Hallo.
Eine Freundin von mir hat einen Sohn der gerade ein Jahr alt geworden ist. Der Kleine hat eine abartige Macke.
Er kreischt in den höchsten und schrillsten Tönen, die ihr je gehört habt. Und das ganze in einer Lautstärke, die sich gewaschen hat!
Das ganze kann er laut Aussage seiner Mutter den ganzen Tag und, wenn’s sein muss auch im 30-Sekunden-Rhytmus.
Der Ton ist so durchdringend, daß man davon Ohrenschmerzen bekommt!
Die Nachbarn meiner Freundin haben ihr schon damit gedroht das Jugendamt einzuschalten, da dieses Kreischen für ein Kind nicht normal sei. Da pflichte ich denen bei, trau mich aber nicht wirklich ihr das zu sagen.
Die Ärmste ist sowieso schon völlig mit den Nerven runter.
Ich habe den Eindruck, daß der Kleine dieses Schreien nicht aus einem bestimmten Grund macht. Denn er macht es IMMER! Es ist kein bestimmter Zweck zu erkennen. Daß er Hunger hätte, Langeweile, die Windel voll, oder sonstwas. Er macht es einfach zu allen Gelegenheiten. Ob er gut oder schlecht drauf ist, ist egal.
Meine Freundin kümmert sich rührend um den Kleinen und hat ihn trotz weiterer Kinder immer in Vollbeschäftigung. Er kommt also auch nicht zu kurz und wird überall mit eingebunden. Ich habe auch nicht das Gefühl, daß sie eins der Kinder einem anderen bevorzugt. Woran kann das also liegen?
Habt ihr da eine Idee?
Gruß Anja
offenbar erreicht er damit etwas
Habt ihr da eine Idee?
Gruß Anja
deine freundin sollte sich von der kreischerei nicht ins bockhorn jagen lassen, sondern ihrem kind beibringen, daß es gerade dann seinen willen NICHT durchsetzen kann.
das kostet zwar jetzt nochmal extra nerven. aber es führt kein weg dran vorbei, wenn sie den mini-terroristen wieder einnorden will.
die besorgten nachbarn sind sicher gern bereit, das kind gelegentlich für ein paar stunden zu sich zu nehmen, um die mutter zu entlasten. jedenfalls würde, wenn ich deine freundin wäre, den nachbarn diesen vorschlag unterbreiten.
schöne grüße
ann
ist medizinisch alles abgeklärt? Gehör, Kehlkopf, Stimmbänder???
ist medizinisch alles abgeklärt? Gehör, Kehlkopf,
Stimmbänder???
Gute Frage. Muss ich mal nachfragen.
Sprechen tut er auf jeden Fall normal. Mama, Papa und Da geht schon.
Anja
Hallo,
was tut denn die Mutter wenn der kleine anfängt zu schreien? Beruhigt sie ihn, lenkt sie ihn mit irgendetwas ab, oder ignoriert sie das Schreien völlig? Ich gehe mal davon aus, sie versucht ihn zu beruhigen. Dann tritt genau das ein, was AnnJabusch geschrieben hat, er erreicht etwas, und zwar die Aufmerksamkeit der Mutter.
Wenn es dir möglich ist, schick doch die Mutter mal eine Stunde zum shoppen oder ins Kino oder was auch immer. Übernimm die Kinder in dieser Zeit. Wenn sie mit gestärkten Nerven zurückkommt, soll sie das Schreien ignorieren. Max. ein kurzer Satz: „Lass das ich mag das nicht.“ oder ähnlich und dann wie gesagt zur Tagesordnung übergehen und ignorieren. Das kostet ziemlich viel Nerven, lohnt sich aber auf lange Sicht. Irgendwann kapiert der Knirps dass Schreien nichts bringt.
Gruß
Katl
Hi
Habt ihr da eine Idee?
(Nachdem sämtliche medizinische Ursachen ausgeschlossen sind, vielleicht ist er ja taub und/oder geistig behindert). Wenn das Kreischen lediglich Trotz ist.
Ja! Sie funktioniert auch.
Das kreischende Kind in sein Zimmer tragen- Tür zu. Im Wohnzimmer laute Rockmusik anhören und etwas putzen, das beruhigt. Ignorieren.
Wenn er aufgehört hat, Kind wieder herausholen, sich normal mit ihm beschäftigen, wenn er wieder schreit die Anwendung öfters wiederholen.
Gruß
S
Hallo?
Hallo Siân,
du hast aber gelesen, dass das Kind grad ein Jahr alt ist?
Mit Grüßen
Simone
Hi Simone
Dann ergänze mein Posting- „in sein Zimmer in einen kindersicheren Laufstall.“
Gruß
S
Hallo,
Dann ergänze mein Posting- „in sein Zimmer in einen
kindersicheren Laufstall.“
Lieber nicht.
Der von dir gemachte „Tip“ ist grausam und unmenschlich und würde ich als Kindesmisshandlung bezeichnen.
Keine verantwortungsvolle Mutter hält das aus. Geschweige, dass sie eine derartige „Anwendung öfters wiederholt“.
Ich gehe jetzt mal davon aus, bzw. hoffe, dass du keine Kinder hast.
Gruß
Simone
Hallo Simone,
mag auf den ersten Blick brutal sein, kann aber nach einmaliger Wiederholung direkt Wirkung zeigen und dann hat sich das Thema ganz schnell schmerzfrei für alle erledigt.
Auch in dem Alter haben Kinder ein Gefühl für Ihr Zimmer, das sie kennen ggf ist im Laufstall ein lieblings Stofftier und kann auch beim Kind für Ablenkung sorgen.
Kann mich an einen Fall erinnern, wo mich der Nachbarsjunge meines Vaters versucht hat zu treten (da war der ca. 5) Der Junge hat bis dato nie Grenzen gesetzt bekommen - nun ja, ein Versuch - Erklärung das man das nicht macht - zweiter Versuch - energischere Erklärung mit Androhung von Konsequenzen - beim dritten Versuch das Standbein des Jungen weg gefegt, so dass sich Kind auf den Hosenboden setze - Kind feste hoch genommen und ihm klar gemacht, dass ich stärker bin und mir das von einem Kind nicht bieten lasse…alle Umstehenden auch super Erzieher und Pädagogen waren über die angebliche Brutalität total erschrocken - für den Rest des Tages hatte ich nen dicken Freund der sogar seine Schokokrümel auf dem Brot mit mir geteilt hatte und keine weiteren Tritt und Hauversuche. Ich glaube, dass wir auch beim nächsten Kontakt keine Probleme mehr haben werden.
um auf das kreischende Kind zurück zu kommen - ein kurzes Distanzieren kann Wunder wirken - Sian hat ja nicht geschrieben, dass die Mutter das Kind den ganzen Tag wegsperren soll…denke mal, dass wir uns da einig sind, dass sich das da nur um einen sehr kurzen Zeitraum handelt.
Liebe Alexandra
Danke!
@Sian hat ja nicht geschrieben, dass die Mutter das Kind den ganzen Tag wegsperren soll…denke mal, dass wir uns da einig sind, dass sich das da nur um einen sehr kurzen Zeitraum handelt.
Es ist meiner Meinung (!) nach viel besser wenn eine total überforderte Person das Kind kurz webgringt. Beide können sich dann erstmal beruhigen…
Besser so eine kurze Auszeit- als das Kind zu schütteln oder zu schlagen, das passiert tatsächlich in der Realität wenn eine Person völlig überfordert ist.
Wenn die Person mit Nerven wie Drahtseilen gesegnet ist, und keine Auszeit bedarf, und das Kreischen stoisch erträgt, um so besser.
Gruß
S
Hallo.
so dass sich Kind auf den Hosenboden setze
- Kind feste hoch genommen und ihm klar gemacht, dass ich stärker bin :- für den Rest des Tages hatte ich nen
dicken Freund der sogar seine Schokokrümel auf dem Brot mit
mir geteilt hatte und keine weiteren Tritt und Hauversuche.
Toll, ganz toll.
Was hätteste denn gemacht, wenn der Zwerg doch noch aufgemuckt hätte? Ohrfeige, Klaps auf den Hintern,… ?
um auf das kreischende Kind zurück zu kommen - ein kurzes
Distanzieren kann Wunder wirken -
Ja. Aber nicht, wie von euch empfohlen!
Sian hat ja nicht
geschrieben, dass die Mutter das Kind den ganzen Tag
wegsperren soll…denke mal, dass wir uns da einig sind, dass
sich das da nur um einen sehr kurzen Zeitraum handelt.
Was ist denn „sehr kurz“ für nen 1jährigen?
Und dann noch die Mucke voll aufdrehen und nebenbei die Fenster putzen?
Ich glaub, ich bin im falschen Film.
Aber kann ja nichts passieren, der Kleine brüllt ja sicher weggesperrt im Laufstall.
Simone, ab jetzt raus aus der Diskussion
Hallo Simone.
Mit Schrecken habe auch ich verfolgt, was hier empfohlen wird.
Wie kann man einem Kind das Standbein wegziehen???
Ich bin entsetzt! Was, wenn das Kind auf den Kopf fällt?!
Ebenso der Tip, den ärmsten in einen Laufstall in seinem Zimmer zu sperren und die Musik aufzudrehen.
Welche Mutter kann mit dem Wissen, daß das Kind dann immernoch schreit, abschalten. Zumal meine Freundin ja auch noch mehr Kinder hat. Wie die die Laute Musik empfinden, …
Alles was mit körperlicher oder psychischer Grausamkeit in der Erziehung zu tun hat ist völlig inakzeptabel und jenseits guten Anstands!
Daß man derartige Dinge überhaupt empfiehlt, zeigt, daß manche immernoch in der Steinzeit leben!
Sternchen für dich!
Anja
ich kenne das!
Hallo Anja,
ich habe Zwillinge im Alter von 3 Jahren, die können das auch wunderbar! Es hat bei mir schon mehrfach zu einem Tinnitus geführt, der aber bisher (Gott sei Dank) immer nach einiger Zeit verschwunden ist. Im Bekanntenkreis ist es so, dass es normalerweise nur Mädchen machen, Jungen eher selten.
Zum einen finden die Kleinen es toll, die eigene Stimme so laut zu hören. Zum anderen machen sie es natürlich auch, um Aufmerksamkeit zu erregen.
Das Prob ist, dass der Kleine zu jung ist, als dass man ihm auf normale Weise zu verstehen geben könnte, dass er es lassen soll.
Probiert mal folgendes:
sobald er anfängt, alleine lassen. ALLE verlassen das Zimmer und gehen erst wieder rein, wenn er aufhört. Er muß lernen, dass dieses Verhalten unerwünscht ist.
Liebe Grüsse,
Wassernixe
Hi
um auf das kreischende Kind zurück zu kommen - ein kurzes
Distanzieren kann Wunder wirken -
Ja. Aber nicht, wie von euch empfohlen!
Was würdest Du denn empfehlen?
Simone, ab jetzt raus aus der Diskussion
Schade. Mich hätte nämlich Dein Lösungsvorschlag für das Problem der Ausgangsposterin interessiert.
Gruß
Edith
Hallo Simone,
Lieber nicht.
Der von dir gemachte „Tip“ ist grausam und unmenschlich und
würde ich als Kindesmisshandlung bezeichnen.
bitte nicht direkt auf mir rumtrampeln, aber ich verstehe nicht so ganz was daran grausam sein soll ein 1jähriges Kind für einen SEHR KURZEN Zeitraum in sein Zimmer ins Bettchen oder in den Laufstall zu setzen?
Oder verbindest du mit der Grausamkeit eher das gleichzeitige laute Musik hören der Mutter?
Gruß
Phoebe
Hallo Simone,
bis mein Sohn ein Jahr alt war, habe ich ihm so ziemlich alles durchgehen lassen. Habe mit ihm geredet, wurde nie laut, versuchte nett konsequent zu sein - nein war nein, das war klar. Aber wenn er knatschte bin ich halt darauf eingegangen, habe versucht alles zu machen, damit er nicht mehr knatscht.
Endergebnis: In der Zeit wo er etwa ein Jahr alt wurde, hatte ich einen süßen kleinen Tyrannen hier. Er fing schon an zu schreien, als ich mich überhaupt wagte von meinem Stuhl aufzustehen und mich woanders hinzusetzen. Er stand neben mir und kreischte mir die Ohren weg bis ich reagierte und nach seinem Willen handelte.
Da war meine Nervengrenze erreicht. Nach einigen Gesprächen mit Kinderarzt, meinen Eltern (ich hatte hier auch gepostet glaube ich) fing ich an, das Geschreie zu ignorieren. Wurde er zu penetrant, gab ich ihm und mir eine Auszeit. Er wurde in den Flur gesetzt. Zwar mit Augenkontakt zu mir, aber er durfte dort nicht weg bis er sich beruhigte. Das dauerte dann drei- bis viermal eine Weile. Bis er verstanden hat, wenn er so derart knatscht, tu ich mir das nicht mehr an. Wenn er sich schnell beruhigt, kann er schnell wiederkommen. Das kostete mich 4 Monate Nerven, auch mein Sohn hat in der Zeit oft geweint - nicht weil ihm was weh tat, sondern weil es ihm nicht gefiel, dass ich gerade nicht auf ihn einging, sondern meinen Willen durchsetzte.
Inzwischen klappt das Miteinander wieder gut. Bei meinen Eltern versucht er es die ersten zwei Tage nochmal, mich derart einzuschränken (klar, nicht bewusst von ihm, aber wenn ich nicht mal aufstehen darf, IST das eingeschränkt). Sie haben einen kleinen „Herrenklo“ - komplett gefliest, da schallt es leicht drin. Dort wurde er reingestellt, wenn er wütend war. Er weiß, wenn er sich beruhigt und abreagiert hat, darf er da wieder raus. Nach zwei-dreimal reichte es zu sagen, dass er ins Klöchen kommt, wenn er sich nicht langsam wieder beruhigt, und man kann wieder mit ihm spielen.
Es ist mir bewusst, dass er noch ein Kind ist - und klein. Aber auch Kinder müssen lernen, dass nicht alles auf Knatschton funktioniert. Nicht bei jedem Kind wirkt ein strenger oder trauriger Blick, oder ein strenges Wort. Manchmal wirkt eine Auszeit für beide Parteien einfach schneller und besser, als ein ewiges auf-ihn-einreden. Ein Kind in dem Alter kann mit Diskussionen noch nix anfangen. Man sollte zwar mit ihm reden, wenn man etwas macht, damit er die Zusammenhänge lernt, aber eine Disukssion kann man mit ihm nicht anfangen. Da helfen eher Taten. Auch wenn sie damit enden, dass eine Auszeit nötig ist.
Ich höre immer wieder von Müttern, deren Kinder etwa ein Jahr alt sind, die sich extrem eingeschränkt und kontrolliert fühlen durch ihre Kinder. Es hilft manchmal einfach nur noch der Cut der Situation. Daher empfehle ich es den Müttern, wenn sie nervlich so am Ende sind wie ich es war. Ich habe Abends geheult, weil ich am Ende war, weil der Tag so nervenaufreibend war und ich das Gefühl hatte, meinem Kind nicht gerecht zu werden.
Man sollte eben nicht alles machen, was das Kind will - es weiß NICHT immer, was das beste für es ist. Mama-sein heißt nicht unbedingt immer alles zu ignorieren und zu übergehen. Erziehung kann auch mal unangenehm für beide Parteien sein. KANN!
Ich habe momentan auch Tage, wo er genervt von mir ist und ich von ihm (da ich alleinerziehend ist, dürfte das öfter der Fall sein als bei „normalen“ Familien, da wir uns keine Auszeiten gönnen können, bzw eher selten - und DIE tun uns gut), aber im Großen und Ganzen weiß er nun wieder, dass ICH hier das Sagen habe. Damals hatte er es und das kann nicht sein. Es muss nicht unbedingt ein Machtgefälle entstehen, aber rein Rudelpositionsmäßig bin ich über ihm - und das sollte auch so sein.
lg, Dany
Hallo Simone,
Lieber nicht.
Der von dir gemachte „Tip“ ist grausam und unmenschlich und
würde ich als Kindesmisshandlung bezeichnen.bitte nicht direkt auf mir rumtrampeln, aber ich verstehe
nicht so ganz was daran grausam sein soll ein 1jähriges Kind
für einen SEHR KURZEN Zeitraum in sein Zimmer ins Bettchen
oder in den Laufstall zu setzen?
huhu,
nur kurz ;o)
Bettchen würde ich wenn möglich nicht mit einbeziehen. Das sollte ein Ruhepunkt sein zum Schlafen - und NUR dafür.
lg, Dany
sobald er anfängt, alleine lassen. ALLE verlassen das Zimmer
und gehen erst wieder rein, wenn er aufhört. Er muß lernen,
dass dieses Verhalten unerwünscht ist.
huhu NIxe,
ja, das unterstütze ich:
Jedoch:
alles kindgemäß gesichert haben! (oder Kind in Laufstall)
Man sollte mit dem Kind reden, damit es die Zusammenhänge erkennt:
„Wenn du ruhig bist (ruhig betonen) kommen wir wieder rein!“ nicht ständig, aber ab und zu immer mal wieder, damit er merkt, dass ihr noch da seid.
Dann: gerade am Anfang: auch bei der kleinsten Schreipause rein und loben loben loben. Fängt er wieder an - rumdrehen wieder raus gehen.
Es dauert ein wenig, bis das verknüpft wird!
lg, Dany
alles kindgemäß gesichert haben! (oder Kind in Laufstall)
Man sollte mit dem Kind reden, damit es die Zusammenhänge
erkennt:
„Wenn du ruhig bist (ruhig betonen) kommen wir wieder rein!“
nicht ständig, aber ab und zu immer mal wieder, damit er
merkt, dass ihr noch da seid.Dann: gerade am Anfang: auch bei der kleinsten Schreipause
rein und loben loben loben. Fängt er wieder an - rumdrehen
wieder raus gehen.Es dauert ein wenig, bis das verknüpft wird!
Yep, Danke für die Ausführungen, ich stimme Dir voll und ganz zu. Hab diese Dinge einfach vorausgesetzt… war ein langer Tag heute!
Schönen Feierabend @all und liebe Grüsse,
Wassernixe