Hallo Forum,
für meine Altersvorsorge möchte ich 50 TEUR fest anlegen und zwar über eine Zeitram von 30 Jahren. An dieses Geld möchte ich erst wieder ran, wenn ich 65 Jahre alt bin da ich keine private Rente (Riester, Rentenversicherug etc.) abgeschlossen habe.
Bei zwei Banken habe ich angefragt, beide habe zu einem Aktienfond geraten da über „diesen langen Zeitraum eigentlich nichts schief gehen kann“. Stimmt das wirklich? Was für seriöse Anlageformen kommen denn bei 30 Jahren in Betracht? Sind Aktien wirklich die Wahl bei langen Laufzeiten?
Danke
Gerd.
hallo gerd,
im prinzip ja. aber. (also wie bei radio jerewan).
nicht EIN aktienfonds, sondern mehrere.
UND: informieren ob überhaupt fonds oder anderes.
wenn anlegen, dann aufteilen in verschiedene anlageklassen: aktien, rohstoffe, immobilien,
wenn aufteilen, dann in verschiedene regionen:
europa, asien, entwicklungsmärkte (englisch: emerging markets), usa.
wenn anlegen, dann vorher genau erkunden, welche risikobereitschaft du hast.
wenn, dann vorher klären, ob du von dem geld einen notgroschen abzweigen musst, den du im falle eines falles schnell benötigst.
und hüte dich vor leuten, die dir weismachen, es hätte überhaupt kein risiko und beim kauf dieses oder jenes produktes würdest du automatisch reich und glücklich.
erst recht im internet.
strubbel
€:open_mouth:)
Bei zwei Banken habe ich angefragt, beide habe zu einem
Aktienfond geraten da über „diesen langen Zeitraum eigentlich
nichts schief gehen kann“. Stimmt das wirklich?
Es kann immer etwas schiefgehen ! Wenn Du 1972 in Aktien investiert hättest und 2002 in Deine Depotauszüge gesehen hättest, wären Dir die Tränen gekommen.
seriöse Anlageformen kommen denn bei 30 Jahren in Betracht?
Sind Aktien wirklich die Wahl bei langen Laufzeiten?
Sie sind eine Möglichkeit. Eine andere wäre eine private Rentenversicherung mit Einmalbeitrag. Bei dem Dir zur Verfügung stehenden Betrag würde ich nicht eine Anlageform wählen, sondern eher zwei oder drei.
Um Dir Einzelheiten zu nennen, bedarf es einer sehr detaillierten individuellen Beratung.
Es kann immer etwas schiefgehen ! Wenn Du 1972 in Aktien
investiert hättest und 2002 in Deine Depotauszüge gesehen
hättest, wären Dir die Tränen gekommen.
hallo nordlicht,
kannst du das erläutern? bist du der meinung, alle aktienstände der welt lagen 2002 niedriger als 1972, dax (gabs ja noch nicht),dow, nikkei usw.?
heißt das, 1972 hat man sein portfolio nicht gestreut?
klingt jedenfalls spannend.
strubbel
X:open_mouth:)
Zusätzlich ist anzumerken, dass man bei diesem Zeitraum, rechtzeitig in einer guten Phase, in einen sehr risikoarmen Fonds wechselt.
Davor sollte man, wie strubbel bereits erwähnte, sehr breit streuen, z.B. mit Dachfonds.
Danke strubbel,
du hast Recht ich muss vorsichtig sein. Vor allem im Internet. Interessanterweise habe ich einige Emails bekommen die teilweise von todsicheren Anlagen sprechen. Die eine Bank bei der ich war hat mir übrigens einen Mischfond empfohlen. Einen von Union Invest müsste aber noch schauen welcher das war.
Allerdings leuchtet mir deine Auflistung durchaus ein. Streuung ist denke ich das Mittel der Wahl. Und sehr wichtig is auch einen fähigen Berater zu finden. Nicht einfach !
Gerd.
Hallo Gerd,
ich würde nicht zu Fonds greifen, die mir eine Bank empfiehlt, ohne daß ich mich nicht selbst von der Güte der Fonds überzeugt hätte. Auf http://www.onvista.de hole ich mir Informationen über die von Banken angebotenen Fonds und vergleiche sie mit denen zu anderen Fonds. Es gibt doch deutliche Qualitätsunterschiede. Mit mehr Informationen kann ich meine Anlageentscheidungen mit gutem Gewissen treffen.
Freundliche Grüße,
Oliver Walter
hallo gerd,
nein, nicht mischfonds.
dann haste wieder nur einen fonds!
mischen über mehrere anlageklassen, regionen, risikogruppen. du mischst, nicht ein gemischtes produkt kaufen. auch nicht, wenn es dachfonds heißt!
und nicht nur fonds!!! und wenn doch nur fonds, dann verschiedene.
was zur güte der fonds: das ist immer nur ein urteil über die qualität der vergangenheit, zukunft vohersagen geht nicht. außer im esobrett evtl.
strubbel
$:open_mouth:)
hallo doc,
nein, nicht in EINEN risikoarmen fonds, sondern insgesamt alle anlagen langsam in risikoärmere anlagen wechseln.
sonst haste deine gesamte knete in einem risikoarmen immofonds der deutschen bank und freust dich aktuell sehr darüber.
und: es gibt nicht nur verhaltenstherapie, also auch nicht nur fonds.
strubbel
@
)
hallo nordlicht,
kannst du das erläutern? bist du der meinung, alle
aktienstände der welt lagen 2002 niedriger als 1972, dax (gabs
ja noch nicht),dow, nikkei usw.?
heißt das, 1972 hat man sein portfolio nicht gestreut?
klingt jedenfalls spannend.
Ich wollte mit meiner Aussage nur die Aussage des Beraters des Anfragenden relativieren, dass mit Aktien über einen Zeitraum von 30 Jahren nichts schiefgehen kann. Ich will nicht anzweifeln, dass man von 1972 bis 2002 mit Aktien auch Gewinne machen konnte, aber das war kein Automatismus.
Aktien sind und bleiben Risikopapiere und wenn man sein Geld in Aktien anlegt, muß man am Ball sein und bleiben. Einverstanden ?
Hallo strubbel,
könntest Du mir sagen, was Dein Posting mit meinem zu tun hat? Wo habe ich von einem (risikoärmeren) Fonds geschrieben oder davon, daß man nur in Fonds investieren sollte?
BTW: Was soll die Bemerkung mit der VT? Die verstehe ich noch weniger.
Grüße,
Oliver Walter
Hallo,
Aktien sind und bleiben Risikopapiere und wenn man sein Geld
in Aktien anlegt, muß man am Ball sein und bleiben.
Einverstanden ?
das sehe ich auch so. Die von Kostolany vorgeschlagene Strategie, der zufolge man Geld in Aktien investieren, Jahrzehnte schlafen gehen und beim Aufwachen reich sein sollte, halte ich derzeit für suboptimal: Der DAX zum Beispiel hat den Jahrzehnte lang bestehenden Aufwärtstrend in der letzten Baisse nach unten durchbrochen. Jetzt schaue ich erst einmal, was geschieht, wenn er sich von unten der unteren Unterstützungslinie des alten Trends nähert. Vielleicht scheitert er dran und fällt dann auf 2000 Punkte (?) zurück.
Grüße,
Oliver Walter
ich behaupte einfach mal
ein „normaler“ Privatanleger ist mit den ganzen sicherlich größtenteils richtigen Tipps überfordert.
Hallo erstmal,
nicht falsch verstehen, aber es gibt tausende von Profis, die weltweit täglich und das 24h am Tag sich mit dieser Materie beschäftigen und trotzdem meilenweit hinter den gesteckten Zielen liegen.
Natürlich kann man ne wundervolle Rendite erzielen, indem man sich täglich hinsetzt, den Markt beobachtet, Kennwerte und -linien überprüft und entsprechend handelt. Kann aber genauso gut in die Hose gehen.
Grundsätzlich würd ich bei einer Laufzeit von 30 Jahren auch einen Aktienfonds empfehlen, einen von den großen Flaggschiffen (Wobei auch beispielsweise der Templeton Growth nicht allzudoll abgeschnitten hat letztes Jahr. Aber dafür war ja die Dividende ganz ordentlich. Aber die muss ja teilweise versteuert werden oder?
Aber…oder…und …und wieder aber…). Oder ein gemanagtes Depot.
Oder vielleicht der Skandia-Höchstandsgarantiefonds.
Auch hier gibts wieder die berechtigte Frage nach eventuell zu hohen Kosten des Fonds. Aber wer steckt da schon drin. Die Skandia legt übrigens die Kosten komplett offen, wird zumindest behauptet. Naja…
Aber diesen Fonds, um jetzt mal auch nen konkreten Tipp loszuwerden, würd ich empfehlen. Alternativ dazu gemanagtes Depot TOPINVEST500 mit 17,4% Wertentwicklung im letzten Jahr.
Bei einem Investment in Fonds kommst du allerdings immer an das Geld ran, aber das wolltest du ja nicht. Wieso eigentlich?? Angst vor dem Ich?
Oder wie wäre es mit einer vermieteten Immobilie?
Bin ich mittlerweile absoluter Fan von. Glaub aber bloß nicht das das so einfach ist. Gibts bestimmt auch viele Horrorgeschichten drüber.
Ist sicherlich mit Arbeit und auch mit Problemen verbunden, aber ich kenn mittlerweile viele Immobilienbesitzer, die eines bestimmt nicht haben: Geldprobleme. Das gilt allerdings nur für die vermietete Immobilie, bei selbstbewohntem Eigentum siehts wieder etwas anders aus.
Obwohl, die „steinerne Rente“ (also die eigene selbstbeowhnte Immobilie) hat auch was…
Als Schmankerl könnte man beispielsweise ein Apartment in einem Pflegeheim kaufen. Keine Angst, nicht für dich selber, sondern zum vermieten. Nachfrage und Mietsicherheit sprechen dafür. Oder?
Viele Grüße und viel Erfolg bei der Auswahl. 
Laber
oops, sollte ganz oben hin
Ja, ist jetzt nach unten gerutscht, also stellt jetzt keine Antwort auf deinen Kommentar dar Strubbel.
verzeihung
huhu nochmal,
hab mich total versemmelt. sollte eigentlich zum jck-posting. hab mich wohl verklickt.
*schäm*
=:open_mouth:(
hallo jck,
ich hab dem oliver aus versehen schonmal geantwortet.
durch umschichtungen in einen fonds erhöhst du das risiko drastisch.
siehe grundinvest von der deutschen bank.
und man streut auch nicht durch einen dachfonds, sondern selbst.
sonst kannste risikostreuung gleich seinlassen.
strubbel
R:open_mouth:)
hallo micha,
da muss ich widersprechen: ich kenne genug eigentümer von vermieteten wohnungen, die auf riesigen verlusten sitzen.
17,4% im vergangenen jahr, wo der dax fast 27% brachte?
strubbel
i:open_mouth:)
Hallo Gerd,
ohne die anderen Antworten gelesen zu haben, würde ich aus meiner Sicht folgendermaßen vorgehen.
Definiere erstmal Deinen Anlegertyp:
sicherheitsorientiert oder wachstumsorientiert oder spekulativ ?
Dann würde ich den Betrag, den Du hast,je nach Risikotyp, splitten:
- 40 & Aktienfonds (20 % weltweit wie Lingohr, 10 % z.B. Asien/Japan und 10 % Europa)
- 20 % mehrere Mischfonds
- 40 % in Zertifikate (25 % defensives Zertifikat (Beispiel habe ich zurzeit nicht im Kopf.Muss ich mal zu Hause nachschauen)und 15 % Indexzertifikate (Nikkei, Dow Jones und Eurostoxx )
Die Fonds kannst Du über einen freien Fondsvermittler ohne Ausgabeaufschlag kaufen und für dein Fonds-Depot bezahlst Du bei Ebase
in der Höhe der Einlagen gar nichts.
Gruezi, Marsi
Hallo,
da muss ich widersprechen: ich kenne genug eigentümer von
vermieteten wohnungen, die auf riesigen verlusten sitzen.
17,4% im vergangenen jahr, wo der dax fast 27% brachte?
strubbel
i:open_mouth:)
Klar, kann auch sein. Im Prinzip ist es das was ich sagen wollte, nämlich man weiß es vorher einfach nicht.
Eine Anlageempfehlung beinhaltet doch immer eine subjektive Meinung, da eine bestimmte Anlage immer mehrere Kriterien hinsichtlich Flexibilität, Ertrag und Sicherheit (jaja, dieses Dreieck wird uns ewig verfolgen) erfüllen muss, die jeder durchaus anders bewerten kann.
Ich kenn nunmal ausschließlich solche Besitzer von vermieteten Immobilien, denen es einfach nur gut geht. Klar gibts nicht nur die sieben fetten Jahre im Dauerabo, aber im großen und ganzen positiv.
Jetzt komm ich zu dem Schluss: Toll! Supersache. Tja…
Hinsichtlich Aktienfonds: Ich empfehle einfach keine einzelnen Fonds mehr, sondern nur noch gemanagte Konzepte wie Topinvest oder Primafonds. Wenn mans genau nimmt, sind dies eigentlich auch nichts anderes als Fonds…Oder halt den Garantiefonds der Skandia.
Aber kann auch schief gehen, natürlich. Beispielsweise Topinvest überzeugt mich aufgrund geringer bis gar keiner Verluste einerseits und einer ordentlichen Rendite andererseits.
Das jetzt auf einmal der DAX so abgeht, tjaaaaa, wenn man das vorher gewusst hätte.
Hätte mich auch gewundert, wenn keiner den dusseligen Dax angesprochen hätte. 
Aber was sagt denn die hiesige Gemeinde zu Pflegeapartments? Meinungen welcome.
Grüße
Laber