sind jederzeitige kostenfreie Entnahmen möglich. In den ersten zehn Jahren werden bei einer Entnahme geringe Abschläge vorgenommen. Die Zielrendite des Fonds beträgt ca. 8%.
Man erhält auf das investierte Fondsvermögen eine Garantie in Höhe von 124% nach zehn Jahren. Würde im konkreten Fall bedeuten:
Anlagesumme: z.B. 10.000 Euro
Anlage im Fonds 9.450 Euro

Garantiesumme nach zehn Jahren = 11.718 Euro

Der Garantiegeber ist die Calyon, Frankreichs größte Bank, die von Standard and Poors mit einem AA-Rating bewertet worden ist. Nur im Falle, dass die Calyon pleite ginge, wären auch erhebliche Verluste möglich. Dieses Risiko besteht allerdings auch bei Sparbüchern einer Bank.

Leider bin ich durch
Bank-Berater (die schon am Tage des Geld-Einganges an meiner
Tür kratzten) vorgeschädigt, habe aber auch nicht die Zeit,
mich ständig darum zu kümmern. Ich dachte mir, 25.000 zunächst
hier zu parken:
http://www.d-b.de/DB_DE/zinsplus.php
und mir dann in Ruhe eine bessere Anlagemöglichkeit zu suchen.

Lohnt sich vielleicht eine Beratung bei der
Verbraucherzentrale?

Ich glaube kaum, dass die Verbraucherzentrale der richtige Ansprechpartner für eine erste Information zu Kapitalanlagen wäre. Hole dir doch zunächst eine Reihe von Angeboten von verschiedenen Anbietern ein und nehme diese mit zur Verbraucherzentrale. Die sollen dann aber bitte auch schriftlich Stellung zu den Angeboten nehmen(Beratungsprotokoll), wenn sie dazu in der Lage sind.

Viele Grüße

Ralf

Hallo Ralf,

Man erhält auf das investierte Fondsvermögen eine Garantie in
Höhe von 124% nach zehn Jahren. Würde im konkreten Fall
bedeuten:
Anlagesumme: z.B. 10.000 Euro
Anlage im Fonds 9.450 Euro

Garantiesumme nach zehn Jahren = 11.718 Euro

Ohne jetzt falschen Eindruch erwecken zu wollen…ist das nicht ein bissel wenig Rendite für das Risiko und die Laufzeit ?

Ich habe jetzt gleich mal den Taschenrechner rausgeholt und mit einem klassischen Tagesgeldkonto mit derzeit 2,5%pa gerechnet.
10.000 *2,5% = 250€ * 10 Jahre = 2500€+10.000 = 12500€ nach 10 Jahren
Also natürlich nur mal grob ohne Zinseszins und blabla gerechnet. Da habe ich doch schon mal mehr Geld im Sack als mit diesem Hedgedingens oder stehe ich jetzt gerade auf der Leitung ?

erhebliche Verluste möglich. Dieses Risiko besteht allerdings
auch bei Sparbüchern einer Bank.

hm, sind nicht die meisten deutschen Banken in diesem Einlagensicherungsfonds, dass da also nix verloren gehen kann ?

Gruss
AgentJ

Hallo AgentJ,

Hallo Ralf,

Man erhält auf das investierte Fondsvermögen eine Garantie in
Höhe von 124% nach zehn Jahren. Würde im konkreten Fall
bedeuten:
Anlagesumme: z.B. 10.000 Euro
Anlage im Fonds 9.450 Euro

Garantiesumme nach zehn Jahren = 11.718 Euro

Ohne jetzt falschen Eindruch erwecken zu wollen…ist das
nicht ein bissel wenig Rendite für das Risiko und die Laufzeit
?

kennste noch die Werbung von der Dresdner Bank mit Sepp Mayer im Tor, da wurde so weit mir in Erinnerung ist nur mit Kapitalerhalt geworben, oder war das nicht so?

Ich habe jetzt gleich mal den Taschenrechner rausgeholt und
mit einem klassischen Tagesgeldkonto mit derzeit 2,5%pa
gerechnet.
10.000 *2,5% = 250€ * 10 Jahre = 2500€+10.000 = 12500€ nach 10
Jahren
Also natürlich nur mal grob ohne Zinseszins und blabla
gerechnet. Da habe ich doch schon mal mehr Geld im Sack als
mit diesem Hedgedingens oder stehe ich jetzt gerade auf der
Leitung ?

OK, so’n bisschen stehst du schon auf der Leitung. Es handelt sich hier um eine Garantie für ein Produkt, bei dem wesentlich höhere Erträge erwirtschaftet werden können! Theoretisch sind natürlich auch höhere Verluste möglich, die aber durch die Garantie der Calyon nicht möglich sind!(Ausnahme=Pleite der Bank)
Du hast also die Chance eine Rendite von z.B. 8% zu erzielen, ohne Verlustrisiko, würde bedeuten Auszahlung ca. 20.000 Euro nach 10 Jahren.

Frage doch mal bitte bei verschiedenen Instituten nach Garantieprodukten. Meistens gibt es nur eine Garantie auf Kapitalerhalt ohne jegliche Verzinsung.

erhebliche Verluste möglich. Dieses Risiko besteht allerdings
auch bei Sparbüchern einer Bank.

hm, sind nicht die meisten deutschen Banken in diesem
Einlagensicherungsfonds, dass da also nix verloren gehen kann

Hier musst du unterscheiden zwischen gesetzlicher Einlagensicherung und der jeweiligen freiwilligen Einlagensicherung der Sparkassen, Genossenschaftsbanken oder sonstigen Banken.
Die freiwillige Einlagensicherung ist, wie der Name schon sagt, freiwillig und der Kunde hat keinen Rechtsanspruch darauf! D.h. wenn eine Bank pleite geht wird erst einmal geprüft, ob es überhaupt sinnvoll ist, die Einlagen der insolventen Bank abzusichern.

Gruss
AgentJ

Viele Grüße

Ralf

Hallo Ralf,

OK, so’n bisschen stehst du schon auf der Leitung. Es handelt
sich hier um eine Garantie für ein Produkt, bei dem wesentlich
höhere Erträge erwirtschaftet werden können! Theoretisch sind
natürlich auch höhere Verluste möglich, die aber durch die
Garantie der Calyon nicht möglich sind!(Ausnahme=Pleite der
Bank)
Du hast also die Chance eine Rendite von z.B. 8% zu erzielen,
ohne Verlustrisiko, würde bedeuten Auszahlung ca. 20.000 Euro
nach 10 Jahren.

Okay, mit dieser Garantie hast du natürlich schon recht, die hat man nicht überall bei solchen Gebilden. Mein Problem bei der Sache mit den theoretischen Gewinnen ist halt einfach die, daß sie theoretisch sind. und ich bin mir nicht sicher, ob die derzeitige Wirtschaftslage ausreicht um in einem 10-Jahres-Zeitraum wirklich so eine Performance hinzulegen.

Hier musst du unterscheiden zwischen gesetzlicher
Einlagensicherung und der jeweiligen freiwilligen
Einlagensicherung der Sparkassen, Genossenschaftsbanken oder
sonstigen Banken.
Die freiwillige Einlagensicherung ist, wie der Name schon
sagt, freiwillig und der Kunde hat keinen Rechtsanspruch
darauf! D.h. wenn eine Bank pleite geht wird erst einmal
geprüft, ob es überhaupt sinnvoll ist, die Einlagen der
insolventen Bank abzusichern.

Also ich wusste nicht, dass es auch eine gesetzliche gibt. Ich bin schon immer davon ausgegangen, dass dies eine freiwillige Mitgliedschaft ist und habe bei einer Anlage immer geprüft, in wieweit die Einlage bei dem entsprechenden Institut dann abgesichert ist.

Aber Finanzen und die richtige Strategie ist sowieso eine komplizierte Sache und hinterher ist man immer schlauer.

Also denne
Gruss
AgentJ

Hallo Daisy !

Die Verbraucherzentrale kann dir wahrscheinlich einige Unterschiede zwischen verschiedenen Anlageformen aufzeigen. Vielmehr nicht. Hinsichtlich konkreter Produktempfehlungen dürfte es dort aber schon schwieriger werden.
Wenn du das Geld jetzt hast, solltest du dir auch jetzt die Zeit dafür nehmen und dich damit beschäftigen. Nur „irgendwas“ zu machen, damit du dich momentan nicht damit zu beschäftigen brauchst, erscheint zwar bequem, löst das Problem aber nicht, sondern schiebt es nur auf. Du verschenkst nur unnötig wertvolle Zeit.

Lockangebote, wo es z.B. die ersten 3 Monate etwas höhere Zinsen gibt, finde ich persönlich nicht so gut. Weil man selten das Geld taggenau nach den 3 Monaten wieder abräumt und woandershin transferiert; ab diesem Zeitpunkt aber auf dem ursprünglichen Konto nur noch den dann üblichen (meist unterdurchschnittlichen) Zinssatz bekommt.

Geldanlage ist nunmal Vertrauenssache und du wirst nicht umhin kommen, dir einen Ansprechpartner zu suchen, der dich fair berät und dich auch zukünftig bei deiner Geldanlage begleitet. Ist auch eine Gefühlsentscheidung. und ein bisschen Spaß sollte Geldanlage auch machen, also dass man lernt, sich damit zu beschäftigen und sich natürlich auch über die Wertentwicklungen freuen kann.

Uwe