Abendmahlsteilnahme/Kirchenaustritt

Hallo liebe wwwler,

aus gegebenem Anlass tauchte gestern die Frage auf:
Wie steht die (evangelische) Kirche dazu, wenn man aus selbiger nach dem Studium ausgetreten ist und nach zig Jahren Kirchenabstinenz in einem Gottesdienst am Abendmahl teilnimmt? (Konfirmation mit 14 Jahren hat stattgefunden!)

Vorstellen kann ich mir, daß z. B. gesagt wird, daß die Kirchen für alle „offen“ sind, auch die Gottesdienstteilnahme und schließlich wird ja „eh nicht kontrolliert“. Aber darum geht es mir gar nicht. Ich hätte gerne eine ehrliche Antwort von jemandem, der vielleicht irgendwie aktiv bei der evangelischen Kirche ist und der dazu seine Meinung sagt.

Vielen Dank im voraus,
Christiane

Denke die Frage ist nicht wie die Kirche dazu steht, Du gabst die Antwort ja selber, sondern wie DU dazu stehst. Wieso willst du daran teilnehmen? Glaubst Du an Jesus Christus, aber möchtest aus irgend einem guten Grund nicht mehr (dieser) Kirche angehören?
Andere Beweggründe könnte ich mirr nicht vorstellen

Hallo,

Denke die Frage ist nicht wie die Kirche dazu steht, Du gabst
die Antwort ja selber, sondern wie DU dazu stehst. Wieso
willst du daran teilnehmen?

Die Teilnahme ist bereits geschehen, ist also nicht mehr rückgängig zu machen. In der Kirche war ich aus einem eher traurigem Anlaß (Totensonntag) und auch deswegen, um meine Familie „nicht alleine zu lassen“. Klar, ich hätte demonstrativ sitzen bleiben können und die Teilnahme am Abendmahl ablehnen können. Vielleicht war’s ein eher unbewußter Gruppenzwang? Die Gedanken, die in meinem ersten Posting stehen kamen erst hinterher. Ich könnte z.B. gut verstehen, wenn sich jemand über die Teilnahme trotz Kirchenaustritts aufregt, aber ich weiß ja nicht mal wie „man“ darüber denkt. Deswegen auch hier mein Posting.

Glaubst Du an Jesus Christus, aber

Hmm, schwierig… Hättest Du gefragt „glaubst Du an Gott?“, hätte ich die Frage sofort positiv beantworten können, denn jeder definiert wohl Gott auf seine eigene Art und Weise. Was meinst Du mit „glaubst Du an Jesus Christus“? Was ich glaube ist, daß es mal einen guten Menschen mit Namen Jesus Christus gegeben hat, aber ich vermute hinter Deiner Frage steckt wesentlich mehr. Meine Unwissenheit ist übrigens echt und in keiner Weise eine Art von Veräppelung (dies nur vorsichtshalber, weil es hier ja schon allerhand heiße Diskussionen gab).

möchtest aus irgend einem guten Grund nicht mehr (dieser)
Kirche angehören?

Der Grund für meinen Austritt war die Ansicht, daß die Abgabe einer Steuer und mein Glaube nichts miteinander zu tun haben. Und bevor andere Einwände kommen, ja, ich verdiene (relativ) wenig, unterstütze aber nichtsdestotrotz soziale Einrichtungen, die aber nichts mit der Kirche zu tun haben.

Andere Beweggründe könnte ich mirr nicht vorstellen

Was ist denn Deine persönliche Meinung? Findest Du es absurd, nicht richtig o.ä. wenn ich trotz Kirchenaustritt an einem Abendmahl teilnehme? Oder welche Voraussetzungen müßte ich zumindest für die Teilnahme erfüllen? Ich könnte noch dümmer fragen und Dich bitten mir netterweise zu erklären, wofür in Deinen Augen genau die Teilnahme an so einem Abendmahl steht. Würde mich wirklich über eine Antwort freuen, um vielleicht ein bißchen mehr Hintergrund zu erfahren. Sorry über meine Unwissenheit.

Gruß,
Christiane

Hallo Christiane,
beim Abendmahl werden normalerweise die Einleitungsworte gelesen, an denen du dich orientieren kannst, ob du daran teilnehmen kannst (1.Korinter 11: 26 Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 27 Wer nun unwürdig von dem Brot isst oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn. 28 Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke aus diesem Kelch).
Es ist also nicht eine Sache der Kirchenzugehörigkeit, sondern der Überzeugung im Glauben und anhandf deiner Mail würde ich dir eine Teilnahme nicht empfehlen
Gruß
MArkus

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Hallo Christiane,

Die Teilnahme ist bereits geschehen, ist also nicht mehr
rückgängig zu machen.

dass Du Dir dennoch Gedanken darüber machst, ehrt Dich.

Glaubst Du an Jesus Christus, aber

Hmm, schwierig… Hättest Du gefragt „glaubst Du an Gott?“,
hätte ich die Frage sofort positiv beantworten können, denn
jeder definiert wohl Gott auf seine eigene Art und Weise. Was
meinst Du mit „glaubst Du an Jesus Christus“? Was ich glaube
ist, daß es mal einen guten Menschen mit Namen Jesus Christus
gegeben hat, aber ich vermute hinter Deiner Frage steckt
wesentlich mehr.

Wäre Jesus „nur“ ein guter Mensch gewesen, hätte das Abendmahl keine Bedeutung.

„Und er (Jesus) nahm das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.“ (Luk.22,19)

Im Klartext heißt das, dass jene, die am Mahl teilnehmen, bekennen, dass Jesus für sie gestorben ist.

Gruss Harald

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Hallo Christiane.
Die evangelische Kirche hält sich da nicht so an Formalitäten fest. Wenn (!) du es für dich wichtig findest, am Abendmahl teilzunehmen, dann darfst du das. Dass du damit einen gewissen Glaubensakt vollziehst, haben andere hier schon geschrieben.
Wie du damit für dich umgehst, d.h. ob du nun ein schlechtes Gewissen hast, ist deine Sache. Offenbar hat dich dieser Anlass, auch wenn es ein trauriger war, dazu angeregt, darüber nachzudenken. Das finde ich auf jeden Fall positiv.
Es sei dir gegönnt.

Viele Grüße
T

Hallo,
die evangelischen Kirchen sind sich in ihrem Abendmahlsverständnis durchaus uneins. Als Sakrileg im engeren Sinne wird es keiner empfinden, daß Du am Abendmahl teilgenommen hast, denn als getaufte Christin (ich habe hier schon mehrfach erläutert, daß wer getauft ist auch immer Christ bleibt aus der Perspektive der Kirche) gehörst Du prinzipiell zur Abendmahlsgemeinschaft.
Die entscheidende Frage wäre nun, ob Du „ungläubig“ zum Abendmahl gegangen bist (weiter unten ist erläutert worden, daß das Abendmahl tatsächlich ohne Bekenntnis zu Jesus Christus nicht denbkbar ist). In der reformierten Kirche wäre es eine Störung der Abenmahlsgemeinschaft. In der lutherischen dagegen „ißt sich der Ungläubige zum Gericht“. D.h., daß man grundsätzlich nicht davon ausgeht, das es richtig ist, als Ungläubiger zum Abendmahl zu gehen, sich aber insofern in die Gemeinschaft der Gläubigen begibt, als man damit sich in das Gericht Gottes begibt. Wie das nun ausfällt, bleibt dann Gott überlassen, kein Mensch, auch die Kirche, weiß, wie er denn nun zum Abendmahl steht.
Als jemand, der durchaus auch in der Praxis steht, habe ich kein Problem mit Deinem Gang zum Abendmahl, da Deine Begründung weiter unten lautet, daß Du es aus traurigem Anlaß als Begleitung für Deine Familie gemacht hast. Seelsorge hat aber immer den Vorrang vor Dogmatik (auch wenn das nicht zur Beliebigkeit führen dürfte). Insofern hätte ich auch keine Probleme damit gehabt, mit Dir das Abendmahl zu feiern, wenn Du vorher die Sachlage geschildert hättest. Es wäre mir aber wichtig gewesen, daß Dir bewußt ist, worum es beim Abendmahl geht und welche hohe Bedeutung es für einen gläubigen Christen hat.
Grüße,
Taju

Hallo Harald,

ich freu mich sehr über die Antworten, die gestern noch dazugekommen sind.

dass Du Dir dennoch Gedanken darüber machst, ehrt Dich.

Nun ja, ich mach mir darüber Gedanken, aber nicht unbedingt aus einem schlechten Gewissen heraus, sondern einfach weil es mich beschäftigt und ich nach jahrelanger Gottesdienstabstinenz mal wieder gesehen habe wie wenig ich über meine eigene Religion (bzw. die meines Kulturkreises) Bescheid weiß.

Wäre Jesus „nur“ ein guter Mensch gewesen, hätte das Abendmahl
keine Bedeutung.

Ich hatte schon befürchtet, daß da es da Hintergründe gibt, die mir peinlicherweise total unbekannt sind.

„Und er (Jesus) nahm das Brot, dankte und brach’s und gab’s
ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben
wird; das tut zu meinem Gedächtnis.“ (Luk.22,19)
Im Klartext heißt das, dass jene, die am Mahl teilnehmen,
bekennen, dass Jesus für sie gestorben ist.

So, jetzt versteh ich wenigstens schon ein bißchen etwas. Ich danke Dir für die Erläuterung. Wahrscheinlich kann sich jemand, der so selbstverständlich mit Kirche und Glauben aufgewachsen ist, gar nicht vorstellen, wie wenig jemand weiß, der eben ein bißchen außen vor steht. Damit Du es richtig verstehst, ich weiß so wenig, daß ich eben nicht mal in der Lage bin Fragen dazu zu stellen:wink: Dies war z.B. der ersten Posterin, die mir geantwortet hatte gar nicht bewußt.

Wenn Du Lust hast, könntest Du noch ein bißchen mehr zu oben schreiben? (Im Klartext heißt das, dass jene, die am Mahl teilnehmen,

bekennen, dass Jesus für sie gestorben ist.)

Viele Grüße,
Christiane

Hallo Markus,

danke auch Dir für die Erläuterung!

beim Abendmahl werden normalerweise die Einleitungsworte
gelesen, an denen du dich orientieren kannst, ob du daran
teilnehmen kannst (

Ich muß gestehen, daß ich mich in keinster Weise auf die Worte konzentriert habe, sondern eher darauf was die anderen machen, um ja nichts „falsch“ zu machen:wink:

Es ist also nicht eine Sache der Kirchenzugehörigkeit, sondern
der Überzeugung im Glauben

Alles klar, dies ist auch der Grund, weshalb ich mich nun wenigstens im nachhinein ein bißchen informieren möchte.

Viele Grüße,
Christiane

Hallo Tritonus,

Die evangelische Kirche hält sich da nicht so an Formalitäten
fest. Wenn (!) du es für dich wichtig findest, am Abendmahl
teilzunehmen, dann darfst du das.

Vom Gefühl her hatte ich einen ähnlichen Eindruck und auch schon deswegen kein schlechtes Gewissen. Wichtig ist mir eher, nicht die Gefühle anderer zu verletzen, die sich durch meine Unwissenheit vielleicht vor den Kopf gestoßen fühlen. Schon deswegen versuch in nun auf diesem Weg ein bißchen Information für mich einzuholen. Aber ich muß da mit „meiner normalen Sprache“ anfangen und mir ist momentan nicht sehr damit geholfen „mal kurz in der Bibel nachzulesen“, denn obwohl ich mich sehr viel in meinem Leben mit Sprachen beschäftigt habe, habe ich tatsächlich Verständnisprobleme mit dem nicht gewohntem Bibellesen.

Davon abgesehen hab ich ja sogar das Wort „Christ“ in meinem eigenen Namen drinnen und schon von daher kann ich ja mal langsam anfangen mich damit zu beschäftigen:wink:

Viele Grüße,
Christiane

Hallo Taju,

vielen Dank für die lange Erläuterung, hab mich sehr gefreut darüber!

die evangelischen Kirchen sind sich in ihrem
Abendmahlsverständnis durchaus uneins. Als Sakrileg im engeren
Sinne wird es keiner empfinden, daß Du am Abendmahl
teilgenommen hast, denn als getaufte Christin (ich habe hier
schon mehrfach erläutert, daß wer getauft ist auch immer
Christ bleibt aus der Perspektive der Kirche) gehörst Du
prinzipiell zur Abendmahlsgemeinschaft.

Dies war mir z.B. neu bzw. ich war mir nicht sicher, was mein früherer Kirchenaustritt für Konsequenzen hat bzgl. meiner Zugehörigkeit.

Die entscheidende Frage wäre nun, ob Du „ungläubig“ zum
Abendmahl gegangen bist

Also, da ich von diesem Bekenntnis zu Jesu überhaupt nichts wußte, bin ich nun tatsächlich „ungläubig“ hingegangen. Die Frage nach Gläubigkeit hätte ich vorher (und habe ich wie man in meinem ersten Antwortposting sieht) immer im Zusammenhang mit Gottesgläubigkeit gesehen.

In der reformierten Kirche wäre
es eine Störung der Abenmahlsgemeinschaft. In der lutherischen
dagegen „ißt sich der Ungläubige zum Gericht“. D.h., daß man
grundsätzlich nicht davon ausgeht, das es richtig ist, als
Ungläubiger zum Abendmahl zu gehen, sich aber insofern in die
Gemeinschaft der Gläubigen begibt, als man damit sich in das
Gericht Gottes begibt. Wie das nun ausfällt, bleibt dann Gott
überlassen, kein Mensch, auch die Kirche, weiß, wie er denn
nun zum Abendmahl steht.

Könntest Du mir nur mal kurz erläutern was man unter reformierter Kirche versteht und was unter lutherischer?

Als jemand, der durchaus auch in der Praxis steht, habe ich
kein Problem mit Deinem Gang zum Abendmahl, da Deine
Begründung weiter unten lautet, daß Du es aus traurigem Anlaß
als Begleitung für Deine Familie gemacht hast.

Nicht nur für meine Familie, sondern ehrlich gesagt auch ein bißchen für mich selbst. Meine Familie hatte ein Schreiben vom Pfarramt bekommen, wo sie zu dem Gottesdienst eingeladen wurde, wo dann die Namen der im letzten Kirchenjahr(?) Verstorbenen vorgelesen wurden und jeweils eine Kerze angezündet wurde. (Wird das eigentlich immer so gemacht an diesem Tag, in jeder Kirche?) Es war mir wichtig und ehrlich gesagt sehe ich auch keine andere Möglichkeit außerhalb der Kirche z. B. der Toten zu gedenken (warum auch außerhalb?). Natürlich ist es nicht in Ordnung, daß man lediglich bei Anlässen wie Tod, Hochzeit, evtl. noch Weihnachten sich auf die Suche nach seinen Wurzeln macht, vermutlich eine Erscheinung der heutigen Zeit, aber ich nehme mich ja in keinster Weise davon aus und entschuldige dies auch nicht mit irgendwelchen Banalitäten. Eigentlich beneide ich Menschen mit einem gefestigten Glauben, da ich annehme, daß sie z. B. mit dem Tod durch ihren Glauben und den damit verbundenen Traditionen vermutlich besser damit umgehen können.

Es wäre mir aber
wichtig gewesen, daß Dir bewußt ist, worum es beim Abendmahl
geht und welche hohe Bedeutung es für einen gläubigen Christen
hat.

Hast Du dazu noch einen Tip, wo ich mehr darüber nachlesen könnte? Möglichst irgendetwas recht anspruchslos geschriebenes, da ich hier wirklich von 0 anfangen muß:wink:

Viele Grüße,
Christiane

Hallo Christiane,

Als jemand, der durchaus auch in der Praxis steht, habe ich
kein Problem mit Deinem Gang zum Abendmahl, da Deine
Begründung weiter unten lautet, daß Du es aus traurigem Anlaß
als Begleitung für Deine Familie gemacht hast.

Nicht nur für meine Familie, sondern ehrlich gesagt auch ein
bißchen für mich selbst.

Meine Familie hatte ein Schreiben vom Pfarramt
bekommen, wo sie zu dem Gottesdienst eingeladen wurde,

sehr aufmerksam

wo dann die Namen der im letzten Kirchenjahr(?)
Verstorbenen vorgelesen wurden und jeweils eine Kerze
angezündet wurde. (Wird das eigentlich immer so gemacht an
diesem Tag, in jeder Kirche?)

Das Verlesen ja (soweit ich jedenfalls weiss), die Ausgestaltung (Kerzen etc.) ist von Gemeinde zui Gemeinde, von Landstrich zu Landstrich unterschiedlich

Es war mir wichtig und ehrlich
gesagt sehe ich auch keine andere Möglichkeit außerhalb der
Kirche z. B. der Toten zu gedenken (warum auch außerhalb?).

Wenn ich an die vielen Kreuze an den Strassenrändern denke, die teilweise jahrelang gepflegt werden …

Natürlich ist es nicht in Ordnung, daß man lediglich bei
Anlässen wie Tod, Hochzeit, evtl. noch Weihnachten sich auf
die Suche nach seinen Wurzeln macht,

dies sind halt Lebenswendepunkte, die zu so etwas einladen.

vermutlich eine Erscheinung der heutigen Zeit,

ja, früher war es halt so
Bei uns im Dorf ist es durchaus Thema, wenn Familien mit kirchlichen Begräbnis eines Angehörigen nicht zur Abkündigung (am So nach der Trauerfeier und an Totensonntag) kommen (=sozialer Druck).

aber ich nehme mich ja in
Eigentlich beneide ich Menschen mit einem gefestigten Glauben,

und uneigentlich findest Du sie altmodisch/ zurückgeblieben/ unterbelichtet ?

da ich annehme, daß sie z. B. mit dem Tod durch ihren Glauben
und den damit verbundenen Traditionen vermutlich besser damit
umgehen können.

Antwort Radio Eriwan: im Prinzip ja

Es wäre mir aber
wichtig gewesen, daß Dir bewußt ist, worum es beim Abendmahl
geht und welche hohe Bedeutung es für einen gläubigen Christen
hat.

Hast Du dazu noch einen Tip, wo ich mehr darüber nachlesen
könnte?

Es gibt in vielen Kirchgemeinden Glaubens-/Taufkurse. Einfach mal beim Pfarrer nachfragen. Sag ihm das, was Du hier auch geschrieben hast: dass es dir um die Grundlagen des Glaubens (dazu gehört das Abendmahl) geht. Da sitzen i.d.R. 5-8 Erwachsene Menschen, die entweder wie Du ihr Wissen auffrischen wollen bzw. aus irgendwelchen Gründen (z.B Heirat) getauft werden wollen und der Pfarrer erzählt was. Dadurch dass alle schon Lebenserfahrung haben, kan ein Gedankenaustuasch stattfinden, der mehr bringt als das Lesen eines Internettextes.

Möglichst irgendetwas recht anspruchslos
geschriebenes, da ich hier wirklich von 0 anfangen muß:wink:

??? Wie konntest Du dann konfirmiert werden ?

Tschuess Marco.

Hallo Markus,

beim Abendmahl werden normalerweise die Einleitungsworte
gelesen, an denen du dich orientieren kannst, ob du daran
teilnehmen kannst (1.Korinter 11: 26 Denn sooft ihr von
diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den
Tod des Herrn, bis er kommt. 27 Wer nun unwürdig von dem Brot
isst oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig
sein am Leib und Blut des Herrn. 28 Der Mensch prüfe aber sich
selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke aus diesem
Kelch).

In welcher Kirche werden diese Worte als Einsetzungsworte verwendet? Ich kenne (v.a.) aus der sächs. lutherischen-ev. Kirche die Worte, die auch Harald zitiert hat.

Es ist also nicht eine Sache der Kirchenzugehörigkeit,

richtig

sondern der Überzeugung im Glauben

ich würde eher formulieren: Glaube an die Vergebung der Sünden durch Jesus Christus

und anhand deiner Mail würde ich dir eine Teilnahme nicht empfehlen

Sehe ich nicht so. christiane hat sich zwar unbewusst dafür entschieden, aber es war ihr wichtig. Da sie konfirmiert ist, kann die Entscheidung unbewusst dieses Einverständnis enthalten.

Tschuess Marco.

Hallo Christiane,

Könntest Du mir nur mal kurz erläutern was man unter
reformierter Kirche versteht und was unter lutherischer?

Ich empfehle Dir http://www.unsere-kirche.de/artikel/11/artikel_3/

Nicht nur für meine Familie, sondern ehrlich gesagt auch ein
bißchen für mich selbst. Meine Familie hatte ein Schreiben vom
Pfarramt bekommen, wo sie zu dem Gottesdienst eingeladen
wurde, wo dann die Namen der im letzten Kirchenjahr(?)
Verstorbenen vorgelesen wurden und jeweils eine Kerze
angezündet wurde. (Wird das eigentlich immer so gemacht an
diesem Tag, in jeder Kirche?) Es war mir wichtig und ehrlich
gesagt sehe ich auch keine andere Möglichkeit außerhalb der
Kirche z. B. der Toten zu gedenken (warum auch außerhalb?).
Natürlich ist es nicht in Ordnung, daß man lediglich bei
Anlässen wie Tod, Hochzeit, evtl. noch Weihnachten sich auf
die Suche nach seinen Wurzeln macht, vermutlich eine
Erscheinung der heutigen Zeit, aber ich nehme mich ja in
keinster Weise davon aus und entschuldige dies auch nicht mit
irgendwelchen Banalitäten. Eigentlich beneide ich Menschen mit
einem gefestigten Glauben, da ich annehme, daß sie z. B. mit
dem Tod durch ihren Glauben und den damit verbundenen
Traditionen vermutlich besser damit umgehen können.

Gerade solche Situationen sind diejenigen, in denen viele, auch kirchenfremde, kirchliche Traditionen zu schätzen wissen. Oft hat es schlicht etwas damit zu tun, daß solche Traditionen helfen können, wie man rein äußerlich mit extremen Lebenssituationen umgeht. Gerade im Trauerfall finde ich persönlich das nicht weiter schlimm (bei HOchzeiten kann ich auch mal recht streng werden:wink:. Ehrlich gesagt finde ich es erfreulich, daß ein „Kirchenfremder“ in den kirchlichen Traditionen Trost finden kann, die letzte Beerdigung, die ich gemacht habe, ist schon einiges her (da ich nicht im kirchlichen Dienst bin), aber es kostet auch dem Pfarrer eine große Anstrengung, einen solchen Tag für die Angehörigen angemessen zu gestalten… vor allem, wenn man am Nachmittag eine Hochzeit hinterher hat. Gerade viele Kirchenfremde haben wiederum auch eine gewisse Scheu vor dem Pastor/Pfarrer, so daß man sich - bewußt, daß nicht jeden das Wort Gottes selbst hilft - hinterher fragt, ob man denn nun überhaupt wenigstens einen Beitrag zur Trauerarbeit leisten konnte…

Hast Du dazu noch einen Tip, wo ich mehr darüber nachlesen
könnte? Möglichst irgendetwas recht anspruchslos
geschriebenes, da ich hier wirklich von 0 anfangen muß:wink:

Ich empfehle Dir das Buch „Abendmahl“ von Udo Hahn, kostet knapp 5 Euro.
Übrigens: Als ich anfing Theologie zu studieren, wußte ich auch fast nichts. Mein Konfirmationsunterricht war eine absolute Katastrophe:wink:

Grüße,
Taju

Hallo Taju,

Ich empfehle Dir
http://www.unsere-kirche.de/artikel/11/artikel_3/

Danke!

Gerade solche Situationen sind diejenigen, in denen viele,
auch kirchenfremde, kirchliche Traditionen zu schätzen wissen.

Und schließlich gibt es ja auch keine anderen Traditionen, die bei uns heimisch wären. Selbst wenn man es nicht wollte, würde man spätestens am Friedhof wieder mit ihnen in Kontakt kommen.

Ehrlich gesagt finde ich es
erfreulich, daß ein „Kirchenfremder“ in den kirchlichen
Traditionen Trost finden kann

Ich weiß nicht, ob ich Trost finden kann, zumindest ist es ein Anlaß (wenn auch ein sehr später) sich mal damit auseinanderzusetzen.
Dazu kommt vielleicht auch, daß ich mich seit meiner Jugend schon immer mit Religionen beschäftigt habe (leider nicht mit der, in die ich reingeboren wurde) und das Interesse auch nie aufgehört hat.

Gerade viele Kirchenfremde haben
wiederum auch eine gewisse Scheu vor dem Pastor/Pfarrer

Ich hätte die Scheu nicht und würde mich, wenn ich mir etwas davon versprechen würde gerne mal an den Pfarrer mit Fragen wenden, aber in diesem Fall ist er einfach nicht die richtige Person. Nicht wegen seines Berufes, sondern weil ich mit ihm als Mensch nicht klar komme. Aber dies hat auch mit dem ziemlich negativen Eindruck von seiner Rede bei der Trauerfeier zu tun.

Übrigens: Als ich anfing Theologie zu studieren, wußte ich
auch fast nichts. Mein Konfirmationsunterricht war eine
absolute Katastrophe:wink:

Hmm, dazu fällt mir ein, daß ich 1) lediglich ein paar Tage vor meiner Konfirmation getauft wurde (keine bewußte Entscheidung, man „wollte halt auch konfirmiert werden wie alle andern“) 2) sehr selten im Konfirmationsunterricht anwesend und aufgrund von Training (Sport) fast immer befreit war. Da ist nun wirklich kein Wissen da:wink:

Viele Grüße,
Christiane

Hallo Christine

Es ehrt Dich, dass Du Dir Gedanken darüber machst. Auf Deine Fragen kannst du hier natürlich viele und teilweise noch verschiedene Antworten bekommen.
Empfehle Dir selber ein Urteil zu bilden und mal an einem Bibelkurs oder besser an einem Alphalivekurs teilzunehmen. Da werden viele solche Fragen beantworten und wenn nicht kannst Du einfach fragen. Lernst nebenbei auch die Hintergründe kennen. In der Nähe welcher grösseren Stadt kommst Du denn?

Gruss
Beat

Hallo Marco,

danke für Deine weiteren Anmerkungen!

gesagt sehe ich auch keine andere Möglichkeit außerhalb der
Kirche z. B. der Toten zu gedenken (warum auch außerhalb?).

Wenn ich an die vielen Kreuze an den Strassenrändern denke,
die teilweise jahrelang gepflegt werden …

Sorry, das war absolut falsch ausgedrückt. Ich meinte nicht „außerhalb der Kirche“ örtlich gesehen, sondern außerhalb der christlichen Tradition. Wenn man nicht gerade eine andere Religion angenommen hat, hat man meiner Meinung nach keine andere Möglichkeit, was ja auch vollkommen in Ordnung ist. Spätestens bei der Trauerfeier kommt man mit der christl. Tradition in Berührung oder eben (wie im anderen Posting erwähnt) auf dem Friedhof.

Bei uns im Dorf ist es durchaus Thema, wenn Familien mit
kirchlichen Begräbnis eines Angehörigen nicht zur Abkündigung
(am So nach der Trauerfeier und an Totensonntag) kommen
(=sozialer Druck).

Wieder etwas neues für mich:wink: Der Sonntag nach der Trauerfeier war mir nicht bekannt; auch der Ausdruck Abkündigung.

Eigentlich beneide ich Menschen mit einem gefestigten Glauben,

und uneigentlich findest Du sie altmodisch/ zurückgeblieben/
unterbelichtet ?

Warum so provokativ? Nehme an, daß sind Meinungen, die Du öfter gehört hast?
Ich beneide diese Menschen, weil sie nicht mehr auf der Suche sind (zumindest nehme ich dies an). Ich hab in dem vorherigen Posting an Taju schon geschrieben, daß ich mich schon immer viel mit Religionen auseinandergesetzt habe, nur leider nicht mit meiner eigenen (die ich nicht mal als meine eigene ansah). Ich finde o.g. Menschen weder altmodisch/zurückgeblieben noch unterbelichtet, warum auch? Ich strebe ja anscheinend mit meiner jahrelangen „Suche“ ähliches an, aber habe wohl keinen Erfolg damit. (Anders ausgedrückt, damit Du mich besser verstehst, ich sah z.B. keinerlei Grund aufgrund meines jahrelangen Islamwissenschaftstudiums, welches ich vor allem wegen der Faszination der arabischen Sprache begonnen habe, zum Islam zu konvertieren, weil es irgendwie nicht das meine war, weil ich nicht in dieser Tradition aufgewachsen bin, weil es mir wie eine Flucht erschienen wäre).

Hast Du dazu noch einen Tip, wo ich mehr darüber nachlesen
könnte?

Es gibt in vielen Kirchgemeinden Glaubens-/Taufkurse. Einfach
mal beim Pfarrer nachfragen.

War mir auch nicht bekannt - ich kann ja berichten, wenn ich Erfolg hatte:wink:

geschriebenes, da ich hier wirklich von 0 anfangen muß:wink:

??? Wie konntest Du dann konfirmiert werden ?

Hmm, wem machst Du den Vorwurf? Dem Pfarrer? Einer 14jährigen? Den Eltern? Meine Geschwister sind getauft, weil man es in dem Krankenhaus, wo sie geboren sind, halt so nebenbei mitmachte (in Bayern). Dort wo ich geboren bin (im hohen Norden) war das nicht „inklusive“ und so war ich bis kurz vor der Konfirmation nicht getauft. Vom Konfirmationsunterricht war ich aufgrund sportlicher Aktivitäten überwiegend befreit - wobei ich im Auswendiglernen sehr gut war und auf diese Art und Weise wieder einen guten Eindruck hinterlassen konnte:wink:
Zugegeben, es war mir in keinster Weise bewußt was Taufe (und ich war in einem Alter wo man es hätte verstehen können - im Gegensatz zu meinen Geschwistern) und Konfirmation für mich bedeuteten. Mein Religionsunterricht in der Schule (obwohl es „evangelische Religion“ hieß) war eher eine Art Philosophieunterricht mit einem hervorragendem Lehrer.

Viele Grüße,
Christiane

Hallo Beat (Abkürz. v. Beate oder Beat männl.?),

Es ehrt Dich, dass Du Dir Gedanken darüber machst.

Dieser Satz fällt nun schon zum zweiten Mal. Ich bin ein bißchen verwundert darüber, denn ist es nicht „normal“ sich solche Gedanken zu machen. Vor allem bei einem solchen Anlaß, der einen nach Jahren wieder in die Kirche führt?

Z. B. finde ich auch nicht meine Unwissenheit peinlich (die ist wahrscheinlich in der Masse betrachtet eher der Normalfall), viel peinlicher finde ich die Tatsache, so viel über andere Religionen zu wissen und nie über die eigene richtig nachgedacht zu haben.

Empfehle Dir selber ein Urteil zu bilden und mal an einem
Bibelkurs oder besser an einem Alphalivekurs

Was ist das? (Ich könnte jetzt ganz unverschämt vermuten, daß Bibelkurs für die heutige Gesellschaft zu „uncool“ klingt und deswegen verwendet man Neudeutsch?!:wink:) Ist aber nicht bös gemeint!

In der Nähe welcher grösseren Stadt kommst Du denn?

München

Viele Grüße,
Christiane

Hallo Christine,

Nun ja, ich mach mir darüber Gedanken, aber nicht unbedingt
aus einem schlechten Gewissen heraus,

das wollte ich Dir auch gar nicht unterstellen.

sondern einfach weil es
mich beschäftigt und ich nach jahrelanger
Gottesdienstabstinenz mal wieder gesehen habe wie wenig ich
über meine eigene Religion (bzw. die meines Kulturkreises)
Bescheid weiß.

Und das ist leider gar nicht so selbstverständlich.
Den meisten genügt es, dass sie getauft sind und das wars.

Wenn Du Lust hast, könntest Du noch ein bißchen mehr zu oben
schreiben? (Im Klartext heißt das, dass jene, die am Mahl
teilnehmen,

bekennen, dass Jesus für sie gestorben ist.)

na gut, ein bißchen ausführlicher, und hoffentlich leicht verständlich :wink:

Paulus erklärt: (1.Kor.11)
"23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot,
24 dankte und brach’s und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.
25 Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.
26 Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt."

und er bezieht sich auf die Aussage Jesu (Matth.26,26-28):
"26 Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.
27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus;
28 das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.
"

Darüber hinaus ist das Abendmahl ein Zeichen der Gemeinschaft der Gläubigen (1.Kor.10,16-17):
"16 Der gesegnete Kelch, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?
17 Denn ein Brot ist’s: So sind wir viele ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben.
"

Dazu möchte ich noch eine Begebenheit aus dem Leben Jesu zitieren:

(Joh.6)
"_30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was für ein Werk tust du?
31 Unsre Väter haben in der Wüste das Manna gegessen, wie geschrieben steht (Psalm 78,24): »Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen.«
32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.
33 Denn Gottes Brot ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.
34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot.
35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.
52 Da stritten die Juden untereinander und sagten: Wie kann der uns sein Fleisch zu essen geben?
53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.
54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.
55 Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.
56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm._ "

Und genau diese Symbolik findet sich im Abendmahl wieder.

Gruss Harald

PS.: Wenn’s zu kompliziert war, bitte nachfragen.

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Hallo Heidi,

danke für Deine weiteren Anmerkungen!

gesagt sehe ich auch keine andere Möglichkeit außerhalb der
Kirche z. B. der Toten zu gedenken (warum auch außerhalb?).

Wenn ich an die vielen Kreuze an den Strassenrändern denke,
die teilweise jahrelang gepflegt werden …

Sorry, das war absolut falsch ausgedrückt. Ich meinte nicht
„außerhalb der Kirche“ örtlich gesehen, sondern außerhalb der
christlichen Tradition. Wenn man nicht gerade eine andere
Religion angenommen hat, hat man meiner Meinung nach keine
andere Möglichkeit, was ja auch vollkommen in Ordnung ist.
Spätestens bei der Trauerfeier kommt man mit der christl.
Tradition in Berührung oder eben (wie im anderen Posting
erwähnt) auf dem Friedhof.

Angesichts der Tatsache, dass dieser Brauch v.a. im Osten mit bekannt niedriger Kirchenzugehörigkeitsquote grassiert, glaube ich kaum daran, dass die Erinnerung im Kontext des christl. Glaubens geschieht. Das christliche Symbol Kreuz wird benutzt, weil es in unserer Kultur anerkannt ist und weil dadurch die Strassenreinigung weiss, dass es sich um einen Erinnerungsort mit Kezen, Blumen und Plüschtier handelt und nicht um Müll.

Bei uns im Dorf ist es durchaus Thema, wenn Familien mit
kirchlichen Begräbnis eines Angehörigen nicht zur Abkündigung
(am So nach der Trauerfeier und an Totensonntag) kommen
(=sozialer Druck).

Wieder etwas neues für mich:wink: Der Sonntag nach der
Trauerfeier war mir nicht bekannt;

sollte allg. christl/ev. Tradition sein

auch der Ausdruck Abkündigung.

eher ein regionaler (erzgeb.) Ausdruck

Eigentlich beneide ich Menschen mit einem gefestigten Glauben,

und uneigentlich findest Du sie altmodisch/ zurückgeblieben/
unterbelichtet ?

Warum so provokativ? Nehme an, daß sind Meinungen, die Du
öfter gehört hast?

ja und für mich weil Eigentlich-Sätze so etwas wie ja, aber-Sätze sind
Eigentlich ist der Golf ja ein gutes Auto, aber ich find ihn bescheuert.

Hast Du dazu noch einen Tip, wo ich mehr darüber nachlesen
könnte?

Es gibt in vielen Kirchgemeinden Glaubens-/Taufkurse. Einfach
mal beim Pfarrer nachfragen.

War mir auch nicht bekannt - ich kann ja berichten, wenn ich
Erfolg hatte:wink:

Du musst ja nicht in deine Heimatgemeinde gehen, wenn der Pfarrer dir unsympathisch ist. Da in guten Taufkreisen die Teilnehmer miteinander zu dem Thema, was der Pfarrer vorgestellt hat, ins Gespräch kommen, kann so ein Fakt wichtig sein. Auf Grund deines Wissens über andere Religionen kannst Du so einen Kreis durchaus bereichern.

Falls Du zu den hier auch empfohlenenAlpha-Kursen gehst, würde mich ein Feedback interessieren. Ich bin auf Grund der Ecke aus der dis kommt etwas skeptisch demgegenüber.

geschriebenes, da ich hier wirklich von 0 anfangen muß:wink:

??? Wie konntest Du dann konfirmiert werden ?

Hmm, wem machst Du den Vorwurf?

Wohl eher den Eltern. Aber nachdem ich deine Postings hier gelesen habe, ist mir einiges klar geworden: Du bist einfach durchgerutscht.

Mein Religionsunterricht in der Schule (obwohl es
„evangelische Religion“ hieß) war eher eine Art
Philosophieunterricht mit einem hervorragendem Lehrer.

dies ist ja so üblich, ich hatte mehr Vertrauen in den Konfirmationsunterricht gesetzt.

Tschuess MArco.