80,100km/h > tödlicher Autounfall?

hallo,
…gibt es ein erstklassiges Auto mit dem man mit 140km/h gegen eine Art Mauer fahren kann?
cu
Friedrich

…gibt es ein erstklassiges Auto mit dem man mit 140km/h
gegen eine Art Mauer fahren kann?

Auch hallo,

das schafft heutzutage sogar jeder Kleinwagen, inkl. smart.

Grüße, M

Hallo M,
dem ist nichts hinzuzufügen. Sternchen von mir.
Nur, was ist wohl eine „Art Mauer“?
MFG
Hagen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

…gibt es ein erstklassiges Auto mit dem man mit 140km/h
gegen eine Art Mauer fahren kann?

Aber sicher. Warum?

WoDi

hallo,
…gibt es ein erstklassiges Auto mit dem man mit 140km/h
gegen eine Art Mauer fahren kann?
cu
Friedrich

Sicher, mit allen Wagen, die mindestens 140 fahren.

Hallo,

wie schon mehrfach geschrieben: Möglich schon.

Oder wolltest Du wissen, ob man eine Überlebenschanche hat? Das wohl nur mit viel Glück. Selbst moderne Autos sind dafür nicht stabil genug. Die Verformung ist zu hoch, dadurch wird der Innenraum zu sehr gestaucht.
Außerdem würde die Kraft, die auf den Körper einwirkt, ein untrainierter, ungeschützter Fahrer (Renngurt, Helm, HANS) mit einem normalen Gurt gar nicht aushalten.
Im guten Rennwagen ist das schon eher möglich. In der Formel 1 gibt es gelegentlich vergleichbare Unfälle, bei denen die Fahrer unverletzt aussteigen.

Beste Grüße
Guido

Hi!

Ich denke, dass das der Auslöser zu dieser Frage war.

http://www.news.at/articles/0841/13/222017/haider-14…

Grüße
Dusan

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Ja, das ist möglich. Wobei hier der Aufprall an der Mauer - bedingt durch den recht günstigen Winkel - das geringste Problem war, das hätte der Fahrer sicherlich überlebt.

Beste Grüße
Guido

Klar doch jedes Auto das 140km/h erreicht kann gegen die mauer gesetzt
werden :wink:))

hallo,
…gibt es ein erstklassiges Auto mit dem man mit 140km/h
gegen eine Art Mauer fahren kann?
cu
Friedrich

Hi!

Ja, das ist möglich. Wobei hier der Aufprall an der Mauer -
bedingt durch den recht günstigen Winkel - das geringste
Problem war, das hätte der Fahrer sicherlich überlebt.

Was genau willst du damit sagen?

Grüße
Dusan

Nein, das geht nicht
Hi,

Oder wolltest Du wissen, ob man eine Überlebenschanche hat?
Das wohl nur mit viel Glück.

nee, das kannst du komplett und völlig knicken. Wenn Leute sowas denken haben die Marketingabteilungen ganze Arbeit geleistet. Crash mit 80 oder gar 100 auf feste Hindernisse bieten meines Wissens nach keine reale Überlebenschancen. Bei 142 schon gar nicht. Das zu verbreiten ist aber ein ganz bisschen dumm wenn man schnelle Autos verkaufen will.

vmax im Euro-NCAP-Tests ist 64 (Quelle: siehe Link)
In dem Link wurde ein Crash mit 80 gemacht. Der Kopf des Dummy hat den Airbag _durchschlagen_ und ist aufs Lenkrad aufgeprallt. Die Autoren vermuten folgende Verletzungen: Schwere Kopfverletzungen, mehrere Rippen gebrochen, Lunge gequetscht, „Oberschenkelbrüche, beidseitige Beckenfraktur und innere Verletzungen an Leber und Darm sind wahrscheinlich“.„Ein menschlicher Fahrer hätte diesen Crash wahrscheinlich nicht überlebt.“
Wohlgemerkt, 80! Nicht 100. Und die Belastungen wachsen quadratisch, nicht linear.

Fazit des WDRs:
„Nach … hat man ab Tempo 70 bei einem Frontalzusammenstoß mit einer Mauer (…) keine Chance, unverletzt zu bleiben. Und ab Tempo 100 ist die Wahrscheinlichkeit zu überleben äußerst gering. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob das Auto mit Airbags, Seitenaufprallschutz und Gurtkraftbegrenzern ausgestattet ist.“
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2006/1…

Alles klar?
Und ja, ich weiß, dass die Fahrgeschwindigkeit meist nicht die Aufprallgeschwindigkeit ist. Aber selbst die Hälfte von 142 ist immer noch >70.

Selbst moderne Autos sind dafür
nicht stabil genug. Die Verformung ist zu hoch, dadurch wird
der Innenraum zu sehr gestaucht.

Verformung bedeutet (Bewegungs-)Energieabbau und das ist gut. Der Innenraum sollte dabei natürlich unberührt bleiben.

Außerdem würde die Kraft, die auf den Körper einwirkt, ein
untrainierter, ungeschützter Fahrer (Renngurt, Helm, HANS) mit
einem normalen Gurt gar nicht aushalten.

Die Aufprallgeschwindigkeit wird ja in einem SEHR kurzen Weg auf Null gebracht. Selbst im Idealfall ist das nur die Entfernung Stoßstange-Fußspitze.

VG,
J~

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Hallo Friedrich

…gibt es ein erstklassiges Auto mit dem man mit 140km/h
gegen eine Art Mauer fahren kann?

Wie schon erwähnt, geht das grundsätzlich mit jedem Vehikel, das 140km/h erreicht. Nur mit dem Überleben eines solchen Aufpralls siehts mau aus.

Neulich sah ich einen Beitrag zu diesem Thema. Ich weiss leider nicht mehr, welche Sendung das war. Jedenfalls wurde das Thema Sicherheit und Crashtest behandelt. In einem Versuch wurde ein aktueller Golf mit 100km/h statt der für die normalen Crashtests (Euro-Normen etc.) 60km/h gecrasht. Der Rest war wie beim Normtest (versetzter Crash gegen ein verformbares Hindernis…). Ergebnis: Keine Überlebenschance.

Bei Tempo 100 wirken bereits so grosse Kräfte, dass die Knautschzonen nicht alles aufnehmen können. Da wird dann die Fahrgastzelle im Mitleidenschaft gezogen.

Das ist ein Grund, warum man die Resultate der normierten Crashtests, bei denen z.B. Renault gut abschneidet und entsprechend Werbung macht, mit Vorsicht geniessen muss. Denn diese Crashtests geben nur Aufschluss über ganz bestimmte Szenarien. Wie das selbe Auto bei anderen Szenarien (etwa höhere Geschwindigkeit) abschneidet, wird da nicht berücksichtigt.

Egal, welches Auto man fährt. Eine vernünftige Fahrweise, die den Verhältnissen angepasst ist, kann durch keine Sicherheitstechnik ersetzt werden.

CU
Peter

Hi

Neulich sah ich einen Beitrag zu diesem Thema. Ich weiss
leider nicht mehr, welche Sendung das war.

Quarks vom WDR? Der Beitrag würde aber sicher anderswo auch noch verwendet. Kuck mal in meinen Artikel unten.

VG,
J~

Hallo Friedrich,

angenommen, das Fahrzeug wird durch eine Knautschzone von 1 Meter von 140km/h auf Null abgebremst. Das ergibt rein rechnerisch eine Bremsbeschleunigung von etwa 310g. Der Mensch kann Beschleunigungswerte bis etwa 45g überleben, wenn diese nur ganz kurzzeitig auf den Körper einwirken. 310g liegen da aber deutlich darüber. Selbst wenn das Auto mit einer völlig unverformbaren Fahrgastzelle ausgestattet wäre, töten die auftretenden Beschleunigungskräfte den Fahrer. Ohne Gurt könnte er mit ganz viel Glück überleben, wenn er günstig durch die Fronscheibe über die Mauer fliegt und dann in einem zufällig dort liegenden Haufen Strohballen landet. Das sind mir dann aber zu viele Zufälle.

Gruß
schubtil

Hallo

Neulich sah ich einen Beitrag zu diesem Thema. Ich weiss
leider nicht mehr, welche Sendung das war.

Quarks vom WDR? Der Beitrag würde aber sicher anderswo auch
noch verwendet. Kuck mal in meinen Artikel unten.

Ja, das ist möglich. Und ja, ich hab das glaub ich auch noch in einer anderen Sendung gesehen.

CU
Peter

Hallo,

Das ist ein Grund, warum man die Resultate der normierten
Crashtests, bei denen z.B. Renault gut abschneidet und
entsprechend Werbung macht, mit Vorsicht geniessen muss. Denn
diese Crashtests geben nur Aufschluss über ganz bestimmte
Szenarien. Wie das selbe Auto bei anderen Szenarien (etwa
höhere Geschwindigkeit) abschneidet, wird da nicht
berücksichtigt.

Richtig, denn die Hersteller wissen ja, welche Crashtest durchgeführt werden und bauen die Autos so, dass diese Test auch möglichst gut bestanden werden. Mit dem Ergebnis, dass solch ein Auto nicht unbedingt jeden Unfall so gut übersteht, wie ein Auto, das allgemein „besser“ konstuiert wurde.

Beste Grüße
Guido

Hallo,

nee, das kannst du komplett und völlig knicken. Wenn Leute
sowas denken haben die Marketingabteilungen ganze Arbeit
geleistet. Crash mit 80 oder gar 100 auf feste Hindernisse
bieten meines Wissens nach keine reale Überlebenschancen. Bei
142 schon gar nicht. Das zu verbreiten ist aber ein ganz
bisschen dumm wenn man schnelle Autos verkaufen will.

Ich halte die Überlebenschance auch für recht gering, aber ganz ausschließen möchte ich das nicht.

… Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob das Auto mit
Airbags, Seitenaufprallschutz und Gurtkraftbegrenzern
ausgestattet ist."

Klar, denn die gängigen Dreipunktegurte sind Müll! Und Gurtstraffer gleichen höchstens das aus, was der normale Fahrer verschenkt, weil eigentlich niemand einen Gurt richtig festzieht. Im Winter mit entsprechender Jacke schon gar nicht.
Da ist die Sicherheit von Rennwagen um einiges besser. Und das ohne Airbags. Die würden eh nichts bringen, weil sich der Körper gar nicht erst so weit bewegt, um die Dinger zu treffen.
OK, bequemes sitzen ist was anderes.

Verformung bedeutet (Bewegungs-)Energieabbau und das ist gut.
Der Innenraum sollte dabei natürlich unberührt bleiben.

Klar wird bei der Verformung Energie abgebaut, aber das meinte ich ja, dass der Innenraum möglichst heile bleiben sollte.

Die Aufprallgeschwindigkeit wird ja in einem SEHR kurzen Weg
auf Null gebracht. Selbst im Idealfall ist das nur die
Entfernung Stoßstange-Fußspitze.

Ja, klar. Aber ist das ein Vorteil?

Klar, ein Rennwagen hat z.B. durch Reifenstapel eine zusätzliche Knautschzone, dafür finden immer wieder Unfälle bei viel höherem Tempo statt.
Auch die G-Kräfte sind scheinbar nicht so hoch, als dass sie ein Mensch nicht überleben könnte. Auch wenn man sich da manchmal schon wundern muss.

Beste Grüße
Guido

Hallo,

Ja, das ist möglich. Wobei hier der Aufprall an der Mauer -
bedingt durch den recht günstigen Winkel - das geringste
Problem war, das hätte der Fahrer sicherlich überlebt.

Was genau willst du damit sagen?

Wenn ich eine Mauer in einem Winkel von z.B. 30° treffe, wird ein großer Teil der Energie einigermaßen nach vorne abgegeben. So wie bei dem angesprochenen Unfall, da ist das Auto auch erst etliche Meter nach dem Mauerkontakt zum stehen gekommen. Natürlich geht einiges an Energie in die Mauer, aber nicht so viel, als wenn ich diese Mauer frontal treffe, dann steht das Auto ja sofort.

Wenn sich das Auto dann mit - ich schätze mal - 100-120km/h noch mehrfach überschlägt, dann sehe ich da drin das größere Problem.

Beste Grüße
Guido

Hi!

Wenn ich eine Mauer in einem Winkel von z.B. 30° treffe, wird
ein großer Teil der Energie einigermaßen nach vorne abgegeben.
So wie bei dem angesprochenen Unfall, da ist das Auto auch
erst etliche Meter nach dem Mauerkontakt zum stehen gekommen.
Natürlich geht einiges an Energie in die Mauer, aber nicht so
viel, als wenn ich diese Mauer frontal treffe, dann steht das
Auto ja sofort.

Wenn ich mir diese Grafik anschaue http://www.news.at/nw1/gen/popfiles/pop.php?show=200…
hab ich eher den Eindruck, dass das Fahrzeug frontal in die Mauer ist und dann durch die Wucht ausgehoben wurde. Wenn er nicht die ganze Energie abbekommen hätte, dann hätte sich der Wagen ja nicht gedreht, sondern nur überschlagen.

Was meinst?

Grüße
Dusan

Hi,

Airbags, Seitenaufprallschutz und Gurtkraftbegrenzern
ausgestattet ist."

Klar, denn die gängigen Dreipunktegurte sind Müll! Und
Gurtstraffer

Gurtkraftbegrenzern sind noch mal was anderes:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gurtkraftbegrenzer

Die Aufprallgeschwindigkeit wird ja in einem SEHR kurzen Weg
auf Null gebracht. Selbst im Idealfall ist das nur die
Entfernung Stoßstange-Fußspitze.

Ja, klar. Aber ist das ein Vorteil?

Vorteil? Nein, natürlich soll IMHO der Verzögerungsweg so LANG wie möglich sein. Allerdings ist nun mal nicht mehr Weg da als eben von der Spitze der Stoßstange, die das Hindernis zu erst berührt, bis grade zum menschlichen Körper. Ich bin kein Unfallexperte, aber wüsste nicht wie man den Weg verlängern könnte. Vielleicht indem man die Knie „opfert“ und so noch ein paar cm gut macht. Vielleicht in dem die Fahrgastzelle nach oben abgelenkt wird. Im Hinterkopf meine ich schon mal gehört zu haben, dass die Motorträgheit die nach oben ziehen kann oder so.

Klar, ein Rennwagen hat z.B. durch Reifenstapel eine
zusätzliche Knautschzone,

das Schotterbett nicht zu vergessen!

Grüße,
J~