Ab wann Ritalin?

Hallo O-Toni,

die Diagnose von Ads bzw. Adhs ist sehr langwierig und schwierig.

Normalerweise werden Medikamente wie Ritalin erst im Schulalter (also frühestens mit 6 Jahren) verordnet.

Viele Adhs Kinder brauchen keine Medi. Sie schaffen es mit anderen Mitteln zu lernen sich zu konzentrieren und motorisch ruhiger zu werden. Je jünger das Kind beginnt zu trainieren, umso größer die Chance es ohne Medi zu schaffen.

Hier ein paar Dinge um die du dich kümmern solltest:

  • laß die Augen kontrollieren, speziell auf Winkelfehlsichtigkeit! Kinder mit „Prismensehen“ sind oft motorisch unruhig, ungeschickt und zudem stark auf Fernsehbilder fixiert (besonders bei schnellen Zeichentrickbildern). Hier gibts erste Infos: Prismensehen bleibt häufig unerkannt und ist eine de…

Hallo,
Danke, habe selten so spontan lachen müssen.

Bin aber völlig deiner Meinung.

Liebe Grüsse

Anja

P.s. der rest meiner Meinung steht in anderen Artikeln zu Ritalin

Hallo,

probiert mal folgendes (ernster Ratschlag). Gebt dem Kind keine Süssigkeiten mehr. Es gibt Studien, die zeigen dass Kinder unter Schokolade extrem hyperaktiv werden können. Die Studie zeigt zugleich, dass diese Kinder KEIN ADHS haben.

Wenn es nicht hilft, dann doch die Pfanne :stuck_out_tongue:

Liebe Grüsse

Anja

hi

Von Homöopathie halte ich gar nix. Bei Wehwehchen hilft
genauso gut pusten. Will damit sagen, nur der Glaube daran
wirkt und der fehlt da bei mir.

Klar, eine chemische Keule ist auch sehr viel besser als alles andere

Wieso willst Du eigentlich unbedingt, daß Dein Kind eine Krankheit hat? Weil es heutzutage modern ist, daß Kinder nicht einfach lebhafte Kinder sind, sondern ADHS haben?

Gruß
Edith

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Hi Yvisa,

  • Auch wenn du Vorbehalte hast: Homöopathie kann helfen.
    Wenn es eine reine Glaubenssache ist, dann frage ich mich doch
    warum Tiere mit homöopathischen Medikamenten so erfolgreich
    behandelt werden können?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,74…

Gruß,
Anja

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Hallo,

kümmer dich um dein Kind. Man muss es auch mal fordern. Auf den Spielplatz, in den Wald gehen. Mit ihm spielen. Wenn ein Kind nur so nebenher beschäftigt wird, dann wird es halt zappelig.

Wenn du keine Zeit hast und deine Frage ernst gemeint war, dann wende dich ans Jugendamt deiner Stadt, damit die für deinen Sohn einen Heimplatz oder Pflegeeltern finden.

Haelge

Hallo,

bitte informiere Dich erst über das Thema ADS/ADHS bevor Du nach einem Medikament rufst.
Ein Kind das lebhaft ist, leidet nicht automatisch an ADHS.
Es ist auch gar nicht gesagt, dass -selbst wenn es so wäre- „Ritalin“ also Methylphenidat dann auch das Mittel der Wahl für DEIN Kind wäre.
(Aufgrund des Alters eher unwahrscheinlich, dass Du das verschrieben bekämst.)
Zumal ein solches Medikament nur Sinn macht, wenn es zusätzlich zu anderen fördernden Maßnahmen (Psychotherapie, Ergotherapie, Elternarbeit…)gegeben wird.
manchmal kann es sogar erforderlich sein, damit man die anderen Maßnahmen überhaupt durchführen kann, aber dennoch sind diese Medikamente keine Alleinlösungen!

Es macht nicht „klick“ und man hat ein Kind das sich so verhält wie man es von ihm erwartet.
Da steckt sehr viel mehr Arbeit dahinter.

Gutes Informationsmaterial findest Du zB:
http://www.lilly-pharma.de/gesundheit/adhs.html
daraus:
https://www.lilly-pharma.de/gesundheit/adhs/lilly-se…
http://www.adhs.info/
http://www.adhs-deutschland.de/content.php?abt_ID=1&…

Auch Wikipedia hat viel dazu zu sagen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeitsdefizit-…

Wenn Du den Verdacht hast, dass ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (mit oder ohne Hyperaktivität) vorliegt dann lass Dich von Deinem Kinderarzt beraten. Er kann Dich zu einem Kinderpsychiater oder Psychologen überweisen. Dieser wird dann entscheiden, ob es bei Deinem Kind bereits Sinn macht die notwendigen Tests durchzuführen, oder ob andere Maßnahmen ergriffen werden können/müssen.

Gruß
M.

Ich habe ein Kind mit ADHS und eines mit ADHS und Asperger. Manchmal nimmt einen das den Atem. Man tut und macht mit end viel Mühe und trotzdem läuft es NIE so wie bei den anderen. Alles ist lauter, chaotischer und heftiger als bei anderen. Laß dich niemal beirren von den ANDEREN! Denn ganz ehrlich, DIE haben gar keine Ahnung was es bedeuten kann mit besonderen Kindern zu leben! Wie auch.

Mein „Kleiner“ wurde vor seinem 3. Geburtstag diagnostiziert. Schon allein wichtig wegen den nötigen Förderungen und dem Förderkindergarten. Medis bekam er mit 4. Einfach weil GAR nichts mehr ging. Und es war für alle einfach gut. Plötzlich war mein Kind WACH!!! Das war einfach wahnsinn! Kinder sollen nicht ruhig gestellt werden mit den Medis, sondern die Möglichkeit bekommen normal wie andere Kinder auch am Leben teil zu haben. Ein Kind das durch sein Verhalten aneckt kann das nicht und ist oft Anfeindungen ausgesetzt…
Das macht einfach kaputt.
Und Medis machen Förderung und Therapie oft erst möglich. Und sie machen NICHT süchtig! Sonst müßte ich heute nicht mehr immer noch hinter meinen her sein das sie ihre nicht vergessen.

Mir hat dieses Selbsthilfeforum sehr beigestanden:

http://www.ads-hyperaktivitaet.de/

Und zu Hömopatischen Mitteln… Nach den Erfahrungen unendlich vieler Eltern: die bringen GAR nix. Und andere angebliche Mittelchen kosten nur teuer Geld und bringen auch nix. Da wollen oft genug Leuts an unserem Leid Geld verdienen!

Immer nur Rechtfertigungen
Hallo,

man kann für alles irgendeine Rechtfertigung finden. Dein Beitrag ist letztendlich nur eine Rechtfertigung dafür, warum die eigenen Kinder „etwas besonderes“ seien und man unbedingt diesen Weg gehen müsse.

Am Ende wird man auch eine Rechtfertigung finden, einem Kind von 2,5 Jahren ruhigstellende Medikamente zu geben. Eine Klinik findet sich immer, das hat der TE ja bereits unten angedroht.

Gruß
Ultra

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Die hiesigen Antworten der Mütter von ADS/ADHS-Kindern finde ich in hohem Maße erschreckend!

Zunächst finde ich die hier wieder inflationär gebrauchte Bezeichnung von Medis grauenhaft! Es handelt sich um Medikamente! Medikamente sind wichtige Hilfsmittel bei der Bekämpfung einer diagnostizierten Krankheit. Sie sind keine Smarties! Daher ist dieser verniedlichende Begriff auch völlig unangebracht. Das gilt ganz besonders, wenn es sich um schwere Medikamente handelt, wie Psychopharmaka, also auch Ritalin. Sollte der Einsatz solcher Medikamente medizinisch geboten sein, ist es wichtig, dass man sich immer vor Augen führt, was man da zu sich nimmt: im positiven Sinne, aber auch mit der kritischen Distanz.

Was allerdings noch erschreckender ist, dass hier recht dynamisch und vehement der Einsatz von Ritalin bei einem Kleinkind befürwortet wird, dessen ADS/ADHS"Diagnose" von einer Mutter stammt, die ihr Kind als lebhaft empfindet und ihren Zugangsweg zu Ritalin zwar über eine offizielle Praxis beschreibt, aber in einer Art, wie man sie sonst aus der Beschreibung von Beschaffungswegen für Drogen kennt.

Die Diskussionen zu dem Thema gehen hier ja immer hoch her.

Aber bei solchen Antworten soll sich keiner der betroffenen Eltern künftig beschweren, wenn hier Stimmen laut werden, dass Eltern ihre Kinder mit Medikamenten nur ruhig stellen und in Norm pressen wollen.

Das hat schon etwas Sektenhaftes: Hey, komm zu uns, die anderen verstehen dich nicht. Nur bei uns bist du gut aufgehoben. Spielt keine Rolle, was mit deinem Kind ist. Medis sind supi.

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Du kennst die Redewendung nicht?

?

A propos heißt aber nicht „was bedeutet?“…

Na Henker und Bratpfanne paßt doch gut zusammen:smile:

Letztendlich ahnst du vermutlich schon daß die beiden Dinge „27 Monate“ und „Ritalin“ gewissermaßen provozierend wirken und du dann immer mit solchen Reaktionen rechnen mußt, berechtigterweise.

Aber mit dem Fernseher hast du Recht, sobald die Glotze an
ist, ist er wie hypnotisiert. Und das schon mit knapp über 2.
Verrückt!

Siehste, sag ich doch:smile:

Hallo Janina,

jetzt habe ich alle Antworten mehrfach gelesen…hast Du andere Artikel gelesen als ich?
Wer empfiehlt denn hier -vor allem- vehement den Einsatz derartiger Medikamente (mal vielleicht jetzt von MAMS Beitrag abgesehen)?
Kann es sein, dass aufgrund Deiner eigener Ansichten Du andere Beiträge deshalb anders interpretiert hast, als sie verstanden werden sollten?

Gruß
M.

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Wer empfiehlt denn hier -vor allem- vehement den Einsatz
derartiger Medikamente (mal vielleicht jetzt von MAMS Beitrag
abgesehen)?

Die Formulierungen waren möglicherweise nicht präzise. Es gab hier aber gerade noch einen weiteren Beitrag, den ich im Fenster hatte, als ich antworten wollte, war er wech.

Kann es sein, dass aufgrund Deiner eigener Ansichten Du andere
Beiträge deshalb anders interpretiert hast, als sie verstanden
werden sollten?

Nein, sicher nicht. Schon die Einschränkung

(mal vielleicht jetzt von MAMS Beitrag abgesehen)?

ist ja durchaus keine eindeutige Distanzierung. Dieser Beitrag ist, wie der gelöschte, ein undistanziertes Pro Ritalin, auf Teufel komm raus.

Abgesehen davon taucht der Begriff der „Medis“, einer von zwei Aspekten in meiner Antwort, in mehreren Beiträgen auf.

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Moin, Toni,

zu meiner Zeit bekamen unruhige Kinder Bierbrocken (Semmel, Zucker, Bier zusammengerührt zur Suppe), zumindest wurde das hinter vorgehaltener Hand gesagt - das war damals also für die Eltern durchaus ein Grund, sich zu schämen.

Bevor Du nach Ritalin rufst, solltest Du erstmal klären lassen, ob Dein Sohn unruhiger ist als andere Kinder oder ob Du vielleicht unduldsamer bist als andere Mütter (Väter?). Ritalin ist nun mal ein Psychoparmakum, von dem niemand genau weiß, wie es wirkt und was es anrichtet.

Gruß Ralf

Spitzenantwort * owT
.

Hallo,

Die hiesigen Antworten der Mütter von ADS/ADHS-Kindern finde
ich in hohem Maße erschreckend!

Mmmhhh, ich habe nur eine gefunden (und ja, ich habe deinen zweiten Beitrag schon gelesen, da hat wohl jemand wieder freiwillig einen Rückzieher gemacht).

Die Diskussionen zu dem Thema gehen hier ja immer hoch her.

Diskussionen? Welche Diskussionen? Oder meinst du diesen Ausbund an einseitigen, mit excellenten Mobbingqualitäten ausgestatteten Beiträgen hier?

Aber bei solchen Antworten soll sich keiner der betroffenen
Eltern künftig beschweren, wenn hier Stimmen laut werden, dass
Eltern ihre Kinder mit Medikamenten nur ruhig stellen und in
Norm pressen wollen.

Wird sich wohl kaum einer noch trauen, seine Erfahrungen hier zu schildern. Anstelle dass man sich die Sorgen und Probleme von Betroffenen nur einfach einmal vorurteilslos anhört.

Das hat schon etwas Sektenhaftes: Hey, komm zu uns, die
anderen verstehen dich nicht. Nur bei uns bist du gut
aufgehoben. Spielt keine Rolle, was mit deinem Kind ist. Medis
sind supi.

Sektenhaftes! Mannomann. Sei doch froh, dass du keine Nöte hast und z.B. nicht auf Selbsthilfegruppen oder so etwas angewiesen bist.

Schade, wirklich schade, wenn man andere nicht zu Wort kommen lassen will.

Franz

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Hallo Ralf,
wollte gestern abend mal deinen Vorschlag ausprobieren, doch unser Kleiner hat sich geweigert das Zeug zu essen.
Trotzdem Danke
Toni

Kein vernünftiger Arzt wird Medis verschreiben wenn es nicht nötig ist. Die Kassen würden sich bedanken… Methylphenidat ist verdammt teuer! ABER man sollte die Medis nicht als Möglichkeit sehen das Kind endlich Ruhig zu kriegen. Kinder machen Mühe und brauchen Menschen die sich liebevoll und ausdauernd um sie kümmern. Die mit ihnen reden und spielen und an ihrem Leben teilnehmen. Medikamente sind nicht dafür da diese Aufgabe abzustellen! Und Kinder dürfen LAUT sein!

Die Wirkung der Medis ist etwas was sich die meisten nicht vorstellen können. Was es für Veränderungen bedeutet für den Menschen. Ich habe selber einige Zeit Medikinet genommen. -Es gibt verschiedene Sorten Medikamente für verschiedene Formen des ADHS und Menschen- Es ist wahnsinn an sich zu beobachten wie diese wirken! Du hast auf einmal die Möglichkeit ohne diese oft imense Anstrengung ZUZUHÖREN! Auf einmal zwickt es in den Händen und du kannst deine Arbeiten erledigen OHNE von allem abgelenkt zu werden und im Enteffekt mehr Chaos zu verbreiten als eigendlich geplant war. Man kann auf einmal Dinge die man vorher einfach nicht hin gekriegt hat obwohl man sich anstrengt sie hin zu kriegen. Unterricht, Vorlesungen sind ein Klaks. Kein Träumen! Im Kopf wird es leise. Du hast plötzlich Ruhe. Kein getrieben sein mehr. Das zu verstehen ist einfach schwer. Versteh ich.

Die Sache ist auch das viele Menschen im Umfeld sich über die Kids beschwehren und sich dann anmaßen über die Medi-Entscheidung zu Urteilen… Die Lehrerin meiner Tochter hat ganz groß dagegen gewettert. Irgendwann hat meine Süße die Tablette morgens vergessen. Da gabs dann einen Beschwerdeanruf der Rektorin (!). Denn DIESES Verhalten ginge ja gar nicht…

Nein, sicher nicht. Schon die Einschränkung

(mal vielleicht jetzt von MAMS Beitrag abgesehen)?

ist ja durchaus keine eindeutige Distanzierung. Dieser Beitrag
ist, wie der gelöschte, ein undistanziertes Pro Ritalin, auf
Teufel komm raus.

Ich habe neutral geantwortet und muss mich daher weder der einen noch der anderen Seite anschliessen oder von ihr distanzieren.
Mir scheint doch, Du interpretierst Gelesenes evtl. auch unbewusst nach Deinen Ansichten.
Das „vielleicht“ kam daher, weil das der einzige Beitrag ist in dem ich eine ziemlich eindeutige Befürwortung erkennen kann, ich aber auch MAMS erstmal nicht die Absicht unterstellen möchte, die Ansicht zu haben Ritalin sollte flächendeckend verteilt werden.

Ich kann zumindest nachvollziehen, dass es Eltern gibt, die am Rande ihrer Leistungsfähigkeit stehen sich in die Ecke gedrängt fühlen und mangels besseren Wissens erstmal denken so ein Medikament könnte das schon richten.
Dem ist nicht so, das muss man ganz deutlich sagen.

Es gehört hier allerdings viel mehr Aufklärung dazu und nicht jemanden abzubügeln, nur weil er das Medikament erwähnt.
Wer kein ADS/ADHS hat kann sich nur sehr viel schwerer vorstellen, was in einem solchen Kopf den Tag über vor sich geht, wie man sich dabei wirklich fühlt. Er kann sich auch nicht vorstellen, dass die Betroffenen Regeln, Rituale und Kontrollmechanismen in ihr Leben einbauen müssen, weils sonst im Chaos endet.

Wenn man mit seinem Kind nicht mehr zurecht kommt, ist es ganz wichtig sich Hilfe zu holen, sei es man berät sich mit dem Kinderarzt (nicht irgendwelcher Medikamente wegen, sondern weil er viele Kinder kennt und evtl weiß welche beratend tätige Stellen hilfreich sein könnten) oder man wendet sich direkt an eine (Kinder Jugend Eltern) Beratungsstelle.
Dort wird vielleicht festgestellt, dass die Eltern ihre Erziehungsmethoden reflektieren sollten, dass sie konsequenter sein müssten, dass sie mehr mit dem Kind unternehmen müssen, dass mehr positives Feedback kommen muss und weniger Tadel, das Kind bessere Hilfsmittel an die Hand braucht…etc pp.
(Zum Reflektieren aus der Distanz eignet sich zB ganz gut das Video-Home-Training:
http://www.spindeutschland.de/ )

Gerade bei ADHS Kindern ist dies das A und O wie Yvisa in ihrem Beitrag schon erwähnte.
Die Lehrer sollten bei Schulkindern auf jeden Fall mit in die Verhaltensmaßnahmen einbezogen werden. Das fällt ihnen oftmals noch schwer, weil die Lehrer meist gar nicht geschult sind mit ADHS Kindern im Unterricht umzugehen.

Medikamente sollten immer der allerletzte Ausweg sein, der erst hinzugezogen wird, wenn alle anderen Maßnahmen so nicht greifen, oder Maßnahmen nur dann ergriffen werden können.
Das sind nur ganz wenige Fälle, aber es gibt sie dennoch.
Das muss man aber doch erstmal wissen!

Ich sehe hier vor allem die Ärzte in der Verantwortung sorfältiger zu entscheiden, wann und ob eine medikamentöse Unterstützung zusätzlich zu anderen Maßnahmen überhaupt sinnvoll und damit zu rechtfertigen ist.

Viel schlimmer finde ich wenn verzweifelte Eltern ihren Kindern irgendeine Ursuppe zweifelhafter Herkunft einflößen (weils ja aus der Natur kommt), denn da kann man weder die möglichen Nebenwirkungen einschätzen, noch sind diese „Wundermittelchen“ in irgendeiner Weise überhaupt medizinisch erforscht mal von Langzeitschäden abgesehen, die nocht nichteinmal bei Methylphenidat vorliegen trotz jahrzehntelanger Erfahrungswerte.

Abgesehen davon taucht der Begriff der „Medis“, einer von zwei
Aspekten in meiner Antwort, in mehreren Beiträgen auf.

Dass Du gegen die Begriffsverniedlichung bist verstehe ich und bin vollkommen Deiner Meinung.
Man muss sich schon klar machen, dass man damit aktiv in die Signalverarbeitung des Gehirns eingreift.

Gruß
M.

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Einem 2,5 Jährigen Kind wird ein Arzt nur im Notfall Medis geben. Und ich sage Medis weil es eine gängige Bezeichnung unter ADSler ist.

Medikamente zu geben ist immer ein Abwägen. Aber gerade bei Methylphenidat kriegen viele Kreise in den Augen ohne wirklich zu wissen was dahinter steht. Wenn das Kind Diabetes hätte würde sich niemand darüber den Kopf machen das das Kind starke Medikamente braucht. Bei den Eltern von ADSLer wird immer unterstellt das sie einfach nur ihre Ruhe haben wollen.

Vergessen wird das meistens Therapie nur mit Medis möglich sind. Das Menschen die keine nehmen statistisch eher zu Drogen und Alkohol greifen - macht den Kopf schön ruhig… Das viele ihr Leben nicht in den Griff kriegen. In Schule, Beruf und im privaten Leben scheitern. Die Probleme ziehen sich durch das ganze Leben.

Viele Menschen brauchen nur eine gewisse Zeit medikamentös unterstützt werden.

Viele brauchen mit Unterstützung des Umfelds gar keine.

Aber BITTE akzeptiert doch das die meisten Eltern sich wirklich über das Für und Wider den Kopf zerbrechen und die Medis nicht wie „Smarties“ behandeln. Klar gibt es Eltern die so sind. Aber die wären auch ohne ADHS keine guten Eltern. Könnt ihr euch WIRKLICH vorstellen wieviel Leidensdruck für eine Familie entstehen kann? Und für ein Kind? Und wie erleichternd es ist wenn einfach mal vieles so läuft wie in anderen Familien.

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