Abgrenzung von Männern gegenüber Frauen

Guten Tag,

man nehme an, ein Mann kann sich gegenüber Frauen in dem Sinne nicht abgrenzen, dass er gegenüber (fremden, bekannten) Frauen stets eine sexuelle Verbindung anstrebt…

d.h. er macht der Frau, so sie denn infrage kommt (? scheinbar kommen fast alle infrage) bewusst ein Angebot / kommuniziert vor allem immer auf dieser Ebene… scheint sich nicht bewusst abgrenzen zu wollen oder zu können. Als sei er von Geburt (bzw. sehr früh) an mit allen Frauen symbiotisch verbunden. Auch, wenn er in einer Beziehung ist, bekommt er es kaum hin, die jeweiligen Frauen merken dies bewusst oder unbewusst. Es müssen ggf. auch immer (mal?) wieder neue Eroberungen her.

Ggf. müssen die Frauen dafür eine gewisse Stärke vorweisen (damit die Eroberung auch eine ist). Die Frauen müssen aber gleichzeitig auch eine gewisse Schwäche zeigen (emotionale Labilität, allgemeine Notsituation der Frau, Naivität, Angst vor Bindung), die auszunutzen ist (in diesem speziellen Fall zumindest), oder eine gewisse Distanz zeigen (als Selbstschutz), dies aber unbewusst tun und sich daher zu einem Teil einlassen, allerdings zeitlich sehr begrenzt. Schützen die Frauen sich bewusst, werden sie sofort unattraktiv (sie könnten Macht ausüben, Verantwortung- d.h. Bindungsfähigkeit verlangen) und zum Sündenbock.

Ist das ein Don-Juan-Syndrom? Bzw. wie würdet ihr das nennen?

Grüße

Willkommen in der Realität ohne Schnickschnack!
Dieser Mann spult sein biologisches Programm ab und versucht soviel Gene wie nur möglich in die Welt zu setzen. Vollkommen natürlich.
Es gibt genauso viele Frauen die genau das wollen- egal hinter welchen kultur und zivilisationsmasken sie sich auch verstecken.
Das sind Prägunen, die unsere Art seit Jahrhunderttausende prktiziert und sie zu überleben befähigt haben.
Da kann eine Frau Schwarze sich noch schwärzer ärgern oder dumm quaseln, genauwie die Weicheier- die ihr nach dem Mund reden: Ändern wird sich da nichts.
Wir - Frauen und Männer- lassen uns doch den Spaß nicht verderben!

Hallo

Naja, ich würde sagen, die heißen nicht nur „Don Juan“.
Das finde ich eine sehr schmalbandig zutreffende Bezeichnung.
Die verschiedenen biologischen Bestrebungen finden im realen Leben sehr verschieden starke Ausprägung.

Ein Verhalten, das man noch als Werbung bezeichnen kann, würde ich nicht mit einem Syndrom bezeichnen. Eine übrigens äußerst beleidigende Verfahrensweise.

Praktisch lagern sich, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger, zusätzliche schlechte Eigenchaften an, die wesentlich bedeutsamer sind.
Das sind in einer Skala bei den Unterdrückern ihrer Gefühle nüchterne Sterilität bis hin zu tierhaften kriminellen Menschen.
Auch spielen oft politische Aspekte eine Rolle.

MfG

Servus,

Ist das ein Don-Juan-Syndrom? Bzw. wie würdet ihr das nennen?

Einen männlichen Mensch mit schwachem Willen.

Gruß
widecrypt

Einen männlichen Mensch mit schwachem Willen.

… oder genau das Gegenteil davon …

würde doch auch passen - oder?

Gruß
PW

Statt ‚Don Juan‘- eher ‚Narzißmus-Syndrom‘
Die die Moralerziehung des Kindes in der Analphase hat nämlich als Zweck, es endgültig in der Mutterabhängigkeit zu fixieren, nicht etwa den, dass es die psychosexuelle Reife erlangt. Im Gegenteil! führt die Erziehung dahin, dass die psychische Entwicklung in dieser Phase stopt: Das Kind wächst zwar körperlich und entwickelt sich ‚geistig‘ fort, psychisch-emotionell aber bleibt es infantil, liebesbedürftig, egoistisch, hilflos, bindet sich in hormoneller Euphorie (Aufflammen der „Verliebtheit“ ab Keimzellenreife) an eine ‚Liebesbeziehung‘, unterwirft sich den wirtschaftspolitisch-religiösen Institutionen unseres Patriarchats um als Ausbeuter oder Angestellter zu überleben, und gründet dazu eine neue „Familie“, in der v.a. er eine angeblich sinngebende Lebensaufgabe wähnt. In Wirklichkeit findet jeder Bürger sowohl in solcher Partnerbeziehung wie seinem Beruf und ‚Ehrenämter‘ lediglich ein Ventil seines Drangs nach Macht, Reichtum und Prestige, in all diesen persönlichen oder anonymen Bereichen sein narzißtisch fixiertes Verlangen nach illusorischer Mutterliebe/ Zuwendung, Aufmerksamkeit) verewigend.

Dieses Grundmotivation äußert sich in zwei Grundverhaltensstrategien: Entweder trägt der narzißtisch fixierte Mensch - gleich welchen Geschlechts - seine kindische Ohnmacht offen zur Schau um über die Erregung von Mitleid Zuwendung zu erlangen, oder verbirgt er sie unter megalomanisch kompensierender Scheinpotenz, um über Beeindrückung seiner Umwelt das gleiche zu gewinnen. Beide Verhaltensextreme und ihre unendlichen Mischformen weisen also nicht etwa auf psychische Reife hin, sondern kennzeichnen sie das narzißtisch-sadomasochistische Syndrom, das sämtlichen Phänomenen unserer entarteten (moraltotemisch-patriarchalischen) Gesellschaft zugrunde liegt…

Hi Igeline,

ob Don-Juaan-Syndrom, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Narzissmus… was nutzt es Dir einen Begriff dafür zu haben? Mit Begriffen heilt man keine Menschen und die wie von Dir beschriebenen Männer, halten eine Therapie für sich nicht bzw. kaum notwendig.

Ein solches Verhalten kann sich auch entwickeln, wurde die Mutter alsl (emotional) abwesend erlebt und man(n) wagt nicht sich auf tiefergehende Gefühle einzulassen. Es muss also keine Symbiose vorliegen.

Teils mag es in der Natur der Dinge liegen, dass Männer sexuell hier „verschwenderischer“ umgehen. Frauen bzw. Weibchen haben die Brutpflege und sind bei der Partnerwahl von Haus aus wählerischer.

Der Trieb mag hier ebenso eine Rolle spielen wie auch optional eine Abwertung von Frauen, die man(n) nur benutzt. Sexuelle Gefühle können kaum so verletztend sein wie emotionelle.

Deiner Beschreibung nach hast Du „Ihn“ ja recht gut beobachtet und Dir Deine Gedanken zu ihm gemacht.

Das Wesentliche ist für mich jedoch, dass Du so einen Menschen nicht ändern kannst, kann man ja nie, wenn er nicht selbst an sich arbeiten möchte.

Beziehungen mit solchen Männern können schon aufregend, abwechslungsreich sein. Da fließt Energie, gerade wenn Machtkämpfe ausgetragen werden. Ein Weibchen würden manche dieser Männertypen verachten, doch eine Frau darf auch keinesfalls besser und teils nicht mal gleich gut sein. Und wenn man(n) dann auch noch sehr leicht sich gekränkt fühlt (mangelndes echtes Selbstwertgefühl, nur aufgesetztes Selbstbewußtsein und Machtgehabe), und das dann im Laufe der Partnerschaft der Partnerin nur noch auf den Geist geht…

Hier ist Leiden für PartnerInnen früher oder später vorprogrammiert! Und solche Männer werden vermutlich versuchen, dass sie stets die Stärkeren bleiben, intuitiv die Schwachstellen ihrer Partnerinnen ausloten und sie dann nach Belieben aufbauen und „klein halten“ bzw. abhängig machen und halten.

Im Grunde benutzen zwei Menschen hier sich gegenseitig. Ein reifes Verhalten, eine echte Partnerschaft würde anders aussehen und gelebt werden. Doch so wie von Dir beschrieben, gehen hier die Frauen mit grösseren Wunden aus solchen Beziehungen hervor.

Die interessantere Frage wäre, was findet frau an solch einem Mann so faszinierend? Was hat das mit ihr, oder vielleicht konkret Dir, zu tun? Siehe z.B. „weiblicher Narzissmus“.

Ciao,
Romana

Ja, beleidigend schon, das stimmt. Ist auch nur zum Weiterdenken gedacht. Was meinst du mit politischen Aspekten?

Deine Antwort finde ich interessant. In dem Buch „Masken der Niedertracht“ werden solche „tierhaft kriminelle Menschen“ (ich denke, die meinst du) als „narzisstische Perverse“ benannt. Ist auch nicht gerade freundlich, aber es geht dabei um seelische Gewalt, die man auch benennen sollte.

Ich denke, dass dieses von mir beschriebene Verhalten sich, wie von der letzten „Antworterin“ auch erkannt, in zumindest einem mir bekannten Fall als Machtkampf darstellt. Andere Frauen sollen keine Macht über den Mann bekommen, indem sie seine Tendenz zur Abhängigkeit verstärken. Deswegen übt er Macht aus, indem er prüft, wen er sexuell ansprechen und locken kann und wie weit er damit Erfolg hat, er treibt jemanden zur Eifersucht und er bewegt sich einfach auf dieser Ebene, weil sie eben tierhaft ist und er dort am meisten Sicherheit bekommt. Frauen oder Partnerinnen sind für ihn eine Bedrohung, keine Ergänzung, daher muss er sie im Griff haben.

Um gut dazustehen, geht das nicht über verbale Kommunikation, da könnte man den kürzeren ziehen, oder „man redet nicht mit Sachen“, wie die Autorin des Buches schrieb. Eines von beiden. Gut dastehen ist notwendig, um das Gefühl der Macht beizubehalten.

Grüße