6-jährige Tochter wird von 9-jährigen belästigt

Hallo zusammen!
Meine Tochter ist sechs Jahre alt und wurde vor ein paar Tagen auf dem Spielplatz von vier 9-und 10-jährigen Jungens zuerst ziemlich gepiesackt und dann gefragt ob sie schon einen Freund hätte.Sie bejahte das (sie hat einen Kindergartenfreund) und daraufhin ging die Fragerei in die Richtung,ob sie schon Sex mit ihm hätte und schon zusammen mit ihm unter der Dusche war.Problem ist,daß sie seitdem wieder einnässt und ziemlich unter der Sache leidet.
Ein Besuch heute bei der Mutter des einen Jungen brachte nicht viel,weil ihr Junge ja soetwas nicht machen würde und meine Tochter sich das alles nur ausdenken würde!(Meine Gedanken dazu behalte ich besser für mich!)
Was kann man da tun?Wir haben bereits mit ihr gesprochen und ihr Mut zugeredet,aber so wirklich erfolgreich war das nicht…

hallo mo,

ich bitte dich, meine antwort jetzt nicht gleich in bausch und bogen zu verdammen.

laß es mich mal so formulieren: daß 10-jährigen solchen blödsinn machen, ist total normal. das haben sie zu allen zeiten gemacht. ebenso normal ist es, daß 6-jährige mädchen angst vor größeren jungs, die sich rüpelig benehmen, zu haben.

vielleicht hast du ja nichts alles erzählt, aber allein von der frage nach sex (wobei ich kaum glaube, daß die jungs wissen, was sie da reden) bricht die welt nicht zusammen für deine tochter. (immer gesetzt den fall, da war nicht außer diesen worten!)

normalerweise regeln sowas kinder untereinander - und wenn sie sich zukünftig aus dem weg gehen - und gut is. wenn eltern sich da einmischen und - womöglich emotionsgeladen - noch wertungen miteinbringen (z.b. die mutter der jungs betreffend), die das kind noch gar nicht kennen kann, wird es natürlich zum drama. deine tochter hat dann das gefühl, etwas sehr schlimmes sei geschehen und sie müsse angst davor haben.

ich will nichts herunterspielen, aber bitte tritt einmal - bildlich gesehen - einen schritt zurück und überlege mal, ob deine tochter wirklich vor den jungs angst hat, weil ihr etwas schlimmes geschehen ist, oder weil sie von dir zu wissen glaubt, daß es etwas ganz schlimmes war.

mit anderen worten: was denkt/sagt/fürchtet deine tochter wirklich?

schöne grüße
ann

Hallo!
Um es gleich vorweg zu sagen, eine wirklich zündende Idee habe ich nicht :frowning:

Ein Besuch heute bei der Mutter des einen Jungen brachte nicht
viel,weil ihr Junge ja soetwas nicht machen würde und meine
Tochter sich das alles nur ausdenken würde!(Meine Gedanken
dazu behalte ich besser für mich!)

Natürlich, wie kannst du nur was anderes denken, als dass deine Tochter mit 6 Jahren so fantasiebegabt ist und dann dies auch noch anderen Kindern in die Schuhe schiebt! Was denkt diese andere Mutter sich bloß? Ist sie so hilflos, dass sie nur diesen Schwachfug verzapfen kann?

Was kann man da tun?Wir haben bereits mit ihr gesprochen und
ihr Mut zugeredet,aber so wirklich erfolgreich war das
nicht…

Ich würde, auch wenn ich jetzt hier gehauen werde, ich würde mal versuchen, den Spielplatz von einem verdeckten Platz aus zu beobachten, wenn deine Tochter da spielt. Vielleicht kannst du die Jungens dann beobachten und, wenn sie deine Tochter wieder piesacken, mal gaaaaanz zufällig dazu kommen und sie zur Rede stellen! Vielleicht ist das eine doofe Idee, aber wie gesagt, ich würde das mal so versuchen.
Wichtig dabei ist, dass deine Tochter nicht als Petze da steht, denn fangen die Probleme überhaupt erst richtig an.
Vielleicht hat noch jemand eine bessere Idee!
Viel Glück
Renate

Hallo *Mo*,

meiner damals 5jährigen ist das auch passiert - mit einem 9jährigen. (das ist wohl auch das Alter :frowning:). Er ging allerdings soweit, ihr gegen ihren Willen, die Hose runterzuziehen. Sie hält sich seither sehr sehr fern von ihm.
Von seinen Eltern erhielt ich die lapidare Antwort: „das sollte man nicht so ernstnehmen - das gibt später nur verklemmten Sex“.

Wie gesagt, meine Kurze meidet ihn wo es geht. Mittlerweile ist sie selber 9, weiß nicht mehr warum sie ihn nicht mag, nur noch, daß sie ihn nicht mag.

Liebe Grüße

Uschi

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Hallo Ann,

ich sehe das absolut und total anders als du und kann deine Antwort daher nicht so stehen lassen.

laß es mich mal so formulieren: daß 10-jährigen solchen
blödsinn machen, ist total normal.

…in einer Gesellschaft in der nach wie vor Männer Sex einsetzen um Frauen zu beherrschen (Vergewaltigungen), Frauen sich immer noch nachts auf der Straße weniger sicher fühlen als Männer etc. etc.
In so einer Gesellschaft ist ein solches Benehmen angeblich „normal“.
Ich finde es nicht normal!

das haben sie zu allen
zeiten gemacht.

Es gibt viele Dinge die „zu allen Zeiten“ anders waren als heute, weil sich die Zeiten nämlich geändert haben - zum Glück in vielen Dingen zum positiven.

ebenso normal ist es, daß 6-jährige mädchen

angst vor größeren jungs, die sich rüpelig benehmen, zu haben.

Ebenso „normal“ ist es, dass es Frauenhäuser gibt, in die Frauen vor der Gewalt ihrer Männer flüchten. Es ist „normal“, dass schwächere Mädchen/Frauen Angst vor stärkeren Jungs/Männern haben müssen. Die Jungs werden auch nicht zur Rede gestellt - ist doch alles „normal“!

vielleicht hast du ja nichts alles erzählt, aber allein von
der frage nach sex (wobei ich kaum glaube, daß die jungs
wissen, was sie da reden) bricht die welt nicht zusammen für
deine tochter.

Ich denke mal, dass du die Situation schwer unterschätzt!!
Die Jungen traten ja ganz offenbar bedrohlich auf. Für das kleine Mädchen sind diese Jungs gefühlsmäßig schon halb erwachsen. Die Verfasserin beschreibt, dass das Mädchen sehr darunter leidet! Ich finde deine Einschätzung sehr verharmlosend.

normalerweise regeln sowas kinder untereinander

Sorry, aber auf den Satz reagiere ich grundsätzlich extrem allergisch, denn mit dieser Einstellung ziehen IMMER die Schwächeren den Kürzeren. Jedenfalls habe ich das als Kind so erlebt und extrem darunter gelitten, dass die Erwachsenen es einfach zuließen, dass die Größeren die Kleineren piesackten bis hin zu Gewalt und seelischer Misshandlung.
Aber „das regeln ja die Kinder untereinander“ *schnaub*

wenn eltern
sich da einmischen und - womöglich emotionsgeladen - noch
wertungen miteinbringen (z.b. die mutter der jungs
betreffend), die das kind noch gar nicht kennen kann, wird es
natürlich zum drama. deine tochter hat dann das gefühl, etwas
sehr schlimmes sei geschehen und sie müsse angst davor haben.

Du irrst dich - dem Kind IST bereits etwas geschehen, was es als schlimm erlebt hat, und nun erlebt es auch noch, dass es keine Unterstützung bekommt.

ich will nichts herunterspielen,

Tust du aber.

mit anderen worten: was denkt/sagt/fürchtet deine tochter
wirklich?

Die Bedrohung durch ganz klar stärkere Jungs, denen ganz offenbar niemand Einhalt gebietet - was übrigens sehr typisch ist (in Deutschland).

Ich kann dir jedenfalls klar sagen, dass ich als Mutter des Mädchens einschreiten würde, und zwar würde ich mir die Jungs vorknöpfen, sie darauf ansprechen - ja, durchaus auch mit Emotionen, die finde ich durchaus angebracht (Wut, was ja nicht heisst dass man herumbrüllt, aber durchaus, dass man SEHR deutliche Worte spricht) - und ihnen ganz klar machen, dass sie meine Tochter ab sofort in Ruhe zu lassen haben. Und meiner Tochter würde ich sagen, dass ich mir die Jungs vorknöpfe, und dass sie vor denen keine Angst (mehr) zu haben braucht. (Ich würde mit Sicherheit auch ein ruhiges, altersgemäßes Gespräch mit ihr zum Thema Sex führen, wenn ich das Gefühl hätte, dass sie es braucht, um die Situation zu begreifen, auch zum Thema „sich selbst wehren“ etc., aber das würde jetzt hier zu weit führen).
Ich bin mir sicher, dass es dem Mädchen sehr sehr gut tut, wenn es ganz deutliche Unterstützung von Erwachsenen (Stärkeren) bekommt und weiß, da ist jemand, der passt auf.

Mir passiert das viel zu wenig unter Eltern, dass Kindern, die ganz klar die Grenzen Anderer überschreiten, Grenzen gesetzt werden!

Matilda

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hoppla!

…in einer Gesellschaft in der nach wie vor Männer Sex
einsetzen um Frauen zu beherrschen (Vergewaltigungen […]

sorry, aber du bist im falschen brett. hier ist die rede von 9 - 10-jährigen jungen!

gruß
ann

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Hallo Renate,

meine „bessere Idee“ :wink:) steht weiter unten.

Wichtig dabei ist, dass deine Tochter nicht als Petze da
steht, denn fangen die Probleme überhaupt erst richtig an.

…auch dazu habe ich noch was zu sagen. Wenn ein Kind von einer Bedrohung erzählt, ist das kein Petzen!!! Genau durch diese Einstellung entstehen diese Missbrauchssituationen, wo sich das Kind nichts mehr erzählen traut. Es geht hier um einen SPIELPLATZ - also ist vermutlich immer ein Elternteil dabei, der das Mädchen beschützen kann, falls die Jungs sich wirklich „rächen“ wollen - was ich für unwahrscheinlich halte, wenn die merken, dass die Eltern des Mädchens aufpassen, sie werden vermutlich einfach das Mädel in Ruhe lassen, und genau das ist ja auch das Ziel.
Ich weiß, DU bist nicht der Ansicht, dass es Petzen ist, aber du hast den Gedanken aufgebracht, darum wollte ich meinen Senf dazu geben :smile:

Viele Grüße,
Matilda

Hallo Ann,

sorry, aber du bist im falschen brett. hier ist die rede
von 9 - 10-jährigen jungen!

Du irrst dich, ich bin nicht im falschen Brett.
Diese 9-10jährigen Jungen drücken im Ansatz genau das gleiche Machtgehabe aus wie manche Männer es auch später tun. Wie „normal“ das ist, erkennst du schon daran, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass einem 6-jährigen Jungen das gleiche mit 10-jährigen Mädchen passiert. Wenn meine Tochter davon betroffen wäre, würde ich das jedenfalls nicht hinnehmen, ich würde es übrigens auch bei meinem Sohn nicht dulden.
Ich wollte klar machen, dass ich der Ansicht bin, dass wir uns schon an viel zu viele Dinge in unserer Gesellschaft gewöhnt haben, so dass wir sie nicht mal mehr als destruktive Muster erkennen und für normal halten.

Viele Grüße,
Matilda

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Hallo

Ein Besuch heute bei der Mutter des einen Jungen brachte nicht
viel,weil ihr Junge ja soetwas nicht machen würde und meine
Tochter sich das alles nur ausdenken würde!(Meine Gedanken
dazu behalte ich besser für mich!)

Ich würde auf jeden Fall der Mutter sagen, da sie sich offensichtlich nicht um die Sache kümmern will, dass ich es dann in Vertretung tun würde.

Meiner Meinung nach kannst du den Jungs vielleicht erstmal freundlich irgendwas erklären, und dann aber klipp und klar sagen, dass er das sein zu lassen hat, und dass er sonst Ärger bekommt.

Aber vielleicht kannst du auch noch erst mit den anderen Müttern sprechen? Ist da zufällig eine vernünftige dabei?

Viele Grüße
Thea

Wenn meine Tochter davon
betroffen wäre […]

jetzt sag nicht, daß du tatsächlich ein kind hast!
von einem mann??

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herrje, die alte Leier: weil eine Frau es im Jahr 2006 wagt, von patriarchaler Gesellschaft zu reden ist sie männerfeindlich… *gähn*
akzeptiere einfach, dass andere Menschen halt anderer Meinung sind als du und auch noch wagen das zu sagen…
tja, wird wohl so langsam OT…

Matilda

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Idealisierte Mutterwelt
„Nein es ist kein Petzen, nur dass nennen einer Bedrohungslage!“

Sorry, auch wenn wir Erwachsenen das so sehen, beim Kind kommt es trotzdem so an.

Klingt für mich nach „Wenn dich einer Ärgert, dann ignorier in einfach!“. Ignorieren kann ganz schön weh tun…

Gruss Ivo

Ein Besuch heute bei der Mutter des einen Jungen brachte nicht
viel,weil ihr Junge ja soetwas nicht machen würde und meine
Tochter sich das alles nur ausdenken würde!(Meine Gedanken
dazu behalte ich besser für mich!)

Hallo Mo,

ja was erwartest du denn? Dass alle Welt dein Kind für das einzige hält dass die Wahrheit spricht?
Ich kann die Reaktion der Mutter durchaus verstehen. Schliesslich steht sie genauso hinter Ihrem Kind wie du hinter deinem.

Also ist die Reaktion verständlich, selbst wenn deine Tochter hier durchaus die Wahrheit sagt (was ich im übrigen durchaus glaube).

Bleibt nur die Frage offen:
Wie bringe ich meiner Tochter bei Blödmännern aus dem Weg zu gehen?

Gruss Ivo

Moin, Mo,

dass bereits Kinder am anderen Geschlecht interessiert sind, ist ganz normal, das haben sie immer getan - hieß früher „Doktor spielen“. Irgendeine/r aus der Runde, meist der Kleinste, wurde dazu verdonnert, die Hosen runterzulassen, und der Chef des Rudels, oft genug ein Mädchen, gab dann den Arzt.

Ich sehe allerdings schon einen Unterschied: Früher waren Kinder nie allein; wenn wir unterwegs waren, dann immer im Schwarm, praktisch die ganze Straße. Es kam deshalb nie vor, dass sich ein Mädchen plötzlich mehreren Jungs gegenüber sah.

Die Mutter des Anführers anzusprechen wird wohl nichts bringen, ich kenne das aus der Nachbarschaft: Der Brutpflegetrieb lässt nicht zu, dass über derartiges auch nur gesprochen wird („Mei Mampfred duad sowôs need!“). Sieh lieber zu, dass Deine Tochter immer mit einer Freundin loszieht.

Gruß Ralf

Ich überleg grad, ob das so normal ist, dass eine 6-Jährige von ein paar Fragen soviel Angst kriegt, dass sie zum Bettnässer wird.

Bist du sicher, dass da keine weiteren EInschüchterungsversuche im Spiel waren?

Bin keine Psychologin, aber rein vom Bauchgefühl ist es für mich unschlüssig, dass eine 6-Jährige solche Fragen als „sexuell bedrohlich“ empfindet.

Ich denk mir einfach, dass deine Tochter ja den INHALT der Fragen verstehen muss, damit sie von den Fragen soviel Angst kriegt, dass sie zum Bettnässer wird.

Und kann mir nicht vorstellen, dass sie inhaltlich da was verstanden hat.

Das Beste wäre, wenn du mit deiner Tochter zum Psychologen gehst.

Ein 6- Jähirges Kind, das ins Bett macht, ist ja auch nicht grad toll. Das Problem muss man ja auch irgendwie angehen. Anscheinend gibts da ja psychologische Gründe, da es zeitgleich aufgetreten ist.

MfG

Hallo Mo!

Deinen Zorn kann ich gut verstehen, und ich würde das Ganze auch nicht einfach unter dem Motto „Kinder ärgern gerne kleinere Kinder“ abhaken.

Dass Deine Tochter mit Einnässen reagiert lässt vermuten, dass sie erheblich unter dem Geschehenen leidet.
Ist da möglicherweise doch noch mehr vorgefallen als „nur“ die verbalen Angriffe?

Mag ja sein, dass andere Kinder so einen Vorfall lockerer wegstecken, aber Deiner Tochter geht es offensichtlich ziemlich schlecht.
Warum das so ist, ist aus der Ferne nicht einzuschätzen.
Dennoch MUSS m.E. das Kind auch wissen, dass es ernstgenommen wird mit seinen Ängsten und Nöten.

Auch bekomme ich Bauchschmerzen bei dem Gedanken, dass es „Petzen“ sein soll, wenn ein Kind derartige Sachen zuhause erzählt.
Weiter unten wird überlegt, wie man Kinder vor (sexuellen) Übergriffen schützen kann…

Ich denke, wenn Kinder erleben dass solche Sachen nicht ernstgenommen werden, wie sollen sie da ein gesundes Selbstvertrauen entwickeln??

Zwar habe ich keine Tochter, aber ich würde mir die Jungs mal vorknöpfen.
Oder vielleicht noch besser ein Mann.

Dass die Eltern der Jungen sich hinter ihre Kinder stellen ist verständlich, würde mich aber dennoch nicht davon abhalten, meinen Standpunkt deutlich zu vertreten.

Nein, ich finde das alles ist kein Spaß mehr, auch wenn das den Jungen vermutlich nicht bewusst ist.
Aber ist es nicht Sache von uns Erwachsenen, ihnen klarzumachen, wo die Grenzen anderer Menschen überschritten werden?

Angelika

Hallo,

nachdem ein paar 9 jährige Jungs auf dem Schulhof vor meiner Tochter die Hosen runtergelassen haben und die Mütter derjenigen das nicht glauben wollen obwohl etliche Kinder alles mehrmals bestätigt hatten bin ich für Eigeninitiative. Nächstes Mal geh ich hin und zieh den Jungs die Ohren lang, daß sie sich dran erinnern. Fertig.
Gruß,
Claudia

Genau diese Haltung …
… liebe Mathilda,
führt letzten Endes dazu, dass der große Bruder wegen sexueller Belästigung an seiner Schwester angeklagt wird, obwohl er ihr nur helfen wollte Pipi zu machen.

Ich denke, dass es da oft ein wenig an Augenmaß fehlt und mit großen Begriffen kleine Selbstverständlichkeiten aufgeblasen werden.
Ein 9jähriger ist kein Mann, er ist ein (neugieriges) Kind.

Klärt euere Kinder von klein an vernünftig auf, dann wird solcher Quatsch entweder von vornherein nicht mehr vorkommen (weil kein Interesse mehr vorhanden ist) oder die „Opfer“ wissen den Vorfall einzuordnen, sich zu wehren oder sich notfalls richtig zu verhalten.

E.

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genau
hallo claudia,

Nächstes Mal geh ich hin und zieh den Jungs die Ohren lang,
daß sie sich dran erinnern. Fertig.

grenzen zeigen, aber kein drama draus machen.
daran mangelt es heute oft.

liebe grüße
ann

Es war eine üble Bedrohung

„Nein es ist kein Petzen, nur dass nennen einer
Bedrohungslage!“

Sorry, auch wenn wir Erwachsenen das so sehen, beim Kind kommt
es trotzdem so an.

Ja eben, und unsere Aufgabe ist es, dem Kind beizubringen, dass es KEIN Petzen ist, wenn es seinen Eltern gegenüber davon erzählt, dass vier (!!!) größere Jungs sie gepiesackt und eingeschüchtert haben, sondern dass es im Gegenteil sehr gut und wichtig ist, das zu erzählen.

Lass uns das Ganze doch mal etwas anders darstellen:
Eine körperlich kleine und eher ängstliche Frau wird nachts auf einem einsamen Parkplatz(nachts und einsam entspricht meiner Ansicht nach in Bezug auf Erwachsene dem hilflosen Gefühl des Mädchens auf dem Spielplatz)von vier kräftigen Männern erheblich belästigt (gepiesackt) und gefragt, ob sie mit ihrem Freund wohl schon Sex hatte etc.

Sind doch alles nur Worte und nicht bedrohlich???
Und da soll das MÄDEL zum Psychologen, weil sie nach so einer Situation einnässt? Wenn hier irgendwer „behandlungsbedürftig“ ist, dann sicher nicht das Mädchen!

Klingt für mich nach „Wenn dich einer Ärgert, dann ignorier in
einfach!“. Ignorieren kann ganz schön weh tun…

Die Bemerkung von dir versteh ich jetzt nicht. Ich bin ja eben dafür, die Angelegenheit NICHT zu ignorieren - ach ja und: Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass es einer Clique von vier 10jährigen Jungs „wehtut“ wenn sie von einer 6-jährigen ignoriert werden.

Viele Grüße,
Matilda

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