hallo liebe mitbürger,
-warum sollte die deutsche regierung die allgemein wehrplicht abschaffen?
melde mich ab
Friedrich
hallo liebe mitbürger,
-warum sollte die deutsche regierung die allgemein wehrplicht abschaffen?
melde mich ab
Friedrich
hi,
weil nicht alle wehrpflichtigen gezogen werden können. in den letzten jahren war es so, das mehr wehr/zivilpflichtige vorhanden waren, als gezogen wurden konnten. so entgehen immer mehr dem dienst . wo ist hier die wehrgerechtigkeit? alle müssen, aber nur x prozent müssen dann wirklich?
zum anderen gibt es nun im wehrdienst die umgekehrte geschlechterdiskriminierung. männer müssen zur wehrpflicht, frauen dürfen in den uneingeschränkten dienst. das führt auch nicht gerade zu freude in der truppe, oder?
das von einem, der den salat gott sei dank schon hinter sich hat!
gruss vom
showbee
-warum sollte die deutsche regierung die allgemein wehrplicht
abschaffen?
Neben dem von Showbee bereits gesagten wären da noch die fragliche militärische und finanzielle Effizenz der allg. Wehrpflicht zu nennen.
SAN
Hi!
weil nicht alle wehrpflichtigen gezogen werden können. in den
letzten jahren war es so, das mehr wehr/zivilpflichtige
vorhanden waren, als gezogen wurden konnten. so entgehen immer
mehr dem dienst . wo ist hier die wehrgerechtigkeit? alle
müssen, aber nur x prozent müssen dann wirklich?zum anderen gibt es nun im wehrdienst die umgekehrte
geschlechterdiskriminierung. männer müssen zur wehrpflicht,
frauen dürfen in den uneingeschränkten dienst. das führt auch
nicht gerade zu freude in der truppe, oder?
Auch wenn du prinzipiell recht hast, so gibt es dennoch einen Punkt, der bei dieser Diskussion - gerade von Politikern, die sehr gerne die Konsequenzen ihres Handelns außer acht lassen - nie berücksichtigt wird:
Wenn die Wehrpflicht abgeschafft wird, dann entfällt auch die Möglichkeit der Wehrdienstverweigerung. Die Folge wäre, daß es keine Ersatzdienstleistenden mehr gäbe. Diese sind aber für die Sozial- und Pflegedienste mittlerweile ein unersetzlicher Posten. Würde man den Ersatzdienst abschaffen - und genau das müßte erfolgen, wenn es keinen Wehrdienst mehr gibt -, dann brechen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen entgültig alle Dämme.
Einzige denkbare Alternative bei Abschaffung der Wehrpflicht ist die Einführung eines „Sozialen Jahres“ als Pflicht für alle Männer und Frauen ab 18. Aber ob das durchzusetzen ist, wage ich zu bezweifeln. Ich würde zu gerne einem Politiker, der für die Abschaffung der Wehrpflicht argumentiert, die Frage nach dem Ersatzdienst im Sozial- und Pflegebereich stellen.
Grüße
Heinrich
hallo Heinrich,
ich habe gestern noch ein Argument gegen die Abschaffung gehört: Wenn keiner mehr muss, dann melden sich hauptsächlich die Versager aus der freien Wirtschaft. Denn hier werden sie ja angenommen.
Ein Heer aus Versagern?
Das kann ja nicht das Ziel sein, oder?
Grüße
Raimund
allerdings wäre ich dafür, dass alle, Frauen wie Männer, Wehrpflicht haben oder Sozialjahr
Hallo Raimund,
ich habe gestern noch ein Argument gegen die Abschaffung
gehört: Wenn keiner mehr muss, dann melden sich hauptsächlich
die Versager aus der freien Wirtschaft. Denn hier werden sie
ja angenommen.
Tolles Vorurteil. Vor paar Jahren hieß es noch, Beamte werden nur die Versager aus der „freien Wirtschaft“. Politiker sind es immernoch. Leider lassen sich solch demagogische Sprüche in keinster Weise belegen. „Versagen“ ist ja wohl eine sehr subjektive Einschätzung, oder?
Ein Heer aus Versagern?
Was meinst Du, wer sich alles als Zeitsoldat verpflichtet? Gewinner?
allerdings wäre ich dafür, dass alle, Frauen wie Männer,
Wehrpflicht haben oder Sozialjahr
Aber das ist doch das Problem: Selbst, wenn man diesen Ansatz setzen würde - wer soll denn das bezahlen?? Nur aus Prinzip Millionen Steuergelder rausschmeißen, um eine Pseudogerechtigkeit zu erhalten?
Interessant finde ich nur die Idee mit dem Sozialen Jahr. Denn dass die Zivis in der Tat unersetzlich geworden sind für unser soziales System, das liegt auf der Hand.
Jana
hallo Jana:
ich habe gestern noch ein Argument gegen die Abschaffung
gehört: Wenn keiner mehr muss, dann melden sich hauptsächlich
die Versager aus der freien Wirtschaft. Denn hier werden sie
ja angenommen.Tolles Vorurteil. Vor paar Jahren hieß es noch, Beamte werden
nur die Versager aus der „freien Wirtschaft“. Politiker sind
es immernoch. Leider lassen sich solch demagogische Sprüche in
keinster Weise belegen. „Versagen“ ist ja wohl eine sehr
subjektive Einschätzung, oder?
Das Argument kam von der BW selbst. Vielleicht haben die Erfahrung?
Ein Heer aus Versagern?
Was meinst Du, wer sich alles als Zeitsoldat verpflichtet?
Gewinner?
Zeitsoldaten gibt es zum Teil deswegen, weil sich einige sagen: zum Bund muss ich sowieso. Zum Studium werde ich jetzt nicht zugelassen (Numeruns clausus) Warum dann nicht gleich die Zeit überbrücken, dafür Geld verdienen und evtl. bei der BW zu studieren(kein numerus clausius). Auch dürften einige dabei sein, die nicht zu den Stoppelhobsern wollen, sondern zur Marine oder LW. Da ein Rekrut nicht wählen kann aber ein Freiwilliger, macht man halt die paar Jahre.
allerdings wäre ich dafür, dass alle, Frauen wie Männer,
Wehrpflicht haben oder SozialjahrAber das ist doch das Problem: Selbst, wenn man diesen Ansatz
setzen würde - wer soll denn das bezahlen?? Nur aus Prinzip
Millionen Steuergelder rausschmeißen, um eine
Pseudogerechtigkeit zu erhalten?
die wirkliche allgneine Wehrpflicht (also auch für Frauen) Ist bezahlbar. Die meisten Frauen würden sowieso in den Sozialdienst gehen. Damit werden wieder Gelder eingespart. Nebeneffekt: so manche wird sich schnell noch ein Kind zulegen, damit sie nicht eingezogen (BW oder SozialJahr) wird.
Mich hat es immer geärgert, dass wir Männer einen Teil unserer Zeit bei der Verteidigung des Vaterlandes verbringen dürfen und die Frauen sich (zwangsweise) davor drücken können.
Doch leider gab und gibt es so manches Gesetz, das nicht in unsere Zeit passt.
z.B. Nachtarbeitverbot für Frauen, Verbot des Waffendienstes für Frauen, begrenzte Überstunden für Frauen…
Ich glaube, alle drei sind inzwischen (noch nicht so lange her) gestrichen worden.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
Das Argument kam von der BW selbst. Vielleicht haben die
Erfahrung?
Wann, wer und wo? Jetzt mal im ernst, interessiert mich wirklich.
Zeitsoldaten gibt es zum Teil deswegen, weil sich einige
sagen: zum Bund muss ich sowieso.
Die Wahrscheinlichkeit, eingezogen zu werden, ist prozentual stark zurückgegangen. Deshalb diese momentane Debatte der so genannten „Wehr(un)gerechtigkeit“.
Zum Studium werde ich jetzt
nicht zugelassen (Numeruns clausus)
??
Warum dann nicht gleich
die Zeit überbrücken, dafür Geld verdienen
Aber Du weißt, was man beim Bund als ZS verdient? Ja?
und evtl. bei der
BW zu studieren(kein numerus clausius).
Zulassung zum Studium beim Bund = Zulassung zum Studium normal!
Auch dürften einige dabei sein, die nicht zu den Stoppelhobsern wollen, sondern
zur Marine oder LW. Da ein Rekrut nicht wählen kann aber ein
Freiwilliger, macht man halt die paar Jahre.
Zehn Monate und (mindestens) vier Jahre ist dann aber schon ein ganz gewaltiger Unterschied, findest Du nicht? So eine Denkweise kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Jedenfalls nicht wirklich!
die wirkliche allgneine Wehrpflicht (also auch für Frauen) Ist
bezahlbar.
Ist sie nicht. Weshalb werden wohl überall Standorte geschlossen und die mangelnde Ausrüstung der BW beklagt?
Die meisten Frauen würden sowieso in den
Sozialdienst gehen.
Hypothetisch. So darf und wird ein Politiker im Bundestag nicht argumentieren können/dürfen/sollen.
Nebeneffekt: so manche wird sich schnell noch ein Kind
zulegen
Aaaah-Ja! Das kann wirklich nur von einem Mann kommen
)
Mich hat es immer geärgert, dass wir Männer einen Teil unserer
Zeit bei der Verteidigung des Vaterlandes verbringen dürfen
und die Frauen sich (zwangsweise) davor drücken können.
Du wirst es kaum glauben, aber auch ich (und übrigens viele andere Frauen, die nämlich oft Freunde haben, die eingezogen werden) fand das immer in höchstem Maße ungerecht und dem GG widersprechend.
Doch leider gab und gibt es so manches Gesetz, das nicht in
unsere Zeit passt.
z.B. Nachtarbeitverbot für Frauen,
aufgehoben 1994
Verbot des Waffendienstes
für Frauen,
aufgehoben 2000
begrenzte Überstunden für Frauen…
Ist mir neu. Gab es das wirklich? Kenne ich nur von Schwangeren her.
Naja, was war, das war, und was ist, das ist. Entwickelt sich halt alles fort - und das ist auch gut so 
Viele Grüße
Jana
hallo Jana
Das Argument kam von der BW selbst. Vielleicht haben die
Erfahrung?Wann, wer und wo? Jetzt mal im ernst, interessiert mich
wirklich.
Gestern in einer Sendung im Fernsehen über die Bundeswehr. Die aussage kam von einem Officier. Frag mich bitte nicht nach dem Sender.Vielleicht hat es noch jemand gesehen und sich den Sender gemerkt.
Zeitsoldaten gibt es zum Teil deswegen, weil sich einige
sagen: zum Bund muss ich sowieso.Die Wahrscheinlichkeit, eingezogen zu werden, ist prozentual
stark zurückgegangen. Deshalb diese momentane Debatte der so
genannten „Wehr(un)gerechtigkeit“.
Richtig. mein sohnist so ein Fall. Treibt Leistungssport (Fußball bis zum Exzess). Hat aber einen Minileistenbruch. Ok, wenn´s Abi vorbei ist, wird er operiert. Doch der Bund hat Angst vor evtl. Kosten. Also lassen sie den durchtrainierten kerl gehen. ich hätte es gerne gesehen, wenn er zumindest seien Wehrdienst gemacht hätte. Da hätten sie ihm das beigebracht, was ich versäumt habe.
Zum Studium werde ich jetzt
nicht zugelassen (Numeruns clausus)
Nun, es gibt noch Studienzweige mkt Numerus clausus
Warum dann nicht gleich
die Zeit überbrücken, dafür Geld verdienen
Aber Du weißt, was man beim Bund als ZS verdient? Ja?
Klar: 100% mehr, als man als Student verdient. Plus Unterkunft, plus Essen, plus Kleidung. Kostenlose Fahrschule: PKW, Lastauto, Bus, Kettenfahrzeuge…
Dafür müssen sie natürlich lernen (bummeln soll´s nicht geben!?) und für eine Zeit beim Bund sich verpflichten. Anschließend gibts Geld und einen Posten ím öffentlichen Dienst (so gewünscht).
Sind das schlechte Aussichten?
und evtl. bei der
BW zu studieren(kein numerus clausius).
Zulassung zum Studium beim Bund = Zulassung zum Studium
normal!
So wie ich gehört habe, gibts beim Bund keinen NC.
Auch dürften einige dabei sein, die nicht zu den Stoppelhobsern wollen, sondern
zur Marine oder LW. Da ein Rekrut nicht wählen kann aber ein
Freiwilliger, macht man halt die paar Jahre.Zehn Monate und (mindestens) vier Jahre ist dann aber schon
ein ganz gewaltiger Unterschied, findest Du nicht? So eine
Denkweise kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Jedenfalls nicht wirklich!
Na, ich wollte es machen. Wollte unbedingt zur LW und Pilot werden. Na, ja, kam dann doch anders.
die wirkliche allgneine Wehrpflicht (also auch für Frauen) Ist
bezahlbar.Ist sie nicht. Weshalb werden wohl überall Standorte
geschlossen und die mangelnde Ausrüstung der BW beklagt?Die meisten Frauen würden sowieso in den
Sozialdienst gehen.Hypothetisch. So darf und wird ein Politiker im Bundestag
nicht argumentieren können/dürfen/sollen.Nebeneffekt: so manche wird sich schnell noch ein Kind
zulegenAaaah-Ja! Das kann wirklich nur von einem Mann kommen
)
Mich hat es immer geärgert, dass wir Männer einen Teil unserer
Zeit bei der Verteidigung des Vaterlandes verbringen dürfen
und die Frauen sich (zwangsweise) davor drücken können.Du wirst es kaum glauben, aber auch ich (und übrigens viele
andere Frauen, die nämlich oft Freunde haben, die eingezogen
werden) fand das immer in höchstem Maße ungerecht und dem GG
widersprechend.Doch leider gab und gibt es so manches Gesetz, das nicht in
unsere Zeit passt.
z.B. Nachtarbeitverbot für Frauen,aufgehoben 1994
Verbot des Waffendienstes
für Frauen,
aufgehoben 2000
begrenzte Überstunden für Frauen…
Ist mir neu. Gab es das wirklich? Kenne ich nur von
Schwangeren her.Naja, was war, das war, und was ist, das ist. Entwickelt sich
halt alles fort - und das ist auch gut soViele Grüße
Jana
ebenfalls
Raimund
Hallo Raimund,
Das Argument kam von der BW selbst. Vielleicht haben die
Erfahrung?
Gefallen tut es mir immernoch nicht 
Aber Du weißt, was man beim Bund als ZS verdient? Ja?
Klar: 100% mehr, als man als Student verdient. Plus
Unterkunft, plus Essen, plus Kleidung. Kostenlose Fahrschule:
PKW, Lastauto, Bus, Kettenfahrzeuge…
Aha… Ich glaube, da müssen wir zwei jetzt aber mal paar Sachen auseinanderhalten. Es gibt Zeitsoldaten und Zeitsoldaten, und dann gibt es da noch die Berufssoldaten.
Zeitsoldat für mindestens vier Jahre (üblich bei den Mannschaftsdienstgraden), Dienstgrad nach Voreignung - Unteroffizierslaufbahn. Im untersten Mannschaftsdienstgrad fängt man als Zeitsoldat mit ca. € 1150,- netto an. Aber da studiert man auch nicht
) Die Fahrschule bekommst Du übrigens nur, wenn das für Deinen Dienst an der Waffe notwendig ist.
Studium bei vollem Gehalt (Mindestverpflichtungszeit 12 Jahre inklusive Studium). Das geht aber nur mit der Vorbildung, die auch bei einem „normalen“ Studium notwendig wäre. Und der Preis, mindestens 12 Jahre „dabei zu bleiben“ ist angemessen. Du musst das Studium durchziehen, nicht noch paar Jährchen ranhängen und hier und da und überhaupt…
Es gibt sicher Gründe, warum so wenig Studienaspiranten sich für eine Offizierslaufbahn entscheiden. Sooooo schön scheint das alles nicht zu sein.
So wie ich gehört habe, gibts beim Bund keinen NC.
Was nicht heißt, dass ein Studienplatz leichter zu ergattern wäre. Bundeswehruniversitäten sind halt anders verwaltet als öffentliche.
Auch viele Grüße,
Jana
Hallo Jana
Aber Du weißt, was man beim Bund als ZS verdient? Ja?
Klar: 100% mehr, als man als Student verdient. Plus
Unterkunft, plus Essen, plus Kleidung. Kostenlose Fahrschule:
PKW, Lastauto, Bus, Kettenfahrzeuge…Aha… Ich glaube, da müssen wir zwei jetzt aber mal paar
Sachen auseinanderhalten. Es gibt Zeitsoldaten und
Zeitsoldaten, und dann gibt es da noch die Berufssoldaten.Zeitsoldat für mindestens vier Jahre (üblich bei den
Mannschaftsdienstgraden), Dienstgrad nach Voreignung -
Unteroffizierslaufbahn. Im untersten Mannschaftsdienstgrad
fängt man als Zeitsoldat mit ca. € 1150,- netto an. Aber da
studiert man auch nicht) Die Fahrschule bekommst Du
übrigens nur, wenn das für Deinen Dienst an der Waffe
notwendig ist.Studium bei vollem Gehalt (Mindestverpflichtungszeit 12 Jahre
ist bekannt
inklusive Studium). Das geht aber nur mit der Vorbildung, die
auch bei einem „normalen“ Studium notwendig wäre.
Auch bekannt. Nur, einer der mit Durchschnitt 3 sein Abi gebaut hat, muss mehrere Jahre warten, bis er im Nachrückverfahren auch mal in die überfüllten Hörsäle darf. Beim Bund kommt er gleich dazu.
Und der
Preis, mindestens 12 Jahre „dabei zu bleiben“ ist angemessen.
Finde ich auch
Du musst das Studium durchziehen, nicht noch paar Jährchen
ranhängen und hier und da und überhaupt…
Auch das ist richtig und gut.
Es gibt sicher Gründe, warum so wenig Studienaspiranten sich
für eine Offizierslaufbahn entscheiden. Sooooo schön scheint
das alles nicht zu sein.
Klar, wegen siehe oben.
So wie ich gehört habe, gibts beim Bund keinen NC.
Was nicht heißt, dass ein Studienplatz leichter zu ergattern
wäre. Bundeswehruniversitäten sind halt anders verwaltet als
öffentliche.
Wenn Du die 12 jahre unterschreibst, hast Du Deinen Studienplatz. Rechne mal: 4 jahre Warten, bis Du stidieren darfst + 5 -6 jahre Studium = 10 Jahre bis zum Arbeitseinsatz. Was sind da 12 jahre Bund dagegen? Als Offizier verdienst Du zwar nicht berauschend, aber doch recht ordentlich. Bekommst beim Ausscheiden auch noch eine kräftige Abfindung und hast einen Job sicher. Im ö.D. auf alle Fälle, in der freien Wirtschaft werden diese Offiziersabgänger gesucht. richtiges Studium dazu und Deine Zukunft ist geregelt.
Nur schlampern während des Studiums ist natürlich nicht.
Auch kein Kampf ums Bafög.
Grüße
Raimund
ein paar kurze Anmerkungen von mir
Hallo,
es ist ja nun auch nicht so, daß man beim Bund ist und schon den zweiten Tag an der Bundeswehrhochschule verbringt. Es kann durchaus 2 oder 3 Jahre dauern, bis man einen Studienplatz bekommt, und das aus verschiedenen Gründen.
Dennoch: Ein Schulabgänger mit 20 Jahren wäre bei der Entlassung 32, mit einem vollwertigen und anerkanntermaßen guten Studium. Außerdem verfügt er über nicht unwesentliche Führungserfahrung und normalerweise noch diversen anderen Qualifikationen. Wenn ich sehe, daß diverse Bekannte aus meiner Schulzeit nach inzwischen 12 Jahren mit ihrem (zivilen) Studium immer noch nicht durch sind, ist klar, daß die Bundeswehrstudenten die bessere Wahl für den Arbeitgeber sind und das sollte man auch gar nicht auf den öffentlichen Dienst reduzieren.
Das Studium ist zwar nicht ganz so einfach und ist auch in den 4 Jahren (+ ein Gnadenjahr (?)) durchzuziehen, aber dadurch, daß das ganze recht verschult ist, angeblich gut machbar. Nicht zuletzt deshalb, weil man in der Zeit nicht wirklich arbeiten gehen muß, um sich Geld für´s Studium zu verdienen. Wenn man überlegt, wie lange ein herkömmlicher Student/Absolvent arbeiten muß, um aufzuholen, was er verdient hätte, wenn er nicht studieren gegangen wäre (10-15 Jahre), ist ein BW-Studiu, nicht unbedingt der schlechteste Deal.
Nur muß man leider 12 Jahre auf einiges verzichten. Als da wären: Selbständiges Denken, vernünftige Menschen, geregelte Arbeitzeiten (je nach Dienststelle), Bestimmung des Lebensmittelpunktes usw.
Gruß
Christian
Weil die Wehrpflicht seit der deutschen Wiedervereinigung obsolet geworden ist. Da Zwangsarbeit verboten ist, darf der Staat einen derat massiven Eingriff in die Freiheit seiner (männlichen) Bürger nur vornehmen, wenn eine reale Bedrohungslage besteht. Diese Bedrohungslage existierte in der Zeit von 1949 bis 1990, als sich die Bundesrepublik von Osten her der stärksten Konventionellen Armee der Welt gegenüber sah, die mit ihren über 5 Mio. Soldaten und zigtausenden Schweren Panzern jederzeit im Fulda Gap oder über die Norddeutsche Tiefeben in Westdeutschland hätte einmarschieren könnnen. Infolgedessen brauchte man eine große Armee (500.000 Soldaten + nochmal die selbe Anzahl Allierte) die man innerhalb kurzer Zeit mit Reservisten (die aufgrund der Wehrpflicht militärisch geschult waren) auf mehrere Millonen Mann hätte vergrößern können. Aber seit dem Ende des Kalten Krieges, ist die Gefahr einer Invasion in Deutschland obsolet geworden, da wir uns nur von Nato Mitgliedsstaaten umringt sehen und auch von Russland keine konventionell Gefahr mehr ausgeht. Also ist die Bedrohungslage, die bis 1990 die Wehrpflicht rechtfertige, verschwunden.
Sicher gibt es auch noch gute Gründe für die Beibehaltung der Wehrpflicht, die dringend benötigten Zivis, die guten Rekrutierungsmöglichkeiten unter Wehrpflichtigen. Aber alle diese Argumente sind meiner Meinung nach nicht stark genung um einen derart massiven Eingriff in die Freiheit der Bürger zu rechtfertigen.
Andere Länder haben schon seit mehreren Jahrzenten eine reine Berufsarmee, selbst in Europa sind diese Staaten heute in der Majorität. Und auch andere Länder haben keinen Zivildienst ohne dass dort das Gesundheitswesen zusammen gebrochen ist. Natürlich ist der Zivildienst für diesen Bereich bequemer und billiger, abe die Freiheit des Bürgers muss vorrang haben, deshalb hoffe ich auch, dass das Bundesverfassunsgericht nächsten Mittwoch klare Worte in Richtung Politik sendet.
Grüße
Bernd
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
alles hat seinen Preis
und nichts ist umsonst. Doch wie Du schon richtig schreibst: die industrie wartet mit hechelnder Zunge auf diese Führungskräfte.
Ein Student ohne BW fängt meist erst mal ganz unten an… wenn er nicht erst arbeitslos ist.
Dafür hat er ein lustiges Studium gehabt… oder auch nicht!
Grüße
Raimund
Da geht mir doch …
… gleich der Hut hoch, wenn ich sowas lese!
Hi!
Hallo auch!
Auch wenn du prinzipiell recht hast, so gibt es dennoch :einen Punkt, der bei dieser Diskussion - gerade von
olitikern, die sehr gerne die Konsequenzen ihres Handelns :außer acht lassen - nie berücksichtigt wird:
Wenn die Wehrpflicht abgeschafft wird, dann entfällt auch :die Möglichkeit der Wehrdienstverweigerung. Die Folge wäre, :daß es keine Ersatzdienstleistenden mehr gäbe. Diese sind : :aber für die Sozial- und Pflegedienste mittlerweile ein :unersetzlicher Posten.
Das Argument hat ja soooo einen langen Bart. Wenn hier schon alle die finanziellen und wirtschaftlichen Aspekte betrachten und sich gar nicht an der Frechheit stören, dass ein Staat einen solchen massiven Eingriff in die persönliche Freiheit seiner Bürger wagen kann, dann sollte man das aber nicht so pappnasenhaft machen.
Du behauptest also:
Würde man den Ersatzdienst abschaffen - und genau das
müßte erfolgen, wenn es keinen Wehrdienst mehr gibt -, dann
brechen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen entgültig
alle Dämme.
Das ist quatsch. Jede andere Berufsgruppe ausser den Pflegediensten würde auf die Barrikaden gehen, wenn sie von Staat derartig diskreditiert würde. Da könnstest Du auch andere Zwangsarbeiten wieder einführen, Zivis als Mauerer, Tischler, Bäcker, etc. weil sich doch heute kein Mensch mehr einen vernünftigen Handwerker leisten kann.
Aber versuch doch mal, Dir von nem Zivi das Dach decken zu lassen. Dann hast Du mit Recht sofort mindestens die entsprechende Innung am Hals. Warum gibts da keine Lobby für die Pflegeberufe?
Einzige denkbare Alternative bei Abschaffung der Wehrpflicht
ist die Einführung eines „Sozialen Jahres“ als Pflicht für
alle Männer und Frauen ab 18.
Das muss ja wohl auch totaler Quark sein. Rein volkswirtschaftlich gesehen verschwendest Du also gezwungenermaßen allen Menschen in Deutschland ein Jahr ihrer Jugend, in dem sie z.B. ihrer richtigen beruflichen Ausbildung nachkommen könnten und sollten. D.h. zukünftige Manager, Ingenieure, Lehrer, Wissenschaftler, etc. dürfen ein Jahr lang aus Knickerigkeit für’n Appel und 'n Ei Bettpfannen schwenken. Das sollte doch auch der letze Hirni merken, dass das Schwachsinn ist.
Würde man stattdessen vernünftig ausgebildete Pflegekräfte für ein ordentliches Gehalt einstellen, so wäre das volkswirtschaftlich gesehen wesentlich sinnvoller. Anstatt staatliche Zwangsarbeiter ohne Ausbildung in durchaus anspruchsvolle Pflegeberufe zu rekrutieren, wäre der Nachwuchs für die freie Wirtschaft ein Jahr früher fertig und nebenbei wären die Alten und sonstigen Pflegebedürftigen professionell und würdevoll versorgt.
Aber solange die Komissköppe in der Regierung die Mehrheit stellen und sich so merkwürdige Bilder in den Köpfen halten (Ein Mann muss gedient haben, sonst ist er ein Versager etc.), was man angeblich alles tolles versäumt, wenn man nicht mindestens 9 Monate hirnlosen Scheiss wie Strammstehen, in Reih’ und Glied marschieren, Gewehre auseinandernehmen und wieder zusammensetzen, etc. mitgemacht hat, so lange wird es auch die Wehrpflicht geben.
Wählen wir diese Penner also ab. Demnächst ist wieder Gelegenheit.
Gruß
Fritze
Wählen wir diese Penner also ab. Demnächst ist wieder
Gelegenheit.
Prinzipiell stimme ich dir zu. Aber so weit ich weiss hat sich keine Partei so richtig der Abschaffung von Wehrdienst und zivildienst verschrieben.
SAN
Hi!
… gleich der Hut hoch, wenn ich sowas lese!
Cool down - und immer langsam mit die Pferde! 
Das Argument hat ja soooo einen langen Bart. Wenn hier schon
alle die finanziellen und wirtschaftlichen Aspekte betrachten
und sich gar nicht an der Frechheit stören, dass ein Staat
einen solchen massiven Eingriff in die persönliche Freiheit
seiner Bürger wagen kann, dann sollte man das aber nicht so
pappnasenhaft machen.Du behauptest also:
Würde man den Ersatzdienst abschaffen - und genau das
müßte erfolgen, wenn es keinen Wehrdienst mehr gibt -, dann
brechen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen entgültig
alle Dämme.Das ist quatsch.
Es gibt etwa 132.000 Zivildienstleistende, die vorrangig in den sozialen Diensten eingesetzt werden: Pflege von Schwerbehinderten, mobile Hilfsdienste wie Essen auf Rädern, Rettungsdienste, in Alters- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern (etwa 50 % der Zivildienstleistenden sind im stationären Einsatz beschäftigt). Natürlich übernehmen sie keine hochqualifizierten Aufgaben, aber sie entlasten das fest angestellte Personal.
Nun kommst du und sagst: „Wehrpflicht weg!“. D’accord! Und Zivildienst auch weg. Uppss… Damit fallen die 132.000 Zivildienstleistenden aus der Personalplanung heraus. Irgendwer muß aber deren Aufgaben übernehmen. Also Personal einstellen, natürlich zu deutlich höheren Kosten. Welches Pflegeheim, welches Krankenhaus kann sich das leisten? Woher soll das Geld dafür kommen, bei der desolaten Finanzlage unserer Sozialversicherungen? Durch höhere Steuern? Durch eine noch höhere Belastung der Arbeitsnebenkosten?
Jede andere Berufsgruppe ausser den
Pflegediensten würde auf die Barrikaden gehen, wenn sie von
Staat derartig diskreditiert würde. Da könnstest Du auch
andere Zwangsarbeiten wieder einführen, Zivis als Mauerer,
Tischler, Bäcker, etc. weil sich doch heute kein Mensch mehr
einen vernünftigen Handwerker leisten kann.Aber versuch doch mal, Dir von nem Zivi das Dach decken zu
lassen. Dann hast Du mit Recht sofort mindestens die
entsprechende Innung am Hals. Warum gibts da keine Lobby für
die Pflegeberufe?
Da sehe ich einen kleinen Unterschied. Maurer, Tischler, Bäcker & Co. stellen keinen zwingenden Aspekt einer sozialen Gemeinschaft dar. Die Gesundheitspflege schon. Natürlich kann man argumentieren, daß Krankenhäuser und Pflegeheime kostenorientiert arbeiten sollen, aber damit kommen wir in die Situation, daß Gesundheit sich nur jene leisten können, die dafür das notwendige Kleingeld haben. Wer arm ist, stirbt früher.
Das muss ja wohl auch totaler Quark sein. Rein
volkswirtschaftlich gesehen verschwendest Du also
gezwungenermaßen allen Menschen in Deutschland ein Jahr ihrer
Jugend, in dem sie z.B. ihrer richtigen beruflichen Ausbildung
nachkommen könnten und sollten. D.h. zukünftige Manager,
Ingenieure, Lehrer, Wissenschaftler, etc. dürfen ein Jahr lang
aus Knickerigkeit für’n Appel und 'n Ei Bettpfannen schwenken.
Das sollte doch auch der letze Hirni merken, dass das
Schwachsinn ist.Würde man stattdessen vernünftig ausgebildete Pflegekräfte für
ein ordentliches Gehalt einstellen, so wäre das
volkswirtschaftlich gesehen wesentlich sinnvoller. Anstatt
staatliche Zwangsarbeiter ohne Ausbildung in durchaus
anspruchsvolle Pflegeberufe zu rekrutieren, wäre der Nachwuchs
für die freie Wirtschaft ein Jahr früher fertig und nebenbei
wären die Alten und sonstigen Pflegebedürftigen professionell
und würdevoll versorgt.
Wie willst du das bezahlen?
Es gibt Arbeitspapiere von den Grünen bzw. von Ministerin Schmidt, die die Einbindung von Langzeitarbeitslosen fordern (mal ganz abgesehen, daß damit dein Argument von der „Zwangsarbeit“ nicht vom Tisch ist). Da redete man von Kombi-Lohn-Arbeit, von neuen Niedriglohngruppen, die 20 bis 30 % unter den bisherigen Niedriglöhnen liegen. Konkrete Vorstellungen, wie das in der Realität umgesetzt werden soll, gibt es hingegen nicht. Und solange nur Worthülsen gepredigt werden, soll mir niemand mit „totalem Quark“ kommen.
Aber solange die Komissköppe in der Regierung die Mehrheit
stellen und sich so merkwürdige Bilder in den Köpfen halten
(Ein Mann muss gedient haben, sonst ist er ein Versager etc.),
was man angeblich alles tolles versäumt, wenn man nicht
mindestens 9 Monate hirnlosen Scheiss wie Strammstehen, in
Reih’ und Glied marschieren, Gewehre auseinandernehmen und
wieder zusammensetzen, etc. mitgemacht hat, so lange wird es
auch die Wehrpflicht geben.
Mißverständnis.
Es geht mir _nicht_ um die Erhaltung des Wehrdienstes, sondern um die Auswirkungen einer Abschaffung - von den Bedenken, mit einer Berufsarmee einen Staat im Staate zu schaffen, mal ganz abgesehen. Keine Wehrpflicht heißt kein Zivildienst. Außer man führt ein soziales Pflichtjahr ein. Natürlich riecht das nach Zwangsarbeit, aber es geht um die Entlastung aller. Oder wäre eine weitere Anhebung der Kranken- und Rentenversicherung volkswirtschaftlich besser?
Alternative „Freiwilliges Soziales Jahr“? Klar mag das eine Alternative sein - aber sie ist unzuverlässig. Kann das FSJ ausreichend Manpower zur Verfügung stellen? Werden auch die ungeliebten, physisch oder psychisch stark belastenden Arbeiten ausreichend besetzt? Wer heute ein FSJ macht, der geht in den Umweltschutz, zu Restaurierungsarbeiten von Kulturgütern, oder in den leichten sozialen Dienst. Bei der Pflege von Schwerstbehinderten oder Drogenabhängigen dünnt sich die Bereitschaft zum FSJ schon spürbar aus.
Also: Wie sanierst du nach dem Wegfall der Zivildienstleistenden das Sozialsystem?
Wenn du das Problem löst, dann darf dir auch der Hut hochgehen!
Grüße
Heinrich
Prinzipiell stimme ich dir zu. Aber so weit ich weiss hat sich
keine Partei so richtig der Abschaffung von Wehrdienst und
zivildienst verschrieben.
Na ja, was heißt „so richtig“? Meines Wissens sind Grüne als auch FDP dafür.
Hallo Raimund,
Wenn Du die 12 jahre unterschreibst, hast Du Deinen
Studienplatz. Rechne mal: 4 jahre Warten, bis Du stidieren
darfst + 5 -6 jahre Studium = 10 Jahre bis zum Arbeitseinsatz.
fünf bis sechs Jahre Studium ist aber der absolute Crack, oder? Der von Mami und Papi das Studium auch noch voll finanziert bekommt. Ich würde da eine längere Zeit ansetzen.
Was sind da 12 jahre Bund dagegen? Als Offizier verdienst Du
zwar nicht berauschend,
Kommt drauf an…
aber doch recht ordentlich. Bekommst
beim Ausscheiden auch noch eine kräftige Abfindung
Diese Abfindung richtet sich doch nach den Dienstjahren und ist bei einem, der gleich nach den 12 Jahren geht, nicht üppig. Und wenn Du doch eher gehen möchtest, musst Du Dich auch noch freikaufen.
und hast
einen Job sicher. Im ö.D. auf alle Fälle,
Humbug. Völliger Unsinn. Wo steht diese Garantie??
in der freien
Wirtschaft werden diese Offiziersabgänger gesucht.
Habe einen Kumpel, der ausscheiden will (Oberleutnant, Marine, Politik-Hochschulstudium). Bewirbt sich die Finger wund, die freie Wirtschaft hält von Jungs wie ihm nicht allzu viel!!
richtiges
Studium dazu und Deine Zukunft ist geregelt.
Eine Zukunft beim Bund: Ja. Aber wenn Du das Studium nur mitnimmst, um danach eine Karriere außerhalb des Bundes zu machen, dann wird das schon schwerer.
Alles Gute,
Jana
[…]
Das ist quatsch.
Es gibt etwa 132.000 Zivildienstleistende, die vorrangig in
den sozialen Diensten eingesetzt werden:
Wow. 132.000 Zwangsarbeiter, die ein Jahresarbeitszeitkontingent weit unterhalb Ihrer angenommenen späteren beruflichen Qualifikation ableisten. Das macht bei einer durchschnittlich angenommenen 38-Stunden Woche und 42 angenommenen Arbeitswochen über 210 mio. Arbeitsstunden pro Jahr. Die Frage lautet nicht, wie ich die Abschaffung des Zivildienstes finanzieren möchte, sondern vielmehr wie der Staat sich diesen weiter leisten kann, wenn man die desolate Lage beim Steuereinkommen anschaut.
Pflege von
Schwerbehinderten, mobile Hilfsdienste wie Essen auf Rädern,
Rettungsdienste, in Alters- und Pflegeheimen, in
Krankenhäusern (etwa 50 % der Zivildienstleistenden sind im
stationären Einsatz beschäftigt). Natürlich übernehmen sie
keine hochqualifizierten Aufgaben, aber sie entlasten das :fest angestellte Personal.
Hmm. Das ist ja der Gipfel. Man zwangsrekrutiert sie und kann sie mangels qualifikation nicht einmal richtig einsetzen!
Nun kommst du und sagst: „Wehrpflicht weg!“. D’accord! Und
Zivildienst auch weg. Uppss… Damit fallen die 132.000
Zivildienstleistenden aus der Personalplanung heraus.
Irgendwer muß aber deren Aufgaben übernehmen. Also Personal
einstellen, natürlich zu deutlich höheren Kosten.
Genau.
Welches
Pflegeheim, welches Krankenhaus kann sich das leisten? Woher
soll das Geld dafür kommen, bei der desolaten Finanzlage
unserer Sozialversicherungen? Durch höhere Steuern? Durch :eine
noch höhere Belastung der Arbeitsnebenkosten?
Durch Kredite. Es ist in Ordnung, dass der Staat die ersten Jahre durch Verschuldung finnaziert. Danach werden durch das höhere Steueraufkommen die Ausgaben wieder ausgeglichen.
[…]
Aber versuch doch mal, Dir von nem Zivi das Dach decken zu
lassen. Dann hast Du mit Recht sofort mindestens die
entsprechende Innung am Hals. Warum gibts da keine Lobby für
die Pflegeberufe?Da sehe ich einen kleinen Unterschied. Maurer, Tischler,
Bäcker & Co. stellen keinen zwingenden Aspekt einer sozialen
Gemeinschaft dar. Die Gesundheitspflege schon.
Wie bitte? Das meinst Du doch nicht im Ernst oder? Wir sollen also wie die Notleidende Bevölkerung in Afrika in Lehmhütten von der Hand in den Mund leben, bekommen aber dabei von Zivis ganz toll den Arsch abgewischt?
Natürlich kann
man argumentieren, daß Krankenhäuser und Pflegeheime
kostenorientiert arbeiten sollen, aber damit kommen wir in die
Situation, daß Gesundheit sich nur jene leisten können, die
dafür das notwendige Kleingeld haben. Wer arm ist, stirbt
früher.
Sag mal, wie läuft das eigentlich im zivilisierten Teil der Welt ab, in dem die Wehrpflicht schon lange abgeschafft wurde. Da müssten ja die sozialen Systeme längst komplett zusammengebrochen sein. Ich habe nicht den Eindruck, dass wir wesentlich besser dastehen, als z.B. die Niederlande, Belgien, Frankreich oder Großbritannien. Eher im Gegenteil, oder? Und das trotz diesem unglaublichen Heer an Zwangsarbeitern.
Wie willst du das bezahlen?
Es gibt Arbeitspapiere von den Grünen bzw. von Ministerin
Schmidt, die die Einbindung von Langzeitarbeitslosen fordern
(mal ganz abgesehen, daß damit dein Argument von der
„Zwangsarbeit“ nicht vom Tisch ist).
Jaja. Dass die Grünen immer mehr eine rechtsradikale Kriegstreiberpartei geworden sind, deren Mandatsträger vermutlich auch persönlich Brandbomben auf kleine Kinder abwerfen würden, nur damit sie im Amt bleiben, darf seit dem Nato-Einsatz im Kosovo zumindest befürchtet werden.
Also: Wie sanierst du nach dem Wegfall der
Zivildienstleistenden das Sozialsystem?
Das ist aber ehrlich gesagt nicht mein Problem. Sollen die Idioten, die eine Wehrpflicht unter fadenscheinigen Argumenten eingeführt haben (es waren die gleichen, die kurz nach Adolf noch von „nie wieder soll eine deutsche Mutter um einen gefallenen Sohn bangen müssen“ gefaselt hatten) sich auch um deren Abschaffung verdient machen. Oder eben deren Nachfolger. Aber die diskutieren ja lieber Subventionen von Fussballmillionären.
Wenn du das Problem löst, dann darf dir auch der Hut
hochgehen!
Nein. Es handelt sich bei der Werhpflicht um einen eklatenten Verfassungsbruch. Dagegen ist der Witz mit dem Stimme zählen oder nicht im Bundesrat ein Nichts. Da wird aber sich künstlich aufgeregt bis die Pferde kotzen.
Du kannst doch nicht allen Ernstes die Versklavung der Bevölkerung fordern, bis die Staatskassen wieder voll sind. Zumal dann mangels Steueraufkommen (oder soll man dann dem Mittelalter ähnlich den Staat in Naturalien bezahlen) für lange dunkle Jahrhunderte keinerlei Besserung aufkommen dürfte. Aber immerhin, wir wären dann als Standort wieder mindestens so attraktiv wie Thailand oder Belgisch-Kongo.
Was ich damit sagen will: Es ist ganz richtig, die Abschaffung der Wehrpflicht losgelöst vom Zivildienst zu betrachten. Die beiden Probleme hängen zwar zusammen, aber das eine rechtfertigt nicht das andere.
Gruß
Fritze