Hallo Andrea,
Seine Frustrationstoleranz ist gleich null.
Nun algemein deutet sowas auf Kinder denen lange viel
abgenommen wurde.
Ich habe immer versucht, ihn soviel wie möglich selbständig erledigen
zu lassen. Er ist auch ein pfiffiges Kerlchen und will halt „selber
machen“. Wäre gar nicht anders gegangen, sonst wäre das noch ein
Streßfaktor geworden.
Der Reißverschluß klemmt:er wirft sich auf den Boden und brüllt.
Seit wann macht er ihn denn selbst zu? Seit ca 2 Jahren
Und hinwerfen und
brüllen sollte ignoriert werden, oder
Auszeit.Wir machen Auszeit. Auszeit,Auszeit.Ständig!
Es fällt Essen vom Löffel: Löffel und restliches Essen fliegen
hinterher.
Nochmals die Frage seit wann ist er mit dem Löffel alleine,
passiert das auch bei der Gabel? Seit ca zweieinhalb Jahren.
Passiert mit allem.
Er macht ein Puzzle zum ersten mal und findet nicht sofort das
passende Teil:
Puzzle wird nach mir geworfen und ich bin ein „A…loch“.
Puzzelt er alleine oder mit dir zusammen? Wie kommuniziert ihr
dabei?
Mit Dingen werfen und Schipfwörter sagen - Auszeit.
Er puzzelt auch schon mal alleine, aber nur selten, weil ich ja weiß,
daß er ohne unterstützende Ruhe nicht weit kommt. Ich versuche ihm
Denkanstöße zu geben,(„wo könnte denn das hier mit dem glatten Rand
hinkommen…“)dann schaue ich teilweise wieder nur zu.
Irgendwann kippt die Stimmung dann trotzdem.
In unserer alten Wohnung hat er aus Frust schon das Metallbein vom
Trampolin
abgeschraubt(!)und die ganze Wand mit Löchern versehen.
Sorry, aber ein Bein vom Trampolin abzuschrauben kostet so
seine Zeit. Und dann noch unbemerkt Löcher in die Wand zu
machen ebenfalls. Wo warst du da?
Damals hat er ab und zu gegen die Wand gehauen wenn er wütend war,
und da unsere Nachbarn auch immer laut waren, hab ich ihn das tun
lassen. Das geklopfe habe ich sofort damit verbunden und als ich dann
nach 5 Minuten reinkam, war es passiert
Auszeit bedeutet immer so ca. 2 Minuten, dann kontrollieren
das er auch ja noch da sitzt wo man ihn hingesetzt hat für die
Auszeit. Die Auszeit wird am besten da gemacht wo man
mitbekommt das er was anderes tut als sitzen und einen aber
trotzdem nicht sieht (Flur). Gut wäre es wenn nicht in der
Nähe ist was er zerstören kann.
ich habe es mit dem Flur probiert, und dem sogenannten stillen Stuhl.
Er hat es einige Male akzeptiert, dann fing er an mit dem Stuhl
herumzurutschen und aufzustehen. Irgendwann setzte er sich nicht mal
mehr darauf. Das war mal so mal so, und nach zwei Monaten ohne
Besserung habe ich es gelassen. Das deutet zwar wieder auf die
gernbeschriebene Inkonsequenz aber wenn es nicht fruchtet…?
Hinzu kommt, daß er sich seit einem Jahr täglich in die Hose
pinkelt,
davor hat er es 4 Monate gepackt.Hast du das einnässen mal ärztlich abchecken lassen, das
deutet entweder auf einen schmerzhafte Harnwegsinfektion
hin(was übrigens einige, nicht alle, Verhaltensmuster erklären
könnte) oder nässt er aufgrund einer gefühlsbedingten
Veränderung ein, also seelisch bedingt?
habe schonmal einen Kurzcheck machen lassen, gehe aber bald nochmal
zum Urologen.
In deiner Vika steht das du 22-23 bist das heißt du hast dein
Kind sehr früh bekommen, ausserdem steht da das du eine
Ausbildung zur Werbekauffrau machst/gemacht hast?
Jetzt muss ich raten, sowas zu packen mit Kind geht nur mit
entsprechender Hilfe (Oma/Opa?)
Habe keine Hilfe, außer Kindergarten. Meine Mutter wohnt zu weit weg,
sein Vater kommt alle zwei Wochen, wenn überhaupt. Suche zur Zet eine
Tagesmutter und er ist oft bei verschiedenen Bekannten. Was natürlich
bei der Problemlage nicht förderlich sein kann, aber es geht nicht
anders. Mir ist klar, das die ganze Lage, so schwer sie für mich ist,
noch schwieriger für meinen Sohn sein muß, aber ich muß es auch unter
diesen Umständen doch irgendwie schaffen, ihn eine schöne Kindheit
erfahren zu lassen.
Frag dich doch bitte mal was denn zu der Zeit passiert ist als
dein Sohn wieder angefangen hat einzunässen?
Ich habe ihm seinen Schnuller nachts abgewöhnt, doch ich kann mir
nicht vorstellen, daß das ihm ein Jahr hinterherhängt!
Ob da 7 Sternchen reichen?