Das Elektrische Feld lässt sich dem Coulombgesetz folgend aus den Ladungen berechnen.
Falls das Coulombgesetz nicht bekannt ist (verständlich ist), macht es keinen Sinn, weiterzudenken -> Physikbuch und studieren.
Falls doch (Coulombgesetz + Superposition):
E(x) = (1/4piepsilon0) Summe(i, Q_i (x-x_i)/Betrag(x-x_i)^3)
x, x_i und E sind hierbei Vektoren, Q_i ist eine Ladung an der Stelle x_i.
[Tipp: Statt ausrechnen wie im Folgenden erwähnt besser den Gauß’schen Satz verwenden: Der elektrische Fluss durch eine geschlossene Oberfläche ist gleich der von ihr eingeschlossenen Ladung dividiert durch epsilon_0.]
Würde man dies jetzt ausrechnen (was jeder Physikstudent wohl x-mal in seiner Canditus-Laufbahn machen muss), käme für den Fall einer unendlichen Ebene, die durch die y- und z-Achse bei x = 0 aufgespannt wird, mit Flächenladung Q/A folgendes heraus:
E = (Q/2/A/epsilon, 0, 0) für x > 0
E = (-Q/2/A/epsilon, 0, 0) für x d
E = (Q/2/A/epsilon, 0, 0) für x > d^2. Sonst müsste man sich nämlich mit den inhomogenen Feldern am Rande des Kondensators herumschlagen.
Es gibt aber eine sehr anschauliche Erklärung für dieses Verhalten:
Umhüllt man eine (1-D) Ladung mit einer Kugeloberfläche mit Radius 1 und könnte man in einem Gedankenexperiment die virtuellen Photonen zählen, die durch die Oberfläche fliegen und die für die Coulombwechselwirkung verantwortlich sind, dann käme vielleicht 4711 heraus.
4711 dividiert durch die Oberfläche ist ein Maß für die Feldstärke.
(4711 ist der elektrische Fluss.)
Hätte man aber eine Oberfläche mit Kugelradius r gewählt, wäre 4711/r^2 herhausgekommen, da die Oberfläche ~r^2 und die virtuellen Photonen im Unendlichen verschwinden oder bei einer entgegengesetzten Ladung versenkt werden.
D.h. für 1-D Ladung gilt E~1/r^2
Eine 2-D Ladung ist ein geladener Draht. Die Oberfläche ist ein Zylindermantel, O~r.
D.h. für 2-D Ladung gilt E~1/r
Eine 3-D Ladung ist eine geladene Fläche. Die Oberfläche ist ein paralleles Flächenpaar (rechts und links), O=const.
D.h. für 3-D Ladung gilt E=const
Das zuletzt gesagte würde ich mir zumindest für den 1-D Fall merken, da das das Coulomgesetz und das Gravitationsgesetz verständlich macht.
Aber die anderen Fälle sind auch praktisch, da die erklären, dass
U~ln®, C~ln(1/r) für Koaxialkabel (2-D)
U~d, C~1/d für Plattenkondensator (3-D)
Gruß und viel Spass beim Grübeln.
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