Abschaffung der PKV

Ich habe kürzlich in der Zeitung von einem Vorschlag gelesen (ich meine von einem Mitglied der Rürup-Kommission), der besagt das Privatkrankenversicherungen, mit Ausnahme von Zusatzversicherungen abzuschaffen seien, und jeder in die gesetzliche Krankenversicherung einzuzahlen hat. Macht das nicht auch Sinn? Schließlich leben wir doch angeblich in einem Sozialstaat, dann müssen doch auch alle sich daran beteiligen. Bei der gestzlichen Rentenversicherung ist es ähnlich, da müssen auch nicht alle einzahlen, siehe Selbstständige.
Aber der Bundeskanzler lehnt solche Vorschläge gelich wieder ab. Heißt SPD nicht SOZIALdemokratische Partei…???
Ich verstehe das nicht.

Gruß
Peter

macht keinen Sinn
Hi,

damit würde man lt. LVZ 36 Mrd. einsparen und den Krankenkassenbeitrag auf ca. 10% senken. Der Kanzler hat sich darüber sofort brüskiert. - es macht also keinen Sinn.

Wo sollen dann die vielen Menschen hin, die sich im Moment so schön selbst verwalten - ihrer Existenzberechtigung wegen?? Bringt also nix, sich solche unvernünftigen Vorschläge durch den Kopf gehen zu lassen.

Gruß
Frank

Hallo Peter,

bisher gab es in der Geschichte der Bundesrepublik in der Sozialversicherung nur Spielereien an den Tarifen, keine Systemänderung. Kam man mit der Spielerei nicht mehr weiter, gabs eine „Jahrhundertreform“. Das sah regelmäßig so aus, daß man mit viel Brimborium eine neue Säule schaffte (Pflegeversicherung, Riester-Rente), die am alten System nichts änderte, aber die von Versicherten und Arbeitgebern insgesamt aufzubringen Beiträge erhöhte.

Hin und wieder beißt ein Mitglied der Rürup-Kommission in ein Mikrofon und denkt laut nach. Ernst zu nehmen ist nichts davon. Wie es sich für mich darstellt, bleibt am Ende wieder nur Spielerei an Tarifen übrig. Man wird die eine oder andere bisher versicherte Leistung in eine zusätzliche private Säule ausgliedern und das Ganze als revolutionäre Reform verkaufen.

Staatsanwaltschaften ermitteln gerade wegen Betruges in zahlreichen Fällen gegen Kassenärzte. Dabei ist es seit Jahrzehnten usus, daß Kassenärzte ihre an die KV zu schickende Abrechnung am Quartalsende nach Gutdünken hinzaubern. Trotzdem will keiner ernsthaft an die Patientenquittung, will keiner an die Kostentransparenz heran, halten alle den Patienten für ungeeignet, eine Rechnung zu prüfen. Der überall funktionierende Ansporn durch Transparenz und Selbstbeteiligung, die Kosten im Griff zu behalten, wird ignoriert. Das alles auch noch mit an Dummheit nicht mehr übertreffbaren Argumenten. Da werden Länder zum Vergleich herangezogen, wo es z. B. eine Art „Eintrittsgeld“ in der Arztpraxis kostet. Es wird gesagt, das würde nichts zur Kostendämpfung beitragen und deshalb sei Selbstbeteiligung unsinnig. Stimmt! Da fehlt ja auch das Element der Transparenz. Der Patient muß eine Rechnung in Euro und Cent erhalten, er muß sich prozentual (nicht mit Festbetrag!) daran beteiligen. Dann ist es dem Patienten plötzlich nicht mehr egal, was der Doc treibt.

Ein weiterer wichtiger Schritt wäre das Eindampfen der Vielzahl gesetzlicher Krankenkassen. Davon brauchen wir nicht hunderte, die untereinander einen Finanzausgleich schaffen. Im Grunde reicht eine KK. Mit der rechnet der Leistungserbringer ab. Die kassenärztlichen Vereinigungen werden dabei überflüssig.

Man kann ganz beruhigt sein: Derart kostensparende Systemveränderungen werden nicht stattfinden. Zig tausende Pöstchen und ein Heer von Verwaltungsleuten würden überflüssig. Das sind sie zwar jetzt auch schon, aber es fällt nicht weiter auf.

Gruß
Wolfgang

Ich habe kürzlich in der Zeitung von einem Vorschlag gelesen
(ich meine von einem Mitglied der Rürup-Kommission), der
besagt das Privatkrankenversicherungen, mit Ausnahme von
Zusatzversicherungen abzuschaffen seien, und jeder in die
gesetzliche Krankenversicherung einzuzahlen hat. Macht das
nicht auch Sinn?

Macht es Sinn, die wohl einzigen einigermaßen effizient arbeitenden Strukuren in unserem Gesundheitssystem abzuschaffen?

Es macht wohl eher Sinn, die gesetzlichen Krankenkassen grundlegend zu reformieren. Erstaunlich finde ich in diesem Zusammenhang, daß der Kanzler hier Vernunft zeigt und nicht weiter auf der Neidschiene fährt. Vermutlich ist seine Frau privatversichert, anders kann ich mir das nicht erklären.

Gruß
Christian

hallo Wolfgang,
ein paar kleine anmerkungen dazu:
ich habe mal einem Hausarzt zu dem Thema Kostendämpfung gesagt, die Ärzte sollten dem Kunden eine Rechnung ausstellen, die er kontrollieren und unterschreiben muss. Den Arzt hätte beinahne der Schlag getroffen!
Warum soll das, was mit Privatpatienten funktioniert nicht auch bei kassenpatienten gehen? Sind die dümmer?
Kopfprämie? Weg damit. Nur Leistung sollte Bezahlt werden.
Doch in einem stimme ich Dir nicht zu: nur eine Kasse ist falsch. Das ist dann wieder ein Monopol-Beamtenapparat.
Es würde sich alles von allein regeln, wenn es keinen Struckturausgleich mehr gibt.
ich sehe kein problem darin, wenn z.B. die AOK Bayern pleite geht. Was passiert dann? Ganz einfach: die Versicherten wexchseln in die nächste. So ist das nun mal im Geschäftsleben. Du bekommst ja auch kein Geld von Deinem Mitbewerber wenn Du teuerer bist als er. Du gehst halt konkurs!
Der Markt würde das alles regeln.
Übrig bleiben dann evtl. 10 Kassen. Reicht ja auch.
Außerdem sollte ein Arzt, der bei einem mauschelei erwischt wird nicht mit Glacéhandschuhen angefasst werden. Das ist kein kavaliersdelikt, sonder ein Kapitalverbrechen. Hier wird die Solidargemeinschaft betrogen.
Grüße
Raimund

Träumereien
Hallo Raimund,

Doch in einem stimme ich Dir nicht zu: nur eine Kasse ist
falsch. Das ist dann wieder ein Monopol-Beamtenapparat.

Vermutlich uist esdir entgangen, aber wir haben in D hunderte Krankenkassen, welche eine monopolähnliche Stellung haben (das ist gesetzlich abgesicherter Staatssozialismus) und nichts, garnichts anderes machen, als Zettel zu sortieren. Man könnte diese eigentlich auch mit Software ersetzen.

Eine reicht vollständig aus. Eine Abzockerei kann auch via Tarifen ähnlich HOAI, Beamtentarifen o.ä. vermieden werden.

Gruß
Frank

hallo Frank,
genau das ist es ja, was ich vermeiden möchte!
Das entsteht nun mal bei einem Strukturausgleich. Da kann jede kasse wurschteln, wie sie will. macht doch nichts: die bekommt schon ihren Ausgleich!
Gibt es aber keine Ausgleichszahlungen, muss jeder kaufmännisch richtig arbeiten. Sonst ist der Posten weg.
also wird es echte Konkurrenz geben.
Wenn dann noch die Leistungen zu, sagen wir mal 50 % frei bestimmbar wären, dann kann der Kunde selbst wählen, was ihm wichtig ist.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

genau das ist es ja, was ich vermeiden möchte!
Das entsteht nun mal bei einem Strukturausgleich. Da kann jede
kasse wurschteln, wie sie will. macht doch nichts: die bekommt
schon ihren Ausgleich!
Gibt es aber keine Ausgleichszahlungen, muss jeder
kaufmännisch richtig arbeiten. Sonst ist der Posten weg.
also wird es echte Konkurrenz geben.
Wenn dann noch die Leistungen zu, sagen wir mal 50 % frei
bestimmbar wären, dann kann der Kunde selbst wählen, was ihm
wichtig ist.

Lt. LVZ liesen sich durch Bürokratieabbau 36.000.000.000 € sparen und die Krankenkassenabgaben auf ca. 10% senken, welche ausschließlich zum sortieren von Zetteln verwendet werden.
Ich sehe noch nicht mal den Sinn, wo eine Krankenkasse überhaupt nach marktwirtschaftlichen Kriterien betrieben werden kann. Dieser sich durch Beschäftigungstherapie auszeichnende Wasserkopf von Zettelsortierern frißt also ca. 35% der Aufwendungen zur Gesunderhaltung. Wozu soll der gut sein?

Bedenke bitte, dass wir zu Ostzeiten 10% Sozialabgaben hatten (der Betrieb wohl nochmal 10%), woraus Renten und Krankenkasse bezahlt wurden. Das hat auch noch funktioniert und es gab keine Probleme (aber bedenke: Vollbeschäftigung und eine Lebensarbeitszeit von 43 Jahren bis 65 und mehr war die Regel).

Ich sehe es irgendwo nicht ein, Leute durchzufüttern, die mir mit ihrer Arbeit nur noch mehr Arbeit machen, zu nichts nütze sind und bei nichtzahlen auch noch sofortigen Zugriff auf mein Vermögen haben im Gegensatz zu z.B. einem Handwerker, welcher staatlich unterstützt an jeder Ecke beschissen werden darf.

Gruß
Frank

hallo Frank,deswegen ist die DDR auch pleite gegangen.
Es gab selten einen Staat, der so unwirtschaftlich gearbeitet hat.
Einem Teil musste man nach ´90erst erklären, was das Wort Arbeit bedeutet. Das ist kein Wessi-Spruch, sondern selbst erlebt. Einige habens begriffenund haben auch ihren Weg gemacht. Aber sehr viele träumen jetzt noch davon am Händchen gehalten zu werden.
Klar haben 10 % Kassenabgabe gereicht… den Rest hat die Volkswirtschaft dazu gelegt.
Genauso hätte die DDR damals sagen können: jeder zahlt 2 %! Hätte auch gereicht: Rest der Staat.
Der Staat war maroder durch und durch. Und hat teilweise nur noch deswergen existiert, weil der reiche Nachbar Milliardenbeträge rüberschaufelte.
Nicht dass die DDR schlechte Ware lieferte. Nein, teilweise sehr gute. Nur eben 5 jahre hinterher. Ausser die DV-Prigrammierbücher, die waren Klasse. habe selber über PL1 welche 1974 dort gekauft.
Wie die damaligen DDR´ler über ihre eigene Ware dachten, habe ich oft in Dresden mitbekommen. So habe ich mich mal im Hotel „beschwert“, dass es zum Frühstück nur westdeutsche Butter und westdeutsche marmelade gab. Man sah mich verstännislos an: „aber das ist doch aus dem Westen!“
Na, ja, z.Zt ist gerade der Gegentrend. Doch auch der ist falsch.
Grüße
Raimund

hallo Frank,deswegen ist die DDR auch pleite gegangen.
Es gab selten einen Staat, der so unwirtschaftlich gearbeitet
hat.
Einem Teil musste man nach ´90erst erklären, was das Wort
Arbeit bedeutet. Das ist kein Wessi-Spruch, sondern selbst
erlebt. Einige habens begriffenund haben auch ihren Weg
gemacht. Aber sehr viele träumen jetzt noch davon am Händchen
gehalten zu werden.

Das ist klar. Ist aber heutzutage nicht wesentlich anders und Wessis unterscheiden sich davon auch nicht mehr. Diese Leute fassen heutzutage vielfach Sozialhilfe ab.

Klar haben 10 % Kassenabgabe gereicht… den Rest hat die
Volkswirtschaft dazu gelegt.
Genauso hätte die DDR damals sagen können: jeder zahlt 2 %!
Hätte auch gereicht: Rest der Staat.
Der Staat war maroder durch und durch. Und hat teilweise nur
noch deswergen existiert, weil der reiche Nachbar
Milliardenbeträge rüberschaufelte.

Das ist falsch, die Probleme liegen anders. Du darfst die Wirtschaft von damals nicht mit eurer vergleichen. In Bezug auf DDR-Mark war die DDR nicht pleite sondern gesund - aber in Bezug auf Valuta war sie es. Das wiederum liegt nicht daran, dass das Wirtschaftssystem an sich in seinen Grundlagen nicht funktionierte, sondern an den Globalpolitischen Umständen einer dollardominierten Welt und unzureichender Industrialisierung weiter östlich. Ebenso wurde auch vielfach der fehlende Leistungsdruck bemängelt, welcher machbar gewesen wäre.
Stell dir einfach vor, wir reden von einem riesigen Konzern mit 17 Mio Mitarbeitern.
Eine Planwirtschaft als solches ist hocheffizient, eine DDR dürfte wohl auch pro Kopf Exportweltmeister gewesen sein. Sich zu überanstrengen war ganicht nötig.

In einem Sozialismus dient die Wirtschaft als Mittel zum Zweck und nicht der persönlichen Bereicherung (sollte so sein). Die zusammenhänge sind aber wohl etwas kompliziert zu verstehen, wenn man darin nicht groß geworden ist.

Nicht dass die DDR schlechte Ware lieferte. Nein, teilweise
sehr gute. Nur eben 5 jahre hinterher.

Logisch - auf den ersten Blick ist eine Wegwerfgesellschaft „effizienter“, allerdings nicht nachhaltig. irgendwann sind die Ressourcen alle und die Müllberge hoch. was für Möglichkeiten nach dem Krieg überhaupt bestanden, weißt du hoffentlich. Andererseits waren Produktionen wie die des Trabbis regelrecht schwachsinnig. Es gab 1960 schon Pläne für bessere Fahrzeuge. Aber mit nur 17 Mio EW kann man nicht das komplette Repertoir abdecken.

Ausser die

DV-Prigrammierbücher, die waren Klasse. habe selber über PL1
welche 1974 dort gekauft.
Wie die damaligen DDR´ler über ihre eigene Ware dachten, habe
ich oft in Dresden mitbekommen. So habe ich mich mal im Hotel
„beschwert“, dass es zum Frühstück nur westdeutsche Butter und
westdeutsche marmelade gab. Man sah mich verstännislos an:
„aber das ist doch aus dem Westen!“

Ja, Dummheit. Der größte Müll aus dem Westen war halt viiiieeeel besser, weil bunter. Dass das Zeuchs zum Großteil im Osten produziert wurde hat dabei keine Rolle gespielt (Trinkfix, Bonbons, viele Grundstoffe für Kosmetik und Nahrungsmittel, Maschinenbau, Textilien um nur einge zu nennen).

Gruß
Frank

Hallo,

ich verdanke es lediglich dem glücklichen Umstand, privat krankenversichert zu sein, dass ich überhaupt noch lebe. Ich bin mit der Effizienz meiner Versicherung wie auch mit den Beiträgen und den Kostenerstattungen überaus zufrieden.

Ich würde es viel mehr begrüßen, wenn diese total unsinnigen Zwangsversicherungnen wie Renten-, Sozial- und öffentliche Krankenversicherung abgeschafft würden. Lass doch die Menschen privat Vorsorge betreiben. Meinetwegen weiterhin mit einem verpflichtenden Arbeitgeberanteil für die unteren Einkommensgruppen, der allerdings deutlich unter dem derzeitigen Wert liegen sollte.

Warum nur sollen wir stets alle so derartig bevormundet werden? Ausserdem tut mir jeder Arbeitnehmer leid, der derzeit in die Rentenversicherung zwangseinzahlt. Von dem Geld wird er wohl in 30-40 Jahren noch höchstens die Hälfte wiedersehen. Er sollte es also besser in den Sparstrumpf stecken, als in eine derartig marode „Versicherung“

Gruß

Fritze

Hallo Fritze,

ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber merkst Du nicht selber wie erschreckend es ist. Wenn Du selbst erlebt hast, das Du nur noch lebst weil Du ind der PKV versichert bist. Welch ein Glück für Dich. Was ein Pech für den, der in der GKV ist - freut sich eben der Bestatter!
Dieses rpräsentiert für mich keinen Sozialstaat!

Gruß
Peter

Hallo,

ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber merkst Du nicht
selber wie erschreckend es ist. Wenn Du selbst erlebt hast,
das Du nur noch lebst weil Du ind der PKV versichert bist.

Ja, es gibt in Deutschland ganz zweifelsfrei eine zwei-klassen Medizin.

Welch ein Glück für Dich. Was ein Pech für den, der in der GKV
ist - freut sich eben der Bestatter!
Dieses rpräsentiert für mich keinen Sozialstaat!

Es wird aber doch nicht dadurch besser, dass nun alle verrecken müssen, weil die gesetzlichen Krankenkassen nicht haushalten können. Vielmehr sollten diese Selbstbedienungsläden für drittklassige möchtegern Manager schleunigst abgeschafft werden und durch effiziente und flexible private Absicherung ersetzt werden.

Gruß

Fritze

Hi,

sorry, das seh ich ganz anders. Abschaffen sämtlicher Sozialversicherungen? Was für ein Schwachsinn! Ich gehe nur auf die PKV ein, sonst wirds zu lang.

Warum bist Du denn mit den Beiträgen für Deine PKV so zufrieden? Weil sie niedrig sind! Was ist denn nun wenn jemand alt, krank oder behindert ist, der bekommt erstmal einen fetten Aufschlag und das obwohl er mit Sicherheit weniger Einkommen hat als ein gesunder Mensch. Vielleicht wird er von der Kasse sogar ganz abgelehnt. Das kann doch nicht der Weg sein!

Es kann auch nicht sein, daß alle die es sich leisten können, sich aus der sozialen Verantwortung stehlen und die die in der GKV bleiben müssen sind die dummen. Jeder sollte eine Grundsicherung staatlich machen müssen oder zumindest eine entspr. Abgabe für sozial Schwächere zahlen. Zusätzlich versichern kann sich ja jeder.

Wir müssen durch Anreize erreichen, daß nicht mehr wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt gerannt wird. Die Leute müssen für die Kosten sensibilisiert werden. Keiner sieht mehr die Versicherung, jeder sieht einen Topf aus dem man soviel rausholen muß wie man kann (Kuren, Massagen …). Es muß ein Anreizsystem mit Selbstbeteiligung, Arztrechnungen und Rückvergütung bei Leistungsfreiheit her, damit wir bei der Zahl der Arztbesuche und der Krankenhaustage wieder auf ein Niveau wie in England oder Frankreich kommen.

Gruss
Steffen

gänzlich daneben…
hallo Steffen,
wo hast Du denn dieses „Wissen“ über private Krankenversicherungen her? Ich kann dir sagen, es istt zu 100 % falsch!
:

Warum bist Du denn mit den Beiträgen für Deine PKV so
zufrieden? Weil sie niedrig sind!

Er ist mit sicherheit nicht nur wegen den besser kalkulierten Beiträgen zufrieden! Es sind auch die leistungen, die um Längen besser sind als die der Kasse.

Was ist denn nun wenn jemand
alt, krank oder behindert ist, der bekommt erstmal einen
fetten Aufschlag und das obwohl er mit Sicherheit weniger
Einkommen hat als ein gesunder Mensch.

nächster Fehler: der Beritrag eines Versichertewn wird um keinen einzigen Cent teurer, weil er alt oder krank wird. Das ist schlichtweg gelogen. Dazu kommt, dass bei freiwillig Versicherten mit größerem Einkommen die Private im Alter günstiger ist, als die Kasse. Und demnächst auch für viele Pflichtversicherte: der Grund liegt in der Beitragsberechneung. Geplant und auch nicht anders machbar, ist, zur Beitragfindung sämtliche Einkünfte heranzuziehen: Staatknete, Betriebsrente, Mieteinkünfte, Zinseinkünfte, usw. Bei den privaten dagen ist das Einkommen gänzlich uninteressant. Hier zählt nur: wann bist Du in die private eingetreten.

Vielleicht wird er von
der Kasse sogar ganz abgelehnt. Das kann doch nicht der Weg
sein!

Nein, eine Zwangsannahme muss sein für die unteren Einkommensschichten. Ebenso eine Familienversicherung, oder besser eine Kindermitversicherung.

Es kann auch nicht sein, daß alle die es sich leisten können,
sich aus der sozialen Verantwortung stehlen und die die in der
GKV bleiben müssen sind die dummen. Jeder sollte eine
Grundsicherung staatlich machen müssen oder zumindest eine
entspr. Abgabe für sozial Schwächere zahlen. Zusätzlich
versichern kann sich ja jeder.

Das würde der Kasse so gefallen: schlecht haushalten und sich von den privaten finanzieren lassen.

Wir müssen durch Anreize erreichen, daß nicht mehr wegen jeder
Kleinigkeit zum Arzt gerannt wird.

Was ist eine Kleinigkeit? Kannst Du sie richtig einstufen? Nein, das ist derfalsche Weg. Doch ein Selbstbdienungsladen Arztpraxis muss zu Ende sein.
Bei einer Ehrlichkeit und einem anderen Abrechnungssystem (so wie bei den Privaten) ließe sich meiner Meinung der Beitragssatz um ca 3 Prozent senken

Die Leute müssen für die
Kosten sensibilisiert werden. Keiner sieht mehr die
Versicherung, jeder sieht einen Topf aus dem man soviel
rausholen muß wie man kann (Kuren, Massagen …). Es muß ein
Anreizsystem mit Selbstbeteiligung, Arztrechnungen und
Rückvergütung bei Leistungsfreiheit her, damit wir bei der
Zahl der Arztbesuche und der Krankenhaustage wieder auf ein
Niveau wie in England oder Frankreich kommen.

Das wäre eine Katastrophe für die Gesundheit der Bevölkerung. Das englische System funktioniert nur, weil die Patienten dazu zahlen. Was würdest Du schreien, wenn Du 500 € hinlegen musst (50 % der AG) und noch zusätzlich volle 100 oder mehr € damit Dich der Arzt auch anständig behandelt?!
Grüße
Raimund

hallo Fritze,
nein, eine Abschaffung bringt´s nicht.
Den die dafür zu schaffende neue müsste wie die alte gewisse Sozielaufgaben erfüllen. Ein System, wie die Privaten ist für die breite masse nicht denkbar. Stell Dir nur vor, Du willst Dich versichern und bekommst gesagt: Sie nicht, Sie haben zu viel Vorerkrankungen! Oder: jede einzelne Person (Du bist verheiratet und hast 5 Kinder) muss einzeln versichert werden. Du verdienst aber gerade mal 1.800 €! Davon gegen schon mal 700 € für die Wohnung drauf.Jetzt noch mal 1000 € draud und die Rechnung geht nicht auf.
nein, die Kassen haben schon ihr Daseinsrecht. Nur sollte halt mal der eiserne Besen durch.
Grüße
Raimund

hallo Peter,
was nach m.M. abzuschaffen wäre, ist die staatliche Rentenversicherung. Die kann wesentlich besser mit eine (Zwangs-) Versicherung geregelt werden. Das Problem ist nur der Übergang: die Arbeitnehmer, die schon 20 und mehr Jahre in das marode System einbezahlt haben.
Auch werden die Regierungen nie mitmachen: wo sollen sie denn das Geld für ihre Flickschusterei herbekommen?
Grüße
Raimund

Hi!

Vorab: „Sozial“ bedeutet nicht gleich „Umverteilung“.

Das staatliche KV-System ist bereits tot, es zur Zwangsmassnahme zu machen, würde 2 Generationen in das gesundheitsversorgungsmässige Verderben stürzen. Daher werden wir hier innerhalb der nächsten 20 Jahre nur noch PKVs haben, die eine Pflichtquote ärmerer Bürger aufnehmen müssen.

Nur über Privatisierungen kann so etwas überhaupt noch funktionieren, denn staatliche Organisationen neigen zum Wasserkopf, zur Korruption und somit zur Ineffektivität. Wie kann man es denn bittel zulassen, dass die Verwaltung einer Krankenkasse mehr als ein Drittel des gesamten Budgets frisst??

Grüße,

Mathias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Fritze,

Ja, es gibt in Deutschland ganz zweifelsfrei eine zwei-klassen
Medizin.

Diese Aussage ist völlig richtig. Aber findest Du das so in Ordnung? Ich nicht!

Es wird aber doch nicht dadurch besser, dass nun alle
verrecken müssen, weil die gesetzlichen Krankenkassen nicht
haushalten können. Vielmehr sollten diese
Selbstbedienungsläden für drittklassige möchtegern Manager
schleunigst abgeschafft werden und durch effiziente und
flexible private Absicherung ersetzt werden.

Sicherlich ist der Verwaltungsapparat viel zu groß. Das rechtfereigt aber nicht, dass sich einige dem entziehen können und sich schön privat versichern. Für mich sind das zwei unterschiedliche Themen. Wie gesagt, entweder wir leben in einem Sozialstaat, und das gilt dann auch bitteschön für alle, oder wir leben nicht in einem Sozialstaat. So wird man als GKV-Pflichtversicherter benachteiligt.

Gruß

Peter

Hi,

So wird man als
GKV-Pflichtversicherter benachteiligt.

ja, aber nicht von denen, die privat versichert sind, sondern von denjenigen, die den ganzen Mist zu verantworten haben.

Dadurch, daß Du privat Versicherte in die GKV zurückholst, verbessert man in keiner Weise die Situation der gesetzlich Versicherten, sondern verschlechtert nur die Situation der Zwangswechsler.

Das kann ja wohl auch nicht gemeint sein.

Gruß
Christian