9jährige die nicht mit anderen Kindern spielt

Hallo,

die mittlerweile neunjährige Tochter meines Verlobten, die alle zwei Wochenenden und zu den Schulferien dann schon mal 1-2 Wochen bei uns ist, spielt partout nicht mit anderen (gleichaltrigen) Kindern. Jetzt kenne ich sie schon seit ihrem 5 Lj. und so langsam ist mein Verlobter und ich mit dieser Herausforderung überfordert oder wir sind eher überfragt und wissen nicht weiter. Wir finden nämlich schon, dass sie mal wenigstens eine Stunde von sich aus die Motivation finden sollte um mit den Nachbarskindern zu spielen. Im übrigen wohnen wir in einem Stadtteil wo u.a. viele Kinder wohnen und Spielplätze gibt es genug. Wenn wir für sie keine Zeit haben, dann liest sie mal ein Buch oder sie bastelt, oder sie spielt Computerspiele oder schaut fern. Die zwei letzten Sachen werden von uns schon kontrolliert und zeitlich begrenzt. Dann kommt bei ihr die große Langeweile…kurzum: am liebsten hätte sie wenn wir von früh bis spät abends nur mit ihr spielen würden. Spielezeit zu dritt sind immer eingeplant, aber hier auch zeitlich begrenzt. Dann gehen wir oft auch raus in die Natur mit ihr… also zu wenig Aufmerksamkeit bekommt sie von uns sicherlich nicht. Aber wieso will ein gerade nicht-schüchterndes 9jähriges Mädchen nicht mit anderen Kindern spielen??
Gruß

Hallo,

Verständnisproblem meinerseits:
Spielt sie NIE mit anderen Kindern, oder spielt sie nur nicht mit anderen Kindern, wenn sie bei euch ist?

Wenn letzteres: kann ich nachvollziehen, wenn sie etwas schüchtern ist, und bei euch einfach keine Kinder wirklich kennt (nicht, wie da wo sie lebt und zur Schule geht und zwangsläufig dort Kinder kennt).

Gruß
Elke

schüchtern?
hallo eusebia,

vielleicht ist sie eben doch schüchtern. wie sich ein kind erwachsenen gegenüber verhält ist oftmals ganz anders als das verhalten anderen kindern gegenüber. bei erwachsenen fühlen sich manche kinder sicherer und sind dann auch nicht schüchtern.

was sagt sie denn, wenn ihr sie konkret danach fragt? gibts denn in eurem bekanntenkreis keine kinder in ähnlichem alter? und grundsätzlich ist natürlich die von elke bereits formulierte frage nach ihrem sonstigen umgang mit gleichaltrigen von interesse.

schönen sonntag
tabaiba

das schwierige ist, dass Kathi kein eindeutiges Bild abgibt. bei ihrer Mutter sucht sie meines Wissens nach auch nicht aktiv nach Spielkameraden. Wenn wir mal einen Namen hören, dann nur dann weil es Kinder aus dem Bekanntenkreis der Mutter sind. Aber dann spielt sie auch.
Auf die Frage hin ob sie schüchtern ist, bin ich mir fast sicher, dass sie es nicht ist. (ich war z. B. schüchtern :smile:) …aber sie ist echt redegewandt und kann auf andere zugehen, ich habe es einige mal beobachten können.
In unserem Bekanntenkreis haben wir keine Kinder in ihrem Alter, eins ist bei mir unterwegs und die anderen aus dem Bekanntenkreis sind auch noch Kleinkinder.
Was halt komisch ist, es gibt 2-3 Mädchen in ihrem Alter, die würden mit ihr spielen. Eine hat sogar mal bei uns 2mal geklingelt und sie wollte wissen ob sie da ist. Und was war?? Kathi hat mir gesagt ich solle ihr mitteilen, dass sie nicht im Hause ist. Und danach war sie erleichtert dass das Mädchen wieder gegangen ist. Sie wollte einfach nicht mit ihr spielen. Dann aber behauptet sie wiederum, dass die anderen Mädchen nicht mit ihr spielen wollen. Es hätte auch ein x-beliebiges anderes Mädchen sein können, sie würde wieder abwinken.
Dann schicken wir sie einmal am ganzen Wochenende mal für eine einzige Stunde raus bei einem schönen Sonnenscheinwetter…nach einer Weile kommt sie wieder und fragt ob die Stunde schon vorbei sei und ob wir jetzt mit ihr spielen. Aber wie schon gesagt, sie bekommt schon genug Aufmerksamkeit von uns, wir können nicht die ganze Zeit mit ihr spielen, wir haben ja schließlich auch was zu tun.
Übrigens, sie ist zwar seit ihrem 7 Lj. nur alle 2 Wochenden bei uns. Aber bis zu ihrem 7 Lj. war sie (weil der Vater oft daheim sein konnte) alle 3 Tage für 3 Tage bei uns. Das heisst, die Umgebung ist ihr nicht fremd.
Liebe Grüße und danke für eure Antworten

Hallo

Jetzt kenne ich sie schon seit ihrem 5 Lj. …

Seid ihr denn damals öfters mit ihr auf den Spielplatz gegangen? So lernen sich Kinder ja gegenseitig kennen: Die Eltern sitzen auf der Parkbank und fangen an, miteinander zu quatschen, und die Kinder lernen sich auch gegenseitig kennen. Oft ist es so, dass die verschiedenen Elternpaare (oder auch Einzel-Eltern) dann etwas miteinander unternehmen, und die Kinder sind dann halt mit dabei. Wenn das erstmal läuft, dann werden die Kinder sich auch unabhängig von den Eltern miteinander verabreden und sich treffen.

Ob das mit einer 9-jährigen noch so einfach klappt, glaube ich eher nicht, aber das weiß sie selber sicher am besten, was da üblich ist (d. h. in diesem Falle, ob 9-jährige noch mit ihren Eltern auf den Spielplatz gehen, oder ob das völlig unnormal ist.)

Wir finden nämlich schon, dass sie mal wenigstens eine Stunde von sich aus die Motivation finden sollte um mit den Nachbarskindern zu spielen.

Ist es denn überhaupt sicher, dass die Nachbarskinder mit ihr spielen würden? Kennen die sich überhaupt gegenseitig?

Müsste sie da einfach klingeln gehen und fragen ob sie mitspielen darf? Also, wenn ich bei meiner Mutter zu Besuch bin, würde ich ja auch nicht bei den Nachbarn klingeln und fragen, ob sie mit mir Doppelkopf spielen wollen. Das wäre in etwa vergleichbar. Das macht ‚man‘ einfach nicht.

Im übrigen wohnen wir in einem Stadtteil wo u.a. viele Kinder wohnen und Spielplätze gibt es genug.

Ich vermute, es liegt am Kennenlernen, und das geht nicht immer so einfach. Wenn ihr da garnichts vorlebt, dann ist das m.M.n. zu schwierig für ein Kind.

Als einzelnes Kind in einer fremden Umgebung alleine auf einen Spielplatz zu gehen, dazu gehört - jedenfalls meistens - ziemlich viel Mut. Es ist ja nicht so, als hätten Kinder gar kein Revierverhalten. Im Gegenteil, es kann gut sein, dass sie dann erstmal von allen (oder wenigstens einigen) geärgert wird, und dass ihr klargemacht wird, dass sie da nichts zu suchen hat, da sie von den ‚Eigentümern‘ des Spielplatzes nicht akzeptiert wird.

Da müsste sie sich erst mal durchkämpfen, und wenn sie so gar keine Unterstützung und Verständnis von euch bekommt, dann ist das schwierig.

Meine Kommentare gehen allerdings von der Voraussetzung aus, dass ihr mit den Eltern der vielen anderen Kinder in eurem Viertel nichts zu tun habt, und dass ihr euch das ein wenig zu unkompliziert vorstellt, wie Kinder miteinander umgehen, und dass ihr diese Rangkämpfe da etwas unterschätzt. Wenn das nicht stimmt, dann bitte um Richtigstellung!

Viele Grüße

Hallo Elke,

sie spielt nur mit Kindern, wenn man ihr ein Kind vorstellt und sagt: so, jetzt spiel mal mit dem Kind. (Hört sich blöd an, aber ungefähr so musst du dir das vorstellen) Dann spielt sie mit dem Kind auch normal. Wenn das Kind am nächsten Tag bei uns klingeln würde, würde sie freiwillig nicht nochmal mit dem Kind spielen. Egal welches Kind das ist, es ist immer dasselbe.
Gruß

Ich war sicherlich nicht immer dabei, aber ihr Vater ist oft mit ihr zum Spielplatz, da war auch öfter ihre Großmutter dabei. Aber da war dasselbe Schauspiel. Der Vater spielte für sie das Ersatzkind, d.h. sie musste quasi keine Spielkameraden suchen. Sie hat ihn auch immer gefragt ob er mit ihr spielt, er tat das dann auch. Vielleicht hat sich ihr Vater doch zu sehr um sie gekümmert, so dass sie den leichteren Weg gagangen ist und immer nur mit ihm und nicht mit den anderen kindern zu spielen.
Das leuchtet mir ein, was du da sagst. Mein Verlobter hat hier in der Gegend eigentlich keine Kontakte, hat mich immer schon gewundert.
Und nun hat sie eigentlich gar keine Lust auf Spielplätze.

Und wie ich schon vorhin bei einer meiner anderen Antworten geschrieben habe, es gibt 2 Mädels, die würden mit ihr spielen. Die haben extra auch gefragt ob sie mitspielt.
Also, sie müsste auch gar nicht klingeln, weil die Kinder hier alle draußen vor unserer Nase spielen. Es ist für mich als Erwachsene unmöglich auf der Terasse ein Buch zu lesen, weil viele Kinder eben draußen sind und spielen und es dementsprechend laut ist.

Grüße

Hi

Hat sie vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht? Vielleicht hatte sie mal eine Spielfreundin bei der irgendwas schief ging und hat jetzt Angst, dass die Kinder, die mit ihr „spielen wollen“ es nicht ernst meinen?
Wenn das Vertrauen erstmal weg ist dauert es, dieses wieder herzustellen. Das könnte erklären warum sie nur mit Kindern spielt, die ihr von Erwachsenen an die Hand gegeben (also quasi als Sicher eingestuft wurden) werden.
Wenn das Nachbarskind dann einfach klingelt und sie mit raus soll, hat sie vielleicht Angst, was passiert wenn sie dann alleine draußen ist.

Ein anderer Grund kann im schon beschriebenen Rangverhalten liegen, wie lange ist sie denn so bei euch?
Ich war früher oft bei meiner Großmutter die weiter weg wohnte, dort habe ich auch nur ab und an mit Kindern auf dem Spielplatz gespielt, weil man eben viel zu selten da war und selbst wenn die Kinder sich an mich erinnerten gehörte ich doch nie ganz zur Gruppe und habe es irgendwann aufgegeben. Das heißt nicht, dass ich nicht mit anderen spielte wenn sich die Gelegenheit gab, ich habe sie nur nicht aktiv gesucht.

lg
Kate

wie erklärt die mutter dieses verhalten?

und ist sie sonst „normal“? also in der schule gut integriert? in einem sportverein aktiv??

was sagt das mädel selber, wie müßte ein kind sein, mit dem es gerne spielen würde?

es gibt halt viele richtungen in die man schauen muß/kann/sollte…

Moin,

Aber wieso will ein gerade
nicht-schüchterndes 9jähriges Mädchen nicht mit anderen
Kindern spielen??

Vielleicht will sie das Wenige an Zeit, dass sie mit ihrem Vater hat, lieber mit ihrem Vater verbringen, als mit fremden Kindern? Wenn euch ein Wochenende alle zwei Wochen noch zuviel ist, dann schraubt lieber die Zeit noch mehr runter, aber die sollte sie dann auch tatsächlich mit ihrem Vater verbringen dürfen, statt in die Nachbarschaft abgeschoben zu werden.

Wie wäre es, wenn du statt dessen mal Zeit mit den Nachbarn verbringst, die du ja sicher kennt, damit Tochter und Vater mehr Zeit für sich alleine haben?

Gruß
Marion

Hallo

Ich war sicherlich nicht immer dabei, aber ihr Vater ist oft mit ihr zum Spielplatz, da war auch öfter ihre Großmutter dabei.

Hm, dann stimmen meine Vorstellungen also nicht.

Sie hat ihn auch immer gefragt ob er mit ihr spielt, er tat das dann auch. Vielleicht hat sich ihr Vater doch zu sehr um sie gekümmert, so dass sie den leichteren Weg gagangen ist und immer nur mit ihm und nicht mit den anderen kindern zu spielen.

Ich hab mit meinen Kindern eigentlich auch immer gespielt, wenn sie das wollten (als sie klein waren), aber trotzdem hatten sie Interesse an anderen Kindern. Solange er es nicht regelrecht verhindert hat, dass sie mit anderen Kindern spielt, sollte das Interesse an Kindern eigentlich auch von alleine kommen.

Mein Verlobter hat hier in der Gegend eigentlich keine Kontakte, hat mich immer schon gewundert.

Das ist allerdings auffällig. Vielleicht hat er kein Interesse an den Leuten, und das Kind macht es ihm nach, indem es kein Interesse an den Kindern dieser Leute hat?

Und nun hat sie eigentlich gar keine Lust auf Spielplätze.

Spielplätze sind natürlich nur interessant, wenn man da mit anderen spielt.

Und wie ich schon vorhin bei einer meiner anderen Antworten geschrieben habe, es gibt 2 Mädels, die würden mit ihr spielen. Die haben extra auch gefragt ob sie mitspielt.

Das hatte ich auch schon gelesen, wollte mir aber nicht die Arbeit machen, meinen ganzen Beitrag noch zu ändern … :smile:

Also, sie müsste auch gar nicht klingeln, weil die Kinder hier alle draußen vor unserer Nase spielen.

Ach so, das ist ja wirklich eine einfache Situation, um andere Kinder kennenzulernen …

Also, ich finde das auch sehr merkwürdig, was du beschreibst.

Es wäre natürlich rein theoretisch noch möglich, dass sie von den anderen Kindern gemobbt wird, was aber niemand von den Erwachsenen weiß (das kann durchaus sein), für sehr wahrscheinlich halte ich das nach deiner Beschreibung allerdings nicht mehr so unbedingt.

Eigentlich würde ich an euer Stelle mal (mit der Mutter zusammen) eine Erziehungsberatung oder eine Kinderpsychologin aufsuchen, was die dazu sagen.

Auf jeden Fall seid ihr da wirklich nicht dazu verpflichtet, das Kind den ganzen Tag über zu unterhalten. Allerdings würde ich sowas nicht einfach aufhören, sondern es dem Kind erklären, warum man das Unterhaltungsprogramm einschränkt, und was man sich denkt, wie das Kind darauf reagieren sollte (als Vorschlag). Und nicht nur einmal erklären, sondern beim nächsten Mal nochmal, und vielleicht auch nochmal.

Viele Grüße
Simsy Mone

Hallo Simsy,

meinst Du nicht, dass das mit der Kinderpsychologin etwas übertrieben ist?

Zum Einen sind auch Kinder Persönlichkeiten und damit keineswegs alle gleich. Meine Tochter z.B. war von Kleinkindtagen an zwar auch immer offen und aufgeschlossen anderen gegenüber, gleichzeitig aber auch ruhig und der eher beobachtende Typ; sie hat immer leicht Freundschaften geschlossen, wäre aber nie holterdipolter auf irgendwelche Kinder zugestürmt, die sie maximal vom Sehen kannte.

Zum Zweiten ist das Mädchen in dem Ausgangsposting ja schon 9. In diesem Alter sind Spielkameraden nicht mehr wie vielleicht noch in Kindergartenzeiten (aber auch da kommt es auf das Kind an!) mehr oder weniger austauschbar, sondern es haben sich gefestigte Freundschaften entwickelt. Wenn Deine beste Freundin in Urlaub ist, fragst Du doch auch nicht irgendeine x-beliebige Nachbarin, ob diese statt der Freundin mit Dir jetzt Kaffee trinken geht… ;o)

Zum Dritten war das Mädchen bis vor zwei Jahren ja wohl die halbe Woche bei ihrem Vater und jetzt nur noch jedes zweite Wochenende (warum eigentlich?). Das ist doch ein deutlicher Einschnitt - warum sollte sie die wenige verbliebene Zeit, die sie mit ihrem Vater verbringen kann, auf irgendwelche Kinder, zu denen sie überhaupt keinen Bezug hat, verschwenden?

Und zu guter Letzt hat das Mädchen doch durchaus sinnvolle Zeitvertreibe, nämlich Basteln und Lesen. Dies könnte doch von ihrem Vater gewinnbringend aufgegriffen werden, so dass sie für die Zeiten, in denen er unbedingt etwas anderes erledigen muss (warum eigentlich?), eine Beschäftigung hat.

Beste Grüße

=^…^=

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Hallo,

mein Sohn ist ein bißchen so ähnlich. Er kann mit anderen Kindern, aber durchaus nicht mit allen.
Er ist jetzt 12 und hat zwei Freunde, einen seit sechs Jahren, einen seit 4 Jahren, beide aus dem Schülerladen.
Seine Klassenkameraden interessieren ihn nicht oder nur sehr wenig, seine beiden Freunde sieht er im Schnitt 1,5 Tage pro Woche.
Frag mich keiner, worans liegt.
Meine Tochter ist das absolute Gegenteil - zeig ihr ein Mädchen in ungefähr ihrem Alter und Du siehst sie diverse Stunden nicht wieder.
Dieser Unterschied zwischen den Beiden war schon bemerkbar, als beide noch sehr klein waren (1,5 und 3 Jahre).

Dafür spielt mein Sohn gern mit, wenn ich mit erwachsenen Bekannten mal abends was spiele - das kriegt er gut hin (Siedler von Catan, Aktivity und dergleichen) und es macht ihm sehr Spaß.

Klar nervt es Euch, wenn das Mädel dauernd `bespielt´ werden will - da müßt Ihr vielleicht einfach die Zeit einschränken. Soll sie halt lesen oder basteln. Am Besten ist es ev. klare Spielzeiten festzulegen, auch tageszeitmäßig, damit das Mädchen sich darauf einstellen kann. Ausnahmen müssen allerdings auch mögllich sein - so ein Spiele kann ja auch mal länger dauern.

Wir hatten tagsüber nie sehr viel Zeit, seit mein Mann gestorben ist, ist das natürlich noch weniger geworden, so dass meine Kinder tagsüber auf eigene Ideen angewiesen sind.
Abends habe ich meist Zeit, da spiele ich natürlich auch mit Ihnen, am Wochenende schlage ich tagsüber mal einen Spaziergang vor - da kommen dann auch mal Themen aufs Tapet, die sonst untergehen - Spazieren gehen fördert offenbar Unterhaltungen. Finde ich ganz gut.

Euer Mädchen erscheint mir einerseits höflich (spielt mit Kindern, wenn ihr das erwartet), aber offenbar nicht gewillt, dauernd höflich zu spielen - verständlich.
Womöglich sind die meisten Mädchen in ihrem Umkreis einfach nicht ihr Ding, haben andere Interessen, etc. Das gibts halt.
Wie wärs mit Mädcheninternetchats? Meine Tochter hat da mit zehn Jahren ihr beste Freundin gefunden - ist etwas lästig wegen der umständlichen Besuche und der vielen Telefoniererei, aber es hat seit einem Jahr Bestand.
Ansonsten: redet mit ihr. Neunjährige können sich da ja ev. schon dazu äußern.
Und sonst: findet einen Weg des Miteinanders, der allen halbwegs gerecht wird. Aber macht nicht gleich ein Problemkind aus dem Mädchen.

Gruß und alles Gute, Anne

Hallo,

Aber wie schon gesagt, sie bekommt schon genug
Aufmerksamkeit von uns,

Sie sieht das vielleicht anders, speziell Zeit mit ihrem Vater.

wir können nicht die ganze Zeit mit
ihr spielen, wir haben ja schließlich auch was zu tun.

Wie wäre es denn, wenn ihr sie da einbezieht? Wenn ihr Einkaufen gehen müsst, nehmt sie mit. Wenn ihr kochen müsst, lasst sie helfen (sie ist ja schon 9). Wenn ihr putzen müsst, dann kann sie auch helfen.
Sie sieht ihren Vater nur alle 2 Wochen - vielleicht könntet ihr die Arbeiten, die wirklich nicht mit ihr zu machen sind, eher auf die anderen WE schieben?

Übrigens, sie ist zwar seit ihrem 7 Lj. nur alle 2 Wochenden
bei uns. Aber bis zu ihrem 7 Lj. war sie (weil der Vater oft
daheim sein konnte) alle 3 Tage für 3 Tage bei uns. Das
heisst, die Umgebung ist ihr nicht fremd.

Nein, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass sie einfach Zeit mit ihrem Vater verbringen will.

Gruß
Elke

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Hallo

würde mich da grundsätzlich Pendragon anschließen.
Wenn ich’s recht gelesen habe, scheint sie selbst sich doch ganz wohl zu fühlen , so wie sie ist…und du schreibst, dass sie „an sich“ nicht schüchtern ist. Wenn man davon ausgeht, dass sie zuhause Kontakte mit Schulkameraden und im Wohnumfeld hat und auch mit der Anzahl ihrer Kontakte zufrieden zu sein scheint, besteht da ihrerseits wohl kein grundsätzliches „Problem mit sozialen Kontakten“ o.s.

Wie hier schon gesagt wurde: Sie sieht den Vater nur alle 2 Wochen und dann mal in den Ferien. Dass sie da versucht, jeden Moment mit dem Vater zu nutzen und soviel es geht „nachzuholen“ , wäre doch durchaus nachvollziehbar.
Wenn man als Erwachsener z.B. seinen Partner nur alle 2 Wochen sieht, geht man an dem Wochenende ja wahrscheinlich auch nicht unbedingt gerade dann alleine mit Freunden ins Kino, sondern nutzt die Zeit mit dem Partner. Und ein Kind ist ja noch viel mehr auf Rückversicherung und „greifbare“ Nähe angewiesen als ein Erwachsener, um „Verbindung“ und Vertrautheit zu erleben.

Ich finde,man kann das verstehen u. es ist auch okay, wenn sie denkt:" Meine Freunde und Spielkameraden habe ich zuhause jeden Tag…den Papa aber nur heute und morgen (o.s.)…also will ich ganz viel mit ihm machen und bei ihm sein,solange ich hier bin."

Für sie sind Spiel-Zeiten mit anderen Kindern bei Euch vielleicht ganz einfach Zeiten, die ihr von ihrem bisschen „Papa-Haben“ abgehen…und die sie nicht verschwenden will. Schließlich hat sie Papa die meiste Zeit nicht im Alltag - und da kann es für sie sehr schön sein und ist sogar auch ganz wichtig, wenn sie ganz unspektakuläre „Alltagsmomente“ mit Papa erleben kann. Ihr scheint es ja auch offensichtlich nicht vorrangig um die Spiel_inhalte_ zu gehen,sondern vor allem um Papas bzw. Eure Anwesenheit und Nähe.Und da sitzt sie wohl lieber malend in Papas Nähe als mit irgendwelchen Kindern, die ihr dort gar nicht wichtig sind, „Kinderspiele“ zu veranstalten. Was spricht dagegen ?

Gruß

Hallo

Er ist jetzt 12 und hat zwei Freunde, einen seit sechs Jahren, einen seit 4 Jahren, beide aus dem Schülerladen. Seine Klassenkameraden interessieren ihn nicht oder nur sehr wenig, seine beiden Freunde sieht er im Schnitt 1,5 Tage pro Woche.Frag mich keiner, worans liegt.:

Die Menschen sind halt verschieden… und dein Sohn scheint jemand zu sein, der sich seine Freunde halt nicht leichtfertig und oberflächlich sucht und komme was wolle hinter der wechselhaften Cliquen-Herde her rennt, sondern in der Lage ist, echte Freundschaften zu schließen - UND zu pflegen und über einen längeren Zeitraum zu halten. Qualität vor Quantität zu setzen und nicht hinter jedem Deppen her zu rennen, nur um „dazu“ zu gehören… ist doch eine tolle Sache …und in dem Alter erst recht! :smile:

Mein Kind (10) spielt sehr gerne mit anderen Kindern, auch wenn sie diese erst kennengelernt hat
ABER
nur dann wenn die Kinder auf sie zukommen. Es würde (bis jetzt) nie auf ein fremdes Kind zugehen und zum spielen auffordern oder einfach irgendwo mitspielen.
Es ist sofort dabei wenn eine Freund/eine Freundin anruft und etwas ausmachen will, würde aber (bis jetzt) nie von sich aus spontan anrufen wenn es nicht bereits in der Schule abgemacht wäre wer fertig ist mit Hausis meldet sich.
Ist halt so und mit Zwang ändert sich das auch nicht.
Hilft nur mit dem Kind rausgehen zu den anderen Kindern und helfen einen Kontakt aufzubauen.

Grüße
Bröselchen

Danke für eure Nachrichten und Anregungen.
Für mein Verständnis ist das Verhalten von ihr nicht so nachvollziehbar, deswegen habe ich ja hier diesen Beitrag geschrieben. Mein Anliegen war das Kind zu fördern, denn sie kann sich ja wie bereits geschrieben eine Zeit lang mit sich selbst beschäftigen, das sind vielleicht2-3 Stunden am Tag. Danach sind wir gefordert. Sagen wir mal, im Durchschnitt 3 Stunden. Danach… sie langweilt sich und ist frustriert dass wir sie nicht weiter unterhalten können. Denn mich( uns) frustet das dann auch. Die letzte Woche war sie zu Ostern z. B. bei uns. Da schickte (nachdem sie mit uns was unternommen hatte) ihr Vater sie raus zum Spielen. Nach einer Weile kommt sie heim und frägt ob nun die Stunde vorbei sei. Der Vater frägt was denn so schlimm sei dass sie draußen spiele und sie doch bei diesem Sonnenscheinwetter ruhig noch draußen bleiben könne. So…nach 5 Min. klingelt es an der Haustür: Kathi steht davor mit Schürfwunden am Kopf, an den Ellenbogen, am Rücken. Da fragt sich doch jeder was da passiert ist. Sie sagte dann, sie sei beim Gehen hingefallen. Plausibel erklären konnte sie es uns nicht und es war auch nicht nachvollziehbar. Ein anderes Mal, kommt sie wieder heulend heim. Ziel war, dass sie ihre bekannte „Freundin“ Stella aufsucht. Die wohnt im 5 oder 6 Stock in der Nachbarschaft und hat keinen Vorgarten. Sie sagt daraufhin: sie stand im Garten von Stellas Eltern und wollte sie rufen und hat geläutet. Danach kam ihr Bruder und hat sie doof angemacht und zu Boden geschubst …Ja, sie hat aber keinen Bruder und Stellas Eltern haben auch keinen Garten! Kathi wusste halt nicht, dass ich Kenntnis über Stellas Wohnsitz habe.
Zusammen kochen, vorlesen, Spiele spielen, gemeinsam was im Haushalt machen, sie mitnehmen zum Einkaufen…das machen wir selbstverständlich alles . Es ist für mich halt nur frustrierend, wenn ich dann mal alleine kochen möchte oder sie im Haushalt mal nicht mithelfen kann, sie dann total gefrustet und gelangweilt hocken zu sehen. Sie scheint nicht zu akzeptieren zu wollen, dass wir Erwachsene auch Zeit für uns brauchen.
Was ich aber noch nicht erzählt habe, ist dass ihre Mutter sich fast gar nicht mit ihr abgibt. Sie hatte z. B. letzten Freitag Geburtstag. wie schon gesagt, sie war ja schon die ganze Woche bei uns und an dem Freitag auch. Da sind wir in den Europa Park und zur Überraschung habe ich ihr am Donnerstag abend einen Kuchen gebacken. Zur Info: Ihre Mutter hat ihr NIE einen Kuchen gekauft oder gebacken. Sie war dann total happy am Morgen einen Geburtstagskuchen zu sehen. Am Samstag dachte ich mir, dass ihre Mutter sie doch auch unmittelbar nach ihrem Geburtstag haben möchte. Die Frau hat uns dann wg. der Übergabe erst nach 14 Uhr angerufen und uns mitgeteilt, dass es ihr gerade nicht passt, weil sie aufräumt und Möbel aufbaut. Ihre Großmutter war auch da, die wohnt in Hamburg. Da frägt man sich natürlich was das für Frauen sind. Kathi ist die einzige Enkelin von ihr und von der Mutter das einzige Kind. Ich und mein Verlobter hatten geplant am Samstag zusammen was zu unternehmen und Kathi am Mittag abzugeben. Diese Frau war dann so dreisst und hat gefragt warum wir ihr kein Mittagessen machen. Zur Info: Ich koche jeden Tag zu Mittag wenn ich daheim bin. Und Kathi erzählt mir, dass sie an den Samstagen und Sonntagen wenn sie bei ihrer Mutter ist, keine warme Mahlzeit bekommt. Das ist halt alles nicht zu fassen. Aber ansonsten tut ihre Mutter so, als ob sie die Super-Mama wäre (uns gegenüber natürlich). Mit ihr reden können wir auch nicht, denn sie ist so eine die die Schuld bei anderen sucht nur nicht bei sich selber. Es ist schwierig. Aber wir können halt nicht alles auffangen was die Mutter kaputt macht. Geht nicht. Mein Verlobter schichtet und das heisst, dass er mal zum Wochenede da ist und am nächsten arbeitet. Das heisst, wir können auch nichts auf das andere We verschieben, denn ansonsten müsste ich alles selber erledigen. Und das ist nicht machbar. Daher wäre es für uns schön gewesen, wenn wir einen Weg finden würden sie näher auch zu andern Kinder zu bringen. Es ist natürlich klar, dass wir sie nicht dazu zwingen möchten, da das kein Lösungsweg sein kann.
Manchmal kann ich mich nicht kurz fassen :smile:

Liebe Grüße

Hallo,

nachdem ich gerade über Dein anderes Posting bezüglich der Steuerklasse gestolpert bin, muss ich sagen: Nicht das Kind hat ein Problem, sondern Du.

Nur bekommt es leider durch Dich Probleme - Du gönnst ihm nämlich gar nichts, noch nicht einmal Zeit mit seinem Vater. Von einem entspannten Verhältnis seiner beiden Elternteile ganz zu schweigen.

Das Mädchen tut mir von Herzen leid.

Gruß

=^…^=

Hallo Katze

meinst Du nicht, dass das mit der Kinderpsychologin etwas übertrieben ist?

Eigentlich nicht. Ich würde die ja erstmal nur fragen, ob die ein solches Verhalten normal und altersgemäß oder eher etwas bedenklich findet, zumal der Vater und seine Lebensgefährtin ja offensichtlich darunter leiden.

Ich finde das keinen besonderen Akt, mal eine Kinderpsychologin mal was zu fragen. Wenn ich denke, mein Kind könnte krank sein, gehe ich für eine Diagnose doch auch direkt zum Arzt, und nicht erstmal zur Arzthelferin oder zum Nachbarn, ohne dass das dann jemand für übertrieben hält.

Viele Grüße