Abi nach der Aubildung

Hallöchen,

hier miene Situation:
Zur Mitte des Jahres werde ich meine Ausbildung wohl erfolgreich beenden. Das ist toll! Nun wollte ich gernem ein Abi nachholen. Leider habe ich damals nur mein FOR ohne Quali gemacht… und musste notgedrungen ein FHR anfangen… Natürlich entsprechend unmotiviert. Da ich öfters abwesend als anwesend war, habe ich natürlich auch entsprechende Noten geschrieben… was dann im endeffekt damit endete das ich zwei mal sitzengeblieben bin… nunja, nach dem zweiten mal wurde ich dann auch gegangen.

Ich lebe in NRW und will nun nach meiner Ausbildung mein AHR nachholen. Ganztägig, keine Abendschule. Hat jemand von euch schon Erfahrungen in einer ähnlichen Situation gemacht oder weiss genaueres wie das nun laufen kann? Da gibts doch bestimmt die ien oder andere Möglichkeit im Zuge des zweiten Bildungsweges?

Über ein paar informative Antworten würde ich mich freuen!

so long
Pew

Hi pew
Gratuliere estmal zum Abschluss!

Nun wollte ich gernem ein
Abi nachholen. Leider habe ich damals nur mein FOR ohne Quali
gemacht… und musste notgedrungen ein FHR anfangen…

Ich weiß zwar nicht, was diese Abkürzungen bedeuten, aber ich kann dir nur empfehlen, die allgemeine Hchschuleriefe zu machen. Die wirklich interessanten Studiengänge kann man meiner Erfahrung nach nicht mit dem Fachabitur machen. Das wäre also imho verlorene Zeit und Energie.
Lieber einmal n bißchen länger auf einer Arschbacke sitzen und lernen, als so’n Schmalspur-Fach-Abitur, mit dem man nur irgendwelche Sachen studieren kann, mit denen man dann später Taxi fahren kann.
Glaub einem alten, studienerfahrenen Mann. :wink:
Gruß,
Branden

Hallo Branden,

aber ich kann dir nur empfehlen, die allgemeine Hchschuleriefe zu
machen. Die wirklich interessanten Studiengänge kann man
meiner Erfahrung nach nicht mit dem Fachabitur machen. Das
wäre also imho verlorene Zeit und Energie.

dem kann ich ja noch gut zustimmen.

Aber hier:

als so’n Schmalspur-Fach-Abitur, mit dem man nur
irgendwelche Sachen studieren kann, mit denen man dann später
Taxi fahren kann.

wenn ich daran denke, dass auch Elektrotechnik mit Fachhochschulreife studiert werden kann, ist Dir wohl doch der allgemeingebildete Hochmut durchgegangen.

Gruß, Karin

Moin Branden,

als so’n Schmalspur-Fach-Abitur, mit dem man nur
irgendwelche Sachen studieren kann, mit denen man dann später
Taxi fahren kann.

als ich einmal von Arbeitslosigkeit bedroht zu Anfang der 90er beim Arbeitsamt vorsprach, ob es denn Stellen gäbe, wurde mir gesagt, daß momentan selbst FH-Ingenieure nicht vermittelbar wären und erst recht keine Naturwissenschaftler

Arbeitslos wird man mit einem FH-Diplom, oder was immer es gerade dort gibt, wohl nicht.

Und falls Du es nicht weißt; an einer FH kann man mehr als Sozialarbeiter studieren :wink:

Gandalf

1 „Gefällt mir“

Huhu, erstmal danke für die flotte Antwort.
FOR = Fachoberschulreife. also der ganz normale Realschulabschluß… oder mitlere Reife. Genau das Ding zwischen Hauptschulabschluß und dem Realschulabschluß mit Quali :smile:

Und falls Du es nicht weißt; an einer FH kann man mehr als
Sozialarbeiter studieren :wink:

Das weiß ich schon, aber die klassischen Fächer, mit denen man später viel machen kann, z.B. Medizin und Jura, sind wohl doch nur mit allgemeiner Hochschulreife zu studieren.
Gruß,
Branden

Hallo Karin

wenn ich daran denke, dass auch Elektrotechnik mit
Fachhochschulreife studiert werden kann, ist Dir wohl doch der
allgemeingebildete Hochmut durchgegangen.

Naja, weniger Hochmut, als vielleicht so ne Mixtur aus Egozentrik und Lebenserfahrung. Ich selber hätte mit dem Fachabitur nicht viel anfangen können, denke ich mal.
Und bei vielen Anderen sehe ich da auch größere Schwierigkeiten. Interessiert sich ja nicht jeder für Elektrotechnik. :wink:
Gruß,
Branden

Meist sind doch die Geisteswissenschaftler arbeitslos oder im Taxi. Solche Fächer gibt es nur an der UNi.

Moin,

so, wie Du Deine Schullaufbahn schilderst, ist der Besuch einer normalen Oberstufe wohl nicht mehr möglich. Wahrscheinlich willst Du auch nicht die Schulbank mit (post-)pubertären Jugendlichen drücken.
Es gibt Kollegs, die auf die Allgemeine Hochschulreife vorbereiten. Die Aufnahmebedingungen sind anscheinend recht unterschiedlich; ich kenne mich nicht aus und habe nur ein paar angeklickt.
Klick dich mal durch, oder wende dich an den Bundesvorsitzenden
http://www.bundesring.de/

Vielleicht kann Dir auch die Handelskammer oder die Agentur für Arbeit genauere Auskunft geben.

Grüße
Pit

hi,

Und falls Du es nicht weißt; an einer FH kann man mehr als
Sozialarbeiter studieren :wink:

Das weiß ich schon, aber die klassischen Fächer, mit denen man
später viel machen kann, z.B. Medizin und Jura, sind wohl doch
nur mit allgemeiner Hochschulreife zu studieren.

viel machen?

Gruß

rantanplan

Moin Branden,

aber die klassischen Fächer, mit denen man
später viel machen kann, z.B. Medizin und Jura, sind wohl doch
nur mit allgemeiner Hochschulreife zu studieren.

was verstehst Du unter ‚viel machen kann‘?
Klingt schlicht arrogant und unwissend!

Gandalf

3 „Gefällt mir“

@ Gandalf und Randanplan
Moin
Gandalf, Junge, was unterstellst du mir denn da?! Wir kennen uns doch nun hier schon lange genug, dass einer dem anderen weder Unwissenheit noch Arroganz bescheinigen dürfte.
Also, „viel machen“ bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass man mit Studienfächern wie Medizin und Jura ein Basis hat, auf der man später viele berufliche Möglichkeiten hat. Eigentlich brauche ich das doch nicht näher zu erörtern, aber da ihr euch so weltfremd gebt:
Einem Volljuristen steht die Welt offen; er kann Rechtsanwalt, Richter, Staatsanwalt, Politiker etc. werden. Einem Mediziner geht es ähnlich: Er kann sich unter vielen Facharztrichtungen eine ihm passende aussuchen, er kann in die Forschung und/oder Lehre gehen etc.
Das ist bei s e h r vielen anderen Studiengägen nicht der Fall.
Gruß,
Branden

1 „Gefällt mir“

mit dem man nur
irgendwelche Sachen studieren kann, mit denen man dann später
Taxi fahren kann.

… selten so einen Unsinn gelesen…

immer noch kopfschüttelnd,

ame

4 „Gefällt mir“

Grüß Dich.

Bitte Vorsicht mit der Terminologie; die ist überall anders.

Was ist denn ein „Realschulabschluß mit Quali“?
Ich kenne den „qualifizierenden Hauptschulabschluß“, d.h. 9. Klasse + Prüfung. Oder ist es bei euch nicht so, daß der Realschulabschluß zwingend an eine Prüfung gekoppelt ist? Wobei angemerkt sei, daß in den meisten Köpfen hier in den neuen Ländern der einzig tolerierte Schulabschluß immer noch ausschließlich der geprüfte Abschluß am Ende der 10. Klasse ist. Solcher Quatsch von wegen Hauptschulabschluß oder dergleichen ist weithin nicht als ordentlicher Schulabschluß akzeptiert und wird vielfach belächelt oder mit „ein bißchen langsam in der Birne“ assoziiert.

Viele Grüße

Ich ahnte ja schon…
…dass die Wahrheit mal wieder schwer zu ertragen sein wird.

1 „Gefällt mir“

Grüß Dich Branden,

ich würde nicht so groß tönen über Dein geliebtes Abitur-West.
Der Weg, den die alten Länder seit den 50er Jahren gegangen sind, ist maßgeblich verantwortlich für die Geringschätzung von Mathematik, Naturwissenschaften und Technik in der gegenwärtigen Gesellschaft. Stichwort Tutzinger Maturitätskatalog, wo der geisteswissenschaftliche Lehrstoff einseitig zuungunsten von MNT-Fächern hervorgehoben wurden. Und spätestens mit dem Kurssystem und dem Abwählen von vielen Fächern verlor das Abitur-West das Recht, sich „allgemeinbildender Abschluß“ nennen zu dürfen.
Der Maturitätskatalog ist bis ins Jetzt tief im gegliederten Schulsystem verankert und ist massiv am Fachkräftemangel in den MNT-Fächern schuld. Abiturientenquoten von 30% sorgten dann dafür, daß euer Abitur im Vergleich gar nichts wert sein kann. Laß Dir das auf der Zunge zergehen: Spaziere durch Deine Stadt und zähle eins, zwei drei, eins, zwei, drei, eins, zwei, drei - statistisch hätte jeder dritte Abitur. Was ist denn das bitte? Wie kann da irgendein Gefühl von Überlegenheit gegenüber anderen Hochschulzugangsberechtigungen aufkommen, wenn hier sichtbar ein höherer (!) Abschluß bzw. der höchste Abschluß überhaupt (!) in den Dreck geschmissen wird.

Wenn Du das mit dem früheren Abitur-Ost vergleichtest, verginge Dir das Hören und Sehen. Ignorieren wir die politisch-ideologischen Verzerrungen, war Leistungsprinzip angesagt; nur die knapp 10% Prozent besten und fähigsten Kinder durften das Abitur ablegen. Und nun zähle noch einmal: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehen. Das sieht schon ganz anders aus - statistisch jeder Zehnte, der den Reifeabschluß hätte. Da sieht die Welt gleich anders aus, wenn nicht Unmengen von Kindern zum Abitur geprügelt werden dürfen, die eigentlich nicht das geistige Format für das Reifezeugnis haben. Bienenfleißiges, stumpfes Pauken sollte niemals echten Intellekt und wahre Fähigkeiten schlagen, doch das passiert im deutschen Bildungssystems.

Hier in der Gegend wurde man groß mit der Sicherheit, daß die Schule kompromißlos auf stark MNT-betonte Allgemeinbildung dimensioniert war. Wer Mathematik, Physik, Chemie oder Polytechnik nicht konnte, der bekam schlichtweg kein Reifezeugnis. Nicht so wie heute, wo katastrophal schlechte Kenntnisse in Mathe, Physik, Chemie usw. spontan zu sinnfreiem Lachen, tollkühner Freude, Coolsein oder groteske Koketterie führen.

Dein geliebtes Abitur ist aber kein solch allgemeinbildender Abschluß, wie es ihn hier im Osten gab. Ich sehe daher kein Rechtfertigung, die anderen Hochschulzugangsberechtigungen abschätzig zu betrachten, denn die „allgemeine Hochschulreife“ ist keinen Scheiß besser.
Da muß ich Sachsen in der Tat Lob aussprechen; dort hat die Oberstufenreform (Ende des Kurssystems) zu einer Art „DDR light“ geführt: nahezu keine Ausnahmen, alle Fächer müssen belegt werden, kein Abwählen mehr von Chemie, Physik et cetera. Der Gedanke der Allgemeinbildung ist sozusagen zurückgekehrt und im Kampf gegen Schmalspurgymnasiasten, die ihr Abitur mit reiner Dünnbrettbohrerei ergattern, ist zumindest ein erster Schritt getan.

Viele Grüße

3 „Gefällt mir“

Hi,

Also, „viel machen“ bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als
dass man mit Studienfächern wie Medizin und Jura ein Basis
hat, auf der man später viele berufliche Möglichkeiten hat.

mir wird irgendwie nicht klar, inwieweit dass bei anderen Studienfächern nicht so sein sollte.

Eigentlich brauche ich das doch nicht näher zu erörtern, aber
da ihr euch so weltfremd gebt:
Einem Volljuristen steht die Welt offen; er kann Rechtsanwalt,
Richter, Staatsanwalt, Politiker etc. werden.

Bis auf den Politiker sind das alles Berufe, die direkt etwas mit dem Studienfach zu tun haben. Es ist nicht schwierig 3 verschiedene Berufe aufzuzählen, die ein Maschinenbauingenieur ausüben kann.
Um Politiker zu werden, muss man nicht Jurist sein.

Einem Mediziner
geht es ähnlich: Er kann sich unter vielen Facharztrichtungen
eine ihm passende aussuchen, er kann in die Forschung und/oder
Lehre gehen etc.

Nach Beendigung eines Elektrotechnikstudiums kann ich in die Forschung oder in die Lehre gehen. Außerdem kann ich mir jede Menge Fachrichtungen raussuchen.

Was mir am Ende des Studiums eventuell allerdings fehlen könnte, ist die Arroganz, die im Medizin- oder Jurastudium offensichtlich als Grundlagenvorlesung angeboten wird.

Gruß
rantanplan

6 „Gefällt mir“

Grüß Dich.

Das ist bei s e h r vielen anderen Studiengägen nicht der
Fall.

Achso? Bei welchen?

Ein Mathematiker kann innermathematisch forschen oder neue Methoden auf unterschiedlichsten Gebieten entwickelnt - von der mathematischne Physik bis zur Selbstorganisation komplexer Systeme. Ein Mathematiker kann Lehrer werden. Ein Mathematiker kann Versicherungsmensch werden. Ein Mathematiker kann Wissenschaftshistoriker werden. Ein Mathematiker kann Prüfingenieur werden. Ein Mathematiker kann Physiker werden. Ein Mathematiker kann Meterologe werden. Ein Mathematiker kann Logistiker werden. Ein Mathematiker kann Astronom werden. Gleichartiges gilt für Physiker, Ingenieure und andere Naturwissenschaftler & Techniker.

Es ist doch der blanke Witz, wenn sich Geisteswissenschaftler aufschwingen wollen, um ihre beschränkte, ignorante Weltsicht neuerlich über alles andere zu stellen. Das hatten wir schonmal, nannte sich Mittelalter. Dort wurde die Sicht auf Natur und Universum - Mathematik, Naturwissenschaften, Technik - auch unterdrückt.
Dann kam Anfang des 19. Jahrhunderts das gegliederte Schulsystem, was die Überbetonung humanistischer (= altsprachlich einseitiger) Bildung zementierte. Klassisches Latein und Altgriechisch, um überhaupt Wissenschaftler werden zu können. Dümmer geht’s ja kaum noch.
Geisteswissenschafltern steht nur noch die Welt offen, weil es in der Welt zusehends intellektuell bergab geht - wir verdummen, oder besser: Wir werden verdummt. Denn anders ist es nicht zu erklären, wie Leute, die zu 99% lächerliche Schmalspurstudiengänge absolvieren und bereits schmerzverzerrt und überfordert stöhnen, wenn sie eine quadratische Gleichung lösen sollen, in der mathematisch-naturwissenschaftlich anspruchsvollen Welt dieser Tage noch Arbeit bekommen können. Beispiel: Unternehmensberater; die ganzen BWL-Nieten schaffen sich ihre eigene Nachfrage.

Wenn, dann ist alles gleichwertig. Geisteswissenschaften als die Schönen Künste und für die Kultur in der Gesellschaft und MNT für das Große, was die Welt im Innersten zusammenhält und was Fortschritt generiert.

Viele Grüße

3 „Gefällt mir“

Hallo Reinerlein

Stichwort Tutzinger
Maturitätskatalog, wo der geisteswissenschaftliche Lehrstoff
einseitig zuungunsten von MNT-Fächern hervorgehoben wurden.

Ich persönlich finde es immer noch zu Mathematik-lastig. Außerdem ist ja gerade der geiteswissenschaftliche Schwerpunkt der, welcher die Allgemeinbildung hebt. Das reine Funktionieren nach mathematisch-naturwissenschaftlichen Gesichtspunkten kommt sowieso massiv genug auf die Leute zu. Wenn der geisteswissenschaftliche Schwerpunkt an den altsprachlichen Gymnasien nicht wäre, hätten wir kaum noch klassisch-humanistische Allgemeinbildung an den Oberschulen. Es läuft doch immer mehr auf technisches Fachidiotentum zu.

Wenn Du das mit dem früheren Abitur-Ost vergleichtest,
verginge Dir das Hören und Sehen. Ignorieren wir die
politisch-ideologischen Verzerrungen

Ich weiß aber gar nicht, ob wir die politisch-ideologischen Verzerreungen ignorieren können und sollen. Die waren doch sehr beeindruckend.

Da sieht die Welt gleich
anders aus, wenn nicht Unmengen von Kindern zum Abitur
geprügelt werden dürfen, die eigentlich nicht das geistige
Format für das Reifezeugnis haben. Bienenfleißiges, stumpfes
Pauken sollte niemals echten Intellekt und wahre Fähigkeiten
schlagen, doch das passiert im deutschen Bildungssystems.

Hier sind wir sogar der gleichen Meinung!

Hier in der Gegend wurde man groß mit der Sicherheit, daß die
Schule kompromißlos auf stark MNT-betonte Allgemeinbildung
dimensioniert war. Wer Mathematik, Physik, Chemie oder
Polytechnik nicht konnte, der bekam schlichtweg kein
Reifezeugnis.

Das wiederum finde ich ziemlich schlimm.
Philosophisch und humanistisch völlig ungebildete Techniker oder Naturwissenschaftler sind genau das, was ich nicht massenhaft erleben will.

Dein geliebtes Abitur ist aber kein solch allgemeinbildender
Abschluß, wie es ihn hier im Osten gab. Ich sehe daher kein
Rechtfertigung, die anderen Hochschulzugangsberechtigungen
abschätzig zu betrachten, denn die „allgemeine Hochschulreife“
ist keinen Scheiß besser.

Ich weiß nicht so recht, wie auf eine Formulierung wie „dein geliebtes Abitur“ kommst. Ich habe lediglich pragmatisch darauf verwiesen, dass viele Leute mit einem Fachabitur nicht wirklich dahin kommen, wo sie vielleicht hinwollen. Und: Diese anderen sind eben k e i n e vollwertigen Hochschulzugangsberechtigungen, das ist ja gerade der springende Punkt. Mein Ansatz ist ja gerade der, dass man mit einem Fachabitur die Studiengänge, die z.B. mich interessierten, nicht studieren kann.
Für mich wäre ein Fachabitur etwa soviel wert gewesen wie eine Mittlere Reife. Wenn ich nicht Medizin studieren hätte können, hätte ich vermutlich eine künstlerisch akzentuierte Ausbildung angefangen, zu der ich auch mit der MIttleren Reife gelangt wäre.

alle Fächer müssen
belegt werden, kein Abwählen mehr von Chemie, Physik et
cetera. Der Gedanke der Allgemeinbildung ist sozusagen
zurückgekehrt

Das sehe ich eher umgekehrt: Ich hätte gerne damals, vor etwa 40 Jahren, Chemie, Physik oder Mathe abgewählt und stattdessen ein geisteswissenschaftliches Fach mehr genommen - da sehe ich wiegesagt den größeren allgemeinbildenden Zuwachs.
Und ich sage das als jemand, der eher eine Naturwissenschaft als eine Geisteswissenschaft abgeschlossen hat. Und der eben trotzdem nicht verkennt, wie wichtig die Geisteswissenschaften für die Allgemeinbildung und die allgemeine Hochschuloreife sind.
Gruß,
Branden

1 „Gefällt mir“

Ich bin weiter oben schon auf dein Posting eingegangen, insofern würden wir uns hier wiederholen.
Siehe also weiter oben.