Hallo liebe Leute!
Ich habe ein großes Problem mit meinem viereinhalbjährigen Sohn.
Seine Frustrationstoleranz ist gleich null. Der Reißverschluß klemmt:
er wirft sich auf den Boden und brüllt. Es fällt Essen vom Löffel:
Löffel und restliches Essen fliegen hinterher. Er macht ein Puzzle
zum ersten mal und findet nicht sofort das passende Teil: Puzzle wird
nach mir geworfen und ich bin ein „A…loch“. Er ist in solchen
Situationen kaum zu beruhigen, habe schon viel probiert: Ignorieren,
helfen, ihm erklären daß noch kein großer Junge vom Himmel gefallen
ist(in seinen Worten natürlich:smile:. In unserer alten Wohnung hat er
aus Frust schon das Metallbein vom Trampolin abgeschraubt(!) und die
ganze Wand mit Löchern versehen.
Hinzu kommt, daß er sich seit einem Jahr täglich in die Hose pinkelt,
davor hat er es 4 Monate gepackt. Wer hat ähnliches erlebt oder hat
eine Idee? Mir sind sie ausgegangen.
Hallo Mama22,
wenn ich sowas lese wie,
Er macht ein Puzzle
zum ersten mal und findet nicht sofort das passende Teil:
Puzzle wird nach mir geworfen und ich bin ein „A…loch“.
Dann errinnert mich das doch sehr stark an diese komische Super-Nany sendung. Ich zapp da von Zeit zu Zeit mal rein.
Und ehrlich gesagt, wenn ich sowas sehe, fällt mir nur eins dabei ein:
Die Eltern, die zulassen das ihre Kinder mit ihnen so umgehen, haben solche Kinder auch verdient!!!
Sorry, ich kann das nicht anders sagen.
habe schon viel probiert:
Ignorieren,helfen, ihm erklären daß noch kein großer Junge vom Himmel
gefallen ist(in seinen Worten natürlich:smile:.
Wie wäre es denn mal wenn du es mit etwas mehr Autorität probierst?
Ich kann mit ruhigem Gewissen behaupten das meine Kinder ohne Körperliche Gewalt groß geworden sind. Aber glaub mir, die würden es sich im Leben nicht wagen mit Essen um sich zu werfen oder mich als „Ar…ch“ zu bezeichnen. Da würden sie sich eher selbst die Zunge bei abbeißen.
aus Frust schon das Metallbein vom Trampolin abgeschraubt(!)
und die ganze Wand mit Löchern versehen.
Genau 1x hätten meine das probiert. Danach wäre das Trampolin und die Hälfte ihrer Spielsachen für einen recht langen Zeitraum konfesziert
worden.
Wer hat ähnliches erlebt
Ich zum Glück nicht.
oder hat
eine Idee? Mir sind sie ausgegangen.
Da kann ich versuchen dir zu helfen. Mach dem Kleinen klar das DU diejenige bist die die Regeln vorgibt und nicht ein 4 jähriger Zwerg.
Du soltest klare Richlinien schaffen. Keine Wutausbrüche tolerieren.
Und du solltest das Kind, wenn es sich dann an deine Regeln hält auch dementspechend Loben. Du wirst sehen, es dauert nicht lange und er merkt, das es sich für ihn mehr lohnt sich an deine Spielregeln zu halten als dagegen zu verstoßen.
Im übrigen, wenn du deinem Kind nicht schon jetzt lernst was Regeln bedeuten, und das Autorität zu respektieren ist, wird er es in seinem späteren Leben mal verdammt schwer haben.
Schönen Gruß Ronny
Hallo Ronny,
danke für die „aufbauenden“ Worte.
Glaub mir wenn ich sage, ich habe schon viel probiert, dann heißt es
nicht, daß ich nicht trotzdem in jeder Situation konsequent bin. Das
Trampolin kam einen Monat weg. Es werden ständig Sachen konfisziert.
In Momenten, in denen er seine „Anfälle“ bekommt, ist er nicht mehr
er selbst. Er macht ja auch Sachen, die ihm wichtig sind, kaputt. Wir
haben klare Regeln, z.B. bei Schimpfwörtern: keine
GuteNachtgeschichte, kein Fernsehen, alleine Spielen.
Er kann seinen inneren Schweinehund einfach nicht im Zaum halten.
Moin,
wie benimmt er sich denn im Kindergarten ?
Gruß
Marion
Hi,
also beim lesen ist mir erst einmal ein puh über die Lippen gehuscht, was soviel bedeuten soll, dass ich ein Stückweit froh bin das unser Grosser (gleiches Alter) nicht ganz so schlimm ist.
Mal so ganz dumm gefragt, euer Sohn ist gesund? Ich kenne mich nicht mit den vielen Krankheiten aus die vielleicht auch Einfluss auf das Verhalten haben können wenn aber sonst soweit alles i.O. würde ich es mit viel Geduld versuchen.
Leichter gesagt als getan und bestimmt ist die Geduld auch irgendwann zu ende aber ich glaube es gibt kein Patentrezept mit der alle Probleme auf einmal gelöst werden. Bei unsern beiden Kinder ist es so, dass wir Ihnen ein Stückweit ihre Launen zugestehen und, auch wenn es schwer fällt, hin und wieder auch mal so tun als würde wir es ignorieren. Wenn es aber an das Beschädigen von Dingen geht ist die Auszeit angesagt. Was bei uns soviel bedeutet das der Grosse auf den Stuhl am Esstisch muss und eine Zeit bekommt wie lange er da sitzen (und nachdenken) soll. Normalerweise sind das 2 Minuten, es sei denn, der tut jemanden weh dann werden es fast immer 5 Minuten.
Danach ist er meist auch für ein Gespräch offen und man kann ihm in Ruhe sagen was jetzt nicht in Ordnung war.
Ich wünsche euch viel Glück und das ihr es recht bald Licht am Ende des Tunnels seht.
Me
Hallo mama22
Ich habe ein großes Problem mit meinem viereinhalbjährigen
Sohn. Seine Frustrationstoleranz ist gleich null. Der
Reißverschluß klemmt: er wirft sich auf den Boden und brüllt.
Es fällt Essen vom Löffel: Löffel und restliches Essen fliegen
hinterher. Er macht ein Puzzle zum ersten mal und findet nicht
sofort das passende Teil: Puzzle wird nach mir geworfen und
ich bin ein „A…loch“. Er ist in solchen
Situationen kaum zu beruhigen, habe schon viel probiert:
Ignorieren, …
schade, dass bereits die erste Antwort, die Du
bekamst, ein „Du bist Schuld daran“ war, aber
sicherlich ist das zu verschmerzen, denn das
eigentliche Problem ist ja Dein Kind.
Das wichtigste: wie MeToo schrub, abklären,
ob eine gesundheitliche Beeinträchtigung
vorliegt. Ich kenne genau einen Fall, wo
ein Junge „unerklärlich austickte“ und es
stellte sich als Ursache eine schmerzhafte
unbehandelte Vorhautverengung(?) heraus.
So lange man das nicht wusste, wurde natürlich
versucht, das Kind durch „Reglementationen“
zu „besänftigen“ und natürlich hatten auch
die „Eltern alles falsch gemacht“. Das hast
das ja eben erlebt.
Ausserdem müsstest Du einige Worte zur psycho-
sozialen Umgebung des Kindes verlieren (Vater/
Mutter immer da od. selten da, Kindergarten,
Leidensgeschichte, Ernährungsgewohnheiten,
Schlafgewohnheiten, Häufigkeit der Anfälle,
Sprachentwicklung usw.).
Würdest Du das tun? Ich nehme mal an, Du hast
schon mit Eurem Kinderarzt gesprochen?
Grüße
CMБ
Hallo mama22
Wir haben klare Regeln, z.B. bei Schimpfwörtern:
keine GuteNachtgeschichte,
IMHO ein Problem
kein Fernsehen,
IMHO ein Problem
alleine Spielen.
IMHO ein Problem
Aus den „Strafen“ schliesse ich, dass
doch zumindest „auch“ etwas „schiefliegt“
in der Kooperation zwischen Euch.
Kein Fernsehen? Wieso sollte
das eien „Strafe“ sein für
einen Vierjährigen?
Ich dachte immer, „Fernsehen“ ist eine Strafe 
Grüße
CMБ
off topic
Hi!
Ich weiß, es nimm kein Ende 
Kein Fernsehen? Wieso sollte
das eien „Strafe“ sein für
einen Vierjährigen?Ich dachte immer, „Fernsehen“ ist eine Strafe
Ich habe durch die Sesamstraße Lesen und Schreiben gelernt, konnte es mit 5.
LG
Guido
Hallo,
die Ursache per Ferndiagnose festzustellen, ist unmöglich. Fest steht, dass es sich bei Deinem Sohn nicht um normales Trotzverhalten handelt. Ich würde dringend empfehlen, mit dem Kind zuerst einen Kinderarzt aufzusuchen, um prüfen zu lassen, ob alles mit seiner Gesundheit in Ordnung ist. Als zweiten Schritt würde ich den Gang zum Kinderpsychologen empfehlen.
Ich finde, das sieht sehr nach einer psychischen Störung aus, die alle möglichen und unmöglichen Ursachen haben kann. Das kann aber nur der Arzt genauer beurteilen.
Viel Erfolg!
Andreas
P.S.: Vermutlich weißt Du das bereits: Dein Sohn leidet unter solchen Anfällen viel mehr, als die Eltern. Behandle ihn in diesem Bewusstsein.
Hallo
Ich dachte immer, „Fernsehen“ ist eine Strafe
Ich habe durch die Sesamstraße Lesen und Schreiben gelernt,
konnte es mit 5.
Ja, und ich schaue seit ich 5 bin „Enterprise“,
„Spock“ war ob seines quasi-autistischen Rollen-
verhaltens meine Haupt-Identifikationsfigur
in der Kindheit -
und als Student hatte ich diesen Aufkleber
http://www.bumperart.com/ProductDetails.aspx?SKU=200…
auf dem Rost-Mazda 
Ich oute mich
(
Grüße
CMБ
Hallo Ronny
… wenn du deinem Kind nicht schon jetzt lernst
… dass Autorität zu respektieren ist,
LOL, da musste ich mal LAUT lachen
(zum Glück ist der Kaffee noch in der Tasse 
… wird er es in seinem späteren Leben
mal verdammt schwer haben.
Ja, nämlich als Angestellter, der sich
nicht rechtzeitig vor „Big Boss“ duckt 
Grüße
CMБ
Hi!
Ja, und ich schaue seit ich 5 bin „Enterprise“,
Ich habe das in ähnlichem Alter auch immer geliebt! Samstags im Vorabendprogramm nach dem Baden (nicht, dass ich nur Samstags gebadet habe!)…
„Spock“ war ob seines quasi-autistischen Rollen-
verhaltens meine Haupt-Identifikationsfigur
in der Kindheit -
Ich hatte damals schon eine Neigung zu Scotty 
und als Student hatte ich diesen Aufkleber
http://www.bumperart.com/ProductDetails.aspx?SKU=200…
auf dem Rost-Mazda
*lol*
Nee - ich hatte nur ein durchgestrichenes Hakenkreuz neben meinem Aufkleber „Ich mag Kinder!“ (drunter Messer und Gabel) auf einer ersten Kiste…
Ich muss ja gestehen, dass ich (auch) in meiner frühen Kindheit sehr viel vor der Glotze hing! So viel würde ich meinen Zwerg im Leben nicht fernsehen lassen!
Aber irgendwie hat sich die Qualität wohl auch sehr verändert, seit es mehr als 3 Kanäle gibt 
Nur: Nach wie vor halte ich Löwenzahn, Die Sendung mit der Maus oder auch schon mal Galileo nicht für schädlich…
Aber bevor wir wegen des off topics gelyncht werden…
LG
Guido
Hi,
Wenn es
aber an das Beschädigen von Dingen geht ist die Auszeit
angesagt. Was bei uns soviel bedeutet das der Grosse auf den
Stuhl am Esstisch muss und eine Zeit bekommt wie lange er da
sitzen (und nachdenken) soll. Normalerweise sind das 2
Minuten, es sei denn, der tut jemanden weh dann werden es fast
immer 5 Minuten.
japp, meine Nichte meinte mal, als sie zu Besuch bei Oma und Opa war, in einem Trotzanfall die Wohnung zusammenbrüllen zu müssen (ich wusste nicht, dass ein Mensch überhaupt so laut brüllen kann, ich musste mir im Ernst die Ohren zuhalten). Ein paar Minuten lang haben wir das einfach ignoriert, dann kam der Opa hinzu und hat sie mit einem bestimmt-autoritären Tonfall erklärt, dass bei uns nur in der „Brüll-Ecke“ gebrüllt wird. Sie musste sich halt dort hinstellen, bis sie aufhört zu brüllen. Ähm, ja, nach einer halben Minute kam sie still aus der Brüll-Ecke zu uns zurück, so, als wäre nichts passiert. Sie hat das einmal versucht und nie wieder. Kinder lernen so etwas ganz schnell.
IMHO ist in solchen Situationen ein autoritäres Auftreten schon die halbe Miete. Damit meine ich kein Rumschreien o.ä., sondern das genaue Gegenteil. Ich kann das gar nicht erklären, aber man merkt es dem anderen an, ob er von seinen eigenen Handlungen überzeugt ist. Eltern können das Gefühl vermitteln, dass jegliche Widerrede zwecklos ist - oder auch nicht. Das Kind merkt den Eltern sehr gut an, wenn diese selbst unsicher sind, ob sie das Richtige tun und „eigentlich“ das Kind bemitleiden und am liebsten nachgeben würden. Ich weiß, leichter gesagt als getan, ich kann sowas auch nicht. Aber ich glaube, dass es gerade bei „schwer erziehbaren“ Kindern besonders wichtig ist, dass sich die Eltern ihrer Handlung sicher sind und keinerlei Zweifel ausstrahlen sowie SEHR konsequent handeln.
Liebe Grüße,
Anja
Hallo Mama22
Zunächst eimal kommentiere ich mal deine Aussagen, und dann mal sehen was sich daraus abschließend ergibt.
Ich habe ein großes Problem mit meinem viereinhalbjährigen
Sohn.
K.K.
Seine Frustrationstoleranz ist gleich null.
Nun algemein deutet sowas auf Kinder denen lange viel abgenommen wurde.
Der Reißverschluß klemmt:er wirft sich auf den Boden und brüllt.
Seit wann macht er ihn denn selbst zu? Und hinwerfen und brüllen sollte ignoriert werden, oder Auszeit.
Es fällt Essen vom Löffel: Löffel und restliches Essen fliegen hinterher.
Nochmals die Frage seit wann ist er mit dem Löffel alleine, passiert das auch bei der Gabel? Und wieder Auszeit.
Er macht ein Puzzle zum ersten mal und findet nicht sofort das passende Teil:
Puzzle wird nach mir geworfen und ich bin ein „A…loch“.
Puzzelt er alleine oder mit dir zusammen? Wie kommuniziert ihr dabei?
Mit Dingen werfen und Schipfwörter sagen - Auszeit.
Er ist in solchen Situationen kaum zu beruhigen, habe schon viel probiert:
Ignorieren,helfen, ihm erklären daß noch kein großer Junge vom Himmel
gefallen
ist(in seinen Worten natürlich:smile:.
Also beruhigen kann man nur wenn man in solchen Situationen selbst Ruhig ist. Bist Du es nicht dann geh aus der Situation raus, atme tief durch und fasse dich. Dann wieder rein, entweder er hat sich bereits ob der ungewohnten Reaktion von selbst beruhigt oder er läßt sich beruhigen. Wenn nicht - klar Auszeit.
In unserer alten Wohnung hat er aus Frust schon das Metallbein vom Trampolin
abgeschraubt(!)und die ganze Wand mit Löchern versehen.
Sorry, aber ein Bein vom Trampolin abzuschrauben kostet so seine Zeit. Und dann noch unbemerkt Löcher in die Wand zu machen ebenfalls. Wo warst du da?
Auszeit bedeutet immer so ca. 2 Minuten, dann kontrollieren das er auch ja noch da sitzt wo man ihn hingesetzt hat für die Auszeit. Die Auszeit wird am besten da gemacht wo man mitbekommt das er was anderes tut als sitzen und einen aber trotzdem nicht sieht (Flur). Gut wäre es wenn nicht in der Nähe ist was er zerstören kann.
Hinzu kommt, daß er sich seit einem Jahr täglich in die Hose
pinkelt,
davor hat er es 4 Monate gepackt.
Hast du das einnässen mal ärztlich abchecken lassen, das deutet entweder auf einen schmerzhafte Harnwegsinfektion hin(was übrigens einige, nicht alle, Verhaltensmuster erklären könnte) oder nässt er aufgrund einer gefühlsbedingten Veränderung ein, also seelisch bedingt?
In deiner Vika steht das du 22-23 bist das heißt du hast dein Kind sehr früh bekommen, ausserdem steht da das du eine Ausbildung zur Werbekauffrau machst/gemacht hast?
Jetzt muss ich raten, sowas zu packen mit Kind geht nur mit entsprechender Hilfe (Oma/Opa?)
Frag dich doch bitte mal was denn zu der Zeit passiert ist als dein Sohn wieder angefangen hat einzunässen? Vielleicht Partnerschaftsprobleme, Familienprobleme, Kindergartenprobleme (Anpassung!) Es stellt sich mir die Frage ob er plötzlich, da du eine Ausbildung angefangen hast, selbstständiger sein mußte als vorher?
Ich kann mir vorstellen das wenn du nach Hause kommst ganz schön geschafft bist und manchmal die Nerven für traute Zweisamkeit mit Sohnemann nicht mehr da sind.
Wenn es so oder ähnlich ist sollte dir eins klar sein, nicht die Quantität der Beziehung zu deinem Sohn zählt sondern die Qualität.
Nimm also erst mal alles was sonst noch Stress verursacht raus und widme dich nach dem Nachhausekommen so ca. eine Stunde voll deinem Sohn mit kuscheln, schmusen und ruhigen Angeboten die ihm normal Spass machen. Auch er ist nach einem ganzem Kindergartentag erledigt und muss erst mal abschalten.
Mehr erst mal nicht, ausser dem Rat feste Regeln und Konsquenz sind ein guter Partner in der Erziehung. Aber Liebe ist der bessere Partner.
Bei Fragen darfst du mich gerne anmailen
Gruß Andrea
*dieihreStresszeithintersichhatundauchvollberufstätigist*
Hallo,
schließe mich Andreas voll an. Und lass dir bitte nicht einreden, dass du an allem Schuld bist (ich weiß - Mütter sind IMMER und an allem schuld!), sicher kannst du selbst am besten einschätzen, inwieweit du das Verhalten deines Kindes durch laissez-faire oder ähnliches verursacht/begünstigt hast (klingt mir aber gar nicht danach…). Wollte dir noch den Tipp geben, vielleicht zum ersten Gespräch mit dem Kinderarzt (der deinen Sohn doch sicher auch ganz gut kennt) ohne Zwerg zu gehen und dir vorher Notizen zu machen (wann? wie oft? Wie lange?..)
Und vor allem wollte ich dir sagen: Kopf hoch!!!
Grüßle vom Teddy
hallo mama22,
als ich deinen artikel las, kam es mir vor als blickte ich in einen spiegel…
auch mein sohn, heute neun jahre alt, zeigte dieses verhalten, allerdings schon mit ca. 1 1/2 jahren. leider fand ich damals keinen arzt der mich mit diesem problem ernst nahm. erklärungen der ärzte wie, das ist normal in diesem alter, das verwächst sich wieder, oder sie ( ich als mutter) sind nicht konsequent genug, bemuttere zuviel, etc. musste ich mir anhören. irgendein arzt verschrieb dann damals bachblütentropfen, die das ganze erst einmal verschlimmerten um dann wieder zum vorher zustand zu gelangen.
er war auch erst mit 3 1/2 sauber ( tag und nacht, nässte aber gerne ein. er wandelte auch gerne im schlaf. doch niemand nahm mich ernst.
erst in der schule wurde ich ernst genommen, da er dort immer auffälliger wurde, obwohl er sehr gute noten schreibt.
erst nachdem er immer aggressiver wurde, verbal als auch körperlich und dieser zustand immer untragbarer wurde, und mir das schulamt im nacken saß wurde uns geholfen. leider in form einer aufnahme in eine kjp, stationär für mindestens 12 wochen. dort wurde auch nach intensiven tests festgestellt, dass er an ADHS leidet. im anschluss eine psychotherapie und medikamentöse unterstützung. und seit neuestem ein schulbegleiter, der in der schule in stresssituationen eingreift.
ich frage mich, ob uns das nicht hätte erspart werden können??? sicherlich schon, wenn meine/ unsere hilferufe beim arzt nicht als schlichtweg überfordert abgetan geworden wären und ich vielleicht mehr auf hilfe gepocht hätte.
leider kann ich das verhalten schlecht einschätzen und beurteilen, da ich euch nicht kenne, ich nichts über eure lebensumstände weiß, es könnte alles sein, ich möchte dir aufgrund unserer erlebten geschichte, und wir erleben sie immer noch täglich,nur raten, dass du von arzt zu arzt rennst und dich nicht abspeisen lässt.
lass nicht zu, dass irgendeiner dich dafür verantwortlich macht. renn gegen wände nur um hilfe zu bekommen. denn hilfe werdet ihr brauchen, die ganze familie, denn so eine sache ist eine familienkrankheit. alleine werdet ihr das leider nicht schaffen, weder mit übermäßiger liebe noch strenge.
nimm soviel hilfe als möglich mit, je eher erkannt wird an was sein verhalten liegt, desto eher kann euch geholfen werden und desto eher lernt er anders mit stresssituationen umzugehen.
ich wünsche euch viel glück und falls du fragen zu ADHS hast kannste mir gerne mailen
lg tanya
Hi Anja,
nur mal so, auch ein Erfahrungsbericht.
Unser Kleiner hatte zwischen 3 und 4, also im klassischen
Alter, Wahnsinns-Trotzanfälle.
Er brüllte (heulte Rotz und Wasser, schrie) jedesmal mindestens
zwei Stunden lang, nie außer Haus, fast immer zur gleichen
Zeit (nachmittags), liess man ihn allein, fing er an
seinen Kopf anzuschlagen, mit Vorliebe an eckigen, scharfen
Kanten (er hat heut noch die Narbe mitten auf der Stirn
von einer solchen Aktion). Zu seinem eigenen Schutz
nahm ich ihn in die Arme, er warf sich oft so gekonnt
zurück, dass er mir seinen Kopf auf’s Kinn donnerte.
Wir haben ihn damals sehr gründlich untersuchen lassen,
unter anderem auf Diabetes, weil wir einen Zusammenhang
mit Nahrungsaufnahme sahen (die Anfälle kamen meist
nach dem Mittagsschlaf, schaffte man es, ihm etwas zu essen
zu geben, bevor er loslegte, ging’s vorüber). Zu anderen
Zeitpunkten des Tages hatte er zwar auch den einen oder
anderen Trotzanfall, aber in keiner Weise vergleichbar mit
den nachmittäglichen.
Er ist rausgewachsen
(eine jähzornige Ader hat er aber immer noch). Wenn man
Eltern in dem Fall sagt: ihr müsst mit Autorität auftreten,
dann nützt das denen wenig. Es gibt Ausnahmesituationen
(die über einen längeren Zeitraum durchaus oft vorkommen
können), da nützen all die guten Ratschläge, die sich sonst
oft bewähren, nämlich gar nichts. Und die Eltern fühlen
sich nur noch bescheidener, wenn sie denken, dass es auch
ihr Fehler ist.
Mir hat es damals unheimlich gut getan, als der Kinderarzt
mir - nachdem organische Ursachen soweit möglich ausgeschlossen
waren - „Es gibt einfach solche Kinder. Sie machen das
schon richtig.“ Gemacht haben wir übrigens eben nur geguckt,
dass er sich selbst nicht verletzt hat und es durchgestanden.
Sein Bruder war übrigens anders. Jedes Kind ist anders.
Grüße
Elke
Hallo Elke,
Er ist rausgewachsen
(eine jähzornige Ader hat er aber immer noch). Wenn man
Eltern in dem Fall sagt: ihr müsst mit Autorität auftreten,
dann nützt das denen wenig. Es gibt Ausnahmesituationen
(die über einen längeren Zeitraum durchaus oft vorkommen
können), da nützen all die guten Ratschläge, die sich sonst
oft bewähren, nämlich gar nichts.
weder ich noch du haben aber den Jungen, um den es im Ursprungspost geht, mit eigenen Augen gesehen und sein Verhalten selbst erlebt. Deshalb kann hier jeder nur aus EIGENER Erfahrung sprechen. Was davon der Mutter nützen könnte (vielleicht wäre es auch ein Mix aus den verschiedenen Ratschlägen), kann nur sie selbst herausfinden.
Deshalb war mein Post auch nicht als Anklage gedacht, sondern als ein Vorschlag (den ich selbst übrigens vermutlich nicht hätte umsetzen können) bzw. Erfahrungsbericht.
Jedes Kind ist anders.
Und das ist gut so. 
Liebe Grüße,
Anja
Hallo,
ich muß sagen ich bin leicht entsetzt, wie viele Antworten dir sofort die Verantwortung abnehmen wollen und dich zum Kinderarzt und sogar zum Kinderpsychologen (heftig!) schicken.
Selbst wenn der Krankheitsansatz richtig wäre, ist es dir dann lieber dein Kind mit „Drogen“ ruhig zu stellen bzw. die Phase abzuwarten, wenn du es auch evtl. mit Konsequenz schaffen könntest?
Alle Eltern in meinem Umfeld glauben fest sie sind konsequent, doch die wenigsten sind es tatsächlich. Viele verwechseln Streng sein mit Konsequenz. Doch konsequent sein bedeutet bestimmte Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen, zu seinen Aussagen zu stehen, eine klare und deutliche Vorgabe zu machen die zwar verhandelbar ist aber trotzdem klar und deutlich bleiben muß.
Meine Tochter würde sich zwar nicht so verhalten wie von dir beschrieben. Trotzdem gibt es auch Momente in denen ich klare Vorgaben machen muss.
Beispiel: Wir spielen und sie fühlt sich ungerecht behandelt,
Reaktion: Trotz, Schmollen, Tränen.
Meine Reaktion: Ich nehme sie ernst, ich will wissen warum sie so reagiert, mit ihr drüber reden aber so lange sie trotzt, schmollt und weint, ist das nicht möglich, weiterspielen auch nicht, dann mache ich eben was anderes, wenn ich auch gern gespielt hätte, außerdem stört mich trotzen und weinen und sie soll das doch bitte woanders machen oder mit mir normal reden damit wir danach weiterspielen können. Wenn sie darauf eingeht ist schnell alles wieder gut. Wenn nicht sind die Konsequenzen klar, Spiel zuende und ich mache was anderes, sie muß sich mit sich selbst beschäftigen.
Das gleiche Schema würde ich auch durchziehen wenn ich dein Problem hätte. Ich bin überzeugt das funktioniert.
Konsequenz bedeutet aber auch, wenn ich dabei bin, wird mein Erziehungskonzept gelebt. Beispiel: Der Opa findet es vielleicht lustig als „dicker, fetter Opi“ tituliert zu werden. Ich würde auch niemals zum Opa sagen er soll hier erzieherisch einwirken, aber wenn ich dabei bin, weise ich meine Tochter klar darauf hin, daß ich das nicht dulde und nenne sofort oder später Gründe dafür.
Das wichtigste bei der Konsequenz ist der Tonfall und die Körpersprache. Es muß glasklar sein, daß es dir ernst ist, daß es so umgesetzt wird und nicht diskutkierbar ist. Und natürlich daß es erklärt wird wenn Erklärungsbedarf besteht und daß das Kind nicht wirklich etwas falsch gemacht hat, sondern einfach eine Regel nicht beachtet oder gewußt hat.
Gruß D.K.
Hallo D.K.,
ich muß sagen ich bin leicht entsetzt, wie viele
Antworten dir sofort die Verantwortung abnehmen wollen
Diesen Ansatz halte ich für unzutreffend. Niemand kann
„die Verantwortung abnehmen“. Die gute Frau hat sich
ja nun extra hier angemeldet, um ihr Problem zu
lösen bzw. einen Schritt dazu zu unternehmen.
Was einige junge Männer, die in ihrem Leben vielleicht
einfach nur mehr Glück hatten, nicht davon abhalten kann,
kraft ihrer Wassersuppe primär den Zeigefinger zu erheben
und zu dokumentieren, wie „man es richtig macht“ - um dann
noch Abhandlungen über ihre Methoden abzuliefern.
Aber so sind sie eben - aber nebenbei kümmern sie
sich ja auch ordentlich um ihre eigenen Familien,
so dass man das einfach so hinnehmen könnte 
Wenn es aber dann auch zu solchen „Ansichten“ kommt:
und dich zum Kinderarzt und sogar zum Kinderpsychologen
(heftig!) schicken. Selbst wenn der Krankheitsansatz
richtig wäre, ist es dir dann lieber dein Kind mit
„Drogen“ ruhig zu stellen bzw. die Phase abzuwarten,
wenn du es auch evtl. mit Konsequenz schaffen könntest?
sollte aber dann doch darauf hingewiesen werden:
Ein krankes Kind, das aufrgund von Schmerzen einen
eingeschränkten Zugang zu seinem sozialen Umfeld hat,
willst Du mit „Konsequenzen ruhigstellen“?. Na dann.
Grüße & nix für ungut
CMБ