ich habe mich auf eine Beamtenstelle beworben. Heute bekam ich einen Anruf, dass ich genommen würde, wenn ich es schaffe (in meinen Worten gesagt) innerhalb von 8 wochen 7 kg abzunehmen. Ich weiß, dass dies nicht gesund ist und bestimmt auch einen Jojo-Effekt hervorruft. Aber ich möchte diese Stelle unbedingt haben. Mein Problem dabei ist, dass ich am 15.04. operiert werde und dann wohl auch 4 Wochen keinen Sport treiben kann. Hat jemand für mich eine idee, wie ich das schaffen könnt? Bitte lasst den gesundheitlichen Aspekt aussen vor. Ich weiß selbst, dass Schnelldiäten nicht gesund sind. Es geht hier ja auch nur um die Anstellung, danach kann ich mich gesund ernähren.
d.h. Du würdest die Stelle SICHER bekommen, wenn Du 7 kg in 4 Wochen abnimmst - also zum Dienstantritt? Wenn das so wäre (und da schweife ich vom Thema Ernährung ab): würde ich die Frage lieber ins Arbeitsrechtsbrett stellen.
Super, hab ich mir schon fast gedacht. Naja, kein Wunder wenns
ums Steueramt geht ^^ Egal, da muss ich wohl durch.
Hilft nur nichts. Bei einer Nulldiät und wenig Bewegung dürfte dein Körper schnell auf Sparflamme umschalten und den Energieverbrauch minimieren. Und wenn du bei der Wägung in acht Wochen - immer noch übergewichtig - vor dem Amtsarzt mit einem Kreislaufkollaps aus den Latschen kippst, macht das sicher keinen sehr guten Eindruck…
Auch wenn man keinen Sport treiben darf, kann man sich doch bewegen. Da würde ich doch lieber den täglichen Umsatz möglichst steigern, gemäßigt aber vollwertig essen und dank Salzverzicht zwei oder drei Kilo Wasser verlieren.
Wenn ein Arbeitgeber nach Gewicht einstellt und nicht nach Qualifikation finde ich das mehr als fragwürdig.
Denk mal weiter. Du hast 6 Monate Probezeit - in der kannst du ohne Grund gekündigt werden.
Was, wenn du in diesen 6 Monaten wieder zunimmst? Ist das dann ein Kündigungsgrund?
Was, wenn du aufgrund der Hungerei „schlimmere“ Krankheiten entwickelst und häufig ausfällst? Kündigung?
Eigentlich sollte man den AG mit dieser Art Fragen konfrontieren - dann merken sie vielleicht den Schwachsinn.
Unabhängig davon solltest du natürlich deine Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten überdenken - zum Wohle deiner Gesundheit.
Nein, aber ich halte es trotzdem für fragwürdig. Was haben denn ein paar Kilo mit einer Qualifikation zu tun?
Und es gibt durchaus Gesunde und Fitte mit ein paar Kilo „zu viel“ und ständig Kranke und Unfitte mit Normalgewicht.
Aber wenn einem die „Sicherung“ wichtiger ist als die Gesundheit … Aber gibt es nicht auch bei Beamten erst eine Übergangszeit - bevor man tatsächlich Beamter wird? Das wird man doch selten „mit Einstellung“.
Nein, aber ich halte es trotzdem für fragwürdig. Was haben
denn ein paar Kilo mit einer Qualifikation zu tun?
Zur Qualifikation gehört in manchen Berufen auch eine gewisse körperliche Fitness, und für deren Ermittlung müssen möglichst objektive Kriterien herangezogen werden. Ein solches Kriterium ist nun mal das Gewicht bzw. der BMI.
Das kann recht absurde Folgen nach sich ziehen, z. B. dass ein überdurchschnittlich muskulöser Mensch mit der gleichen Begründung abgelehnt wird, wie ein Fettsack. Aber die Alternative wären unzählige, langwierige Prozesse vor den Verwaltungsgerichten. Entweder weil die Verbeamtung abgelehnt wurde, oder weil doch verbeamtet wurde, der Staat aber gerade damit seine besondere Treuepflicht verletzt hat…
Nein, aber ich halte es trotzdem für fragwürdig. Was haben
denn ein paar Kilo mit einer Qualifikation zu tun?
nichts, aber es ist nun mal eine formale Voraussetzung, daß man zum Zeitpunkt X bei einer Beamtung maximal einen BMI von 30 hat. Punkt.
Da kommen dann so bizarre Konstrukte heraus, daß ein Leistungssportler, ich erinnere mich an einen Fall eines Gewichthebers, durch seine Musklemasse über BMI 30 kam und Riesenprobleme bei der Verbeamtung kriegte.
Über den Sinn oder Unsinn einer solche Regelung müssen wir uns hier nicht unterhalten, das ist genauso müßig, wie diese Regelung gültig ist.
objektive Kriterien herangezogen werden. Ein solches Kriterium
ist nun mal das Gewicht bzw. der BMI.
Der BMI ist aber kein objektives Kriterium, wie Du selber im
nächsten Satz feststellst.
Das Körpergewicht und die Körpergröße kann man (eindeutig) messen. Die BMI-Berechnungsformel führt mit diesen Daten auch überall auf der Welt zum gleichen BMI. Was ist daran nicht objektiv?
es ist eine Scheinobjektivität, wenn man nicht allein die Masse und die Maße als Grundlage nimmt, sondern auch gesundheitliche Aspekte berücksichtigen will.
Es wird nicht zwischen verschiedenen Gewebearten unterschieden, sodaß z.B. ein sportlich trainierter, muskulöser Mann den gleichen BMI wie ein fetter, übergewichtiger, schlaffer Fettsack haben kann.
meinen Worten gesagt) innerhalb von 8 wochen 7 kg abzunehmen.
Was jetzt?
8 Kilo in 4 wochen,wie in der Überschrift, oder 7 Kilo in 8 Wochen???
7 Kilo in 8 Wochen sind nämlich durchaus zu schaffen, ein Kilo pro Woche geht, sogar gar nicht schlecht.
Vor der Behandlung kannst Du doch zusätzlich auch noch sporteln, natürlich bringt das was.
Wenn am Ende 1 kilo fehlt, würde ich ja unter den gegebenen Vorraussetzungen auch vor der Untersuchung noch entwässern…
ich würde mich nochmals beim Dienstherrn informieren und diesen ggfs (!!!)von der OP erzählen (kommt auf die Art der OP an, Bandscheibe würde ich jetzt nicht unbedingt erwähnen, Lasik schon)
Außerdem gehts hier ja wohl kaum um ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit sondern auf Probe.
Da könnte man argumentieren, daß man bis zum Ende der Probezeit in zwei Jahren das geforderte Gewicht erreicht hat oder dann eben nicht ins Beamtenverhältnis auf Lebenszeit berufen wird.
Mir erschließt sich in den meisten Berufen das Beamtentum sowieso nicht.
Polizei - gut, aber warum z.B. Lehrer und Finanzamtmitarbeiter?
Und aus welchem Grund zusätzlich die ganzen Privilegien? Ich halte das in den meisten Fällen für überflüssig - und zu teuer. Aber das war hier ja nicht die Frage …